Montage-/Handhabungstechnik/Robotik
Klausurzusammenfassung für Montage-/Handhabungstechnik/Robotik an der TU Chemnitz
Klausurzusammenfassung für Montage-/Handhabungstechnik/Robotik an der TU Chemnitz
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Cartes-fiches
Welche drei grundlegenden Prinzipien zur Werkstückorientierung in der Zuführtechnik gibt es?
- Auslesen (Passives Ordnen): Falsche Teile fallen in den Bunker zurück.
- Gleichrichten (Aktives Ordnen): Falsche Teile werden aktiv in die richtige Lage gezwungen (z. B. durch eine Kippkante).
- Aufteilen: Falschteile werden auf einer zweiten Spur gesammelt und ebenfalls zugeführt.
Welche drei Bauarten von Werkstückspeichern gibt es und wofür eignen sie sich?
- Bunkern: Leichte, unkomplizierte Teile, extrem hohe Stückzahlen.
- Magazinieren: Mittelschwere Teile, große Stückzahlen.
- Stapeln: Größere, schwere, komplizierte Teile, mittlere Stückzahlen.
Wie funktioniert das 'Mikrowurf-Prinzip' beim Vibrationswendelförderer?
Der Förderer erzeugt Schwingungen mit einer vertikalen Beschleunigungskomponente.
Das Bauteil hebt periodisch minimal von der Bahn ab ('Mikrowurf') und bewegt sich dadurch vorwärts und an Schikanen vorbei.
Warum werden Vibrationswendelförderer (elektromagnetisch) so häufig in der Industrie eingesetzt?
- Sie arbeiten reibungs- und verschleißfrei.
- Sie sind mechanisch robust und wartungsarm.
- Die Förderleistung ist über die elektrische Spannung sehr einfach stufenlos regelbar.
Was versteht man unter 'Schachtelbauweise' bei der Baugruppengestaltung?
Einzelteile werden formschlüssig in ein Basisteil eingelegt und am Ende durch ein übergreifendes Sicherungsteil (Deckel/Schale) fixiert.
Was versteht man unter 'Schichtbauweise' bei der Baugruppengestaltung?
Jedes Teil wird in einheitlicher Fügerichtung (meist von oben) auf das vorherige montiert.
Die Reihenfolge der Montage ist dadurch strikt vorgegeben.
Was versteht man unter 'Nestbauweise' bei der Baugruppengestaltung?
Einzelteile werden weitgehend nebeneinander in 'Nester' platziert.
Vorteil: Die Montagereihenfolge ist frei wählbar und sehr flexibel.
Worin unterscheiden sich Differentialbauweise und Integralbauweise?
- Differentialbauweise: Ein Funktionselement besteht aus vielen montierten Einzelteilen (z. B. reparaturfreundlich).
- Integralbauweise: Das Element wird untrennbar aus einem Stück gefertigt (z. B. Guss). Reduziert den Montageaufwand, muss bei Defekt aber komplett getauscht werden.
Was bedeutet 'Verbundbauweise' in der Handhabungstechnik?
Die unlösbare Verbindung mehrerer Komponenten aus unterschiedlichen Werkstoffen, meist durch Kunststoff-Spritzguss (z. B. Insert- oder Outsert-Technik mit Metall- und Kunststoffteilen).
Was ist das Ziel des 'Symbolischen Differentialansatzes' bei der Anlagen-Layout-Planung?
Die exakte, parametrische Verknüpfung der Anforderung des Werkstücks (Gewicht, Wege, Zeit) mit den technischen Daten eines Standard-Werkzeugs (z. B. Kauf-Achsen aus Katalogen), um Taktzeit und Kosten zu minimieren.
Was stellt ein 'Ortswechselplan' dar?
- Er visualisiert den physischen Werkstückfluss einer Anlage symbolisch im Raum (X, Y, Z).
- Er zeigt genau, an welchem Ort und in welchem Ordnungszustand sich eine Baugruppe im Taktprozess befindet.