Mikrobiologie

Grundlagen Vorlesung Lehramt

Grundlagen Vorlesung Lehramt


Michel Drechsler
Diese Karteikarten bieten einen umfassenden Überblick über die Mikrobiologie auf Universitätsniveau. Sie behandeln Themen wie DNA, Atmung, Gärung und verschiedene Bakterienarten, darunter E. coli, Cyanobakterien und grüne Schwefelbakterien. Die Karteikarten erklären auch die Lebensweisen und Stoffwechselprozesse von Mikroorganismen, einschließlich chemolithoautotropher und phototropher Bakterien. Ideal für Studierende der Biologie, die ihr Verständnis der Mikrobiologie vertiefen möchten.
Karten
21
Lernende
0
Sprache
Deutsch
Kategorie
Biologie
Stufe
Universität
Erstellt / Aktualisiert
18.07.2014 / 18.07.2014

Lernkarten

Nenne die 3 Reiche der Mikroorganismen und deren 3 Untergattungen! (6)

- Eukarya: Tiere, Pflanzen, Pilze

- Archaea: Euryarchaeota, Crenarchaeota, Korarchaeota

- Bacteria: Flexible Bacterien, Cyanobakterien, Grampositive Bakterien

Nennen und erklären Sie den Mureinaufbau bei grampositiven und gramnegativen Mikroorganismen! (7)

Grampositiv

- mehrschichtiger Mureinsacculus

- keine äußere Membran, stattdessen S- Layer

- ähnliches Kompartiment wie Periplasma

Gramnegativ

- einschichtiger Mureinsacculus

- asymmetrische äußere Membran mit Porinen

- Kompartimnet zwischen Cytoplasmamembran und äußerer Membran

Erklären Sie die Funktionsweise des bakteriellen Geißelantriebs! (7)

- Geißel ist helikal gewundener Faden

- Geißel rotiert

- Geißel besteht aus: Filament, Geißelhaken und Basalkörper

- Antrieb durch Protonengradient über Cytoplasmamembran

- Bewegung durch äußere Reize (z.B. Licht) = Chemo- und Phototaxis

- Erzeugung des Protonengradient durch Metabolismus der Zelle im Cytoplasma und kontrollierter Protonenfluss    in der Zelle
 

Nennen Sie die Defintion für Mineral-. Minimal- und Komplexmedien! (3)

Mineralmedium: enthält mineralische Nährstoffe und wenig organische Anteile

Minimalmedium: enthält benötigte Nährstoffe

Komplexmedium: enthält hydrolisiertes biologisches Material
 

Nennen Sie mindestens 5 Gärungen und charakterisieren Sie diese nach den Endprodukten! (15)

Milchsäuregärung (KH -> Milchsäure)

Ethanolgärung (KH -> Ethanol)

Buttersäuregärung (KH -> Buttersäure)

Propionsäuregärung (KH, AS -> Propionat)

Gemischte Säuregärung (KH -> Säuren, Alkohol)

Fertigen Sie eine Skizze einer T4- Phage an und beschriften Sie diese! (8)

- Kopf (Kapsid mit DNA, Kragen)

- Schwanz (Schwanzfasern, Spikes, Grundplatte)

Nennen Sie 3 Reiche der Mikroorganismen. Führen Sie zu jedem ein charakteristisches zelluläres Merkmal an. (6)

Bacteria: keine Organellen, DNA frei im Cytoplasma

Eukarya: Zellen haben Zellkern

Archaea: keine Organellen, in sich geschlossenes DNA Molekül
 

Welche 14 chemischen Elemente sind mindestens für das Bakterienwachstum nötig?

C O H N S Mg Co P K Fe  Na Zn

Definieren Sie: Transduktion, Transformation, Konjugation! (3)

Transduktion: Übertragung bakterieller DNA zwischen Zellen durch Viren

Transformation: genetische Veränderung einer Zelle durch DNA Aufnahme aus dem Lebensraum

Konjugation: Übertragung bakterieller DNA von Donorzelle in Empfängerzelle

Erklären Sie, wie das Transportsystem bei Bakterien funktioniert! (6)

Einfache Diffusion: kein Protein beteiligt, Stoffe können irgendwie eindringen

Erleichterte Diffusion: unabhängig von Stoffwechselenergie

Aktiver Transport: Kanalproteine, Transport durch Zellmembran

Welche Einschlüsse sind bei Bakterien möglich?

- Gasvakuolen

- Magnetosomen

- Chlorosomen

- Carboxysomen

- Glykogen

- Stärke

Nennen Sie eine Gattung der Knallgasbakterien!

Paracoccus

Geben Sie 3 Elektronenakzeptoren (AZ) für chemolithoautotrphe Lebensweise mit H2 an!

Nitrat, Fumarat, Schwefel

Geben Sie 3 Elektronendonatoren (AD) für chemolithoautotrphe Lebensweise mit H2 an!

Methan, reduzierte Metallionen, Kohlenmonoxid

Führen Sie mindestens 5 phototrophe Bakteriengattungen auf! (5)

- Cyanobakterien

- Purpurbakterien

- Grüne Schwefelbakterien

- Heliobakterien
 

Erklären Sie mindestens 4 Möglichkeiten zur C1- Assimilation! (8)

Calvin Zyklus: zyklische CO2 Fixierung in Cyanobakterien

Reduktiver Citratzyklus: zyklische CO2 Fixierung in Grünen Schwefelbakterien

Reduktiver Acetyl- CoA- Weg: keine zyklische CO2 Fixierung in autotrophen Sulfatreduzierern

Hydroxypropionatzyklus: zyklische CO2 Fixierung in Chloroflexus

Erläutern Sie die Synthrophie zwischen Clostridien und Methanbakterien. (6)

- Clostridien: Gärer und produzieren H2

- Methanbakterien: verwerten Gärprodukte der Clostridien bei niederiger Konzentration, dabei entsteht Methan und CO2

- Synthrophie: Kooperation zwischen Gärern und Archaeabakterien

- beide teilen sich die Energie aus der Gesamtreaktion und gewinnen ATP Bruchstücke pro Reaktion

Nennen Sie 7 Beispiele für anaerobe Atmung!

Geben Sie zu jedem Beispiel einen Organismus an.

Nennen Sie dazu den entsprechenden Akzeptor!

Nitratatmung: E- coli, Nitrat

Fumaratatmung: E. coli, Fumarat

DMSO Atmung: E. coli, Dimethylsulfoxid

TMAO Atmung: E.coli, Trimethylaminoxid

Schwefelatmung: Thermoproteus, Schwefel

Acetogene Atmung: Acetobacteria, CO2 und H2

Methanogene Atmung: Methanosacrina, CO2 und H2
 

Führen Sie 4 Beispiele für chemolithoautotrphe Organismen an!

- Wasserstoffoxidierer

- Eisenoxidierer

- Nitrobakterien

- Kohlenmonoxidoxidierer

Nennen Sie 4 Vertreter der photoautotrophen Bakterien.

Geben Sie zu jedem Organismus den jeweiligen Donor mit an!

- Cyanobakterien: H20

- Puprpurbakterien: H2S

- Grüne Schwefelbakterien: H2S

- Heliobakterien: organische Verbindungen

Nennen Sie 4 Bakteriengattungen die Gärung durchführen!

- Milchsäurebakterien

- Propionbakterien

- Enterobakterien

- Chlostridien

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