Mykologie
3. Semester
3. Semester
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Laura Bockel
Laura Bockel
Diese Lernkarten bieten eine grundlegende Einführung in die Mykologie, mit Fokus auf Pilze, Hefen und ihre Identifizierung. Sie decken Themen wie Candida-Arten, Nährböden wie Sabouraud- und Kimmig-Agar, sowie Methoden zur Differenzierung von Pilzen ab. Ideal für Medizinstudenten und Labortechniker, die sich mit der Diagnose und Identifizierung von Pilzinfektionen befassen.
Karten
74
Lernende
2
Sprache
Deutsch
Kategorie
Medizin
Stufe
Grundschule
Erstellt / Aktualisiert
14.03.2014 / 20.09.2016
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Lernkarten
aerob
Nur in Gegenwart von freiem Sauerstoff lebend
anaerob
In Abwesenheit von freiem Sauerstoff lebend
Artbezeichnung
- Naturwissenschaftlicher Name für Lebewesen, z.B. für Pilze
- Besteht immer aus zwei Wörtern
- Das erste Wort benennt die Gattung (z.B. Candida), das zweite die Art (z.B. albicans)
- Ist die Art nicht differenziert wordern oder sind irgendwelche, nicht näher bezeichnete Arten einer Gattung gemeint, dann verwendet man "species", abgekürzt "sp.", also z.B. Aspergillus species
Arthrosporen
- Gliedersporen
- Sie entstehen, wenn ein Pilzfaden in Gliederstücke zerfällt, also keine Sporen im Sinne sexueller Fruktifikation
- Typische Arthrosporenbildner sind Trichosporen (Arthrosporen und Blastosporen) und der Milchschimmel Geotrichum candidum (nur Arthrosporen, keine Blastosporen)
Ascomyzeten
- PIlzklasse
- Umfaßt alle Pilze, die sich sexuell durch Arthrosporen vermehren
Blastosporen
- Keine Sporen im Sinne sexueller Vermehrung, sondern nichts weiter als Sprosszellen
- Hefen vermehren sich ungeschlechtlich, indem die Mutterzelle durch Sprossung eine Tochterzelle bildet, aus der wiederum eine oder mehrere Blastosporen hervorgehen
- Wenn Blastosporen fadenförmig aneinander hängen bleiben, spricht man von Pseudofaden
- Ein Netzwerk dieser Pseudofäden heißt Pseudomyzel
Candida
- Gattung der imperfekten Hefen
- Umfaßt nach Kreger-van Rij 196 verschiedene Arten, z.T. eßbar (C. kefyr), z.T. pathogen (C. albicans)
Candidose (Candidosis)
- Erkrankung durch Candida
- Veraltete Bezeichnung: Moniliasis
- Auf -iasis enden heute Erkrankungen durch Würmer und Protozoen
Chlamydosporen
- Von zahlreichen Pilzen gebildete dickwandige Dauersporen, mitunter sehr charakteristisch
- Deshalb für die Artbestimmung verwertbar, z.B. bei C. albicans
Dermatophyten
- Zusammenfassende Bezeichnung aller Pilze der Gattungen Trichophyton, Mikrosporum, Epidermophyton und Keratinomyces
D-H-S-System
- In der medizinischen Mykologie übliche Unterteilung der Mikropilze in Dermatophyton, Hefen und Schimmelpilze
Differenzierung
- Bestimmung der Pilze nach Gattung und Art aufgrund morphologischer und (vorwiegend bei Hefen) physiologischer Eigenschaften
Epidermophyton
- Dermatophytengattung mit typischen keulenförmigen Makrokonidien
- Dagegen werden keine Mikrokonidien gebildet
Fadenpilze
- Bezeichnung für Pilze, die Fäden bilden (z.B. Schimmelpilze und Dermatophyten)
Familie
- Zusammenfassung von Gattungen
- Endungen -aceae
- z.B. Saccharomycetaceae
Fruchtkörper
- Am fruchtbildenen Myzel entstandene Gebilde, in denen sich die Sexualsporen der Pilze entwickeln (z.B. Perithezien)
Fußpilze
- Verursachen Fußmykosen und andere Mykosen
Gattung
- Fest umrissener Begriff der naturwissenschaftlichen Systematik, dem Begriff der Art übegeordnet
- Die Gattungen sind in Familien zusammengefasst
Geotrichum candidum
- Als "Milchschimmel" bekannt
- In Quark, Harzer Käse, Camembert usw.
- bildet typische Arthrosporen, aber keine Sproßzellen (Blastosporen)
Hyphen
- Pilzfäden
- teils septiert (mit Querwänden versehen)
- teils unseptiert (ohne Querwände)
Imperfekte Hefen
- Hefen, die keine Sexualsporen bilden, sich also nur ungeschlechtlich vermehren (z.B. C. alicans)
Kimmig-Agar
- Fester Nährboden, auf dem sich Dermatophyten, Hefen und Schimmelpilze besonders gut entwickeln
- Als Fertignährboden im Handel erhältlich
Konidien
- Ungeschlechtliche Sporen von Pilzen
- Direkt an den Pilzfäden oder an besonderen Konidienträgern gebildet
- kleine, ein- bis zweizellige heißen Mikrokonidien
- größere mehrzellige nennt man Makrokonidien
Luftmyzel
- Pilzfäden, die sich aus flüssigen oder festen Nährböden frei in den Luftraum erheben
- Dadurch bildet sich auf dem Nährboden ein Pilzraen von schimmeligem Aussehen
- Am Luftmyzel bilden sich die Kondien und die Fruchtkörper mit Sexualsporen
Makrokonidien
- Mehrzellige ungeschlechtliche Pilzsporen mit Querseptierung und z.T. auch mit Längsseptierung
Mikrokonidien
- Kleine, meist einzellige, manchmal zweizellige rundliche bis ovale oder birnenförmige Konidien
Mikrosporum
- Dermatophytengattung
- Typisch sind rauhwandige Makrokonidien
Myzel
- Flechtwerk aus Pilzfäden
- Vegetatives Myzel dient der Ernährung
- Fruktifizierendes Myzel der Vermehrung
Nativpräparat
- Auch Frischpräparat oder Direktpräparat genannt
- Untersuchungsmaterial (z.B. Hautschuppen) wird direkt, evtl in Kalilauge aufgehellt, mikroskopisch untersucht
Perfekte Hefen
- Hefen, die Sexualsporen bilden, sich also geschlechtlich vermehren (z.B. Saccharomyzes Arten)
pleomorph
- Flaumiges Wachstum des Luftmyzels von Pilzen unter teilweisem oder völligem Verlust der Fruchtkörperbildung
Pseudomyzel
- Aus Pseudofäden gebildetes Pilzgeflecht
- Bei impferkten und perfekten Hefen vorkommend
Reisagar
- Sehr nährstoffarmer fester Pilznährboden aus Reiskörnerdekokt und Agar
- Sehr gut für die Differenzierung von Hefen geeignet
- Insbesondere für die Clamydosporenentwicklung bei C. albicans
- Begünstigt auch die Kondienbildung bei Dermatophyten und Schimmelpilzen
Sabbouraud-Nährböden
- Verschiedene, von Sabbouraud in seinem Buch "Les teignes" 1910, angegebene Pilznährböden z.B. Clukoseagar, Peptonagar, Maltoseagar usw.
Saprophyten
- Lebewesen, die abgestorbene organische Substanzen als Nahrung verwerten (z.B. Pilze, die auf künstlichen Nährböden wachsen oder in Schmutz schmarotzen)
- Saprophytisch und pathogen sind keine Gegensätze
- Auch Saprophyten können Krankheiten verursachen
Schimmelpilze
- Mikropilze, die auf einem Substrat - meist sehr rasch - einen schimmeligen Überzug bilden
- Schimmeln ist von schimmern abgeleitet
Septierte Fäden
- Pilzfäden, deren Innenraum durch Querwände (Septen) unterteilt ist
Sexualsporen
- Pilzsporen, die sich aus der Verschmelzung von Geschlechtszellen entwickeln, z.B. Ascosporen, Basidiosporen und Zygosporen
Spiralhyphen
- Spiralig gedrehte Pilzfäden des Luftmyzels
- Bei verschiedenen Pilzen vorkommend
- Verhältnismäßig häufig bei Trichophyton mentagrophytes
Sporangien
- Fruchtkörper von Pilzen, in deren Inneren sich die Sporandiosporen entwickeln
- Auch der Ascus ist ein Sporangium