Naturgeografische Bausteine A - Geomorphologie
Passerellen Lehrgang
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Flashcards
Ablagerungsräume
Sedimentserien der Tethys. Es werden unterschieden von (Nord nach Süd): helvetischer, penninischer, ostalpiner und südalpiner Ablagerungsraum
Abschiebung
Kleinräumige Verwerfung, bei der ein Gesteinspaket relativ zu seinem Nachbarn abgesenkt wird.
Antezedentes Tal
Phänomen, bei dem der Flusslauf schon vor der Gebirgsbildung bestand und die Tiefenerosion des Flusses mit der Auffaltung mithalten konnte. Beispiel: Klus.
Antiklinale
Falte mit nach unten geöffneten Schenkeln. Wird nur in Zusammenhang mit der Altersfolge der betroffenen Gesteinsschichten verwendet; alte Gesteine im Kern, junge Gesteine am Rand der Falte.
Aufschiebung
Kleinräumige Verwerfung, bei der ein Gesteinspaket relativ zu seinem Nachbarn gehoben wird.
Asthenosphäre
Schicht des oberen Erdmantels bis in eine Tiefe von 200km; folgt unmittelbar auf die Lithospähre. Als erste zähplästische Schicht unter den festen Lithosphärenplatten spielt sie eine wichtige Rolle in der Plattentektonik.
Biogene Sedimente
Sedimentgesteine, deren Material aus Organismenresten (Schalen, Skelettteilen) besteht. Beispiele: Hornsteine, Braunkohle, Steinkohle, Anthrazit, Karbonat Gesteine (Spatkalk, Mikritkalk)
Black Smoker
Mineralreiche, untermeerische Hydrothermalquelle; der „schwarze Rauch“ wird durch die Reaktion der Mineralbestandteile mit dem Meerwasser erzeugt.
Blattverschiebung
Kleinräumige Verwerfung, bei der zwei Gesteinspakete horizontal gegeneinander verschoben werden.
Boden
Die belebte äusserste Verwitterungsschicht der Erdkruste.
Bodenerosion
Abtrag von Boden durch Wind und Wasser. Dies geschieht v.a. durch die Nutzung schlecht geschützter Böden.
Bodenhorizonte
Durch Stoffumwandlung und – verlagerung im Boden entstehen Schichten, die sich durch ihre Eigenschaften oft auch farblich voneinander unterscheiden. Die wichtigsten Bodenhorizonte sind 0-(Deckschicht), A-(Oberboden), B-(Unterboden) und C-(Horizont verwitterter Gesteinsuntergrund).
Bruchtektonik
Tektonik (Lehre vom Bau der Erdkruste und den Bewegungen und Kräften, die damit zusammenhängen) in Bezug auf Zerbrechungserscheinungen und deren Bildung.
Caldera
Kesselbruch; vulkanische Bildung durch Einsturz eines Vulkankraters über seiner entleerten Magmakammer.
Chemische Sedimente
Sedimentgesteine, die durch Ausfällung von im Wasser gelösten Stubstanzen entstehen. Beispiele sind Gips, Anhydrit, Steinsalz, Edelsalz und Abraumsalze.
Decke
Von ihrer ursprünglichen Unterlage abgelöste und um einen grösseren Betrag überschobene Gesteinsmasse von grosser Ausdehnung.
Deckenüberschiebung
Vorgang der Deckenbildung. Grossräumige Überschiebung von Gesteinsplatten.
Delta
Schwemmfächer, der in einem stehenden Gewässer (See oder Meer) abgesetzt wurde.
Denudation
Flächenhafte Abtragung von Teilen der Erdoberfläche. Die Hauptsächliche Kraft der Denudation ist die Schwerkraft.
Depression
In der Faltentektonik verwendete Bezeichnung für eine grossräumige, nach unten gerichtete Verbiegung einer Faltenachse.
Desertifikation
Verwüstung. Durch Klimaveränderungen oder Einwirkungen des Menschen (Raubbau oder falsche Nutzung) verursachte Bildung von Wüsten.
Diagenese
Umbildung lockerer Sedimente (Gesteinsfragmente) zu festen Gesteinen, durch die Einwirkung von Druck, Temperatur und chemischer Vorgänge. Die wichtigsten diagenetischen Prozesse sind die Kompaktion und die Zementation.
Divergente Plattengrenze
Grenze von Lithosphärenplatten, die sich in entgegengesetzte Richtung auseinander bewegen.
Dom
Kuppelartige geologische Struktur; kreisrunder oder elliptischer Grundriss. Die beulenartige Aufwölbung entsteht durch eine Hebung im Zentrum.
Drumlin
Lang gestreckter, stromlinienförmiger Hügel, bestehend aus Grundmoränenmaterial und Schotter. Bei einem späteren Überfliessen durch den Gletscher wurde typische Form (kurze, steile Luv-seite und lange, flache Lee-Seite) geschaffen.
Dünen
Durch Wind aufgeschüttete Sandwälle. Es werden unterschieden: Querdünen, Sicheldünen, Längsdünen und Parabeldünen.
Effusiver Vulkanismus
Ruhiges Ausfliessen grosser Lavaströme, ohne stärkere Mitwirkung von Explosionen.
Eigenschaften von Mineralien
Physikalische Eigenschaften von Mineralien, die zur Unterscheidung der Mineralien dienen. Die wichtigsten Eigenschaften sind: Härte, Spaltbarkeit, Glanz, Farbe und Dichte.
Endogene Kräfte
Von innen wirkende, aufbauende Kräfte der Erde. Sie erklären Gebirgsbildungsprozesse, Erdbeben, Vulkanismus und andere geologische Phänomene.
Epizentrum
Stelle an der Erdoberfläche, senkrecht über dem Hypozentrum.
Erdbebenarten
Unterteilung der Erdbeben aufgrund ihrer Ursache. Es werden unterschieden: tektonische Beben (90%), vulkanische Beben (7%) und Einsturzbeben (3%) und Beben durch Atomversuche.
Erdkern
Zentraler Teil und Schwerezentrum des Erdkörpers; ab einer Tiefe von 2900 km. Aufgeteilt in einen flüssigen äusseren (bis 5100km Tiefe) und einen festen inneren Kern, der hauptsächlich aus den Elementen Eisen und Nickel aufgebaut ist (Nife-Kern)
Erdkruste
Dünne, feste äussere Schale der Erde. Die kontinentale Kruste ist durchschnittlich 35km mächtig, die ozeanische Kruste nur etwa 5-7km.
Erdölfalle
Ansammlung von Erdöl und Erdgas an speziellen geologischen Strukturen wie Falten, die durch eine undurchlässige Schicht nach oben abgeschlossen sind.
Erosion
Sammelbegriff für alles Prozesse, die Gesteine zerteilen oder zersetzen und die Gesteinskomponenten durch Wasser, Eis oder Wind transportieren.
Erosionsbasis
Höhenlage der Mündung eines Fließgewässers. Die Haupterosionsbasis oder absolute Erosionsbasis ist das Meeresniveau. Mündet ein Fluss in einen Strom oder einen See, ist die regionale Erosionsbasis ausschlaggebend.
Exogene Kräfte
Von aussen auf die Erdoberfläche einwirkende Kräfte. Dazu werden gezählt: Sonne, Wind, Wasser, Eis , Schwerkraft.
Explosiver Vulkanismus
Auswurf von Pyroklastika, unter Mitwirkung von mehr oder weniger starken Explosionen.
Falte
Wellenartige Verkrümmung einer ehemals geraden Gesteinsschicht.
Faltentektonik
Tektonik (Lehre vom Bau der Erdkruste und den Bewegungen und Kräften, die damit zusammenhängen) in Bezug auf Bauformen der Faltung un des Deckenbaus.