NMG Biologie
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Cartes-fiches
BN 01 Wie lautet die Definition für den biologischen Artbegriff?
- Morphologischer Artbegriff:
Eine Art ist die Gesamtheit aller Individuen, die in allen wesentlichen Merkmalen untereinander und mit ihren Nachkommen übereinstimmen. - Gruppen von Individuen die sich untereinander fruchtbar fortpflanzen können und die von anderen Populationen reproduktiv isoliert sind. -> sie bilden gemeinsam ein Genpool.
BN 02 Wie lauten die Kategorien für die systematische Einordnung in das Tierreich
(ausgehend von der kleinsten Kategorie)?
- Art
- Gattung
- Familie
- Ordnung
- Klasse
- Stamm
- Reich
BN 03 Wie wird der wissenschaftliche Artname gebildet?
• Artname: Gattungsname (lateinisch) und Beinamen (lateinisch oder latinisiert)
- Quercus robur L: Stiel-Eiche*
- Rhinolophus ferrumequinum, (Schreber 1774)**: Grosse Hufeisennase
*L = Carl von Linne
**Schreber 1774 = hat es als erstes entdeckt
BN 04 Wie hiess der Naturwissenschaftlicher, welcher das noch heute gültige
Ordnungssystem der biologischen Vielfalt erschaffen hat?
Carl von Linne
BN 05 Ordnen Sie den Archaeopterix (Urvogel) in den Zeitstrahl der erdgeschichtlichen
Entwicklung ein.
- Erdmittelalter (Mesozoikum) --> Jura 200-145
- vor etwa 145 Mio. Jahren
- Weisst Reptilien- und Vogelmerkmale auf (Brückentier)
- Dieser Urvogel gehört zu der Gattung der Archosaurier
- ist ein Fossil der in den Plattenkalken im Oberjura gefunden wurde
BN 06 Was ist ein lebendes Fossil?
• Isolierte Arten, die viele Merkmale längst ausgestorbener Organismengruppen tragen
• Man findet es in Lebensräumen mit sehr gleichbleibenden, konstanten Bedingungen (Tiefsee, heisse vulkanische Quellen)
(Bsp: Ginko Baum ist ein lebendes Fossil und gehört zu der Gruppe der Nacktsamer)
• Stammt aus den frühen Erdzeitalter
Dokumentiert das Aussehen der Organismen in dem frühen Erdzeitalter
Ermöglicht Aussagen über die Evolution
BN 07 Mit welchen Bereichen wird der Begriff der Biodiversität definiert?
• Artenvielfalt: Reichtum der Arten (CH: 70‘000, weltweit 14 Millionen Arten)
• Lebensraumvielfalt: Vielfalt der Ökosysteme
• Genetische Vielfalt: Unterarten, Populationen, Individuen
BN 08 Welche Landpflanzen bilden die am einfachsten organisierten Lebewesen?
• MOOSE
• Beispiel Torfmoos (Sphagnum) am einfachsten organisierten Landpflanzen, autotroph, niederwachsen, polsterbildend
BN 10 Welche Merkmale grenzen die Insekten von den anderen Klassen der Gliedertiere
ab?
- Insekten und Tausendfüssler besitzen Tracheen (Atmungsorgane). Es ist ein fein verästeltes Kanalsystem, das durch Poren mit der Aussenluft in Verbindung steht. Die Luftkanäle umspinnen die einzelnen Organe und sorgen dafür, dass Sauerstoff direkt an den Ort des Verbrauches transportier wird.
- Charakteristische Dreigliederung: Kopfabschnitt, Brustabschnitt (3 Beinpaare, 2 Flüge) Hinterleib
- Offenes Kreislaufsystems (wie andere Arthropoden)
- Viele Insekten machen während ihrer Entwicklung eine Metamorphose durch (vollständig oder unvollständig)
- Malphi-Gefässe: schlauchartige Darmlänge, lang gestrecktes Herz, Bauchabwärts gelegenes Nervensystem
BN 11 Welche Wirbeltierklassen kommen in der Schweiz vor?
- Säugetiere
- Vögel
- Knochenfische
- Reptilien
- Amphibien
- Kieferlose
BN 12 Mykorrhiza ist eine bedeutende Symbiose. Welche Organismen teilen welche Stoffe
aus?
• Endomykorrhizapilze Symbiose zwischen Pilzen und Pflanzen:
Pilze erhalten Kohlenhydrate, Pflanzen erhalten Phosphor- und Stickstoffverbindungen (90% aller Gefässpflanzen)
BN 13 Was versteht man unter dem Begriff Katabolismus oder Dissimilation?
Beim abbauenden Stoffwechsel werden komplexe organische Verbindungen wie Kohlenhydrate, Proteine und Lipide in einfachere Verbindungen zerlegt.
Diesen Vorgang nennt man auch Katabolismus oder Dissimilation.
Dazu gehören:
- Zellatmung
- Gärungen
-->Dabei wird Energie freigesetzt.
BN 15 Bei den Insekten wodurch unterschieden sich die zwei verschiedenen Arten von
Gestaltwandel (vollständige und unvollständige Metamorphose)?
Unvollständige Metamorphose:
- kein Puppenstadium
- Larven ähneln dem adulten Tier (=Imago)
Ein biologischer Prozess der grossen Unterschiede in der Entwicklung aufweist
- Bsp.: Insekte = Wirbellose -> Entwicklungszyklus der Kurzfühlerschrecke
- Diese besitzen Aussenskelet aus Citin und die Larve muss diese Skelett sprengen (häuten) um weiter zu wachsen
Vollständige Metamorphose:
- Puppenstadium (i.d.R. Ruhephase: dient dem Umbau des Larvenkörpers)
- Bsp.: Entwicklungszyklus der Tigermücke
- Die Larve besitzet auch ein Aussenskelett und muss den sprengen
- Unterschied: nach dem vierten Larvenstadium pupt sich die Larve ein, frisst sich selbst auf und nur ein Kern bleibt übrig -> aus diesem Kern resultiert sich die Mücke
BN 16 Welche biotische Umweltfaktoren bestimmen das Vorkommen von Organismen
und ihre Populationsgrössen?
- Tiere -> Fressfeinde
- Mensch
- Parasiten
- Weiter Pflanzen -> Konkurrenten
- Bodenlebewesen
BN 17 Welchen Unterschied besteht zwischen „Zeigerpflanzen“ und „Bioindikatoren„?
- Bioindikatoren: Pflanzen, Tiere die bei bestimmten Bedingungen vorkommen -> Dadurch kann man feststellen wie die Bedingungen in der Umgebung sind
- Zeigerpflanzen: geringe Toleranz gegenüber Veränderungen der Lebensbedingungen -> gehören zu den Bioindikatoren
BN 18 Was kann man beim Vergleich der Toleranzkurven von wechsel- und
gleichwarmen Tieren ablesen?
Wechselwarme Tiere:
Stark von der Aussentemperatur abhängig
(=exotherm)
-->Winterstarre (Körpertemp. sinkt auf Aussentemp.)
Bsp.: Lurchen, Kriechtiere, Wirbellose Tiere
Gleichwarme Tiere:
Können Wärme selbst produzieren (keine grossen Schwankungen)
(=endotherm)
--> Winterschlaf (verlangs. Atmung, Stoffwechsel, Herzschlag)
--> Winterruhe (Sammeln Vorrat an, Temp. Nicht so tief wie bei Winterschlaf)
--> Vogelzug
Bsp: Hummeln, Bienen, Vögel, Säugetiere
BN 19 Wie stehen die Begriffe „Ökosystem“, „Biotop“ und „Biozönose“ in Beziehung
zueinander?
Ökosystem = Biotop + Biozönose
-Biotop = abiotische Faktoren (nicht lebend) -> Bsp.: Temperatur, Klima Wetter, Bodenbeschaffenheit usw.
-Biozönose = biotische Faktoren (lebend), räumlich begrenzte Lebensgemeinschaften
-> Produzenten, Kosumenten, Destruenten
-->Lebensgemeinschaft an einem definierten Ort ergibt Ökosystem
BN 20 Wie sind die verschiedene Trophiestufen eines Ökosystems untereinander vernetzt?
Trophiestufen:
1. Produzenten:
bieten Nahrung für (Primär-)Konsumenten
2. Konsumenten:
Primärkonsumenten stellen Nahrung dar für Sekundärkonsumenten
3. Destruenten (Zersetzer):
Zersetzen Ausscheidungen/Tierleichen der Konusmenten
1. Produzenten:
Erhalten Mineralstoffe, CO2 der Zersetzer
--> Wiederholt sich: 1., 2., 3., 1., ...
BN 21 Wie viel Energie geht innerhalb eines Ökosystems von einer Trophiestufe zur
nächsten verloren?
90 % der Energie geht verloren und ca. 10% werden an die nächste Stufe weitergegeben
BN 22 Wie unterscheiden sich Land- von Wasserökosystemen?
Terrestrische Ökosysteme
- Wichtig für Produktion: Temperatur, Wasserverfügbarkeit -> verschiedene Klimas auf der Welt -> tropisches Klima, Tundra, Wüste usw.
- Die Produktivität variiert zwischen den Klimazonen -> Wüste geringe Produktivität
- Düngermittel maximieren die Getreideerträge -> Eingriff des Menschen um Produktivität zu steigern
Aquatische Ökosystem
- Grosse Rolle für die Produktivität: Licht- und Nährstoffmenge
- Begrenzung der Lichtmenge -> je tiefer man geht, desto geringer wird die photosynthetische Produktion
- Begrenzung der Nährstoffmenge -> steigt die Produktivität am stärksten
BN 23 Was stellen „Energieflussdiagramme“ und „Energiepyramiden“ dar?
- Stellen dar wie viel Energie von der Sonne genommen wird und wie sich diese Energie unter den verschiedenen Stufen entwickelt. (Von den Produzenten bis hin zu den Konsumenten)
- Die Diagramme erklären wie viel Energie für den Eigengebrauch (Zellatmung) genutzt wird und wie viel Energie einer anderen Art weitergegeben wird.
BN 24 Welche wichtige natürliche Ökosysteme kommen in der Schweiz vor?
- Wald (Grosse Fläche, kleine Vielfalt9
- Flüsse und Seen
- Moore
- Berggebiet
BN 25 Was versteht man unter „Sukzession“?
Betrachtet man eine Fläche, die z.B. durch Waldbrand komplett verändert wurde, so stellt man fest, dass nach wenigen Jahren eine Gras- und Krautschicht diese „Brandwüste“ überzieht. Der Boden ist durch die im Waldbrand zurückgelassene Biomasse und Asche recht fruchtbar!
Die Abfolge der Besiedelung, wie sie im „Waldbrand-Beispiel“ beschrieben wurde, wird auch Sukzession genannt. Verschiedene Lebensformen „folgen“ einander beim Neuaufbau eines Systems „nach“ (Sukzessor = Nachfolger).
BN 26 Welche biologische Funktionen erfüllt der Boden?
- Grundlage für unsere Nahrung
- Bilden Lebensraum für Bodenbewohner
- Filtern Schadstoffe und können so die Grundwasser schützen
- Speicher Regenwasser -> verhindern Überschwemmungen
BN 27 Bei welchen Höhenstufen der Waldstandorte in den Schweizeralpen kommt die
Fichte vor?
In der subalpinen Höhenstufe oder auch unterhalb der subalpinen Höhenstufe, aber nur bei extrem Bedingungen. Z.B.: Fichtenwälder in Mooren.
BN 28 Wie verändern sich die Waldflächen in der Schweiz?
Die Waldfläche in der Schweiz hat zwischen 1983-2007 um 8% zugenommen. Vor allem in den Südalpen. Das dieser Zuwachs weiterhin stattfindet ist unbestritten.
In der CH besitzen wir grosse Waldflächen, jedoch ist unsere Artenvielfalt darin eher klein.
BN 29 Wodurch belastet der Mensch in der CH den Wasserkreislauf?
Durch Fabriken produzieren wir schädliche Stoffe für die Umwelt diese führen wir teilweise direkt den Gewässern zu oder sie gelangen in der Atmosphäre und stauen sich an der Ozonschicht. Durch das stauen am Ozon beeinflusst das die Wärme auf der Erde (wird immer wärmer) und somit auch den Niederschlag.
BN 30 Welche Tier- und Pflanzenartengruppen sind in der Schweiz am meisten gefährdet?
- Tiere: Bieber, Luchs, verschiedene Sorten von Fledermäusen, Eulen, Nattern, Bienen
- Pflanzen: Alpen-Mannstreu, Alpenrose, Makroalgen, Flechten