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Flashcards
Aufgaben des Futterbaus
Versorgung eines angemessenen Viehbestandes mit vollwertigem Futter
Im wechselnden Verlauf der Jahreszeiten, Verfügbarkeit von Grün- und Gärfutter, Heu und anderen Trockenfutters im richtigen Verhältnis sicherstellen.
(angepasst an die physiologischen Anforderungen der Tiere)
Sicherstellung der Versorgung in der langen Winterzeit durch Winterzwischenfrüchte und anderes Frischfutter, sowie durch planmäßige Bevorratung mit möglichst hochwertigen Futterkonserven.
Charakterisierung des Grundfutters
Grundfutter wird im Verlauf seines Wachstumszyklus genutzt, auf jeden Fall bevor das Leben der Pflanze vollendet ist.
Es wird dem Vieh im frischen oder konservierten Zustand verabreicht.
Grundfutter dient dazu, den Erhaltungsbedarf der Tiere zu decken und darüber hinaus einen mehr oder weniger großen Teil des Leistungsbedarfs.
Es wird normalerweise auf dem Betrieb selbst produziert und verbraucht.
Herkunft und Entstehung des Dauergrünlandes
Natürliches Grünland in Mitteleuropa nur auf wenigen Spezialstandorten
Vorkommen dieser „Urrasen“ nur oberhalb der Waldgrenze
in der alpinen Stufe des Hochgebirges, Im Flachland auf Hochmooren, Küstenstandorten (Salzwiesen), Verlandungszonen, und ganz kleinflächig auf Trockenstandorten.
Der bei weitem überwiegende Anteil unseres heutigen Dauergrünlandes besiedelt natürliche Waldstandorte, nachdem der Wald durch Einwirkung des Menschen verschwunden ist.
Im Arteninventar heutigen Dauergrünlandes fehlen die Arten der Urrasen.
Die nährstoffliebenden und konkurrenzkräftigen Futter- gräser und -kräuter haben ihren natürlichen Ursprung
auf Lichtungen und an Rändern nährstoffreicher Wälder.
Durch anthropogen bedingte Auflichtung der Wälder erweiterten sich ihre Standorte und führten zu einer ersten Massenentfaltung.
Weitere Ausdehnung später durch Ansaat, Auflandung und Eindeichung.
Wiesen sind aus Weiden entstanden und entsprechend jünger.
Definition Grünland
Natürliches Grünland
entstanden ohne menschliches Eingreifen (klimatisch, edaphisch bedingt)
Wirtschaftsgrünland
entstanden durch anthropogene Einflüsse (Beweidung, Mahd)
Dauergrünland
Grünland mit einer Nutzungszeit über 5 Jahre (bis zu mehrere hundert Jahre)
Dauergrünland
Grünland mit einer Nutzungszeit über 5 Jahre (bis zu mehrere hundert Jahre)
Fakultatives Grünland
auf ackerfähigen Standorten
Wechselgrünland
planmäßiger Wechsel zwischen Acker und Grünland
Wie „naturnah“ ist Grünland ?
Gleich dem Ackerbau bedeutet die Bewirtschaftung von Grünland letztlich eine Störung natürlicher Abläufe mit der Gefahr der Beeinträchtigung von Stabilität und Selbstregelung.
Das Grünland steht der Klimaxvegetation wesentlich näher, als das Ackerland
Zahlreiche verschiedene Grünlandökosysteme aufgrund unterschiedlichster Klima- u. Standortbedingungen (Glatthaferwiesen, Straußgrasweiden, Borstgrasrasen,etc.)
Dauergrünland nimmt aufgrund fehlender Bodenbearbeitung u. dauerhafter Bodenbedeckung hohen Stellenwert für die öko- logische Stabilität der landwirtsch. genutzten Landschaft ein.
In Mitteleuropa „bevorzugte“ Grünlandstandorte
feuchte, nasse, überflutungsgefährdete Lagen;
sie gelten als „geborene“ Grünlandstandorte
periodischem oder dauerndem Feuchtemangel unterliegende Standorte
Erträge Wiese und Weide
Bei Wiesennutzung steigt der Ertrag mit den Niederschlägen so lange an, bis die Temperatur zum ertragsbegrenzenden Faktor wird.
Bei Weidenutzung zusätzliche begrenzende Faktoren im Ertragsanstieg:
Trittschäden/Narbenverletzungen zunehmende Futterverschmutzung (durch Tritteinfluss) verminderte Futteraufnahme
Überschwemmungswasser
Winter/Sommer
Winterfluten
für im Ruhezustand befindliche Grasnarbe i.d.R. ohne Nachteile
bei Zufuhr nährstoffreicher Schwebstoffe günstige Ertragseffekte möglich sofern Narbe nicht zugedeckt wird
Sommerfluten
Beeinträchtigung der Bewirtschaftung
1.1 Definieren sie den Begriff Futterbau
Futterbau ist der landwirtschaftliche Anbauvon Futterpflanzen für Nutziere, welche frisch als Grünfutter, gesäuert als Silage oder troken als Heu verfütter werden. Er wird meistens von viehhaltenden Betrieben wie Grünlandwirtschaftsbetrieben auf Dauergrünland als Wiede, Weide oder auf Äckern als Feldfutterbau betrieben.
1.2 Was versteht man unter Grundfutter?
1. Grundfutter wird im Verlauf seines Wachstumszyklus genutzt, auf jeden Fall bevor das Leben der Pflanze vollendet ist.
2. Es wird dem Vieh im frischen oder konservierten Zustand Verabreicht.
3. Grundfutter dient dazu, den Erhaltungsbedarf der Tiere zu decken und darüber hinaus einen mehr oder weniger grßen Teil des Leistungsbedarfs.
4. Es wird normalerweise auf dem Betrieb selbst produziert und verbraucht
1.3 Nennen sie unterschiede zwischen Feldfutterbau und Dauergrünland
Feldfutterbau:
- Grünlandbewitschaftung für kurze Zeit
- auf Ackerland
Dauergrünland:
- Grünlandewirtschaftung für min. 5 Jahre
- auf Grünlandstandorten
2.1 Nennen Sie Unterschiede zwischen natürlichem und absolutem Grünland
Natürliches Grünland:
- entstanden ohne menschliches Eingreifen (klimatisch, edaphisch bedingt)
- wenige spezialstandorte (oberhalb der Waldgrenze, auf Hochmooren, Küstenstandorten, Verlandungszonen, ganz kleiflächig auf Trockenstandorten)
Absolutes Grünland:
- Grünland auf nicht ackerfähigen Standorten (feucht, trocken, flachgündig, steil, kurze Vegetationszeit)
2.2 Wieviel Dauergrünland gibt es in Deutschland und wie ist die Relation zur Verbreitung in der Welt?
Deutschland: 28.9% der Landwirtschaftliche Nutzfläche
Welt: 68,3% der Landwirtschaftlichen Nutzfläche
2.3 Was unterscheidet ein Grünland von einem Ackerbau-Ökosystem?
Das Grünland steht der Klimaxvegetation wesentlich näher als das Ackerland.
Im Dauergrünland fehllt die Bodenbearbeitung:
- ganzjährige Vegetationsdecke
- geringe Nitratausträge
3.1 Zeichnen Sie den Zuwachsverlauf des Grünlandes in der Vegetationsperiode
- Frühjahr starker anstieg der wachstumsphase
- Sommer zu trocken und warm deshalb absenken des wachstums
- Herbst geringer anstieg dann zu kalt und abfall der wachstumskurve
3.2 Nennen Sie 5 Standortfaktoren, welche die Ertragsbildung des Grünlandes prägen und geben Sie je ein Beispiel für die Wirkungszusammenhänge
Temperatur - Reaktions Geschwindigkeits Temperatur Regel
Niederschlang - Wasserversorung des Bestandes
Strahlung - Photosyntheserate
Boden - Nährstoffversorgung
Lage, Höhe, Relief - prägt die Effekte von Temp., Strahlung, Niederschlag
4.1 In welcher Relation stehen die Transpirationskoeffizienten des Grünlandes und Feldfutterbaus zu den Ackerkulturen?
Transpirationskoeffizient von Grünland ist ca. 2 mal höher als von Roggen oder Zuckerrüben.
4.2 Welche Folgen haben unterschiedliche Grundwasserflurabstände auf das Dauergrünland?
Die höhe des Grundwasserspiegels ermöglicht verschiedenen Pflanzengeselschaften das wachstum (je nachdem wie hoch er ist wachsen ander Pflanzen)
5.1 Nennen Sie bevorzugte Grünlandstandorte mit Berücksichtigung der Wasserversorgung
In Mitteleuropa "bevorzugte" Grünlandstandorte:
- feuchte, nasse, überflutungsgefährdete Lagen, sie gelten als "geborene" Grünlandstandorte (regenreiche, luftfeuchte Lagen, grundwasserreiche Niederungen sowie Auen und Täler)
- periodischem oder dauerndem Feuchtemangel unterliegenden Standorten (durchlässige, flachgründige, trockene Böden, oftmals zudem in Hanglage, manche wechselfeuchte Böden)
5.2 Bewerten Sie die Bedeutung des Wassers für die Ertragsbildung im Dauergrünland!
Erträge steigen mit zunehmender Klimafeuchte (bis andere Grenzen z.B. gegenläufige Tendenz Temp. = Niederschlag erreicht sind) höherer Niederschlag = geringere mechanische Belastbarkeit
Bei Wiesennutzung steigt der Ertrag mit den Niederschlägen so lange an, bis die Temperatur zum ertragsbegrenzenden Faktor wird. (Optimumskurve)
Bei Weidenutzung zusätzliche begrenzende Faktoren im Ertragsanstieg: (Diese Auswirkungen treten früher ein, als temperaturbedingter Rückgang; in Oberbayern bereits ab 500 mm NDS))
- Trittschäden/Narbenverletzungen
- durch Tritt verursachte Verdichtungen auf bindigen Böden
-> Rückwirkung auf botanische Zusammensetzung
-> Ertragsreduktion
- zunehmende Futterverschmutzung (durch Tritteinfluss)
- verminderte Futteraufnahme
6 Nennen Sie zwei gegensätzliche Beispiele für Einstrahlungsverhältnisse in Dauergrünlandbeständen und ihre Folgen für die Entwicklung von Jungpflanzen bzw. kleinwüchsigen Pflanzen!
Mit zunehmender Strahlungsintensität
- steigen TS-Gehalt, TS-Ertrag, Gehalte energetisch verwertbarer Futterbestandteile
- sinken Rohproteingehalt, Nitratgehalt, Rohfasergehalt
- positive Beeinflussung Trieb und Blattbildungsrate
- negative Beeinflussung der Blattgröße
Intensitätsabnahme der Einstrahlung auf dem Weg durch dichte Grünlandpflanzenbestände
- weniger bei stockwerkartigem schrägen Blattansatz (Gräser)
- stärker durch horizontale Blattstellung (Kleearten)
Lichtmangel am Boden:
- behindert Samenkeimung
- behindert Jungpflanzenentwicklung
- benachteiligt niedrigwüchsige Arten
Ständige Minderung der Lichtzufuhr (z.B. Waldränder):
- benachteiligt lichtbedürftige Arten (Trifolium-Arten, Festuca pratensis, Poa pratensis, Arrhenatherumelatius)
- begünstigt schattenunempfindl.A. (Poa trivialis, Anthriscus sylvestris, Aegopodium podagraria)
7 Nennen Sie die mögliche Spanne von Ertragsniveaus (Trockenmassererträge) auf Dauergrünlandbeständen und nennen Sie Gründe für die Variation!
Weißklee-Weidelgrasweiden
- typisch 8 - 12 t
- feucht 8 - 12 t
- trocken 6 - 10 t
mager 6 - 10 t
Rotschwingel-Rotstraußgrasweiden
- feucht 5 - 8 t
- mager 4 - 6 t
- mager, trocken, kalkreich 3 - 5 t
- mager, (trocken), sauer 3 - 5 t
Je nach Standortfaktoren variiert der Ertrag
8.1 (Folie 2) warum ist die kenntnis der artenzusammen setzung des Dauergünlandes von Bedeutung für den landwirt?
- Arten haben Einfluss auf Massenertrag und Qualität (abhängig von Entwicklungsstadium und Morphologie -> starke Streuung zwischen den Arten)
- zeigen Standortbedingungen an (Hilfestellung zum Management)
- bilden Pflanzengemeinschaften / Pflanzengesellschaften
Pflanzengemeinschaft: Einzelbestand einer durch Standort- und Konkurrenzbedingungen geprägten Kombination v. Pflanzenarten (syn. Phytozönose)
Pflanzengesellschaft: Grundeinheit der Vegetationskunde; Gruppe ähnlicher Pflanzengemeinschaften
8. 2 Wieviele Arten finden Sie in artenarmen und artenreichen Grünlandbeständen
Artenreich: ca. 140
Artenarm: ca. 90
8.3 Nennen Sie die 4 Artengruppen in die Grünlandarten häufig zusammengefasst werden
Gräser Leguminosen Kräuter Grasartige
8.4 Welche Artengruppe dominiert in der Regel die Bestände? In welcher Größenordung liegt ihr Ertragsanteil?
Gräser:
öko ca 73%
konvi ca 95% (zwischen 50-100%)
9.1 Welche futterwirtschaftlichen Vorteile bieten jeweils Gräser, Kräuter und Leguminosen für ihre Artengruppe?
Gräser:
- bilden die Hauptmasse in den Pflanzebeständen des DG
- hohe ertragsfähigkeit
Leguminosen:
- hochwertige grünlandbestandteile
- hohe eiweiß und mineralgehalte
Kräuter:
- Nutzungselastisch
- Mineralstoffreich
- Energiereich
- Meist gut verdaulich und schmackhaft
Oberkräser
- liefern hohe massenerträge (35-70 dt / ha*a)
- werden leicht überständig
- vertragen biss und tritt der weidetiere schlecht
- besitzen lange halme
- blätter erstrecken sich über gesamten Stengel
- (zb Wiesenlieschgras, wiesenfuchsschwanz, wiesenschwanz)
Untergräser::
- im vergleich zu obergräsern zarter und blattreicher
- kurze halme, blätter in erdbodennähe
- vertrageb triitt und biss der weidetiere gut
- (zb deutsches weidelgras, kammgras, wiesenrispe)
9.2 was kennzeichnet Ober- und Untergräser ? nennen sie jewals 2 arten
Oberkräser
- liefern hohe massenerträge (35-70 dt / ha*a)
- werden leicht überständig
- vertragen biss und tritt der weidetiere schlecht
- besitzen lange halme
- blätter erstrecken sich über gesamten Stengel
- (zb Wiesenlieschgras, wiesenfuchsschwanz, wiesenschwanz)
Untergräser::
- im vergleich zu obergräsern zarter und blattreicher
- kurze halme, blätter in erdbodennähe
- vertrageb triitt und biss der weidetiere gut
- (zb deutsches weidelgras, kammgras, wiesenrispe)
10.1 Was kennzeichnet Horst und Ausläufergräser? Nennen Sie jeweils 2 Arten
Horstgräser:
- Halme bilden dicht beieinander stehende Büschel
- nicht zur Bildung dichter Grasnarben befähigt
- begrenzte Trittfestigkeit und Befahrbarkeit
- vorwiegend, aber nicht ausschließlich Obergräser
- (z.B. Welsches Weidelgras, Rasenschmiele, Knaulgras)
Ausläufergräser:
- weitverzweigte unter- oder oberirdische Ausläufer
- bilden dichte Rasen
- (z.B. Ausläufer-Rotschwingel, Quecke)
10. 2 Was besagen die Futterwertzahlen nach KLAPP und welchen Skalenbereich haben sie?
Wertzahl = empirische Zahl (keine absolute Größe)
10-stufige Bewertungsskala
8 sehr hoher Wert
.
.
1 sehr geringer Wert
0 kein Wert
-1 giftig bzw. ungenießbar
10.3 Nennen Sie 5 wertvolle und 3 minderwertige Gräser
Wertvolle Gräser:
8 Wiesenschwingel Festuca pratensis
8 Wiesenlieschgras Phleum pratense
7 Wiesenfuchsschwanz Alopecurus pratensis
7 Glatthafer Arrhenatherum elatius
7 Knaulgras Dactylis glomerata
Minderwertige Gräser:
3 Hundsstraußgras Agrostis canina
3 Weiche Trespe Bromus mollis (hordeaceus)
3 Rasenschmiele Deschampsia cespitosa
11.1 Nennen Sie zur Beweidung gut geeignete Grasarten
- Deutsches Weidelgras (Lolium perenne)
- Wiesenrispe (Poa pratensis)
- Rotschwingel (Festuca rubra)
- Wiesenschwingel (Festuca pratensis)
- Knaulgras (Dactylis glomerata)
11.2 (Folie 3) Was unterscheidet hinsichtlich des Nutzungssystems Rot- und Weißklee?
Weißklee:
Verträgt häufige Nutzung und Tritt (Vorwiegend Weidegeselschaft)
Rotklee:
Verträgt häufige Nutzung und Tritt weniger (vorwiegend Wiesen geselschaft)
11.3 Nennen Sie 4 wichtige Grünlandvegetationstypen und ihre Standort- bzw. Nutzungsysteme
- Glatthaferwiese (Arrhenatheretum): Tieflagen
Bewirtschaftung: Schnitt (2 - max 3-schürig), evtl Nachweide
- Goldhaferwiese (Trisetetum): Hochlagen
Bewirtschaftung: verminderte Bewirtschaftungsintensität; Schnitt mit ext.Beweidung
- Weißklee-Weidelgrasweide (Lolio-cynesuretum): Tieflagen
Bewirtschaftung: Beweidung, intens. Bewirtsch. in ungünst. Lagen notwendig
- Rotschwingelweide (Festuco-Cynosuretum): Hochlagen
Bewirtschaftung: extensive Beweidung
12.1 Was kennzeichnet grünlandrelevante montane Standortbedingungen im Vergleich zu Tallagen?
Montane Standortbedingungen: kühler und Niederschlagsreicher als Tallage
12.2 Was verstehen sie unter ansaatwürdigen Arten
Ansaatwürdige Arten:
- ausreichend Konkurrenzkraft in Mischsaaten über einen längeren Zeitraum
- ausdauernd
- ausreichende Anpassungsfähigkeit an Bewirtschaftung und Standort (große ökologische Streubreite)
- ausreichende Verfügbarkeit von Saatgut (gute techn. u. genet. Qualität); Entwicklung des Anfangsbestandes muß berechenbar sein
- ausreichende befriedigende Nutzungseigenschaften (Mindestanford. an Qualität u. Masse)
12.3 Was sind Hauptbestandsbildner und begleitende Mischungspartner?
Hauptbestandsbildner (L. perenne, F. pratensis, D. glomerata):
- führende Art des Bestandes, Erbringer des Hauptanteil des Ertrages
- schnelle Jugendentwicklung zur Erzielung raschen Bestandesschlusses und Ertrages
- Ausdauer
Begleitende Mischungspartner:
- Sicherung der Bestandesvielfalt
- Risikoausgleich (Krankheits-, Standort-, Bewirtschaftungs- u. Nutzungswirkung)
- Futterwertverbesserung
- Verbesserung von Narbendichte und Ertragssicherheit
- Ausdauer + Ertragssicherheit
13.1 Stellen Sie je eine Ansaatmischung für eine Weide und eine Wiese zusammen. Geben Sie die Arten und Mengen an.
Weide: Deutsches Weidelgras
früh: 6 Kg/ha
spät: 6 Kg/ha
mittel: 8 Kg/ha
Zieschgras: 5 Kg/ha
Wiesenrispe: 3 Kg/ha
Weißklee: 2 Kg/ha
Gesamt 30 Kg/ha
Wiese:
Wiesenschwingel: 15 Kg/ha
Lieschgras: 5 Kg/ha
Wiesenrispe: 3 Kg/ha
Rotschwingel 3 Kg/ha
Weissklee 2 Kg/ha
Rotklee 2 Kg/ha
Gesamt 30 Kg/ha
13.2 Nennen Sie die Standort- und Nutzungsbedingungen für die Auswahl.
G3: für alle Lagen bei sehr hoher Nutzungshäufigkeit für Weiden und Mischstandweiden
G8: für feuchte Standorte bzw Standorte mit günstiger Wasserversorgung und für Höhenlagen
14.1 Was müssen Sie bei der Ansaat einer Dauergrünlandmischung beachten?
Ansaatverfahren:
Saattermin:
- Narbenschluß vor Winter gewährleisten (sonst Nitratausträge = Nährstoffverluste, und hoher Unkrautdruck im Frühjahr = Ertragsausfälle)
- bevorzugt Juli/Anfang August (Ausnahme trockene Südh.nge) (kaum Ertragsausfälle bei Vornutzung, ggf. noch eine Nutzung möglich).
- späte oder frühe Aussaat = verzögertes Auflaufen
-> Hemmung von Arten mit hoher Keimtemperatur
-> u.U. frostemfindliche Jungpflanzen
Saatbett:
- verschiedene Gräser sind Lichtkeimer
- flache Einsaat (1 - 2 cm)
- feinkrümeliges, rückverfestigtes Saatbett
- ggf. Nachwalzen (Cambridge, keine Glattwalze = Erosionsgefahr)