MMT

Lehrabschlussprüfung MultiMediaTechnik

Lehrabschlussprüfung MultiMediaTechnik


F. L.
Diese Lernkarten bieten eine umfassende Einführung in die Bildbearbeitung und Drucktechnik für Berufslehrlinge. Sie decken Themen wie Pixelbilder, Vektorgrafiken, Farbmanagement, Kontrast, Tonwertkorrektur und verschiedene Bildbearbeitungstechniken ab. Die Karteikarten sind besonders nützlich für angehende Grafikdesigner, Drucktechniker und Mediengestalter, die ihre Fähigkeiten in der digitalen Bildbearbeitung und Druckvorbereitung verbessern möchten.
Karten
135
Lernende
3
Sprache
Deutsch
Kategorie
Technik
Stufe
Berufslehre
Erstellt / Aktualisiert
06.05.2013 / 12.05.2014

Lernkarten

1.1

Bei einer Projektplanung und -durchführung werden Absprachen mit dem Kunden getroffen. Erläutern Sie die Begriffe:

- Briefing

- Re-Briefing

- De-Briefing

Briefing
Erteilen eines Werbeauftrages an einen Medienbetrieb anhand genauer Kundenvorgaben.

Re-Briefing
Nachbesprechung mit dem Kunden nach Auftragserteilung. Korrektur- und Abstimmungsmöglichkeiten bestehen.

De-Briefing
Feedback durch den Auftraggeber nach Beendigung des Auftrages hinsichtlich der Qualität und der Auftragsdurchführung.

1.10

Was assoziiert man mit folgenden Farben:

- Cyan

- Magenta

- Violett, Lila

- Rosa

- Gold

- Silber

Cyan
kalt, frisch, sportlich, jung, winterlich, auch sachlich

Magenta
modern, kühl, kommunikativ

Violett
extravagant, unkonventionell, modich, fromm, Macht, Glaube, Magie, Dekadenz, Künstlichkeit. In der Kombination mit Rot: verboten, unmoralisch, Leidenschaft, Verführung. Variation Richtung Lila: introveriert, altmodisch

Rosa
Zärtlichkeit, Romantik, Charme, Harmonie, Schwärmerei, Träumerei, Freundlichkeit, Kindlichkeit, Naivität

Gold
wertvoll, eingebildet, Reichtum, Luxus, Ruhm (Goldmedaille, Goldener Bambi...)

Silber
edel, wertig, aber weniger als Gold

1.105

Welche Schreibweise ist im deutschen Gebrauch korrekt?

a) Welche ,,Anführungszeichen" sollen es sein?

b) Welche "Anführungszeichen" sollen es sein?

c) Welche >>Anführungszeichen<< sollen es sein?

d) Welche <<Anführungszeichen>> sollen es sein?

a) richtig

b) falsch
    - englisch-amerikanisch

c) französische Guillements nach innen, richtig
    - in Deutschland

d) französische Guillements nach aussen, falsch 
    - in Schweiz und meisten romanischen Ländern   
      übliche
 

1.11

Bei der Gestaltung eines crossmedialen Werbeauftritts sollen Sie sich für zwei Grundfarben entscheiden. 

Welche Fragen müssen Sie bei der Auswahl der Farben stellen?

Harmonieren die Farben miteinander bzw. in welchen Farbkontrast stehen sie zueinander?

Welche psychologische, traditionelle, kulturelle Aussage haben die gewählten Farben? Passt diese zur Aufgabenstellung (Firma, Produkt, Zielaussage)?

Lässt sich die Farbe in allen Medien adäquat umsetzen (Print, Internet, Fernsehen...)?

1.111

Welche Gestaltungsgesetzte gibt es?

Geben Sie zu jedem eine kurze Erläuterung.

Einfache Gestalt oder gute Form
Grundgesetz menschlicher Wahrnehmung, basierend auf einfachen geometrischen Formen wie Kreis, Quadrat, Rechteck oder Dreieck.

Nähe
Nah beieinanderliegende Objekte werden als Gruppe wahrgenommen.

Geschlossenheit
Geschlossene Flächen werden als Einheit wahrgenommen.

Konstanz
Objekte werden in Grösse, Form und Farbe stets im Verhältnis zum Umfeld bewertet. Werden unterschiedlich gesehene Objekte als gleich bewertet, spricht man von Konstanz.

Figur-Grund-Trennung
Ein Objekt wird nur dann wahrgenommen, wenn es sich in irgendeiner Weise vom Umfeld abhebt, z.B. durch unterschiedliche Grösse, Farbe oder Helligkeit.

1.114

Was versteht man unter dem visuellen Gewicht?

Ob ein grafisches oder typografisches Objekt 

- leicht oder schwer

- schwebend oder fallend

- statisch oder bewegt

wahrgenommen wird, hängt unter anderem von seiner Position im Format und dem Zusammenspiel mit dem Gewicht der anderen Elemente ab.

Je nachdem, wie ausgewpgen dieses Verhältnis ist, wird ein harmonisches Gleichgewicht oder aber Dynamik erzeugt.

1.12

Wie wird in der Gestaltung eine Richtung visualisiert?

Unsere Leserichtung geht von links nach rechts und von oben nach unten. Die Ausrichtung von links nach rechts oben wird daher als aufsteigend empfunden, von links oben nach rechts unten dagegen als abfallend.

In der Gestaltung spielen weitere Faktoren eine Rolle für die Wahrnehmung der Richtung, z.B. Form, Grösse und Position, Inhalt eines Bildes, die Blickrichtung einer abgebildeten Person. 

1.13

Was versteht man unter Farbkontrast?

Was versteht man unter Sekundärfarben?

Als Farbkontrast bezeichnet man die wahrgenommene Wechselwirkung unterschiedlicher Farben. Man unterscheidet sieben Farbkontraste.

Sekundärfarben sind jene Farben, die im Farbkreis zwischen zwei Primärfarben liegen. Mischt man zwei Primärfarben liegen. Mischt man zwei Primärfarben, so erhält man eine Sekundärfarbe. Diese ist aber zugleich die Komplementärfarbe zu den nicht verwendeten Farben(Farbkreis von Goethe):

- Zwischen Rot und Gelb befindet sich Orange.

- Orange ist komplementär zu Blau.

1.14

Erläutern Sie in knappen Worten, wie die folgenden Farbkontraste arbeiten:

- Komplementärkontrast

- Simultankontrast

- Quantitätskontrast

Der Komplementärkontrast ist ein starker Kontrast zweier Farben, die sich im Farbkreis gegenüberliegen. Tendenz zum Flimmern. Die Mischung beider Farben zu gleichen Anteilen ergibt ein schmutziges Grau.

Ein Simultankontrast liegt vor, wenn der innen liegende Farbton von der Umgebungsfarbe beeinflusst wird, und zwar in komplementärer Richtung. So wirkt ein graues Quadrat auf einem gelben Hintergrund bläulicher, auf einem roten Hintergrund grünlicher. 

Der Quantitätskontrast besagt, dass die Wirkung einer Farbe von der Grösse der Farbfläche zur Umgebungsfarbe abhängig ist. 

1.15

Erläutern Sie in knappen Worten, wie die folgenden Farbkontraste arbeiten:

- Kalt-Warm-Kontrast

- Sukzessivkontrast

Kalt-Warm-Kontrast
Eine kalte Farbe wie Blau oder Grün steht einer warmen wie Gelb oder Orange gegenüber, wobei die warme Farbe in den Vordergund tritt.

Sukzessivkontrast / Nachbildkontrast
Fixirt man den Blick mehrere Sekunden lang auf ein Objekt und schaut dann auf eine freie (weisse) Fläche, sieht man das Objekt einen Moment lang in der Komplementärfarbe. Bei Schwarz-Weiss-Motiven ist das Nachbild ein Negativ.

 

1.18

Was versteht man unter gebrochenen Farben und was sind getrübte Farben?

In der Farbenlehre unterscheidet man zwischen reinen (oder gesättigten, leuchtenden) und getrübten (oder ungesättigten, gebrochenen) Farben.

Gibt man den gesättigten Farben Weiss oder Schwarz bei, erhält man getrübte Farben.

Werden reine Farben mit gesättigten Komplementärfarben versetzt (vermischt), so spricht man von gebrochenen Farben.

1.19

Welcher Unterschied besteht zwischen der Vogel- und der Froschperspektive?

Bei der Vogelperspektive steht der Betrachter über dem Objekt und schaut auf dieses hinab.

Bei der Froschperspektive befindet sich das Auge des Betrachters unterhalb des Objekts und schaut zu diesem hinauf.

Um Eindrücke wie Grösse, Macht, Kraft zu vermitteln, eignet sich besonders die Vogelperspektive. Hingegen suggeriert die Froschperspektive Kleinheit, Unwichtigkeit, Unterwürfigkeit. Wobei diese Wahrnehmung natürlich auch noch von Kriterien wie Objektgrösse, Farben und anderem abhängt. 

1.20

Wie erzielt man eine Luftperspektive?

Die Luftperspektive basiert auf der natürlichen Unschärfe, hervorgerufen durch Luftbewegungen, die mit zunehmender Entfernung immer stärker wird. 

Weiter entfernte Gegenstände erscheinen unscharf, während Gegenstände, die sich nahe beim Betrachter befinden, scharf konturiert sind. Somit verstärkt die Luftperspektive erheblich den Eindruck von Vorder- und Hintergrund und erzeugt Räumlichkeit.

1.21

Was versteht man unter Farbperspektive?

Die Farbperspektive basiert auf dem Kalt-Warm-Kontrast.

Objekte in warmen Farbtönen erscheinen dem Betrachter immer näher als Objekt mit kalten Farben.

Im Vordergrund dominieren daher warme Farben (Gelb, Orange, Rot, Braun), im Mittelgrund und im Hintergrund kühle Grün- und Blautöne.

1.30

Ordnen Sie folgende Schlagwörter der Zeichnung zu:

- Toter Kolumnentitel / Pagina

- Grundtext

- Marginale (Randbemerkung)

- Fussnote

- Bogensignatur

6 Grundtext

7 Marginale (Randbemerkung)

9 Toter Kolumnentitel / Pagina

8 Fussnote

10 Bogensignatur

1.31

Für die Darstellung bestimmter Motive und Themen bieten sich verschiedene Arten der Visualisierung an. Piktogramme haben im Vergleich zu Fotografen erhebliche Vorteile.

Was versteht man unter Bildzeichnen wie Piktogramme und Icons? Worin bestehen die Vorteile?

Piktogramme oder Icons sind abstrahierte, auf die wesentliche Aussage reduzierte Bildmarken und bieten gegenüber fotografischen Bildern folgende vorteile:

- sie sind einprägsam

- international nahezu immer verständlich

- aufs Wesentliche reduziert, daher schnell erfassbar

- bieten ein intuitives Verständnis

- beinhalten klare Aussagen

- sind Orientierungshilfen im alltäglichen Leben

1.34

Listen Sie die einzelnen DIN-A-Formate in ihrer Bemassung auf.

DIN-A-Reihe

A0  -  841 mm x 1'189 mm

A1  -  594 mm x 841 mm

A2  -  420 mm x 594 mm (Bogen)

A3  -  297 mm x 420 mm (Halbbogen)

A4  -  210 mm x 297 mm (Viertelbogen)

A5  -  148 mm x 210 mm (Blatt)

A6  -  105 mm x 148 mm (Halbblatt)

A7  -  74 mm x 105 mm (Viertelblatt)

1.35

Konstruieren Sie je einen Satzspiegel mit Hilfe der 6er-, 9er-, und 12er-Teilung.

Zeichnen Sie auch die Untergliederung in drei Spalten ein. 

6er-, 9er-, und 12er-Teilung

1.37

Was versteht man unter der Fibonacci-Reihe?

Die unendliche Zahlenfolge der Fibonacci-Reihe steht in engem Zusammenhang mit dem Goldenen Schnitt.

Jedes Glied dieser Folge ist die Summe der beiden vorhergehenden Zahlen. Somit ist diese Zahlenreihe unendlich: 1, 2; 3; 5; 8; 13; 21; 34; 55; 89; 144: 233; 377; 610 ...

Der Quotient aus zwei aufeinanderfolgenden Zahlen entspricht annähernd dem Goldenen Schnitt. Je höher die Glieder dieser Reihe, desto mehr nähert sich das Ergebnis der Goldenen Zahl (1'6180...) an.

3 : 2  =  1,5             13 : 8  =  1,625

5 : 3  =  1,33           21 : 13  =  1,615

8 : 5  =  1,66         377 : 233  =  1,6180

1.4

Erläutern Sie die unterschiedlichen Stadien der Gestaltungsentwicklung:

- Scribble

- Layout

- Reinzeichnung

Scribble
Unter einem Scribble versteht man Ideenskizzen, eine zeichnerische Sammlung von Ideen als Vorstufe für den späteren Entwurf. Dabei kann das Format bereis feststehen oder das Scribble auch der Formatfindung dienen. 

Layout
Der nächste Schritt ist ein detaillierter Entwurf in Originalgrösse, mit Vermassung und Blindtext in der gewünschten Schrift.

Reinzeichnung
Liegt das Material in Form von Text-, Bild- und Grafikdateien vor, und ist der Entwurf vom Kunden abgesegnet, kann die einzeichnung erstellt werden. Darunter versteht man heute eine belichtungsfähige Datei.

1.40

Welcher Unterschied besteht zwischen Brand, Logo und Signet?

Brand: Eine Marke oder ein Warenzeichen ist ein besonderes, rechtlich geschützte Zeichen, das dazu dient, Waren oder Dienstleistungen eines Unternehmens von Waren und Dienstleistungen anderer Unternehmen zu unterscheiden.

Logo: Ein Logo dient der Identifkation eines bestimmten Unternehmens. Genau genommen muss ein Logo Buchstaben enthalten, die durch ein Bildzeichen ergänzt werden dürfen.

Signet: Wird das Unternehmen nur durch eine Bildmarke ohne Buchstaben repräsentiert, spricht man von einem Signet.

1.42

Welche Gestaltungsregeln sind beim Entwurf eines Logos zu beachten?

1. Verständlichkeit

2. Unverwechselbarkeit

3. Einprägsamkeit

4. Reproduzierbarkeit

1.43

Bei der Frage nach einem Firmenlogo bekommen Sie vom Kunden die Antwort, dass er keines benötigt.

a) Überzeugen Sie ihn mit Argumenten vom Zweck eines Firmenlogos

b) Erläutern Sie ihm den Unterschied zwischen einem Piktogramm und einem Logo.

a) Das Firmenlogo repräsentiert die Institution, es sorgt für schnellere visuelle Erfassbarkeit, hohen Wiedererkennungswert, Abhebung von der Konkurrenz.

b) Ein Piktogramm ist ein allgemein verständliches Symbol (z.B. Toilettenmännchen oder Totenkopf) mit internationalem Charakter, das Logo dagegen die Visualisierung eines Unternehmens. 

1.45

Nennen Sie mindestens vier Merkmale, die Signets und Piktogramme aufweisen müssen.

- schnelle Erfassbarkeit

- Prägnanz (auf den Punkt gebracht)

- formale Einfachheit (geometrisch, reduziert)

- Schwarz-Weiss-Umsetzbarkeit

- Skalierbarkeit

- kostengünstige Umsetzbarkeit, z.B. durch Einsatz von Sonderfarben statt aufwändigen 4-c-Druck

1.47

Was versteht man unter Corporate Design (CD)?

Unter Corporate Design (CD) versteht man das einheitliche visuelle Erscheinungsbild eines Unternehmens.

Dazu gehören z.B. Logo, Hausfarbe, Hausschrift, Gestaltungslinien.

Corporate Design ist Teil der Corporate Identity (CI) eines Unternehmens.

Anwendung findet das Corporate Design bei der Gestaltung von Print- und Nonprint-Produkten, Arbeitskleidung, Gebäude- und Raumgestaltung, Firmenwagenbeschriftung, Messeauftritten usw.

1.48

Was bedeutet Corporate Identity (CI)?

Welche Bereiche werden unter dem Begriff CI unterschieden?

Corporate Identity (CI): auch Unternehmensidentität
ist die auf das Unternehmen abgestimmte und von Unternehmen gelebte Philosophie, Kommunikation und das Erscheinungsbild nach innen und aussen.

Corporate Design (CD)
einheitliches Erscheinungsbild

Corporate Communication (CC)
die Botschaft, Verlautbarung, kommunikative Aktivitäten

Corporate Behaviour (CB)
Unternehmenskultur, Verhaltensweise nach innen und aussen

Corporate Philosophy (CP)
beinhaltet das Selbstverständnis des Firmengründers. Sie bildet damit die grundlegende Sinn- und Werteebene des Unternehmens. 

Corporate Culture
Konkretisierung der Unternehmensphilosophie, also wie das Unternehmen täglich arbeitet. 

1.49

Warum ist es so schwierig, das Design eines Printproduktes in ein Screendesign umzuwandeln?

Nennen Sie mindestens fünf Gründe.

1. Der Bildschirm zeigt ein Querformat im Seitenverhältnis 3:2 bzw. 16:10 hingegen haben die meisten Printprodukte ein DIN-Hochformat im Seitenverhältnis 1 : Wurzel 2.

2. Durch die hohe Druckauflösung von 300dpi sind Bilder und Schrift schärfer und detailreicher als auf dem Monitor.

3. Ein Printmedium enthält keine Navigation oder Scrollbalken.

4. Texte werden am Bildschirm anders erfasst als auf einem Blatt Papier. Dadurch ist der Lesefluss schlechter.

5. Texte werden am Bildschirm in der Regel nicht getrennt oder in Blocksatz gesetzt: hier herrscht der linksbündige Flattersatz vor.

6. Schriftarten müssen skalierbar bleiben.

7. Eingeschränkte Layoutmöglichkeiten.

1.5

Textinformationen werden häufig durch Infografiken unterstützt.

Was unterscheidet eine Onfografik von anderen Grafiken?

Infografiken werden in allen Medien verwendet, um abstrakte, häufig komplexe Sachverhalte zu visualisieren und verständlicher zu machen. Die Infografik geht dabei über die reine Darstellung von Daten in Form von Diagrammen hinaus.

Umgesetzt werden Informationen unterschiedlicher Art, wie Entwicklungen, die sich in konkreten Zahlen ausdrücken (Bevölkerungswachstum, Preisentwicklung, Börsenkurse, Temperaturschwankungen und anderem), aber auch Vorgänge in der Natur oder technische Zusammenhänge (z.B. die Entstehung von Regentropfen, der Kreislauf des Wassers von der Wolke bis zum Grundwasser, die Funktionen einer Maschine).

1.50

Das Layout eines Printproduktes kann nach mehreren gestalterischen Gesichtspunkten beurteilt werden.

Nennen Sie mindestens drei Aspekte.

Beurteilungskriterien für ein Layout sind unter anderem:

- Bildaufbau und Bildaussage

- Typografie

- Flächenaufteilung (Gestaltungsraster)

- Farbkontrast

- Farbassoziation

1.57

Beschreiben und zeichnen Sie die Konstruktion eines Satzspiegels nach der 9er-Teilung.

Auf der Grundlage der Villard'schen Figur (Konstruktion mittels Diagonalen) lässt sich die einzelne Seite in jeweils neun senkrechte und waagrechte Felder gliedern.

Durch die 9er-Teilung der Seite ergibt sich ein harmonisches Gestaltungsraster für die Platzierung von Texten und Bildern.

1.62

Was bezeichnet man als Grauwert einer Seite?

Der Grauwert einer Seite definiert das Verhältnis zwischen bedruckten und nicht bedrucktern Flächenanteilen.

Dieser sollte im Textbereich einen Wert von ca. 50% aufweisen.

1.64

Wie lauten die jeweiligen Fachbegriffe?

1) Versalhöhe

2) Zeilenabstand

3) Mittellänge oder x-Höhe

4) Durchschuss

5) Oberlänge

6) Unterlänge

7) Schrifthöhe oder Schriftgrösse

1.69

Welcher Unterschied besteht zwischen TrueType-Fonds und OpenType-Fonts?

Welche Frontart ist besser für ein Print-, welche für ein Online-Produkt geeignet?

Beide enthalten alle fontmetrischen Angaben, sodass keine weitere Datei (wie bei PostScript-Fonts) notwendig ist.

OpenType verwendet den 16-bit-Unicode, mit dem bis zu 65'000 Zeichen pro Zeichensatz möglich sind (wichtig für Sonerzeichen)

OpenType ist plattformunabhängig einsetzbar

Bei TreuType-Fonts gibt es grosse qualitative Unterschiede je nach Hersteller, die bei Belichtung und Druck Schwierigkeiten bereiten können. Daher sind TrueType-Fonts zwar für die Bildschirmausgabe geeignet, für Printprodukte sollten jedoch OpenType-Fonts eingesetzt werden.

1.7

Welche Grundregeln gibt es für den Einsatz von Linien?

Welche Einsatzbereiche fallen Ihnen ein?

1 pt starke Linien werden von vielen Programmen als Standard angeboten, sollten jedoch aus gestalterischen Gründen vermieden werden.

Linien von 0,3 bis 0,6 pt dienen als Abgrenzung zwischen Spalten und Textabschnitten, als Umrandung für Kästchen, für Schreiblinien in Coupons und in anderen Grafiken.

Linienstärken von 2 pt bis 4 pt bilden in der Regel einen guten Kontrast zum Duktus des Bodytextes.

Doppellinien bilden gute Kontraste, dienen aber auch als Umrandung für Traueranzeigen.

Dünne gepunktete Linien deuten eine Perforation oder Schneidelinien an.

1.73

Bennen Sie Merkmale der serifenlosen Linear-Antiqua.

wie schon der Name sagt, es fehlen die Serifen

die Schrift wirkt dadurch sachlich, nüchtern, ruhig, neutral und moderner

die Grundformen leiten sich entweder von vorangehangenen Epochen ab oder sind eine geometrische Neuschöpfung (z.B. Avant Garde, Futura, Eras)

der Duktus ist einheitlich (von Ausnahmen wie der Eras - trotz ihrer Schrägstellung und einigen leicht geöffneten Buchstaben - sowie der Optima - mit schwachen Duktusänderungen - abgesehen)

wird auch Groteskt genannt

1.79

Welche generellen Regeln gibt es, die beim Mischen von Schriften innerhalb einer Seite / eines Screens beachtet werden sollten?

max. zwei bis drei Schriften pro Seite verwenden

Schriftschnitte der Grundschrift zum Auszeichnen wichtiger Worte oder Textpassagen verwenden

keine Schriftarten derselben Schriftgruppe mischen

eine serifenlose Schrift kann mit einer Serifenschrift gemischt werden

beim Mischen verschiedener Schriftarten auf ausreichenden Kontrast und gleiche Mittellängenhöhe achten

1.8

Was assoziiert man mit folgenden Farben?

- Gelb

- Rot

- Orange

- Grün

 

Gelb
hell, sonnig, Licht, Sommer, Wärme; aber auch Neid, Geiz, sauer, abgeleitet von Gold auch Reichtum, Angeberei

Rot
Wärme, Glück, Freunde, Enerie, Liebe, Romantik, Erotik, Sexualität, aber auch Blut, Hektik, Dynamik, Aggressivität, Gefahr, Verbote, Krieg

Orange
Aroma, Erfrischung, Vitamine, Vergnügen, Wärme, Energie, im Buddhismus die Farbe der Vollkommenheit

Grün
Vegetation, Frühling, Gesundheit, Leben, Sport, Erholung, Toleranz, aber auch Gift, kirchliche Sonntagsfarbe, Farbe des Islam

1.82

Welche Satzformen kennen Sie?

linksbündiger Flattersatz

rechtsbündiger Flattersatz

Mittelachsensatz

Blocksatz

Rausatz

Fromsatz

1.88

Was ist bei der Verwendung von Versalsatz im laufenden Grundtext zu beachten?

Damit versal gesetzte Wörter nicht dominant aus dem Grundtext hervorspringen, sollen sie um etwa zehn Prozent kleiner als der restliche Text und ein wenig gesperrt sein. Som,it erreicht man einen gleichmässigeren Grauwert auf der Textseite.

Das Gleiche gilt - je nach Schriftschnitt - auch für Jahreszahlen oder längere Ziffernfolgen, sofern sie nicht in Mediävalziffern gesetzt sind.

1.89

Von welchen Kriterien ist die Lesbarkeit des Mengentextes abhängig?

- Schriftart, -schnitt
- Schriftgrösse
- Zeilenabstand
- Zeilenlänge und Anschläge pro Zeile
- Ausrichtungsart
- Laufweite
- Wortabstand
- Auszeichnungen
- Trennungen
- Schriftfarbe
- positiv dargestellter Text ist besser lesbar
  als negativer Text

 

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