Teil 3 von 13 der Mikrobiologie

Manuel Schröder
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Manuel Schröder
Diese Lernkarten bieten einen universitären Einblick in die Einteilung und den Aufbau von Mikroorganismen, mit Fokus auf Bakterien, ihre Morphologien wie Kokken und Stäbchen, sowie ihre genetische Information und Strukturmerkmale. Sie behandeln auch die Unterschiede zwischen Prokaryonten und Eukaryonten, sowie die Funktionen von Plasmiden und die Verbreitung von Antibiotikaresistenzen. Ideal für Studierende der Biologie, die sich mit Mikrobiologie vertraut machen möchten.
Flashcards
17
Students
8
Language
German
Category
Biology
Level
University
Created / Updated
05.02.2014 / 26.08.2022

Flashcards

3-18. Benennen Sie die Morphologien:

       Stäbchen             Streptokokken                Vibrionen                   Diplokokken                       Spirochäten

mit eckigen Enden

3-17. Sind Protozooen Prokaryonten?

Nein, Protozooen sind einzellige Eukaryonten.

3-16. Wie groß können Cyanobakterien werden?

Bis zu 50 µm, normalerweise um 20 µm

3-15. Wie verbreiten sich Antibiotikaresistenzen?

Aufgrund von Mutationen liegt bei einigen Bakterien Antibiotikaresitenz vor (Präadaption).

Nur diese Bakterien können sich vermehren, da die anderen durch das Antibiotikum getötet werden. So werden die resistenten Bakterien selektiert. Die resistenten Bakterien können die Resistenz durch Konjugation auf andere Bakterienzellen übertragen. So können auch harmlose resistente Bakterien die Resistenz auf pathogene Stämme übertragen.

Dieses Problem tritt vor allem bei übermäßigem Einsatz von Antibiotika auf.

3-14. Was bedeutet Konjugation zweier Bakterienzellen?

  • Austausch von genetischer Information zwischen Bakterienzellen

3-13. Welche Funktion haben Plasmide in Bakterien?

Von Plasmiden codierte Eigenschaften:

Fertilität

Abbauwege

Antibiotikaresistenzen

Plasmide sind zum Überleben der Zelle in einer normalen Umgebung nicht unbedingt erforderlich.

3-12. Wie ist die genetische Information in Prokaryonten, wie in Eukaryonten organisiert?

Prokaryonten:             DNA liegt in Form von nicht aufgewickelten ringförmigen Chromosomen vor

                                    Einfacher Chromosomensatz (haploid)

Eukaronyten:              DNA befindet sich im Zellkern

                                    DNA ist aufgewickelt

                                    Doppelter Chomosomensatz (diploid) (bei manchen Pflanzen auch 4-fach)

3-11. Ein Bakterium enthält mehrere Plasmide. Kann es den Verlust sämtlicher Plasmide

überleben?

Ja, alle lebenswichtigen Informationen befinden sich (meist) auf dem Bakterienchromosom.

3-10. Nennen Sie ein Beispiel für einen extremen Lebensraum und eine darin lebenden

Mikroorganismen-Spezies.

Pyrodictum occultum: lebt in unterseeischen Schwefelquellen

Kann Überdruck von 1 bar und Temperatur von mehr als 100 °C aushalten (Wachstum bei 110 °C und Tod bei mehr als 130 °C).

Bakterium lebt autotroph mit Wasserstoff und Schwefel und stellt Schwefelwasserstoff her.

3-9. In welchen natürlichen Lebensräumen gibt es Mikroorganismen, wie hoch sind die

Mikroorganismen-Konzentrationen in diesen Lebensräumen?

  • Boden:            hohe Artenvielfalt,      109 Bakterien pro g
  • Wasser:                                             10³– 106 Bakterien pro ml
  • Luft:                Kein Vermehrungsmedium, nur Transportmedium; 100 Keime pro m³
  • Extreme Lebensräume: Vulkankrater, unterseeische Schwefelquellen, etc.

3-8. Nennen Sie die wichtigsten Erscheinungsformen von Bakterien

Kokken, Stäbchen, gewundene Stäbchen

3-7. Nennen Sie die fünf Reiche der morphologischen Klassifizierung der Lebewesen.

Monera

Animalia

Fungi

Plantae

Protista

3-6. Nennen Sie die drei Domänen der phylogenetischen Klassifizierung der Lebewesen.

Bacteria, Archae und Eukarya

3-5. Nennen Sie fünf wichtige Strukturmerkmale von Eukaryonten.

  • Zellkern mit Nucleolus
  • Doppelter Chromosomensatz
  • Golgi-Apparat
  • Lysosomen
  • Endoplasmatisches Retikulum
  • Cytoskelett
  • Mitochondrien

 

Einschub: Strukturmerkmale von Prokaryonten:

  • Oberflächenstrukuren auf Zellwand: Geißeln, Pili
  • DNA lose im Zellplasma, kein Zellkern
  • Feste Zellwand (meist aus Peptidoglycan)
  • Zellatmungsenzyme in Zellwand, keine Mitochondrien

3-4. Wie unterscheiden sich Hellfeld-, Dunkelfeld- und Phasenkontrastmikroskopie?

Hellfeld:                      Bakterien werden durchstrahlt, teilweise gefärbt

Phasenkontrast:         Phasenverschiebung aufgrund unterschiedlichem Brechungsindex wird ausgenutzt

Dunkelfeld:                 Licht wird seitlich auf Bakterium gelenkt

3-2. Welche Größe haben Bakterien, Pilze und Viren?

Bakterien:       meist 1- 5µm, große Bakterien bis zu 50µm

Viren:              20-300 nm

Pilze:               Hefen ~15µm, Durchmesser Pilzhyphen: ca. 5 µm

3-1. Wie macht man Bakterien sichtbar, wo liegen die Grenzen der jeweiligen Verfahren?

  • Lichtmikroskop

Grenzen: Linsenschliff, Wellenlänge des Lichts, Kontrast

Höchste Auflösung 200nm (Blaulicht) bzw. 500nm (Weißlicht)

  • Methoden zur Kontrastverstärkung beim Lichtmikroskop:

Hellfeld:                      Bakterien werden durchstrahlt, teilweise gefärbt

Phasenkontrast:         Phasenverschiebung aufgrund unterschiedlichem  Brechungsindex wird ausgenutzt

Dunkelfeld:                 Licht wird seitlich auf Bakterium gelenkt

  • Weitere Mikroskope:

                  Elektronenmikroskop             Auflösung 200pm

Rasterelektronenmikroskop 

Rastertunnelmikroskop          Auflösung   10pm

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