Meisterprüfung

Fragen zur Elektrotechnik Meisterprüfung

Fragen zur Elektrotechnik Meisterprüfung


Andreas Eggers
Diese Lernkarten decken technische und normative Grundlagen der Elektroinstallation ab, von Schutzmaßnahmen über Netzsysteme bis zu Hausanschlüssen. Im Fokus stehen DIN-, VDE- und TAB-Vorgaben zu Leitungen, Anlagen, Gebäuden und Überstromschutzeinrichtungen sowie deren Prüfung und Messung. Elektriker und Prüforganisationen profitieren davon, um Normenkonformität sicherzustellen und Fehler zu vermeiden.
Cartes-fiches
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Utilisateurs
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Langue
Allemand
Catégorie
Electrotechnique
Niveau
Autres
Créé / Mis à jour
10.03.2014 / 22.05.2026

Cartes-fiches

Welcher physikalische Effekt wird bei einem Zangenamperemeter für Gleichstrom genutzt?

Für die Gleichstrommessung mittels eines Zangenamperemeters nutzt man den Hall-Efekt

Was versteht man unter einem Doppeltarifzähler?

Ein Stromzähler mit 2 Zählwerken und einem Antrieb, Das Umschalten erfolgt über ein Rundsteuergerät  

Wozu werden DMS verwendet?

DMS= Dehnungsmessstreifen

Sie werden zur Messung von Kraft, Druck oder Dehnung verwendet

Darf ein Hausanschluss in einem Heizungsraum untergebracht werden?

TAB 2/2

In Räumen, in denen die Umgebungstemperatur dauerhaft 30° übersteigt, sowie in feuer oder explosionsgefährdeten Räumen/Bereichen dürfen gemäß DIN18012 der Hausanschlusskasten oder der Hauptverteiler nicht untergebracht werden.

In welcher Höhe über dem Fußboden müssen Hausanschlusskästen mind. angebracht werden?

 

 

TAB 5.5

Die Hausanschlusskästen müssen mind. 0,30m über den Fußboden angebracht werden.

In welcher Netzform werden Hauptleitungssysteme betrieben?

TAB 6.1/7

Hauptstromversorgungssysteme werden als Srahlennetze betrieben.

Welches Netzsystem wird ab dem Hausanschluss angewandt?

TAB 6.1

Ab dem Hausanschluss wird das Netzsystem TN-S angewandt

Welches Sicherungsystem wird im Hauptstromversorgungssystem angewandt?

TAB 6.1/3

Es wird das NH-Sicherungssystem angewandt.

Wie viel freier Platz muss vor einem Zählerschrank vorhanden sein und in welcher Höhe muss der Zähler sitzen?

TAB 7.3/4

Der Abstand vom Fußboden bis zur Mitte der Mess-und Steuereinrichtung darf nicht weniger als 0,80m und nicht mehr als 1,80m betragen. Vor dem Zählerschrank muss ein Arbeits- und Bedienbereich mit der Tiefe von mind. 1,20m und einer durchgängigen Höhe von mind. 1,80m freigehalten werden.

Zu welchem Zweck dienen selektive Hauptschalter?

TAB 7.4/2-3

Im unteren Anschlussraum des Zählerplatzes ist vor jedem Zähler eine selektive Überstromschutzeinrichtung vorzusehen.

- Trennvorrichtung für die Inbetriebsetzung der Kundenanlage

- Freischalteinrichtung für die Mess-und Steuereinrichtung

- Zentrale Überstromschutzeinrichtung für die Kundenanlage

- Überstromschutzeinrichtung für die Messeinrichtung und die Leitungen zum Stromkreisverteiler

In welchen Anlagen kann auf selektive Hauptschalter verzichtet werden?

TAB 7.5

In Stromwandleranlagen setzt der Errichter als Trennvorrichtung vor der Messeinrichtung Überstromschutzeinrichtung des NH-Systems ein. 

Ab welchem Betriebsstrom muss Wandlermessung vorgesehen werden?

TAB 7.5

Ist in der Kundenanlage ein regelmäßiger Betriebsstrom von mehr als 63A, so muss eine Wandlermessung erfolgen.

Woraus besteht ein Hausanschluss?

NAV Teil 2 §5

Zum Hausanschluss gehört die Abzweigung am Versorgungsnetz außerhalb des Gebäudes, die Mauerdurchführung am Gebäude, sowie die Leitung bis zur Hauptsicherung im Hausanschlusskasten innerhalb des Gebäudes.

Wer ist Eigentümer des Hausanschlusses?

NAV §8

Die Hausanschlüüse gehören dem Netzbetreiber.

Wer ist für die ordnungsgemäße Errichtung, Erweiterung, Änderung und Unterhaltung der elektrischen Anlage hinter der Hausanschlusssicherung zuständig?

NAV §13

Für die ordnungsgemäße Errichtung, Erweiterung, Änderung und Unterhaltungcder elektrischen Anlage nach der Hauptanschlusssicherung ist der Anschlussnehmer gegenüber dem Netzbetreiber verantwortlich

Wie groß darf der Spannungsfall zwischen Ende des Hausanschlusses und dem Zähler sein?

TAB 6.2.5

Der Spannungsfall darf höchstens 0,5% betragen.

Auf welchen Leistungsfaktor beziehen sich die allgemeinenTarife und was kann das EVU verlangen, wenn in einer Kundenanlage von diesen Wertenabgewichen wird?

NAV §16/2

Die Anschlussnutzung hat zur Vorussetzung, dass der Gebrauch der Elektrizität mit einem Verschiebungsfaktor zwischen 0,9 kapazitiv und 0,9 induktiv erfolgt. Anderenfalls kann der Netzbetreiber den Einbau ausreichender Kompensationseinrichtungen verlangen.

Welche Anlagenteile werden plombiert ausgeführt?

TAB 4.1

Anlagenteile in denen nicht gemessene elektrische Energie fließt, werden plombierbar ausgeführt, und sind nach den Vorgaben des Netzbetreibers zu plombieren. Dies gilt auch für Anlagenteile, die aus Gründen einer Laststeuerung unter Plombenverschluss genommen werden.

Durch wen, und unter welchen Umständen dürfen Plombenverschlüsse entfernt werden?

TAB 4.2

Plombenverschlüsse dürfen nur mit Zustimmung des Netzbetreibers oder des Messstellenbetreibers geöffnet werden. Bei Gefahr dürfen Plomben ohne Zustimmung entfernt werden. Eine Wiederverplombung ist zu veranlassen.

Wo dürfen Hausanschlusseinrichtungen untergebracht werden a) innerhalb vob Gebäuden. b) außerhalb von Gebäuden?

TAB 5.2.1 und 5.3

a) Die Anschlusseinrichtung innerhalb von Gebäuden sind gemäß DIN18012 unterzubringen:

- in Hausanschlussräumen

- in Hausanschlusswänden

- in Hausanschlussnischen

b) Die Anschlusseinrichtung außerhalb von Gebäuden sind gemäß DIN18012 in Abstimmung mit dem Netzbetreiber unterzubringen:

- in Hausanschlusssäulen

- An oder in Gebäudenaußenwänden

- in Zähleranschlusssäulen

- in ortsfesten Schalt und Steuerschränken

Welchem Zweck dient der Fundamenterder?

DIN 18014 4

Ein Fundamenterder kann die Wirksamkeit des Schutzpotentialausgleichs verbessern. Er ist darüber hinaus geeignet zum Zweck der Schutzerdung und der Funktionserdung, wenn die in den jeweiligen DIN-VDE Normen enthaltenen Vorraussetzungen erfüllt werden.

In welchen Gebäuden ist ein Hausanschlussraum vorzusehen?

DIN 18012 5.5.1

Hausanschlussräume sind erforderlich in Gebäuden mit mehr als 5 Nutzungseinheiten. Die Anforderungen an Hausanschlussräume können auch schon in Gebäuden mit bis zu 5 Nutzungseinheiten sinngemäß angewendet werden.

Welche Größe muss eine Hausanschlussnische haben?

DIN 18012 5.5.4.2

Die Größe der Nische wird bestimmt durch das Rohbau-Richtmaß der Öffnung einer gängigen Wohnungstür nach DIN18100 mit einer Breite von mind. 0,875m bzw. Hausanschlussnischen mit der Sparte Fenwärme mit einer Breite von mind. 0,101m und einer Höhe von 2m. Das Richtmaß der Tiefe muss mind. 0,25m betragen.

Wie groß muss ein Hausanschlussraum mind. sein?

 

DIN 5.5.2.2

Ein Hausanschlussraum muss mind. 2m lang und mind. 2m hoch sein. Die Breite muss mind. 1,50m bei Belegung nur an einer Wand und 1,80m bei Belegung gegenüberliegender Wände betragen

 

 

Wo sollte ein Stromkreisverteiler in Wohnungen gesetzt werden?

DIN18015-5.2.5 Abs.3

Innerhalb jeder Wohnung ist in der nähe des Belastungsschwerpunktes, in der Regel im Flur, ein Stromkreisverteiler nach DIN 43871 und DIN-VDE 0603-1 für die erforderlichen Überstrom-und Fehlerstrom Schutzeinrichtungen sowie gegebenenfalls weitererBetriebsmitel vorzusehen.

Weshalb ist bei einer Spannung bis 50V der Schutz gegen gefährliche Körperströme sichergestellt?

Ströme ab 50mA sind Lebensgefährlich. Bei einem Körperwiderstand von 1kOhm und einer Spannung von 50V ensteht ein Strom von 50mA. Dieser wäre noch nicht Lebensgefährlich. 

Darf seit Einführung des grün/gelben Schutzleiters in Neuanlagen die rote Ader nicht mehr als Schuzleiter, die hellgraue Ader nicht mehr als Neutralleiter verwendet werden?

Nein, dürfen sie nicht. Laut VDEmuss ein Schutzleiter komplet in gr/ge ausgeführt werden. Der Neutralleiter ist in blau auszuführen, ausser in mehradrigen Leitungen wie z.B. 7x1,5

Gelten besondere Bestimmungen für die eingesetzten FI-Schutzschalter auf Baustellen?

Bei Stromkreisen bis 32A muss ein RCD 30mA eingebaut werden. Bei Stromkreisen über 32A muss ein RCD mit 500mA eigebaut werden. Wenn Frequenzumrichter Maschinen auf der Baustelle angeschlossen werden,muss ein Allstromsensitiv RCD montiert werden.

Wodurch werden Netzsysteme unterschieden?

Durch die Erdungsverhältnisse des Spannungserzeugers. Die Erdungsbedingungen der Verbraucher. Die Ausführung von N-PE Leiter.

T: direkte Erdung des Sternpunktes      

I: Isolierung des Sternpunktes gegen Erde

T: direkte Erdung der Körper oder Betriebsmittel

N: Verbindung der Körper mit demSternpunkt des Spannungserzeugers

C: PE und NLeiter sind kombiniert (PEN)

S: PE und N Leiter sind separat geführt

                                                                                                                            

Welche Messungen müssen bei der Prüfung der Schutzmaßnahmen im TN-System durchgeführt werden, wenn Überstromschutzeinrichtungen verwendet werden?

Durchgängigkeit des Schutzleiters, Schleifenimpedanz, Isolationswiderstand und Kurzschlussstrommessung sollte durchgeführt werden.

Worauf muß bei der Wahl der Überstromschutzeinrichtung geachtet werden, wenn Steckdosenstromkreise zu schützen sind?

Es müssen Leitungsschutzschalter verwendet werden. Zu berücksichtigen ist der Spannungsfall, Leiterquerschnitt, Nennstrom der Steckdose und die Schleifenimpedanz.

Welche Schutzeinrichtung ist imTT-System zulässig?

Zulässig sind Überstromschutzeinrichtungen und RCD´s. Da für Überstromschutzeinrichtung ein sehr kleiner Re nötig wäre, werden RCD´s verwendet.

Wann gilt im TN-System eine Abschaltzeit von 5s?

Bei Endstromkreisen über 32A und Verteilerstromkreise.

Wie stellt man sicher, das der Kurzschlussstrom im Fehlerfall auch wirklich den zum Abschalten erforderlichen Strom Ia erreicht?

Durch Messung der Schleifenimpedanzund dem Vergleich mit den Grenzwerten.

Was versteht manunter "Schutz gegen elektrischen Schlag im Fehlerfall"?

Das einsetzen von Schutzmaßnahmen wie:

- Schutz durch automatische Abschaltung

- Schutz durch verstärkte Isolierung

- Schutzkleinspannung

Nennen Sie die drei Schutzklassen, nennen Sie jeweils ein Beispiel wie sie eingesetzt wird.

Die Schutzklassen sind.

- Schutzklasse 1 = Schutzleiter

- Schutzklasse 2 = Schutzisolierung

- Schutzkleinspannung

Nenen Sieeine Schutzmaßnahme , die sowohl gegen direktes, als auch gegen indirektes Berühren schützt.

Schutz durch dopelte Isolierung

Welche Aufgabe hat ein Hauptpotentialausgleich?

Gemäß DIN-VDE 0100 Teil 200 ist der Hauptpotentialausgleich folgend difiniert:

Elektrische Verbindung, die die Körper elektrischer Betriebsmittel und fremde leitfähige Teile auf gleiches oder annähernd gleiches Potential bringt.

Étudier