Mikrobio 02. Bakterielle Strukturen

Pilli, Fimbriae, Kapseln, Flagellen, Zellstrukturen, Gasvesikel, Endosporen

Pilli, Fimbriae, Kapseln, Flagellen, Zellstrukturen, Gasvesikel, Endosporen


R. Z.
Diese Lernkarten behandeln bakterielle Strukturen und Bewegungsmechanismen auf Universitätsniveau. Sie beleuchten die Oberflächenstrukturen wie Pili und Flagellen, die für die Adhäsion und Fortbewegung essenziell sind, sowie die Rolle von Proteinen in der Signaltransduktion und Chemotaxis. Die Karteikarten erklären auch die Bildung von Biofilmen, die Bedeutung von Endosporen für die Überdauerung und die Funktion von Zelleinschlüssen. Medizinstudenten und Mikrobiologen profitieren von diesen Karten, um die komplexen Wechselwirkungen und Anpassungsstrategien von Bakterien zu verstehen.
Cartes-fiches
19
Utilisateurs
2
Langue
Allemand
Catégorie
Biologie
Niveau
Université
Créé / Mis à jour
11.10.2014 / 26.03.2020

Cartes-fiches

Pilus (pl. Pili)

Zellanhang aus Proteinen

Fadenförmig

Funktion

  • Gentransfer, Konjugation (Sexpillus)
  • Anhaftung an Oberflächen, Wirtszellen (Adhäsion)
  • Veränderung der Bewegungsrichtung

Fimbrie (fimbriae)

Haarähnliche Oberflächenstrukturen aus Proteinen

Funktion:

  • Adhäsion (Oberfläche, Wirt)
  • Biofilm bildung

Extrazelluläre Schichten

Klebrige Schichten aus Polysacchariden oder Proteinen

 

Kapsel: Dichte Matrix, schliesst kleine Partikel aus, Organisiert

Schleimschicht: wenig Dicht, durchlässig, unorganisiert

Funktion Extrazellulärer Schichten

Funktion:

  • Adhäsion (Oberfläche, Wirt)
  • Biofilm Matrix
  • Abwehr von Immunsystem, Bleiben unerkannt
  • Bindet Wasser (schutz vor Austrocknung)

Flagellum

Fortbewegungsorgan

nur aus Proteinen aufgebaut, Frei drehbar

Basalkörper: Rotor und Stator

Energie aus H+ Gradient

Pro umdrehung 1000 H+ von Periplasma ins Cytoplasma

Archaella

"Flagellum" von Archäen

  • Dünner
  • Andere Proteine
  • z.T direkt über ATP angetrieben

wahrscheinlich Analogie (konvergente Evolution)

peritrich ≠ monotrich

polar

Peritrich: Flagellen über ganze Oberfläche verteilt

Polar: Bakterium mit Hauptbewegungsrichtung

Evolution Flagellen

Aus Sekretionsapperat

  • hohl
  • ähnliche Proteine
  • ähnliche Gene

Zelleinschlüsse

  • Nährstoffe

Umwelt häufig nicht richtige "Stöchiometrie" für optimales Wachstum

=> Bakterien reichern Stoffe im Zellinnern an wenn diese im Überfluss vorhanden sind(Phosphat, Kohlenstoff, Schwefel,..)

  • Magnetosomen: Zelleinschlüsse aus magnetischen Mineralen (zB Magnetit)
  • Gas vesikel: Auftrieb im Wasser

Endosporen

Überdauerungs Form (mehrere Mio Jahre)

Metabolisch inaktiv und äusserst ressistent

entstehen durch asymetrische Zellteilung (Sporulation)

 

Nachweis für Endosporen

Dipicolinsäure (DPA)

  • Nicht vorhanden in vegetativen Zellen
  • Komplex mit Ca2+
  • Dehydriert Spore
  • Schützt DNA

Chemotaxis

Fähigkeit sich entlang eines Konzentrationsgradenten zu bewegen

Problem: Bakterien zu klein um Gradient an einem Zeitpunkt zu messen

Mithilfe eines Kruzzeitgedächniss merkt Bakterium wie sich die Konzentration beim schwimmen verändert

=> Unterschiedliche Schwimmzeiten, dazwischen neuausrichtung (tumbling)

Schnelle Besiedelung nur möglich mit Schwimmfähigkeit und Chemotaxis

 

positive Chemotaxis ≠ negative Chemotaxis

Positiv: Bewegung entlang Gradient zu höheren Konzentrationen

Funktionsprinzip Chemotaxis

Rezeptor → Signaltransduktion → Motorprotein Flagellum

An der Signaltransduktion sind 5 Proteine beteiligt welche Phosphatgruppen austauschen

Nur phosphoriliertes CheY bindet an Motorprotein und bewirkt uhrzeigersinndrehung (thumbling)

Swarming motility

  1. Zellen schliessen sich zu Floss zusammen
  2. gemeinsame Fortbewegung
  3. Trennen sich wieder
  4. Teilen sich und etablieren eine neue Kolonie

 

Oberflächliche Bewegung

  • Schleim ausstossen
  • Proteine in Zellmembran erzeugen Wellen der Membran
  • Pili auswerfen und Zelle nachziehen

Weitere Taxis

  • Scotophobic: Dunkle Ort => geringere Photosynthese aktivität => Thumbling
  • Phototaxis: Genau gleich wie Chemotaxis aber anderer Rezeptor (reagiert auf Lichtintensität)

Biofilm

Zusammenleben verschiedener Bakterien in einer Biofilmmatrix (Extracellular Polymeric Substances EPS)

Befestigung → Wachstum → Loslösen

Bakterien kommunizieren untereinander mit Botenstoffen

Gründe für Biofilm

  • Weniger ausgesetzt für Bakteriophagen, Prädiatoren, Toxinen, Antibiotika
  • Erschliessung neuer Lebensräume (Profit von Symbiose)
  • An einem Ort fixiert sein (Strömung...)

Étudier