MR 3 BV
4 Maurerarbeiten
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Cartes-fiches
Als Mauerwerk bezeichnet man ein festes Gefüge aus Steinen und Mörtel, bei dem Fugen entstehen. Die Steine werden dabei schichtweise, waagrecht in Flucht und Lot, zu einem Mauerwerksverband zusammengefügt.
Während des Mauerns ist zu beachten, dass bei trockenem Wetter stark saugende Steine vorher angenässt, ein versetzter Stein nach dem Ausrichten nicht mehr bewegt und gefrorene Steine erst dann vermauert werden, wenn das Wetter wieder frostfrei ist.
Mauermörtel haben die Aufgabe, Bausteine ausreichend fest zu einem Mauerwerkskörper zu verbinden und ermöglichen bei vollfugigem Auftrag eine gleichmässige Kraftübertragung im Mauerverband.
Die Mörteleigenschaften sind von der Art und Menge des Bindemittels, der Sandzusammensetzung, dem Wassergehalt sowie von den beigemischten Mörtelzusätzen abhängig.
Mauerwerksarten werden hauptsächlich auf Grund der verwendeten Mauersteine und des Mauerquerschnitts unterschieden.
Nach dem Mauerquerschnitt unterteilt man drei Mauerwerksarten, das Einsteinmauerwerk, das Verbandmauerwerk und das Schalenmauerwerk.
Mauerwerke werden auch nach der Lage im Bauwerk, den statischen Funktionen, der Bauausführung und der Baustoffwahl unterschieden.
Auf Grund der statischen Funktionen gibt es Tragwände und Trennwände.
Bei einschaligen Wänden muss eine einzige Mauerwerksschale alle statischen und bauphysikalischen Aufgaben übernehmen, bei mehrschaligen Wänden können die statischen und bauphysikalischen Aufgaben mit den dafür am besten geeigneten Baustoffen erfüllt werden.
Bei Aussenwänden sind Wärmebrücken zu vermeiden. Konstruktionen sind entsprechend auszuführen!
Knirsch mauern ist die Vermauerung von Mauerwerk bei welchem nur die Lagerfugen vermörtelt werden. Es empfiehlt sich jedoch für das Mauerwerk immer Steine mit Nut und Kamm zu verwenden.
Beim Mauern bei Aussentemperaturen unter +5°C darf ohne speziellen Massnahmen nicht gemauert werden! Wasser im Mörtel darf während des Abbindens nicht gefrieren, Frostschutzmittel dürfen nur bei nachgewiesener Eignung verwendet werden und über Nacht muss das Mauerwerk mit Dämmmatten abgedeckt werden.
Für die Ausführung von Schutzmassnahmen beim Mauerwerk ist der Bauunternehmer verantwortlich. Die Massnahmen sind im Bauleistungsverzeichnis aufzuführen.
Normalerweise wird für die Dicke der Lager- und Stossfugen immer mit 1cm Mauermörtelauftrag gerechnet.
Die vertikale und horizontale Ebenheit eines Mauerwerks wird durch das Anlegen einer Messlatte überprüft.
Backstein Swissmodul 15cm bereit, 19cm hoch. 16,7 Steine und 27 Liter Mörtel pro m²
Damit möglichst viele Wände als Mauerwerkswände erstellt werden können, wird das Mauersteinsortiment von den Baustoffherstellern mit den unterschiedlichsten Ergänzungsbauteilen ausgeweitet, zB. Sturzelemente, Fensterbänke, Mauerfusselemente usw.
Bei der Erstellung von Sichtmauerwerken sind folgende Punkte zu beachten: die Ausschreibung des Planers, eine sorgfältige Arbeitsplanung und –ausführung, die trockene Lagerung der Sichtsteine auf der Baustelle, keine Mauerwerkserstellung bei Temperaturen unter 5°C, ableiten von hinter dem Mauerwerk eindringendem Wasser, Schützen des Mauerwerks während der Bauphase gegen Witterungseinflüsse und Beschädigungen, etc.
Der Unterschied zwischen einem Rohmauerwerk und einem Sichtmauerwerk bzgl. der Statik ist, dass ein Rohmauerwerk die Baulasten gleichmässig über die ganze Wand verteilen kann, während Sichtmauerwerke in erster Linie eine schmückende Mauerschale bilden oder bei Aussenwänden als Witterungsschutz dienen und nur sich selber tragen.
Die Läufer- und Binderschichten wechseln sich beim Kreuzverband regelmässig ab.
Ein Zierverband ist ein Verband bei dem ein historisches Bild vom Mauerverband erreicht werden soll, z.B. gotischer, holländischer oder ähnlicher Verband.
Der Aussenverputz leistet einen sehr wichtigen Beitrag zum Schutz eines Gebäudes. Er schützt vor der Belastung durch Schlagregen, Temperaturschwankungen, Frosteinwirkungen und Wind.
Ein konventioneller Aussenputzes besteht aus Zementanwurf, Grundputz und Deckputz.
Die Putzschichten müssen bei jedem Verputzauftrag von innen nach aussen weicher und elastischer werden, damit keine Spannungen und dadurch Risse entstehen.
Der Deckputz bildet die oberste Schicht des Putzaufbaus, muss wetterfest sein und den optischen Anforderungen genügen (Farben usw.).
Beim Zweischalenmauerwerk wird folgender Aussenwandverputz empfohlen: dreischichtiger Putzaufbau aus Zementmörtelanwurf, Grundputz mit verlängertem Mörtel und mineralischem Deckputz.
70 kg CEM I und 280kg HK
Bei Putzmörtelmischungen für harte Putzträger wie Backstein, Kalksandstein, etc. ist bei der maschinellen Verarbeitung der Zusatz von zwei Schaufeln hydraulischem Kalk pro Mischung zulässig.
Zementüberzüge dienen als Bodenbeläge auf Betonunterlagen, meist in Untergeschossen und auf Aussenflächen
Die Merkmale von ungenügend ausgeführten Zementüberzügen sind Risse, Hohlstellen, Ablösungen und rasches Ablaufen der Oberfläche.
Der Begriff Estrich ist der neue europäische Begriff für Unterlagsböden und entspricht der neuen Schweizer Norm SIA 251.
Unter einem schwimmendem Estrich versteht man eine Trag- und Druckverteilschicht, welche auf einer schall- und/oder wärmedämmenden Schicht vollständig getrennt von den anderen Bauteilen erstellt wird. Sie kennen die Konstruktion auch aus dem Fachzeichnen.
Die Schichtdicke von Zementestrich bei Wohnflächen beträgt 60mm, bei Büroarbeitsflächen 75mm und wenn zusätzlich Heizungsrohre eingebettet werden, erhöht sich die Dicke um den Rohraussendurchmesser.
Eine Kompaktfassade ist eine verputzte Aussenwärmedämmung. D.h. auf das Mauerwerk wird eine Wärmedämmung aufgeklebt und mit einem Grund- und Deckputz abgedeckt.
Bei Kompaktfassaden bestehen die Gefahren der mechanischen Beschädigung und der hohen Anfälligkeit für Algen- und Pilzbefall.
Unter Dämmen versteht man alle baulichen Massnahmen, die zur Verringerung der Wärmeübertragung und Schallausbreitung beitragen, Erschütterungen dämpfen oder dem Brandschutz dienen.
Bei der Verarbeitung von Dämmstoffen ist vor allem darauf zu achten, dass keine Bauschäden durch Wärme- oder Schallbrücken entstehen (Löcher usw.).
Unter Sperren versteht man alle baulichen Massnahmen, bei denen die Bauteilflächen und Bauteilfugen mit Dichtstoffen dauerhaft vor unliebsamen Feuchtigkeitseinwirkungen geschützt werden.
Warum ist die sorgfältige Verarbeitung von Dichtstoffen als wirksame Sperrschicht besonders wichtig?
Eine sorgfältige Verarbeitung von Dichtstoffen als wirksame Sperrschicht ist besonders wichtig, weil die häufigsten Bauschäden durch meist vermeidbare Feuchtigkeitseinwirkungen entstehen.