Mikrobiologie

Lernziele Kurzprüfung 2

Lernziele Kurzprüfung 2


R. F.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über die Mikrobiologie, insbesondere im universitären Kontext. Sie konzentrieren sich auf lebensmittelrelevante Mykotoxine, deren Bedeutung, Entstehung und Auswirkungen auf die Gesundheit. Die Karteikarten behandeln auch Reinigungs- und Desinfektionsmethoden, um Verunreinigungen in Produkten und Gegenständen zu verhindern. Besonders nützlich sind sie für Studierende und Fachleute in der Lebensmittelindustrie, die sich mit der Sicherheit und Qualität von Produkten auseinandersetzen.
Karten
41
Lernende
4
Sprache
Deutsch
Kategorie
Biologie
Stufe
Universität
Erstellt / Aktualisiert
13.05.2016 / 11.06.2016

Lernkarten

Was bedeutet Lebensmittelhygiene

Schutz der Lebensmittel vor Verunreinigungen mit Mikroorgansimen und Fremdstoffen aller Art (Toxine, chemische Schadstoffe, Glas- und Metallstücke)

Schutz vor:

- Krankheiten
- Schmutz
- Produktverlusten
- verdorbenen Lebensmitteln
- Reklamationen
- Ärger im Betrieb und beim Kunden

Raumhygiene: Bedeutung der Anordnung der Räume und der Organisation der Arbeisabläufe für die Lebensmittelhygiene/-sicherheit anhand von einem Beispiel erläutern können

Ziel: Vermeiden von Kontaminationen während der LM-Herstellung (durch lange Standzeiten von Zwischen- und Endprodukten entsteht mikrobielles Wachstum)
--> Anforderungen sind in der HyV Kapitel 2 geregelt

Massnahmen: Räumliche Trennung von unreinen (mikrobiologisch höher kontaminierten) und reinen (geringer belasteten) Bereichen (u.U. auch zeitliche Trennung zulässig).

Unrein:
- sanitäre Einrichtungen/Garderoben
- Aufenthaltsräume
- Warenanlieferung
- Lager und Kühlräume für Rohstoffe und Verpackungsmaterial
- Auftauen und Verarbeiten von rohen pflanzlichen und tierischen Lebensmitteln
- Entsorgungsbereich
- Reinigungsplätze (Geschirr und Gerätschaften)
- Transportfahrzeuge/Hubstapler

Rein:
- Lebensmittelverarbeitung (Wärmebehandlung, Abpackung)
- Lagerund von unverpackten Fertigprodukten bzw. der noch nicht sterilisierten, tiefgefrorenen oder anderweitig haltbargemachten LM
- Bereitstellung von sauberem Packmaterial

 

Anforderungen an Maschinenhygiene (3 Anforderungen, Massnahmen erläutern können) 

Aufstellung:
- ausreichend Bodenfreiheit und Wandabstand (damit ausreichend gereinigt und desinfiziert werden kann)

Konstruktion:
- Gewährleistung einer leichten und sicheren Reinigung und Desinfektion (Maschinenteile mit möglicher Keimanreicherung sollten demontierbar sein)

Wartung:
- Prüfung auf Verschleiss (Gummi- und Konstoffteile wie Dichtungen)
- In Rissen können sich MO vermehren und Produkte kontaminieren (keine Einwirkung von Reinigungs- und Desinfektionsmittel)

Produktionshygiene: 3 Einflussfaktoren (GHP-Massnahmen) erläutern können

- Personalhygiene/Personalschulung
- Wareneingangskontrollen
- Reinigung und Desinfektion
- Zwischen- und Endproduktkontrollen

Indikatororganismen:
- Was sind Indikatororganismen bzw. weshalb wird auf Indikatororganismen untersucht?
- Beispiele von Indikatororganismen und deren Aussagekraft erläutern können

Untersuchungen auf mehrere Erreger ist oft zu aufwändig, daher wird routinemässig häufig nur auf Indikatororganismen, die eine fäkale Verunreinigung anzeigen, untersucht.

Beispiele:
Escherichia Coli: Sicheres Indiz für fäkale Verunreinigungen. Diese Keimgruppe ist aber empfindlich gegen extreme Lagerbedingungen. Seine Abwesenheit bedeutet daher nicht immer das Fehlen einer solchen Kontamination

Enterokokken: Sind umweltresistenter, können aber auch ausserhalb des Darmbereichs ind der umwelt gefunden werden (ist nicht unbedingt ein Indiz für fäkale Verunreinigungen)

Coliforme Enterobacteriaceae: Ist nur eingeschränkt als Indikator für fäkale Verunreinigungen zu verwenden (zahlreiche Arten dieser Keimgruppe gehören zur natürlichen Flora von Pflanzen)

Personalhygiene: Inhalte/“Messages“ der Artikel 21-23 der Hygieneverordnung anhand von Beispielen erläutern können 

Art 21 Personenhygiene
- Auf Hygiene und Sauberkeit achten
- Saubere Arbeits- und Schutzkleidung
- Umkleideräume und Einrichtungen zur Hygienepflege müssen vorhanden sein
- Anhalten des Personals zur Hände-, Körper und Kleiderhygiene durch verantwortliche Person
Beispiele: Klare Hygienerichtlinien, regelmässige Abgabe sauberer Arbeitskleidung, Händewasch- und Desinfektionsmöglichkeiten, Sauberkeit in Toiletten, Umleide- und Sozialräumen

Art 22 Kranke oder verletzte Personen
- Zugangsverbot für Personen, die akut an übertragbaren Krankheiten leiden
- Zugangsverbot für Personen,  die Erregern nach der Genesung weiter ausscheiden oder infizierte Wunden, Hautverletzungen o.Ä. aufweisen (sofern Kontamination mit Hygienemassnahmen nicht ausgeschlossen werden kann)
- Auf LM übertragbare Krankheiten sind der verantwortlichen Person unverzüglich zu melden
- Gleichzeitiges Auftreten von übertragbaren Krankheiten bei mehreren Personen --> Meldung bei der kantonalen Vollzugsbehörde durch verantwortliche Person

Art 23 Schulung und Überwachung
- Verantwortliche Person mus gewährleisten, dass MA entsprechend ihrer Tätigkeiten überwacht werden und in LM-Hygiene angewiesen oder geschult sind
- Zuständige MA fürs HACCP-Konzept sind in allen Fragen darin geschult

Je 3 Möglichkeiten zur Überwachung und Schulung der Personalhygiene erläutern können 

Überwachung:
- ärztliche Eintrittskontrollen
- Händeabklatsch
- persönliche Sauberkeit
- regelmässige Stuhluntersuchungen

Schulung der Personalhygiene:
- Übermittlung mikrobiologischer Grundlagen
- Vorstellung der wichtigsten Krankheitserreger
- mögliche Belastung durch körpereigene Bakterien
 

Ziele der Reinigung und Desinfektion 

Ziel: Unterbrechung von Infektionsketten im Betrieb

Definitionen/Unterschied Reinigung und Desinfektion 

Reinigung: Entzug des Vermehrungssubstrates (Nahrung) der MO durch Beseitung des Schmutzes

Desinfektion: Inaktivierung oder Reduzierung der verderbniserregenden bzw. lebensmittelvergiftenden MO

Einflussfaktoren der Reinigung anhand von 2 Beispielen je Faktor erläutern können

Reinigungslösung:
- Härte des Wassers
- Zusammensetzung der Präparate
- Konzentration der einzelnen Komponente

Schmutz:
- Schmutzart
- Schmutzmenge
- Schmutzzustand (angetrocknet, erhitzt)

zu reinigende Oberfläche:
- Material (Holz, Kacheln, Keramik)
- Zustand (Rautiefen, Kratzer, Ritze)

Durchführung:
- Temp. der Reinigungslösung
- Einwirkzeit
- Reinigungsverfahren

5 allgemeine Anforderungen an Reinigungsmittel aufzählen können 

- rasche und vollständige Löslichkeit in Wasser
- hohes Wasserhärte-Bindungsvermögen
- gutes Benetzungsvermögen für alle zu reinigenden Werkstoffe
- ökologisch verträglich
- keine Gefährdung des Personals

- Gute Abspülbarkeit = reduziert die Nachspülzeit und Spülwassermenge
- Verträglichkeit mit allen Oberflächen, die gereinigt werden

Reinigungswirksame Substanzen: 4 Beispiele erläutern 

- Wasser
- Alkalien
- Säuren
- Lösungsmittel
- Enzyme

Was versteht man unter Oberflächenspannung von Wasser und worin besteht ihre Bedeutung bei der Reinigung? 

- Starke Kräfte bewirken, dass Wassermoleküle die Kugelform anstreben, so entsteht die Oberflächenspannung
- Sie verhindert eine gute Benetzung des zu einigenden Materials (das Wasser kann nicht gut in kleine Hohlräume eindringen oder Schmutz unterwandern)

Funktion von Komplexbildnern bei Reinigungsmitteln erläutern können 

Funktion:

  • Entfernen die störenden Metallionen durch Ausfällung oder Bildung von löslicher Komplexe aus der Reinigungslösung

Mehrwertigge Metallionen sind beim Reinigungsprozess unerwünscht:
- Sie führen zur Inaktivierung von anionischen und kationischen Tensiden, Ablagerungen und zur Vernetzung anionischer Gruppen in Schmutzpartikeln (die Löslichkeit von Schmutz wird vermindert)
- Durch lockere Ausfälllung oder Bildung löslicher Komplexe können diese Metallionen von der Reinigungslösung entfernt werden.
 

Wirkungsweise und Anwendungsbeispiele von alkalischen und sauren Reinigungsmitteln erläutern können 

Alkalische:
Wirkungsweise:
Organischer Schmutz wird chemisch abgebaut
Beispiele:
- Natronlauge: Hohe Reinigungskraft für eiweissreichen Schmutz, schlechtes Emulgiervermögen für Fett, hohe Korrosivität
- Silikate: schwächer alkalische Eigenschaften, bessere Emulgiereigenschaften, gewisser Korrosionsschutz

Saure:
Wirkungsweise:
Mineralischer Schmutz wird durch geeignete die Säure chemisch abgebaut
Beispiele: 
- Entfernung von mineralischen Ablagerungen (Wasser-, Kessel-, Milch-, Bierstein usw...) --> Säuren überführen wasserunlösliche Salze in eine lösliche abspülabare Form
Einsatz von Salzsäuren, Salpetersäure, Weinsäure, Citronensäure
 

Wie sind Tenside aufgebaut, wie wirken sie? 

Aufbau:
Besitzen hydrophile und hydrophobe Gruppen

Wirkungsweise:

  • Setzen die Oberflächenspannung von Wasser herab = Reinigungslösung gelangt an schwer zugängliche Stellen
  • Lagern sich an Schmutzpartikel an, umwandern sie, lösen sie ab und halten sie in Schwebe
  • Bildung von Mizellen durch hydrophobe Partikel wie Fett
  • Mizellen werden durch hydrophilen äusseren Teil von dem Lösungsmittel aufgenommen

CIP- sowie 2 andere Reinigungsverfahren erläutern können 

CIP (Clean in Place):

  • Zirkulationsreinigung in geschlossenem System
  • Produktberührende Teile sind nicht zugänglich oder nicht demontierbar

Manuelle Reinigung:

  • Bürsten, Schrubben

Schaumreinigung:

  • Schaumschicht auftragen
  • 10 – 30 min. Einwirken lassen
  • Mit Hochdruck abspülen

Hochdruckreinigung:

  • Wasserstrahl mit hohem Druck 30 – 70 bar

Dampfstrahlreinigung:

  • Gemisch aus kochendem Wasser und Dampf (100°C)
  • Druck 5 – 10 bar
  • Evt. mit Reinigungs- und Desinfektionsmittel

Funktion des „Sinnerschen Kreis“ anhand eines Beispiels erklären können 

  • Zusammenwirken der 4 Faktoren Zeit, Temperatur, Chemie und Mechanik
  • Wenn ein Faktor etwas reduziert wird, müssen die andern verstärkt werden
  • Z.B wird weniger Chemie (Reinigungsmittel) eingesetzt, muss die Einwirkzeit verlängert werden und/oder ein grösserer mechanischer Aufwand betrieben werden = mehr/stärker Schrubben

Definition von Desinfektion und Sterilisation 

Desinfektion: 

  • Gezieltes Abtöten von Erregern an Gegenständen, Oberflächen mit Hilfe chemischer oder physikalischer Methoden
  • Ziel: Minimierung des Risikos einer Infektion

Sterilisation:

  • Vollständige Abtötung/Inaktivierung aller Mikroorganismen an Gegenständen, Oberflächen oder Geweben
  • Ziel: Gegenstand / menschliches Gewebe in einen Mikroorganismenfreien Zustand versetzen = nicht mehr infektiös

3 Wirkungsmechanismen von Desinfektions- und Sterilisationsverfahren erläutern können (Folie 34) 

  • Schädigung der Nukleinsäure (chemisch, physikalisch)
  • Zerstörung der Raumstruktur von Proteinen durch Hitze oder chemisch
  • Zerstörung der Zytoplasmamembran (Membranlipide z.B mit Alkohol herauslösen)

Anforderungen an ein Desinfektionsmittel (5 Anforderungen nennen) 

  • Muss toxikologisch unbedenklich sein
  • Schnelle, irreversible Schädigung relevanter Mikroorganismen
  • Haut- und Materialverträglich
  • Muss geruch-, geschmack- und farblos sein
  • Darf nicht brennbar sein und keine flüchtigen Stoffe beinhalten
  • Muss biologisch abbaubar sein

Beeinflussung der Wirksamkeit von Desinfektionsmitteln erläutern können 

  • Anfangskeimbelastung
  • Einwirkungszeit (längere Einwirkungszeit = grösserer Desinfektionserfolg)
  • Konzentration = Erhöhung der Abtötungsgeschwindigkeit (bei bestimmten Grenzkonzentration keine deutliche Wirkungssteigerung mehr)
  • Temperaturerhöhung (abhängig von Desinfektionsmittelart)

Was versteht man unter dem sogenannten „Eiweissfehler“ 

  • Desinfektionsmittel reagiert nicht nur mit Bestandteilen von Mikroorganismen, sondern auch mit organischen Schmutzresten = Entstehung von Eiweissverbindungen
  • Dadurch starke Beeinträchtigung der Wirkung
  • Vorgängige Reinigung ist wichtig → sonst wird ein Teil des Desinfektionsmittels verschwendet für Schmutzreste (beeinträchtigt die Wirkung)

 

Die Bedeutung von Alkohol als Desinfektionsmittel in der Praxis anhand der Faktoren „Wirkungsmechanismen“, „Wirkungsspektrum“, „Konzentrationsabhängigkeit“, „Einsatz“ und „Nachteile“ erläutern 

Wirkungsmechanismen:

  • Zerstörung der Zytoplasmamembran durch Herauslösen der Lipide
  • Koagulation der Proteine
  • Dehydration der Zelle

Wirkungsspektrum:

  • Abtötung vegetativer Keime innert 1 Minute
  • Inaktivierung von Viren in 30 – 60 Minuten
  • Bakterielle Sporen werden jedoch nicht inaktiviert

Konzentrationsabhängigkeit:

  • Gute Desinfektionswirkung bei Konzentration von 50 – 80% (70% bei trockenen Gegenstände, 80% bei nassen Gegenständen)
  • Sehr hohe Konzentrationen (80 – 100%) haben eine schlechtere Wirkung, da sich die Zelle zu einer Kugel zusammen zieht und so nicht inaktiviert werden kann

Einsatz:

  • Händedesinfektion
  • Für demontierbare Anlageteile
  • Flächen- oder Gerätedesinfektion

Nachteile:

  • Hoher Preis
  • Brennbarkeit

3 Beispiele von physikalischen Desinfektions- und Sterilisationsmethoden erläutern können 

  • Trockene Hitze (Heissluftsterilisation, Ausglühen von Impfösen)
  • Autoklavieren (durch Hitze, Überdruck und Dampf)
  • UV – Strahlung
  • Abflammen (mit Alkohol befeuchten und anzünden)

Definition von Schimmelpilzen 

Alle auf einem Lebensmittel wachsende Pilze, welche sichtbare Myzel bilden

 

Was sind Mykotoxine? 

  • Sekundäre Stoffwechselprodukte
  • Entstehen beim Wachstum von Pilzen auf Lebens- und Futtermitteln
  • Sind für Mensch und Tier toxisch

Bedeutung der Schimmelpilze für die Nahrungsmittelproduktion 

  • 25% der Weltproduktion von Nahrungsmittel sind mit Mykotoxinen kontaminiert
  • 1000 Millionen Tonnen gehen aufgrund Mykotoxinbelastung verloren
  • In 20% der Getreideproduktion sind Mykotoxine nachweisbar
  • Entwicklungsländer sind wegen dem feuchten Klima stärker betroffen

Bildungsfaktoren von Mykotoxinen erläutern können 

  • Werden an das umliegende Substrat abgegeben (Exotoxine)
  • Können aber auch im Schimmelpilz verbleiben (Endotoxine)
  • Wasserbedarf aw-Wert >0.7
  • pH – Werte (von 2 – 9)
  • Temperatur (0 – 40°C)
  • Grossens Nährstoffangebot
  • Einseitiges Nährstoffangebot = Toxinbildung wird eingestellt und Wachstum verlangsamt, funktioniert aber weiter

Die 3 Kontaminationswege von Mykotoxinen erläutern können 

  • Primärkontamination → Getreide wird schon auf dem Feld befallen
  • Sekundärkontamination → Lebensmittel verschimmeln bei der Lagerung
  • Carry over → Aufnahme verschimmelter Lebensmittel durch Nutztiere, welche die enthaltenen Giftstoffe an die Produkte weitergeben (Milch, Eier, Fleisch)

 

Problematik der Mykotoxine anhand von 4 Kriterien erläutern können 

  • Veränderung ist meist visuell nicht erkennbar
  • Schlechte abschätzbare Kontamination = kein direkter Zusammenhang zwischen Stärke der Verschimmelung und produzierten Menge Mykotoxinen
  • Verteilung der Schimmelpilzgifte ist im Produkt ungleichmässig (inhomogen)
  • Sind weitgehend hitze – und säurestabil = Dekontaminierung schwierig

Das Gefährdungspotenzial von Mykotoxinen erklären können 

  • Schon kleine Mengen sind gesundheitsgefährdend für Mensch und Tier
  • Haben eine chronisch toxische Wirkung, nicht eine akute wie die von Bakterien gebildeten Toxine
  • Treten in fast allen Lebensmitteln auf = bei regelmässigem Verzehr besteht ein grosses Risiko einer chronischen Schädigung

4 mögliche Vergiftungssymptome aufzählen können 

  • Leber- und Nierenschäden
  • Beeinträchtigung des Immunsystems
  • Haut- und Schleimhautschäden
  • Allergische Reaktionen (Sporen)
  • Einige sind auch krebserregend

Die 3 wichtigsten Gattungen der Mykotoxinbildner nennen können (Folie 24) 

  • Aspergillus
  • Penicillium
  • Fusarium

Die 6 wichtigsten Substanzgruppen der Mykotoxine nennen können (Folie 26) 

  • Aflatoxine
  • Ochratoxin A
  • Patulin
  • Trichothecene
  • Zearalenon
  • Fumonisine

Zu 3 dieser Substanzgruppen die häufig kontaminierten Lebensmittel zuordnen können 

  • Aflatoxine: Erdnüsse, Pistazien, Getreide
  • Ochratoxin A: Getreide, Kaffee, Bier
  • Patulin: Obst

Nachweismethoden für Mykotoxine: Allgemeine Problematik und Bedeutung der Probenahme erläutern können (Erkenntnisse der Folien 44-49) 

  • Seltenes Vorkommen von kontaminierten Kernen, Körnern, Früchten in einer Warensendung
  • Extrem ungleichmässige (inhomogen) Verteilung
  • Sehr unterschiedlicher Mykotoxingehalt
  • Probenahme ist von entscheidender Bedeutung
  • Bei Charge von 25t → 100 Einzelproben à 300g nötig für Sammelprobe à 30kg
  • Je grösser die zufallsgerecht entnommene Stichprobe, desto grösser die Sicherheit der Aussage für das gesamte Warenlos

Wo sind Höchstwerte geregelt und welche Bedeutung haben Grenzwerte für Mykotoxine? 

  • In der Verordnung des EDI über Fremd- und Inhaltsstoffe in Lebensmitteln, Liste 5 Mikrobielle Toxine
  • Überschreitung eines Mykotoxingrenzwertes bedeutet eine chronische Toxizität = langfristig kann eine Gesundheitsgefährdung nicht ausgeschlossen werden

Die 4 wichtigsten Ursachen für Mykotoxine in Lebensmitteln aufzählen können 

  • Verderb der Lebensmittel durch Schimmelpilze
  • Verarbeitung von toxinhaltiger Roh- und Zwischenprodukte bei der Herstellung von Lebensmitteln
  • Verfütterung toxinhaltigen Futters und carry over der Mykotoxine in die Milch oder das Fleisch
  • Herstellung von schimmelgereiften Lebensmitteln mit toxinogenen Kulturen

Bedeutung der Präventionsmassnahmen und je 2 Beispiele solcher vorbeugender Massnahmen für pflanzliche und tierische Lebensmittel erläutern können 

  • Die Ursache für das Auftreten von Mykotoxinen muss von der Saat bis zur Lagerung ausgeschalten werden.
  • Bei der Verarbeitung ist nur noch eine Verminderung möglich.

Vorbeugung pflanzlicher Lebensmittel:

  • Abtötung der Pilze durch Sterilisation / Pasteurisation
  • Vermeidung sekundären Kontaminationen durch geeignete Abpackung / Verpackung
  • Inaktivierung vorhandener Mykotoxine durch technologische Prozesse

Vorbeugung tierischer Lebensmittel:

  • Mykotoxinfreies Futter verwenden
  • Nichttoxinogene Starterkulturen verwenden bei der Herstellung schimmelgereifter Produkge

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