Medienpsychologie
Klausurvorbereitung Grundlagen der Medienpsychologie an der TU Chemnitz
Klausurvorbereitung Grundlagen der Medienpsychologie an der TU Chemnitz
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Flashcards
Wie wird die Medienpsychologie grundlegend definiert?
Die Medienpsychologie beschäftigt sich mit dem Denken, Fühlen und Verhalten von Menschen vor, während und nach der Mediennutzung. Sie dient der Beschreibung, Erklärung und Prognose von entsprechenden Phänomenen und Beobachtungen mithilfe von Theorien und Hypothesen.
Wie lautet die allgemeine Definition von Medien?
Als Medien bezeichnet man alle audiovisuellen Mittel oder Verfahren zur Übertragung und Speicherung von Informationen (z. B. Bilder, Töne, Nachrichten, Wissen).
Wie definieren Ohler und Nieding (2005) den Begriff Medien?
Medien sind durch Zeichensysteme binnenorganisierte externe Repräsentationssysteme.
Was unterscheidet interne (mentale) von externen Repräsentationen?
Interne Repräsentationen:
- Bilden die Grundlage des individuellen Gedächtnisses
- Sind gattungsspezifisch festgelegt
- Nur der homo sapiens sapiens verfügt über vollständig entkoppelte mentale Repräsentationen
Externe Repräsentationen:
- Stellen die Externalisierung von Gedächtnisinhalten und Vorstellungen dar
- Nutzen materielle Zeichenträger
- Reichen von abstrakten Formen (Schrift) bis hin zu wahrnehmungsnahen Formen (Kino, VR)
Wie unterscheiden sich Primär-, Sekundär- und Tertiärmedien voneinander?
Primärmedien: Menschlicher Elementarkontakt ohne Technologie (weiter Medienbegriff).
Sekundärmedien: Nur die Medienproduktion erfordert den Einsatz von Technologie.
Tertiärmedien: Sowohl die Medienproduktion als auch die Medienrezeption erfordern Technologie.
Welche drei etablierten Unterscheidungsebenen gibt es für die Typologisierung von Medien?
- Individualmedien vs. Massenmedien (für wen)
- Traditionelle Medien vs. neue Medien (von wann)
- Kommunikationsmedien vs. Unterhaltungsmedien vs. Nachrichtenmedien vs. Wissens- und Speichermedien (Inhalt)
In welche drei Phasen wird der Medienkontakt (die Mediennutzung) klassisch unterteilt?
1. Medienwahl (media selection): Gedanken, Gefühle und Verhalten vor der Mediennutzung
2. Medienrezeption (media processing/experience): Gedanken, Gefühle und Verhalten während der Mediennutzung
3. Medienwirkung (media effects): Gedanken, Gefühle und Verhalten nach der Mediennutzung
Welche Theorien und Konstrukte ordnet die Medienpsychologie der Phase der 'Medienwahl' zu?
- Uses & Gratifications
- SESAM-Modell
- Selective Exposure
- Mood Management- Persönlichkeitseinflüsse (z. B. Need for Closure, FoMO)
- Prokrastination
- AMUSE Model
Welche psychologischen Konzepte und Theorien gehören primär zur Phase der 'Medienrezeption'?
- Transportation
- Identification
- PSI/PSR (Parasoziale Interaktion / Parasoziale Beziehung)
- Hedonische vs. eudaimonische Unterhaltung
- Kama Muta
- Excitation Transfer Theory
Welche Phänomene und Modelle werden der Phase der 'Medienwirkung' zugeordnet?
-Wohlbefinden
-Parasozialer Kontakt
-Tripartite Influence Model
-Kultivierungshypothese
-Stereotype
-Verhaltenssucht