Basics


R. S.
Diese Lernkarten behandeln neurologische Erkrankungen und Syndrome auf Universitätsniveau. Sie konzentrieren sich auf Störungen des Rückenmarks, Schmerzsyndrome, Sensibilitätsstörungen, und spezifische neurologische Syndrome wie das Gradenigo-Syndrom oder das Foster-Kennedy-Syndrom. Die Karteikarten sind besonders nützlich für Medizinstudenten und Ärzte, die sich mit neurologischen Diagnosen und Behandlungen vertraut machen möchten.
Cartes-fiches
28
Utilisateurs
1
Langue
Allemand
Catégorie
Médecine
Niveau
Université
Créé / Mis à jour
08.12.2013 / 10.12.2013

Cartes-fiches

hypertonen Massenblutung

Arterien mit degenerativ (ateriosklerotisch) veränderten Gefäßwänden reißen ein; besonder betroffen sind hämodynamisch beanspruchte Gefäße: Aa centrales anterolaterales (A. cerebri media)--> Stammganglien, Thalamus; Rr. pontis (A.basilaris) --> Pons

Infarkt-Frühzeichen: Ct

hyperdenses mediazeichen, verstrichene Rinden-Mark-Differenzierung, Schwellung der Hirnwindungen, einseitige Dichteminderung der Basalganglien

Vertebralisdissektion

Ursache: HWS-Traume/chiropraktische Therapie: Kopfschmerzen, HIrnstammsymptome, Nackenschmerzen

Ulegyrie

gliöse, narbige Rindenschrumpfung des Gehirns bezeichnet, die meist Folge einer prä- oder perinatalen Ischämie ist.

Schizogyrie

Folge einer Contusio cerebri (Hirnquetschung): die Contusio führt zu hämorrhagischen Nekrosen, die, wenn der Patient überlebt, resorbiert werden und zu keil- oder napfförmigen Defekten führen, die dann die Gyri gespalten erscheinen lassen.

Contusio cerebri

Hirnquetschung, die neben Hirnfunktionsstörungen meist auch lokalisierbare anatomische Veränderungen zeigt. Bei der Hirnkontusion ist vor allem der Kortex durch direkten Anprall geschädigt (Rindenprellungsherde)

Basilaris-Migräne

vasospastische Begleiterscheinungen der Migräne entsprechend der Versorgungsgebiete der Arteria basilaris. Zu okzipitalen Kopfschmerzen treten hierbei Sehstörungen, Schwindel, Gangataxien und Hörstörungen auf

Konussyndrom

Kompression des Conus medullaris (unterster Teil des Rückenmarks ab S3) --> Bei Läsionen des Konus kommt es zu einer sogenannten Reithosenanästhesie (S3-5, A), zu einer schlaffen Blasen- und Mastdarmlähmung und Abschwächung bzw. Fehlen des Analreflexes.

lumbale Spinalkanalstenose

haltungs- und belastungsabhängigen Rücken- und (meist beidseitigen) Beinschmerzen, die beim Gehen/Stehen auftreten und sich erst durch Endlordosierung durch Setzen oder Vornüberbeugen bessern; durch Bandscheibenprotrusion, Spondylolisthesis, abnorme Enge

Stiff-man-Syndrom

unwillkürliche schmerzhafte Verkrampfungen der paraspinalen Muskulatur; Hemmung des hemmenden Transmitters GABA durch Antikörper gegen Glutamat-Dehydrogenase (GAD)

Foster-Kennedy-Syndrom

einseitige Opticusatrophie mit kontralateraler Stauungspapille, die z.B. infolge einer Raumforderung an der Basis des Stirnhirns (auf der Seite der Opticusatrophie) auftritt

Arteria-spinalis-anterior-Infarkt

Akute schlaffe Paraparese, Areflexie, Blasenstörungen, Prapismus, Störung der Temperatur- und Schmerzwahrnehmung, tritt ohne Vorwarnung auf, z.b durch Kompression oder Thrombose

Spinaler Schock

setzt plötzlich z.B. bei Durchblutungsstörungen (Spinalis anterior-Syndrom) oder Wirbelzusammenbrüchen querschnittsförmig ein;Ausfall aller Funktionen unterhalb der Läsion mit schlaffen Paresen (A), Sensibilitätsströrungen, Blasen- und Mastdarmstörung;

Myelitis

Ursache ist meist nicht zu klären, virale Infekte des Nasen-Rachen-Raums bestehen jedoch gelegentlich im Vorfeld. Klinisch lässt sich ein Querschnittssyndrom beobachten, wobei sowohl einzelne Stränge des Rückenmarks oder gesamte Querschnitt betroffen

Syringomyelie

liquorgefüllte Hohlräume innerhalb des Rückenmarks und einer damit einhergehenden Zerstörung insbesondere der grauen Substanz; Schmerzen, Parästhesien und Lähmungen im Bereich der oberen Extremitäten und des Rumpfes.

spinale Muskelatrophie Typ Kennedy

x-chromosomal vererbte Erkrankung mit CAG-Expansion im Androgenrezeptorgen;Gesichts- und Schlundmuskulatur (Faszikulationen, Dysphagie), dann folgt eine proximale Muskelschwäche und -atrophie

infantile spinale Muskelatrophie Typ Werdnig-Hoffmann

beginnt bei Geburt oder in den ersten 6 Monaten. Typisch ist eine Hypotonie ("floppy infant"), proximale und beinbetonte Muskelschwäche und -atrophie

spastische Spinalparalyse

1. Motoneuron (Tractus corticospinalis) degeneriert. Das 2. Motoneuron ist intakt. Die unterschiedlichen Formen unterscheiden sich in ihrem Vererbungsmodus

funikuläre Myelose

Erkrankung des Rückenmarks mit vorwiegender Demyelinisierung, v.a. der Hinterstränge, der Kleinhirnseitenstränge und Pyramidenseitenstränge, Urs.: VitB12-Mangel;Parästhesien der Beine, Pallhypästhesie, sensible Ataxie, Paraparese,

Foramen-jugulare-Syndrom

IX, X und XI betroffen

Gradenigo-Syndrom

"Syndrom der Felsenbeinspitze", durch eine entzündliche Beteiligung der Felsenbeinspitze z.B. im Rahmen einer Mastoiditis v.a. die Hirnnerven VI (Abduzensparese) und V (Schmerzen v.a. im Bereich des ersten Astes) betroffen

N. glossopharyngeus - Störung

Geschmacksstörung im hinteren Drittel der Zunge (Qualität "bitter"), Fehlen des Würge- und Gaumenreflexes, Sensibilitätsstörung am Zungengrund und am oberen Teil des Pharynx und der Tonsillen und leichte Schluckstörung (Dysphagie)

Vagus-Störung

Gaumensegellähmung (Verziehung zur gesunden Seite), fehlender Würgereflex, Schluckstörung, Sensibilitätsstörungen im Rachen- und Schlundbereich, im äußeren Gehörgang, autonome Störungen, bei einseitiger Läsion des N. recurrens eine halbseitige Stimmbandlä

Spasmus hemifacialis

Kompression des N. faciales durch ein Blutgefäß, meist in der hinteren Schädelgrube -->unwillkürliche Zuckungen und Verkrampfungen des Musculus orbicularis oculi und anderer vom Nervus facialis versorgter Muskeln, Th.: Botox

Facialisparese

ipsilaterale Lähmung der mimischen Muskulatur (einschließlich des Stirnastes), Lagophthalmus, Sensibilitätsstörungen des äußeren Ohres, Hyperakusis, einer Störung der Tränen- und Nasendrüsensekretion und der Speichelsekretion sowie einer Geschmacksstörung

Froment-Zeichen

uf die Aufforderung, das Blatt Papier zwischen Daumen und gestrecktem Zeigefinger festzuhalten, beugt der Patient den Daumen im Endglied, um die fehlende Adduktion auszugleichen, N. ulnaris-Schädigung (M. adductor policis)

Hoffmann-Tinel-Zeichen

beim Karpaltunnel-Syndrom:Beklopfen des Nervs im Bereich des Karpaltunnels führt zu Schmerzen

Phalen-Zeichen

postiv beim Karpaltunnelsyndrom: Schmerzen beim Überstrecken der Hand

Étudier