11 MZB I - Schuler
MZB I
MZB I
Kartei Details
| Zusammenfassung | Diese Lernkarten decken grundlegende Konzepte der Biochemie auf Universitätsniveau ab, mit Fokus auf Proteine, Enzyme und ihre Reaktionen. Sie behandeln Themen wie die Struktur und Funktion von Aminosäuren, die Katalyse durch Enzyme, sowie die Regulation und Hemmung enzymatischer Aktivitäten. Die Karteikarten sind besonders nützlich für Medizinstudenten, da sie wichtige biochemische Prozesse und Mechanismen erklären, die für das Verständnis medizinischer Zusammenhänge essenziell sind. |
|---|---|
| Karten | 144 |
| Lernende | 16 |
| Sprache | Deutsch |
| Kategorie | Medizin |
| Stufe | Universität |
| Erstellt / Aktualisiert | 28.03.2016 / 05.05.2020 |
| Weblink |
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Lineweaver-Burk Gleichung:
was ist das?
eine linearisierte Form der Michaelis-Menton Gleichung
reversible Inhibitoren:
Kompettive vs nicht kompetitive Inhibitoren:
kinetische Unterscheidung
Kooperativität
positive und negative
-> Kinetik
Kooperativität ist, wenn die Bindung des Substrats eine andere Bindungsstelle hemmt (negative Kooperativität) oder aktiviert (positive Kooperativität). Kooperativität wirkt über eine Änderung der Proteinkonformation.
Die Enzymkinetik mit Kooperativität gehorcht nicht der Michaelis-Menten Gleichung. Bei positiver Kooperativität beschreibt die Änderung von v mit [S] eine Sigmoide, bei negativer Kooperativität ist der Anstieg von v mit [S] zuerst sehr steil und flacht dann schnell ab
-> Die biologische Bedeutung der Kooperativität liegt darin, dass sich in engen Bereiche von [S] die Geschwindigkeit stärker oder schwächer ändert als bei einer hyperbolischen Kinetik.
Kooperativität:
T und R form
Beispiel Hämoglobin
-> Die T-Form entspricht der weniger aktiven Konformation des Enzyms, die R-Form der aktiveren Konformation
Der Hill-Koeffizient für die Bindung von 4 O2 an Hb beträgt 2.6. Hb hat zwei konformationelle Zustände: T-Form (bindet O2 schlecht) und R-Form (bindet O2 gut). Je mehr O2 ein Hb gebunden hat, desto grösser wird die Wahrscheinlichkeit, dass die T-Form in die R-Form wechselt. Die O2 Sättigung von Hb entspricht deshalb einer sigmoiden Kurve.
Allosterische Regulation
homotrope und heterotrope allosterische Regulation
Bei einem allosterischen Protein, beeinflusst de Bindung eines Liganden (an einer bestimmten Stelle) die Bindungseigenschaften des Proteins an einer anderen Stelle. Allosterische Enzyme besitzen, zusätzlich zur Substratbindungsstelle, noch mindestens eine Effektorbinsungsstelle.
Der Allosterische Effektor kann das Substrat selbst (homotrope allosterische Regulation) oder ein anderes Molekül (heterotrope allosterische Regulation) sein. Allosterische Effektoren können aktivierend oder hemmend wirken. Die kooperative Bindung eines Liganden ist eine Art von Allosterie; die Kinetik von allosterisch Regulierten Enzymen ist Analog zu derjenigen der kooperativen Regulation.
Unterscheidung von allosterischem und nicht-kompetitiven Inhibitor
Die Unterscheidung zwischen einem allosterischen Inhibitors und einem nicht-kompetitiven Inhibitor ist nicht immer eindeutig. Ein nicht-kompetitiven Inhibitor verändert den kinetischen Mechanismus der Reaktion nicht (es gilt die Michaelis-Menten Gleichung); bei einem allosterisch regulierten Enzym hingegen verändert sich der kinetische Mechanismus (es gilt die HillGleichung).
limitierte Proteolyse
Von limitierter Proteolyse spricht man bei Enzymen, die als inaktive Vorläuferproteine (Proproteine, Zymogen) gebildet werden und bei bedarf aktiviert werden (durch Spaltung von Peptidketten und eventuell dem entfernen eines Stückes Peptidkette).
Wirkungsmechanismus von Enzymen:
Welche/ was für AS sind oft an der eigentlichen Katalyse beteiligt?
Am aktiven Zentrum des Enzyms sind gewisse funktionelle Gruppen an der Katalyse beteiligt. Meist sind es AS-Seitenketten die Protonen aufnehmen/abgeben können, H-Brücken ausbilden können, nukleophil oder redoxaktiv sind (u.a. Imidazolgruppe von His, Thiolgruppe von Cys, Hydroxylgruppe von Ser/Thr, ε-Amingruppe von Lys, Carboxylgruppe von Asp/Glu). Zusätzlich ist oft ein Cofaktor beteiligt.
Häufig beteiligte Seitenketten
His,Cys,Ser,Thr,Lys,Asp,Glu
+ Cofaktoren
Serinproteasen
Prinzip
Katalysierte Reaktion
Chymotrypsin, Trypsin und Elastase
-> Erklärung der Substratspezifität
Am Beispiel der drei Serinporteasen Chymotrypsin, Trypsin und Elastase kann man zeigen, wie Grösse und Struktur der Substratbindungsstelle die Substratspezifität beeinflussen.
Die Substratspezifität von drei Serinproteasen wird durch Grösse und Struktur der Substratbindungsstelle bestimmt. Chymotrypsin spaltet bevorzugt nach Trp,Tyr und Phe. Trypsin spaltet nach Arg und Lys. Elastase spaltet am besten nach Ala
Carboanhydrase
Das Abfallprodukt CO2 ist im Blut schlecht löslich, weshalb es in der Lunge aus löslichem Hydrogencarbonat gebildet wird.
\( CO_2 + H_2 O ⇌ H_2 CO_3 ⇌ HCO_3^- + H^+\)
Die Reaktion wird durch das Enzym Carboanhydrase katalysiert; Das Enzym stell ein OH- Anion bereit, das CO2 angreift. Dazu benutzt es ein Zn2+ Ion.
AS mit speziellen pKa in der Seitenkette:
Tyrosin
9-11
AS mit speziellen pKa in der Seitenkette:
Cystein
7-10
AS mit speziellen pKa in der Seitenkette:
Asparaginsäure
3-5
AS mit speziellen pKa in der Seitenkette:
GLutaminsäure
3-5
AS mit speziellen pKa in der Seitenkette:
Histidin
5-8
AS mit speziellen pKa in der Seitenkette:
Lysin
9-11
AS mit speziellen pKa in der Seitenkette:
Arginin
11-13
4 klassen von biologischen Makromolekülen
- ptroteine
- Nukleinsäuren (DNA,RNA)
- Glykane (polysaccharide)
- Lipide
Chemische Elemente in der belebten Materie (v.a. Ionen sind wichtig zu wissen)
Hauptelemente (machen 95 Massenprozent aus):
C, H, O, N, P, S
Ionische Elemente:
Na+, K+, Mg2+, Ca2+, Cl-
Spurenelemente:
Fe, Zn, Cu, Mn, Co, Ni, Mo, Cr, Sn, V, I, F, Se
Hydrophobe Verbindunggen
- Besitzen keine Geladenen oder polaren Grupen
- können keine H-Binungen eingehen
- schlecht Wasserlöslich
Hydrophile Verbindungen
- besitzen polare Gruppen
-> polar -> Wasserlöslich
-> Dipoleigenschaften
Bestimmung der 3D-Struktur von Proteinen
entweder durch Kristallisation und anschliessende Röntgenstrukturanalyse oder in Lösung mittels Kernresonanzspektroskopie
N- Terminus /C-Terminus
Angabe der AS-Sequenz
Das Ende mit der freien α-Aminogruppe heisst Aminoende oder N-Terminus, dasjenige mit der freien α-Carboxylgruppe Carboxylende oder C-Terminus.
Angabe der AS-Sequenz gemäss Konvention vom N-Terminus zum C-Terminus.
Molekülmasse eines Proteins
Ein Mass für die Anzahl der im Protein enthaltenen AS
-> durchschnittliche Molekülamsse einer AS = 112 Da
Einteilung der Proteine nach Form
Globuläre Proteine:
- annähernd kugeliige Form
- die Meisten Enzyme und Proteine im Blutplasma
- i.d.R. gut Wasserlöslich
Fibrilläre Proteine:
- langgestreckte Form
- meist nicht Wasserlöslich
- z.B. Keratin (Haare, Nägel, Horn), Kollagen (Knochen, Knorpel , Bindegewebe, Haut), Elastin (Sehnen, Knorpel)
Einfache vs. zusammengesetzte Proteine
Farbe
einfache Proteine: auschliesslich aus AS zusammengesetzt
-> Farblos (absorbieren nur imUV Spektrum)
zusammengesetzte Proteine: Entahlte eine Bestandteil der nicht AS ist; Metallionen, kleine organische Moleküle, Lipide, Zucker oder Nukleinsäuren
-> u.U Farbig
Prosthetische Gruppen
Kleine, sehr stark oder kovalent gebundene organische Moleküle als nicht AS.Bestadteil in zusammengesetzten Proteinen
oligomere Proteine
homhooligomer
heterooligomer
Proteine aus mehreren Untereinheiten
nur aus identischen Unterienheiten
aus Untereinheiten unterschiedlicher AS-Sequenz
AS mit aliphatischer Seitenkette
Alanin, Valin, Leucin, Isoleucin
Je länger die Seitenkette desto apolarer
Liegen häufig im inneren eines Proteins
Prolin
einzige AS mit sekundärer Aminogruppe
Schwefelhaltige Aminosäuren
Cystein, Cystin, Methionin
schwach polar
As mit alkoholischer Seitenkette
Serin, Threonin
polar, ungeladen
Saure AS
Asparaginsäure, Glutaminsäure
polar, bei nuetralem pH negativ geladen (pKs im Bereich 3-6)
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