Medizinische Botanik

relevante Arzneipflanzen und Giftpflanzen, ausserdem Herstellung von pflanzlichen Arzneimitteln

relevante Arzneipflanzen und Giftpflanzen, ausserdem Herstellung von pflanzlichen Arzneimitteln


Elisa Pisa
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über die medizinische Botanik auf Universitätsniveau. Sie behandeln die Struktur und Funktion von Pflanzenzellen, einschließlich Photosynthese, Stickstoffverarbeitung und sekundären Pflanzenstoffen wie Alkaloiden und Flavonoiden. Die Karteikarten decken auch die Identifikation und Verwendung von Heilpflanzen, ihre Wirkstoffe und die Rolle von Plasmadesmata in pflanzlichen Zellen ab. Sie sind ideal für Studierende der Biologie und Pharmazie, die sich mit der medizinischen Anwendung von Pflanzen vertraut machen möchten.
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Langue
Allemand
Catégorie
Biologie
Niveau
Université
Créé / Mis à jour
10.02.2014 / 06.04.2025

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Apikale Dominanz

  1. Apikale Dominanz wird durch Auxin vermittelt

  2. Apikale Dominanz führt zur Unterdrückung der Seitentriebe durch den Hauptsproß

Plasmodesmata („Plasmodesmen“) findet man…

Plasmodesmosom = Zellwandverbindung zwischen zwei pflanzlichen Zellen

Meristem

Totipotenz

Meristem (= Bildungsgewebe) undifferenzierte, embryonale Zellen.

Totipotenz, die Fähigkeit von Zellen, einen vollständigen bzw. eigenständigen Organismus zu bilden.

Pflanzenzellen behalten, von Ausnahmen wie zellkernlosen Zellen des Phloems abgesehen, ihre T. bei; isolierte Einzelzellen können z.B. durch die Behandlung mit Phytohormonen dazu gebracht werden, eine neue Pflanze zu bilden („regenerieren“).

Mit welcher der folgenden Verbindungen kann der Teilungsvorgang einer Zelle verhindert werden?

Mitosehemmer

Colchicin --> Herbstzeitlose

Vinblastin

Nennen Sie die drei wichtigsten Stoffkreisläufe, an denen Pflanzen essentiell beteiligt sind.

  • Stickstoffkreislauf

  • Sauerstoffkreislauf

  • Kohlenstoffdioxidkreislauf

Welche der Aussagen treffen zu? Die Entwicklung von Pflanzen beeinflussende ökologische Faktoren sind:

alle:

  1. elektromagnetische Strahlung im Bereich zwischen 400 und 800nm

  2. mittlere Tagestemperatur

  3. Tageslänge

  4. Luftfeuchtigkeit

 

Von welchen Faktoren hängt die Photosyntheseleistung der Pflanze ab? 

  • Wasserangebot

  • Assimilationsangebot (Sonneneinstrahlung)

  • Dauer des Lichteinfalls (Tageslänge)

  • Wellenlänge und Intensität der Lichteinstrahlung (für die Photosynthese nutzbarer Wellenlängenbereich 360–720 nm)

 

Die Photosyntheserate Höherer Pflanzen wird unter anderem auch vom Öffnungszustand der Spaltöffnungen beeinflusst, weil der Eintritt des Kohlendioxid in die Blätter durch Spaltöffnungen erfolgt.

  1. richtig

  2. falsch

 

Der bei der Photosynthese frei werdende Sauerstoff stammt aus dem CO weil der Aufbau von Kohlehydraten bei der Photosynthese durch Reduktive Spaltung des CO erfolgt.

  1. richtig

  2. falsch

Wodurch unterscheiden sich C3 und C4 Pflanzen (Nennen Sie auch Pflanzenbeispiele)

C3-Pflanzen:

Grundtypus der Photosynthese (älter).

Bei trockenem und heissem Wetter schliessen sie ihre Spaltöffnungen um Wasserverlust zu vermeiden. Sie kommen in gemässigten Breiten vor.

Fixierung des Kohlendioxids erfolgt im Clavin-Zyklus, durch das Enzym RuBisCo. Es entsteht initial eine instabile Zwischenstufe: Ribulose -1,5- bisphosphat, die gleich in zwei Moleküle 3-Phosphogylcerat zerfällt (stabil).

Weizen, Roggen, Reis

C4-Pflanzen:

Schnellere Photosynthese bei mehr Wärme und Licht, aber unter Umständen kürzeren Tagen. --> Schließen der Stomata --> weniger Wasserverlust aber auch geringere CO2 Aufnahme

Bei ihnen hat sich ein weiterer Weg zur Kohlenstoffdioxid-Fixierung entwickelt. Möglichkeit, selbst geringste CO2-Konzentrationen für die Photosynthese zu nutzen. Das Enzym PEP-Carboxylase besitzt eine viel höhere Affinität zu CO2. Erstes Fixierungsprodukt ein C4-Körper ist, das Oxalacetat

Amarant, Hirse, Mais, Zuckerrohr

Die Chlorophylle stellen wirksame Photorezeptoren dar, weil in den Chlorophyllmolekülen Eisen koordinativ gebunden ist. richtig oder falsch?

falsch

Ribulose 1,5-bis-Phosphat im pflanzlichen Stoffwechsel:

 

  1. ist ein Zwischenprodukt in der Glykolyse

  2. kommt im Zitronensäurezyklus vor

  3. setzt in der Photosynthese O2 frei

  4. reagiert in der Photosynthese mit CO2

  5. ist ein Phosphor-Speicher in der Pflanze

  6. ist eine Vorstufe von Aminosäuren

4.

Nennen Sie die drei primären Syntheseleistungen von Pflanzen.

Kohlenstoffassimilation in der Photosynthese (Bau von Kohlenhydraten aus CO2 und H2O)

Stickstoffassimilation

Schwefelassimilation

Nennen Sie die wichtigsten primären Stoffwechselbereiche der Pflanzen und die dabei entstehenden Produkte

Kohlenhydratstoffwechsel (aus CO2 bei der Photosynthese Synthese von Glukose), Fettstoffwechsel (aus Fettsäuren...zu Fetten), Proteinstoffwechsel (aus Nitrat --> AS--> Peptide)

Decken ihren Energiebedarf aus Licht = phototroph. Der Aufbau dieser Stoffe mit Licht als Energiequelle wird als Photosynthese bezeichnet. Weiterhin sind sie autotroph, das heißt, sie benötigen zum Aufbau der zum Wachsen und Lebensunterhalt notwendigen organischen Stoffe lediglich anorganische Stoffe.Man bezeichnet Pflanzen als photoautotroph (phototroph und autotroph).

Als Kohlenstoffquelle verwenden sie in der Regel ausschließlich Kohlenstoffdioxid.

Welche der nachstehenden Stoffwechselwege zählen zum Sekundärstoffwechsel?

 

  1. Pentosephosphatzyklus

  2. Phenylpropanstoffwechsel

  3. Oxidative Decarboxylierung

  4. Isoprenstoffwechsel

  5. Ammoniumassimilation

2 + 4

Nennen Sie Merkmale sekundärer Pflanzenstoffe

  • in der Pflanze nicht allgemein verbreitet

  • nicht am Grundstoffwechsel beteiligt (keine direkte Beeinflussung des Primärstoffwechsels)

  • keine Bedeutung als Energiequelle

  • kein rascher Stoffumsatz

  • Phasenabhängigkeit (Ausbildung in Abhängigkeit der Differenzierung) - befinden sich meist in bestimmten Behältnissen (meist Vakuole)

  • sind oft „Abfallprodukte“

  • sie können ökologische Funktionen haben (z.B. Fraßschutz)

Bedeutung sekundärer Pflanzenstoffe für die Pflanzen

  • Abfallprodukte

  • Entgiftung

  • physiologische Bedeutung für den Produzenten

  • phylogenetische Bedeutung

  • ökologische Funktion in der Beziehung Pflanze-Umwelt (z.B. Fraßschutz)

Welche Aussagen über den Sekundärstoffwechsel treffen zu?

  1. Bestimmte Produkte des Sekundärstoffwechsels sind häufig auf bestimmte Taxa beschränkt

  2. Sekundärstoffe sind unmittelbar am Energiestoffwechsel der Zellen beteiligt

  3. Sekundärstoffe entfalten häufig biologische Wirkungen

  4. Mikroorganismen bilden keine Sekundärstoffe

1+3

Welche der nachstehenden Stoffe sind Sekundärstoffe?

  1. Isoprenoide

  2. Schleimpolysaccharide

  3. Amine

  4. Alkaloide

  5. Flavonoide

  6. Galakturonide

1+4+5

Isoprenoide werden aus Aminosäuren aufgebaut, die wichtigsten Produkte sind Zimtsäurederivate.

richtig oder falsch

falsch

Nennen Sie 4 Sekundärstoff-Behälter und je eine Pflanze, die diesen enthält.

  • (Schizogene) Ölbehälter im Blatt … Johanniskraut

  • Lysigene Ölbehälter … Zitrusfrüchte (z.B. Orangenschale)

  • Schizogene Ölbehälter in der Fruchtwand … Apiaceae (z.B. Kümmel)

  • Subcutikuläre Ölbehälter … Lamiaceae (z.B. Salbei, Thymian)

  • Schuppenblätter mit Ölbehälter … Thuje

  • Ölzellen im Grundgewebe … Ingwer

  • Milchröhre ... Löwenzahn

 

Wodurch sind ätherische Öle charakterisiert und in welchen Pflanzen kommen sie besonders vor?

heterogene Stoffgemische

flüssige leicht flüchtige lipophile Pflanzeninhaltsstoffe mit aromatischem Geschmack

  • lysogene Behälter … Zitrusfrüchte

  • schizogene Behälter … Kümmel, Fenchel

  • Milchröhre … Löwenzahn

  • Öldrüsenköpfchen … Kamille

 

Subcuticuläre Ölbehälter bestehen aus:

  1. Stielzelle, abscheidende Zellen und Ölblasen

  2. entstehen durch Auflösen von Zellverbänden

  3. finden sich in Zell-Zwischenräumen

und kommen vor in:

  1. Apiacease (Umbelliferae)

  2. Ranunculaceae

  3. Lamiaceae (Libiatae)

  4. Asteraceae (Compositae)

  5. Poaceae (Gramineae)

c+3

Welche Aussage trifft zu? Schizogene Ölbehälter sind zu finden bei…

  1. Fenchel

  2. Zimt

  3. Kamille

  4. Ingwer

  5. Pfefferminze

1

Welche Aussage trifft zu? Schizogene Ölzellen sind zu finden bei…

  1. Fenchel

  2. Zimt

  3. Kamille

  4. Ingwer

  5. Pfefferminze

4

Welche Aussage trifft nicht zu? Zu den Phytohormonen zählen…

  1. Zeatin

  2. Auxin

  3. Atropin

  4. Gibberellin

  5. Abscisin

3

Welche Aussagen über Flavonoide treffen nicht zu?

  1. Flavonoide kommen in allen höheren Pflanzen vor 

  2. Flavonoide sind phenolische Verbindungen

  3. Flavonoide sind wasser-dampf-flüchtig, aber wasserunlöslich

  4. Flavonoide sind in der Regel gelb 

2

Gruppe von wasserlöslichen Pflanzenfarbstoffen und spielen eine wichtige Rolle im Stoffwechsel vieler Pflanzen. Sie gehören zusammen mit den Phenolsäuren zu den Polyphenolen

Die Flavonoide zählen zu den sekundären Pflanzenstoffen. Der Name leitet sich von lat. flavus = gelb ab, weil Flavonoide häufig, aber nicht zwangsläufig eine gelbe Farbe besitzen.

Welche Aussage trifft nicht zu?

  1. Xylem und Phloem sind Bestandteile von Gefäßbündeln und dienen dem Stofftransport in der Pflanze

  2. Im Phloem wird Wasser sprossaufwärts transportiert

  3. Im Phloem werden Phytohormone transportiert

  4. Im Phloem werden Assimilate (Zucker, Aminosäuren) transportiert

  5. Das Xylem besteht aus Tracheiden und Tracheen

2

Welche Aussagen treffen zu? Als Inhalt der Zentralvakuole können (u.a.) auftreten:

  1. Alkaloide

  2. Cardenolide

  3. Anthocyane

  4. organische Säuren

alle

Milchröhren in Pflanzen enthalten:

  1. Alkaloide

  2. Äther. Öle

  3. Polyterpene

  4. Harze

und kommen u.a. vor in:

  1. Apiaceae (Umbelliferae)

  2. Euphorbiaceae

  3. Asteraceae (Compositae)

  4. Ranunculaceae

  5. Papaveraceae

 

oben alle

unten 235

Spaltöffnungen dienen…

  1. der Sauerstoffzufuhr der Pflanze

  2. dem Gasaustausch

  3. der Wasserabgabe in Dampfform

  4. der Regulation des Turgors

  5. der Verdunstung ätherischer Öle

2+3+4

 

zu 2) v.a. CO2-Aufnahme

zu 3) Pflanzen-Transpiration Transpirationssog (Wasser von Wurzeln in die Blätter)

Welche Pflanzenfamilie enthält „Schießzellen“ mit Raphidenbündel, die Schleimhautentzündungen hervorrufen?

  1. Apiaceae (Doldengewächse)

  2. Araceae (Aronstabgewächse)

  3. Asteraceae (Korbblütengewächse)

  4. Polygonaceae (Knöterichgewächse) 

2

Welche Aussage trifft nicht zu? Der Schichtbau eines Laubblattes besteht aus…

  1. Kutikula und oberer Epidermis

  2. Palisadenparenchym

  3. Schwammparenchym

  4. Mesenchym

  5. Untere Epidermis

4

Unterscheiden Sie Taxonomie und Systematik und nennen Sie die wichtigsten taxonomischen Kategorien:

  • Taxonomie = Theorie der Klassifikation 

    • Beschreibung/Klassifizierung ob/welche taxonomische Kategorie (Gattung – Art – Unterart) Hierarchische Gruppen 

  • Systematik = Erfassung der Vielfalt der Lebewesen einheitliche Gesichtspunkte, Auswerten von Merkmalen Gruppierungen 

    • Einteilung in Gruppen (Ordnung der Taxa) nach Merkmalen und Verwandtschaften

Wie erfolgt die Nomenklatur von pflnazlichen Organismen?

Poacidae = Süßgrasartige ~ Gattung

Poaceae = Süßgräser ~ Familie

Weizen ~ Art

Winterweizen ~ Sorte

Welche der nachstehenden Behauptungen sind richtig:

  1. Zweikeimblättrige haben eine zerstreute Anordnung der Leitbündel im Spross

  2. Zweikeimblättrige haben eine zerstreute Anordnung der Spaltöffnungen auf den Blättern

  3. Einkeimblättrige besitzen sprossbürtige Sekundärwurzeln

  4. Einkeimblättrige weisen eine kreuz-gegenständige Blattstellung auf

3

Di- und Monokotyledone unterscheiden sich durch:

  1. Anordnung der Leitbündel

  2. Aufbau der Blüten

  3. Anzahl der Keimblätter

  4. Typus der Photosynthese

  5. Anordnung der Spaltöffnungen

1+2+3+5

Die essentiellen Organe eines Kormophyten sind:

  1. Blüten

  2. Wurzel

  3. Blätter

  4. Rinde

  5. Spross

2+3+5

Kormus … Organisationsstufe der Pflanzen und umfasst die Pflanzen, die in Sprossachse, Blatt und Wurzel gegliedert sind

Unter Photoperiodismus der Pflanzen verstehen wir…

  1. ein zur Lichtquelle hin gerichtetes Wachstum

  2. tagesperiodische Schwankungen der Photosynthese

  3. die Induktion der Blüte durch das Tag/Nacht-Lichtverhältnis

3

Ordnen Sie den aufgeführten Begriffen (A bis D) die Definitionen (1 bis 4) zu:

  1. Phototaxis

  2. Phototropismus

  3. Photomorphogenese

  4. Photoperiodismus

 

  1. Lichtindizierte Steuerung von Wachstum und Differenzierung der Pflanzen

  2. Die Eigenschaft der Pflanzen, die Länge von Lichtperioden zu messen

  3. Lichtinduzierte freie Ortsbewegung ein- oder wenigerzelliger Organismen

  4. Ein zur Lichtquelle hin gerichtetes Wachstum, das für vielzellige Pflanzen typisch ist

A)(3), (B)(4), (C)(1), (D)(2)

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