Naturgeografische Bausteine B / Glossar
Klima / Wetter Klimaelemente, Luftdruck, Klimafaktoren, Wetterinformation, Wind, Klimaveränderungen, Wetterbericht, Ozonloch, Treibhauseffekt 3., überarbeitet Auflage 2014
Klima / Wetter Klimaelemente, Luftdruck, Klimafaktoren, Wetterinformation, Wind, Klimaveränderungen, Wetterbericht, Ozonloch, Treibhauseffekt 3., überarbeitet Auflage 2014
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Flashcards
Zyklonenfamilie
An ein und derselben Frontalzone bilden sich meist mehrere Zyklonen, die in einem Abstand von 1-2 Tagen ostwärts wandern und unterschiedliche Entwicklungsstadien aufweisen. Die Familie reicht von der jjungen Zyklone (Wellenstörung), die sich über dem Nordatlantik bildet, über das Entwicklungs- und Reifestadium bis zur Okklusion (meist bereits weit über Osteuropa) und umfasst meist 3-5 Mitglieder.
Zyklone
Bezeichnung für Tiefdruckgebiete
Zwischenhoch
Kleines, wanderndes Hochdruckgebiet, das zwischen zwei aufeinanderfolgenden Tiefdruckgebieten eingebettet ist und mit diesen meist ostwärts zieht. Das damit verbundene Schönwetter ist dadurch nur von kurzer Dauer.
Wolken
Ansammlung von kleinen Wassertröpfchen oder Eisteilchen, deren Fallgeschwindigkeit so gering ist, dass die Wolken in der Atmosphäre zu schweben scheinen. Wolken entstehen durch Abkühlung feuchter Luft in der Höhe infolge Hebung, bis der Wasserdampf kondensiert. Man unterscheidet Wolken ohne Struktur (Cirrostratus, Altostratus, Stratus, Nimbostratus), Wolken mit Struktur (Cirrus, Cirrocumulus, Altocumulus, Stratocumulus) und Wolken mit vorwiegend vertikalem Aufbau (Cumulus, Cumulunimbus)
Witterung
Umschreibt den allgemeinen Charakter eines kurzzeitigen (Stunden bis Tage) Wetterablaufs über einem Ort.
Wirbelsturm
Jede wirbelartige stürmische Luftbewegung,
Wintersmog
Smog, engl. aus Smoke = Rauch und Fog = Nebel. Dichter, rauchdurchsetzter Nebel über Industriestädten. Bilden sich bei Inversionlagen; wegen Heizungen besonders im Winter.
Wind
Klimaelement. Ausgleichende Luftbewegung zwischen Gebieten hohen und Gebieten tiefen Luftdrucks.
Wettervorhersage
Grundlage für die Wettervorhersage ist die genaue Analyse des aktuellen Wetterzustands anhand von Wetterkarten. In der Bodenwetterkarte wird das Druckfeld durch den Isobarenverlauf dargestellt; man erkennt Tief- und Hochdruckgebiete. Ähnlich kann das Temperaturfeld durch Abgrenzung der Luftmassen bzw. durch Einzeichnen der Fronten analysiert werden. Daraus ergibt sich ein Überblick über die Verteilung der Warm- und Kaltluftmassen
Wetterregel
Erfahrungsregel, die sich auf jahrhundertealte Beboachtungen stützt (Bauernregel), zum Teil aber auch auf wissenschaftlich-statistischer Grundlage basiert.
Wetterhütte
Weiss gestrichene Holzhütte mit doppeltem Boden und Dach sowie Jalousienwänden, die der Luft einen ungehinderten Zutritt zu den im Innern befindlichen meteorologischen Messgeräten erlauben, jedoch die STrahlung, insbesondere der Sonne, abhalten sollen.
Wettererfassung
Grundlage für jede Wettervorhersage und Klimaforschung. Zur Wetterbeobachtung gehören sowohl Beobachtungen mit freiem Auge (Bestimmung der Wolken und des Bedeckungsgrads, Feststellung bestimmter Wettererscheinungen, z.B. Nieselregen oder Gewitter, Zustand der Erdoberfläche) als auch Beobachtungen mithilfe von Messgeräten (Luftdruck, Temp., Luftfeuchtigkeit, Niderschlagsmenge).
Wetter
Augenblicklicher, absoluter Zustand der Atmosphäre über einem Ort, wie er durch die Grössen der meteorologischen Elemente (Klimaelemente) und ihre Zusammenwirkung gekennezeichnet ist.
Westwindlage
Häufigste Grosswetterlage über Mitteleuropa. Hoch über Spanien oder Afrika und Tief über West- oder Nordeuropa. Bringt veränderliches Wetter.
Wasserdampf
Er ist unsichtbar. Der WAsserdampfgehalt der Luft schwankt mit der Temperatur: bei 30°C können 32g, bei -30°C nur 0.5g Wasserdampf pro Kubikmeter vorhanden sein. Der Wasserdampfgehalt spielt in der Atmosphäre eine entscheidende Rolle, da Luft nur einen bestimmten Maximalbetrag Wasser in gasförmiger Phase enthalten kann. Jede Wasserdampfmenge, die den Sättigungswert überschreitet, kondensiert mehr oder weniger schnell zu flüssigem Wasser als Wolke oder Nebel bzw. bildet kleine Eiskristalle. Je grösser die Übersättigung wird, umso mehr wird als Niederschlag ausgeschieden.
Warmfront
Die schwach geneigte Grenzfläche, auf der an der Vorderseite eines Tiefs Warmluft auf die sich zurückziehende Kaltluft aufgleitet. Daher bildet sich vor der Warmfront ein mehrere Hundert Kilometer breiter Wolkenschirm (Cirrostratus, Altostratus, Nimbostratus), aus dem lang anhaltende Niederschläge (Landregen) fallen. Der Warmfront folgt ein mehr oder minder ausgeprägter Sektor mir Warmluft und Aufheiterung (Warmsektor), bevor die zum Tiefdrucksystem gehörende Kaltfront zum Wettersturz (Kaltlufteinbruch) führt.
VOC
VOC (Volatile Organic Compounds) sind leichtflüchtige organische Verbindungen, die bei 20°C gasförmig sind oder leicht verdunsten (ohne Methan). Bei unvollständiger Verbrennung oder durch Verdunsten von Treibstoffen gelangen VOC in die Luft und tragen zum Sommersmog bei.
Troposphäre
Unterstes Stockwerk der Atmosphäre, in dem sich praktisch das gesamte sichtbare Wettergeschehen abspielt.
Tropopause
Grenzschicht zwischen Troposphäre und Stratosphäre; über Mitteleuropa in 10-12km Höhe, am Pol in 8-9km, am Äquator in 16-18km Höhe.
Treibhauseffekt
Eigenschaft der Spurengase Kohlendioxid, Methan, FKW / FCKW, Lachgas und Ozon (Treibhausgase), die langwellige Wärmeabstrahlung zu reflektieren und so - einem Treibhaus gleich- die Temp. der Troposphäre zu erhöhen.
Tornado
Kleinräumiger, verheerender Wirbelsturm in Nordamerika, meist in den Staaten des mittleren Westens der USA. Tritt auf in der warmen Jahreszeit in Verbindung mit Gewittern, d.h. kräftig ausgebildeten Cumulonimbus-Wolken.
Tief
Unter einem Tiefdruckwirbel oder einer Zyklone versteht man ein Gebiet mit niedrigerem Luftdruck als in der Umgebung; in der Wetterkarte von (meist mehreren) Isobaren umschlossen.
Temperaturgradient
Gibt die Temperaturänderung pro 100m Höhenunterschied an. Ein mit Wasserdampf nicht gesättigtes Luftpaket kühlt sich beim Aufsteigen um 1°C/100m ab = trockenadiabatischer Temperaturgradient. Der feuchtadiabatische Temperaturgradient beträgt hingegen im Mittel nur etwa 0.5°C/100m.
Temperaturamplitude
Differenz zwischen sommerlichen und winterlichen Durchschnittstemperaturen eines Orts. Bei kleiner Amplitude spricht man von ozeansichem oder maritimem, bei grosser Amplitude von kontinentalem Klima.
Taupunkt
Temperatur, auf die sich das Gemisch Luft-Wasserdampf abkühlen muss, damit die Luft mit der vorhandenen Wasserdampfmenge gerade gesättigt ist und Kondensation einzusetzen beginnt.
Talwind
Talaufwärts gerichtete Luftströmung, die sich bei ungestörtem Wetter tagsüber im Bergland ausbildet.
Synoptik
Teilgebiet der Meterologie, das in einer grossräumigen Zusammenschau (Syopsis) mithilfe zahlreicher Wetterkarten den Wetterzustand zu einem gegeben Zeitpunkt untersucht (Wetteranalyse). Dies ist die Grundlage für die Vorhersage der weiteren Wetterentwicklung (Wetterprognose)
Strahlungstrom
Dies ist die Energiemenge, die pro Fläche und Zeit auf die Atmosphärenobergrenze auftritt.
Strahlung
In der Metorologie die auf die Erde einfallende (kurzwellige) Sonnenstrahlung (Einstrahlung) und die von der Erde ausgehende (langwellige) Wärmestrahlung (Ausstrahlung).
Staulage
Grosswetterlage über Mitteleuropa. Auch Nordföhn genannt. Hoch nordwestlich der Schweiz und Tief im Südosten. Die kühlen und feuchten Luftmassen stauen sich an den Alpen.
Sonnenstrahlung
Klimaelement. Die Energiequelle für die Erwärmung der Erdoberfläche und der Luft (die von der Erdoberfläche her erwärmt wird) und damit für alle in der Atmosphäre ablaufenden physikalischen Vorgänge, also auch für das Wetter.
Sommersmog
Schädliche Wirkung durch Ozon, das sich unter Einfluss von Sonnenstrahlung (im Sommer) aus Abgasen von Verkehr und Industrie bildet. Höchste Konzentration in der Nähe der Ballungsräume
solare KLimazonen
Einteilung der Erde in Klimazonen gemäss Sonneneinfallswinkel. Man unterscheide die Tropenzone, die gemässigten Zone und die Polarzone.
solar bedingte Hauptklimazonen
Einteilung der Erde in Zonen gemäss dem Klimaelement Sonneneinstrahlung. Zwischen 23.5°N und 23.5°S (Wendekreise) die Tropozone, zwischen 23.5°N/S und ca. 40°N/S die subtropische Zone, zwischen 40°N/S und ca. 60°N/S die gemässigte Zone, zwischen 60°N/S und 66.5°N/S (Polarkreise) die subpolare Zone und zwischen 66.5°N/S und 90°N/S (Pole) die Polarzone.
Seewind
Tagsüber bei Schönwetter auftretender Wind, der von der kühleren Wassermasse (See, Meer) zum, durch Sonneneinstrhalung stärker erwärmten Land weht.
Schönwetterlage
Grosswetterlage über Mitteleuropa. Stabiles Hoch, meist Ausläufer des Azorenhochs, führt zu einer windarmen Wetterlage über Zentraleuropa.
Saurer Regen
Niederschläge, die mit schwefeligen Säuren und anderen Säuren angereichert sind. Diese stammen aus der Verbrennung fossiler Brennstoffe. Saurer Regen ist verwantwortlich für Waldschäden, die Übersäuerung von Oberflächengewässern und Böden und die Zerstörung von Baudenkmälern.
Satellitenbild
Satellitenbilder stammen meist vom europäischen Wettersatelliten Meteosat, der die Erde aus einer geostationären Umlaufbahn in rund 36'000km Höhe in versch. Spektralbereichen abtastet. Sie eignen sich hervorragend für die Diagnose und Analyse des Wetterzustands, weil sie einen globalen, aus dem Weltraum gerichteten Überblick über Schlechtwetterzonen und Schönwettergebieten erlauben. Das Infrarotbild liefert Informationen über die Temperatur der Erdoberfläche und der Obergrenze der Wolken.
Rückseitenwetter
Nach Durchzug eines Tiefs folgen hinter der Kaltfront kühle Luft und ein rascher Wechsel zwischen starker Quellbewölkung mit heftigen Niederschlägen (Regenschauern, Gewittern mit böigem Wind) und Aufheiterungen mit intensivem Sonnenschein.
Rossbreiten
Windschwache Zonen des subtropischen Hochdruckgürtels. Auf der Nordhalbkugel gehört das Azorenhoch dazu, das für das Wetter in Mitteleuropa eine wichtige Rolle spielt.