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Lernkarten
Definition: Unterstützung
Dort wo Automation nicht möglich bzw. nicht sinnvoll ist, wird die Unterstützung verrichtet -> Verringerung des Arbeitsaufwandes.
Definition: Auomation
Typische Prozesse werden automatisiert -> Kosten-Nutzen-Effekt. Wenn die Automation nicht mehr sinnvoll ist -> Unterstüzung.
Definition: Integration
Integration ist die Verknüpfung von Menschen, Aufgaben und Technik zu einem einheitlichen Ganzen, um den Folgen der durch Arbeitsteilung und Spezialisierung entstandenen Funktions-, Prozess- und Abteilungsgrenzen entgegenzuwirken. -> Verringerung von Kommunikationsaufwand.
Definition: Befähigung (Enable)
Neuartige Anwendungen, die vorher (ohne IT) nicht praktikabel waren.
generelle Ziele der Wirtschaftsinformatik
Erkenntnisziele: Erkenntnisziele streben das Verstehen gegebener Sachverhalte an.
Gestlatungsziele: Gestaltungsziele streben die Gestaltung bzw. Veränderungen bestehender Sachverhalte an. Dabei kann auf die Ergebnisse der erkenntnisgeleiteten Forschung zurückgegeriffen werden.
Ablauf: Geschäftsprozesse
• Prozesse sind eine Abfolge von Aktivitäten (bearbeiten, verarbeiten), durch Inputfaktoren (Werkstoffe, Information, Dienstleistungen) zu Outputfaktoren (Erzeugnissen, Buchungssatz, Kreditvertrag) umgewandelt werden.
• Die Aktivitäten werden durch ein Startereignis (z.B. Auftrag ist eingetroffen) angestoßen, von einem Prozessor (z.B. Mitarbeiter, Maschine) durchgeführt und durch ein Endereignis (z.B. Pressvorgang zur Herstellung eines Werkzeuges ist beendet) abgschlossen.
• Die Prozessdauer (Differenz zwischen dem Anfangs- und Endzeitpunkt) bezeichnet man als Durchlaufzeit.
Effektiver Lagerbestand (ELB)
Das ist jene Menge, die tatsächlich körperlich am Lager vorhanden ist.
Sicherheitsbestand (SB)
Dient dem Ausgleich von Unsicherheiten auf der Beschaffungsseite, der Lösung von Problemen im eigenen Unternehmen und/oder Absatzteile.
Reservierter Bestand (RB)
Dieser Bestand befindet sich zwar tatsächlich am Lager, er ist aber bereits aufgrund von eingeplanten Kundenaufträgen reserviert und darf für weitere Aufträge nicht mehr berücksichtigt werden.
Verfügbarer Lagerbestand (VLB)
Dieser Lagerbestand kann mit Sicherheit für die Produktion verwendet werden. Er wird rechnerisch wie folgt ermittelt: VLB = ELB - SB - RB
Bestellbestand (BB)
Dieser Bestand wurde (für Fremdteile) beim Lieferanten oder (für Eigenteile) aufgrund eingeplanter Fertigungsaufträge im eigenen Unternehmen bereits geordert. Er ist aber noch nicht tatsächlich am Lager. Er steht jedoch für die künftige Disposition bereits jetzt zur Verfügung.
Disponierbarer Lagerbestand (DLB)
Dieser Lagerbestand kann mit hoher Wahrscheinlichkeit für die Produktion verwendet werden. Er geht aus von dem verfügbaren Lagerbestand und bezieht die derzeitigen Bestellbestände, also die künftigen Zugänge aufgrund von Lieferbestellungen, mit ein. Der disponierbare Lagerbestand wird rechnerisch wie folgt ermittelt: DLB = ELB - EB - RB + BB v DLB = VLB + BB
Typen von Anwendungssystemen
x) Art des Anwendungssystems + Zielgruppe: 1) Strategische Ebene + Oberes Management 2) Managementebene + Mittleres Management 3) Operative Ebene + Führungskräfte für operative Aufgaben
Funktionsbereiche: Vertrieb und Marketing - Produktion und Beschaffung - Finanz- und Rechnungswesen - Personalwesen
DW = Data-Warehouse
CRM = Customer-Relationship-Management (Kundenbeziehungsmanagement)
SCM = Supply-Chain-Management (Lieferkettenmanagement)
ERP = Enterprise-Resource-Planning (Unternehmensressourcenplanung)
Das OLAP-Modell
- Betriebswirtschaftliche Variablen bzw. Kennzahlen (etwa: Umsätze, Kosten, Prognosen, Verkäufe) werden entlang unterschiedlicher Dimensionen (wie z.B. Kunden, Artikel, Regionen) abgeordnet.
- Bildlich gesprochen entspricht diese Anordnung mehrdimensionalen Würfeln, deren Kanten durch einzelne Dimensionen repräsentiert werden - in der Regel existieren auch immer noch die Dimensionen der "Zeit" im Würfel.
- Das Ziel OLAP besteht darin, dass die Anwender flexible komplexe Auswertungen mit geringem Zeitaufwand eigenständig durchführen können.
OLAP-Abfragen
1) Drill-Down: Verschiedene Aufrisse der Daten nach verschiedenen Merkmalen sinnvoll.
2) Slice&Dice: Für verschiedene Benutzer-Gruppen verschiedene Einschränkungen auf die Daten (nach Interessenlage)
1. Produkt - Zeitraum - Region
2. Zeitraum - Produkt - Region
3. Zeitraum - Region - Produkt
4. Region - Zeiraum - Produkt
Repräsentation des Cubes auf Datenbanken
- Kanten des Cubes (Merkmale) repräsentiert durch "Dimensionstabellen"
- Betriebswirtschaftlich relevante Daten (Kennzahlen) repräsentiert durch "Faktentabellen"
- Man kann sich überlegen ob ein "Mehrfach-Join" genügt, um alle Daten in einem Schritt einzulesen.
Referenzarchitektur eines Data-Warehouses
- Ausgangsbasis: operative Vorsysteme
- Nach der Extraktion erfolgt eine Bereinigung und Transformation der Daten
- Letztlich werden die Daten in einen zentralen Datenbestand transportiert
- Auf Basis dieses zentralen Datenbestandes werden spezifische Teilsichten extrahiert - hier existieren verschiedene Datenstrukturen, die das Reporting unterstützen
Customer-Relationship-Management (CRM)
- CRM umfasst organisatorische und technische Maßnahmen, um sämtliche Geschäftsprozesse in den Bereichen Vertrieb, Marketing und Kundenservice zu koordinieren, die mit den Interaktionen zwischen dem Unternehmen und den Kunden im Zusammenhang stehen.
- Bemerkung: Wir befinden uns im Porters Wertschöpfungsdiagramm in den Prozessen -> Primäre Aktivitäten - Vertrieb und Marketing - Elektronische Bestellsysteme - Kundenservice - Wartungssysteme.
- Anwendungssysteme, die sämtliche Interaktionen der Unternehmung mit Kunden verfolgen und analysieren, um Umsatz, Rentabilität, Kundenzufriedenheit und Kundenbindung zu optimieren.
Integrationsdimensionen
Funktionsintegration - Integration von definierten Aufgaben/Geschäftsfunktionen - aufgabenorientiert (Bündelung gleichartiger Aufgaben bei Aufgabenträger (Organisatorische Veränderung) - datenflussorientiert (Standardisierung von Datenaustausch) Objektintegration (Daten- und Funktionsintegration) - Zusammenfassung von Funktionen und Daten - Integration der Kommunikationsstruktur zwischen Objekten Prozessintegration - Aufeinanderfolgende betrieb. Teilfunktionen werden zu Vorgangskette/Geschäftsprozessen verbunden Methodenintegration -Abstimmung bei Methoden bei Lösen betr. Funktionen Integration: Integrationsrichtung - Vertikale Integration - Verdichtung der Infos aus operativer Ebene, um Managmentebene zu übergeben - Horizontale Integration - Arbeitsteilung/Abteilungsdenken zwischen einzelnen Bereichen - Bsp: Bearbeitung von Kundenanfragen -> Bessere Wertschöpfungskette Dimensionen der Integration: Integrationsreichweite - Bereichsintegration (Daten-, Funktions- und ggfls. Prozessintegration innerhalb EINES Unternehmensbereiches) - Bereichsübergreifende Integration (Funktions- und prozessübergreifende Intergrationen zwischen Bereichen INNERHALB des Unternehmens) - Innerbetriebliche Integration (Totale Integration aller Bereiche und Prozesse -> ERP-Systeme) - Zwischenbetriebliche Integration (über Unternehmensgrenzen hinweg) Dimensionen der Integration: Automationsgrad - Vollautomation (Selbstständigkeit bei Prozessabwicklung) - Teilautomation (Mensch und Maschiene arbeiten zusammen) -> Aktion vom Menschen ausgehend
Formel: Nettobedarf
Nettobedarf = Bruttobedarf - DLB
RACI
Responsible - verantwortlich (Durchführungsverantwortung), zuständig für die eigentliche Durchführung. Die Person, die die Initiative für die Durchführung (durch Andere) gibt oder die die Aktivität selbst durchführt. Wird auch als Verantwortung im disziplinarischen Sinne interpretiert. Accountable - rechenschaftspflichtig (Kostenverantwortung), verantwortlich im Sinne von „genehmigen“, „billigen“ oder „unterschreiben“. Die Person, die im rechtlichen oder kaufmännischen Sinne die Verantwortung trägt. Wird auch als Verantwortung aus Kostenstellensicht interpretiert. Consulted - konsultiert (Fachverantwortung). Eine Person, deren Rat eingeholt werden soll oder muss. Wird auch als Verantwortung aus fachlicher Sicht interpretiert. Informed - zu informieren (Informationsrecht). Eine Person, die Informationen über den Verlauf bzw. das Ergebnis der Tätigkeit erhält, oder die Berechtigung besitzt, Auskunft zu erhalten. In der Regel sollte pro Aktivität nur eine Person (Rolle) accountable sein. Dagegen können mehrere Personen bei einer Aktivität responsible, consulted oder informed sein. Ebenso kann es vorkommen, dass eine Person für eine Aktivität gleichzeitig accountable und responsible ist.
Definition: Lead
Ein Lead ist ein qualifizierter Interessent, der sich für ein Unternehmen bzw. ein Produkt interessiert, und der dem Werbungtreibenden aus eigenem Antrieb seine Adresse und ähnliche Kontaktdaten (Lead = Datensatz) für einen weiteren Dialogaufbau überlässt und daher mit hoher Wahrscheinlichkeit zum Kunden wird. Leads in hoher Qualität zu generieren ist eine fundamentale Aufgabe zur Neukundengewinnung. Um eigene Interessenten-Datenbanken in signifikanter Größe aufzubauen, nutzen immer mehr Unternehmen den Weg der Leadgenerierung.
Definition: Kampagne
Eine Kampagne ist eine zeitlich befristete Aktion mit einem definierten Ziel, das durch geplantes und koordiniertes Zusammenwirken mehrerer Personen oder Akteure zu erreichen versucht wird.
Die Arbeitsfelder der Wirtschaftsinformatik lassen sich auf mehrere Gebiete aufteilen
1) Business Intelligence (Systeme und Prozesse zur systematischen Analyse (Sammlung, Auswertung, Darstellung) von Unternehmensdaten in elektronischer Form). 2) Informationsmanagement (Den “Produktionsfaktor” Information für das Unternehmen beschaffen und in einer geeigneten Infrastruktur bereitstellen). 3) Informations- und Kommunikationssysteme (betriebliche IKS - Anwendungsfelder und Typen). 4) Internetökonomie (ökonomischer Einsatz und Nutzung des Internets). 5) (Geschäfts-)Prozessmanagement (Herausfinden, Gestalten, Dokumentieren und Verbessern von Geschäftsprozessen).
M / W / I - Flüsse
Ziele des Materialfluss: minimale Durchlaufzeit, maximale Auslastung der Fertigungsanlagen, Einhaltung der Kundenwunschtermine, minimale Lagerhaltung, hohe Qualität Ziele des Wertefluss: Sicherung der Liquidität, Erzielung eines Gewinns Ziele des Informationsfluss: Rechtzeitige Versorgung des eigenen Betriebs und der Geschäftspartner mit allen Informationen, die eine reibungslose und verlässliche Abwicklung des Geschäftsbetriebs sicherstellen, Unterstützung der Unternehmensleitung, mit qualifizierten Informationen (z.B. verdichtet und grafisch aufbereitet) als Basis für künftige Entscheidungen Zusammenfassung: Sowohl innerhalb eines Unternehmens auch zwischen dem Unternehmen und seinen Geschäftspartnern besteht ein stetiger Informations-, Material- und Wertefluss. Die vorherrschenden Strömungsrichtungen: für den Informationsfluss: vom Kunden zum Lieferer für den Materialfluss: vom Lieferer zum Kunden für der Wertefluss: vom Kunden zum Lieferer Mit der Art, wie diese Flüsse gestaltet werden, unterstützt das Unternehmen die Erreichung bestimmter Unternehmensziele.