Notfallsituationen
NDS Anästhesiepflege
NDS Anästhesiepflege
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Lernkarten
Welche beiden Reaktionen passieren auf eine Gewebsverletzung/Trauma?
Neuro-Endokrine Antwort über neuronale Reize
Immunologische Antwort durch Freisetzung von Mediatoren
Was geschieht bei der neuro-endokrinen Antwort?
Kreislaufstabilisation sowie zusätzliche Energieversorgung:
RAAS-System
Cortisol-Ausschüttung
ADH-Ausschüttung
Adrenalin-Ausschüttung
Glucagon-Ausschüttung
Insulin-Drosselung
Was geschieht bei der neuro-endokrinen Antwort?
Kreislaufstabilisation sowie zusätzliche Energieversorgung:
RAAS-System
Cortisol-Ausschüttung
ADH-Ausschüttung
Adrenalin-Ausschüttung
Glucagon-Ausschüttung
Insulin-Drosselung
Was geschieht bei der immunologischen Antwort?
Aktivierung der Abwehrsysteme, Freisetzung von Cytokinen
Typisches Labor nach Trauma?
Glucose erhöht
Leukozytose
CRP erhöht
Mögliche Folgen eines Traumas? (7)
Kreislaufinstabilität
Resp. Insuffizienz
Schock
Gastrointestinale Probleme
Kompartement-Syndrome
Rhabdomyolyse
Fettembolie
Wirkungen von Strom im menschlichen Körper (2)
Reizung von Nerven- und Muskelzellen (Rhythmusstörungen)
Thermischer Effekt -> Verbrennungen
Risikofaktoren für Stromschädigungen (3)
Menge des Stroms
Dichte des Stroms
Weg des Stroms
Ab wieviel Milliampere droht ein Kammerflimmern
ab 100 milliampere
Wie hoch ist der Hautwiderstand normalerweise?
1000 ohm
Was reduziert den Hautwiderstand drastisch, und auf wieviel Ohm?
Fieber, von 1000 Ohm auf 100 Ohm
Inwiefern beeinflussen Hypnotika die Trauma-Antwort des Körpers?
Etomidate blockiert die Cortisol-Ausschüttung und die RAAS-Ausschüttung -> Dämpfen der neuro-endokrinen Antwort
Inwievern beeinflussen Opiate die Trauma-Antwort des Körpers?
Opiate dämpfen den Sympathikus -> Dämpfung der neuro-endokrinen Antwort
Ursachen der Kreislaufinstabilität bei Trauma? (5)
Blutung
Gerinnungsstörung
Herzverletzung
Pneumothorax
ZNS-Verletzung
Ursache der Ateminsuffizienz bei Trauma? (5)
Bewusstlosigkeit
Verlegen der Atemwege
Querschnittläsion
ZNS-Verletzung
ERtrinkungs- und Erstickungsunfälle
Ursache der gastrointestinalen Probleme bei Traumapatienten (1)
Reduktion der Durchblutng führt zum Absterben der Darmzotten -> Bakterien diffundieren -> Peritonitis/SIRS
Ursache der Fettembolie bei Trauma? (3)
Frakturen von langen Röhrenknochen
Rippenseriefrakturen
Ausgedehnte Verbrennung
5 Formen von Intoxikationen mit Symptomen und möglichen Giftstoffen
sympathikomimetisch wirkende Stoffe
Mydriasis, Tachykardie, Hypertonie, Herzrhythmusstörungen
Kokain, Amphetamine
anticholinerg wirkende Stoffe
Mydriasis, trockene Schleimhäute, Halluzinationen, Krämpfe
trizyklische Antidepressiva, Neuroleptika, Antihistaminika, Atropin, Engelstrompete
cholinerg wirkende Stoffe
Miosis, Sekrete, Bradykardie, Hypotonie
Kampfstoffe (Sarin), Insektizide, Tabak, gewisse Pilze
Sedativa/Narkotika
Miosis, Koma, Atemdepression
Opiate, Alkohol, Benzos
halluzinogen wirkende Stoffe
Delirium, Hallus, Tachykardie, Nystagmus
THC, LSD, Mescalin, gewisse Pilze
Welche Organsysteme können von Intoxikationen betroffen sein? (5)
Leber
Niere
Herz
ZNS
Muskeln (Rhabdomiolyse)
Therapien der Intoxikationen (3)
Symptomatische Therapie (ABCDE)
Primäre Dekontamination (Magenspülung) -> Nur sinnvoll innerhalb 1h nach Einnahme
Sekundäre Dekontamination (Aktivkohle ,Diurese, Hämodialyse, Antidote)
Was ist das Hauptproblem von instabilen Beckenfrakturen (3)
Viele Gefässe, v.a. arterielle (massive Blutung)
Häufig Blase und Harnröhre mitverletzt
Cave Darm- und Nervenmitbeteiligung
Was ist die häufigste Ursache für Notfallsituationen beim Kind?
ARI
Akute Respiratorische Insuffizienz -> Haputursache für HKL-Stillstand beim Kind
Ursachen der akuten respiratorischen Insuffizienz? (3)
Obstruktion der Atemwege (Infektiös durch Tonsilitis, traumatisch durch Fremdkörper, oder Asthma/Krupp)
Pumpversagen (Störung des Atemzentrums: Encephalitis, metabolisch, toxisch, mechanisch, unreife des Atemzentrums. Neuromuskuläre Erkrankungen)
Lungenversagen (Pneumonie, Aspiration, ARDS, Lungenödem, Atelektasen)
Klinik der akuten respiratorischen Insuffizienz? (9)
Tachypnoe
Einziehungen
Nasenflügeln
Einsatz der Atemhilfsmuskulatur
Stöhnen
Stridor
Giemen
Tachykardie
Unruhe
Funktionen der Haut (4)
Schutzhülle
Wärmeregulator
Sensorium (Schmerz, Berührung, Temperatur)
Optik (Aussehen gegenüber der Umwelt)
Verbrühung, Verbrennung, Erythem, Blasenbildung, Eiweissdenaturierung mit Nekrosen
bei welchen Temperaturen?
Verbrühung: unter 100Grad
Verbrennung: über 100Grad
Erythem: ab 45Grad
Blasenbildung: ab55Grad
Nekrosen: ab60Grad
Verbrennungsgrade I-IV (IIa, IIb)
I: Erythem (Sonnenbrand)
IIa: Blasenbildung Epidermis
IIb: Blasenbildung Epidermis und Dermis
III: Nekrose
IV: Verkohlung
Unterschied von Grad IIa zu IIb? (2)
Schmerzen nur bei IIa, bei IIb sind Nervenenden zerstört
Narbenbildung bei IIb
9er-Regel nach Wallace
Kopf, Arm, Oberschenkel, Unterschenkel, Körperstamm vorne, hinten, Genitalien
Kopf 9%
Arm 9%
Oberschenkel 9%
Unterschenkel 9%
Stamm vorne 18%
Stamm hinten 18%
Genitalien 1%
Ab wieviel verbrannter Körperoberfläche muss mit hypovolämen Schock gerechnet werden? Und bei Kindern?
15%, bei Kindern 8-10%
Pathophysiologie des Inhalationstraumas (3)
Thermische Schädigung -> Supraglottisches Ödem
Chemische Schädigung: Schädigung der Mucosa mit anschliessender Schwellung
Schädigung der Lunge -> akute pulmonale Insuffizienz
Wann kann von einem Inhalationstrauma ausgegangen werden (5 Risikofaktoren)
Verbrennungen im Gesicht
Angesengte Nasenhaare
Rauchpartikel im Sputum
Pfeifende Atmung
Anamnese einer Rauchexposition
Welche Komplikationen treten beim Inhalationstrauma auf? (5)
Atemwegsschwellung
Lungenschädigung
Asphyxie (O2-Gehalt sinkt in geschlossenen Räumen inner Minuten auf unter 5%)
CO-Vergiftung
Blausäuren-Vergiftung (Wolle, Schaumstoff, Polyurethan) -> Tod durch Zellnekrose
Therapie Inhalationstrauma (1)
O2 hochdosiert, um CO wieder auszuwaschen.
Therapie von Verbrennungspatienten (5)
Kühlen des Patienten (Achtung Hypothermie)
O2 hochkonzentriert
Primary Survey ABCDE
Grosslumiger Zugang und Volumen
ggf. Intubation
Was ist der Primary Survey?
Erstbeurteilung nach ABCDE-Schema
Erkläre das ABCDE-Schema
A: Airway: Atemwege freimachen, Atemwege freihalten. Vorsicht HWS-Stabilisation
B: Breathing: Kontrolle Spontanatmung, immer an Spannungspneumothorax denken. Evt. Intubation, O2, Pulsoxymetrie, Inspektion Thoraxbewegung, Auskultation, Perkussion
C: Ciruclation: Hautfarbe, Puls, Blutdruck, Lagerung, IV-Zugang
D: Disability: GCS
E: Exposure: Patient entkleiden, Wärmen des Patienten