mech. Werkstoffprüfung

Werkstoffwissenschaft

Werkstoffwissenschaft


M. H.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über mechanische Werkstoffprüfungen auf Universitätsniveau. Sie decken Themen wie Spannung, Dehnung, Verformung und Belastung von Werkstoffen ab, wobei verschiedene Prüfverfahren und Messmethoden im Fokus stehen. Die Karteikarten sind besonders nützlich für Studierende und Fachleute, die sich mit der Analyse und Bewertung von Werkstoffeigenschaften beschäftigen, um deren Eignung für unterschiedliche Anwendungen zu bestimmen.
Karten
159
Lernende
1
Sprache
Deutsch
Kategorie
Technik
Stufe
Universität
Erstellt / Aktualisiert
15.02.2014 / 13.05.2014

Lernkarten

Ursache der temp. abhäng. der Fließspannung

- Aufbau Atomgitter (Peierl- Potential)

-kohärente therm Atomschw. die Versetzungsbew. akti. → für Verform.geschw. gilt Arrhenius- Gleichung.

Ursprung des athermischen Anteils der Fließspannung

durch Defektstrucktur des Materials bestimmt → Härtemechanismen

- MK- Härtung, Ausscheidungshärtung, Korngrenzenhärtung, Gefügehärtung

sind additiv verknüpft→ einstellen optimaler Eigenschaften

Wie wird die  Formänderungsarbeit bestimmt?

Fläche uner der Spannungs- Dehnungskurve

Zugversuch verschiedener Werkstoffe

  

Wahres Spannungs- Dehnungsdiagramm

- Spannung wird mit abnehmendem Probenquerschnitt immer größer

Wahre Spannung: sigma w = F/s  s... momentan kleinster Probenquerschnitt

Wahre Dehnung:  epsilon w = Integral von l nach lo dl/l = nn(1+epsilon)

Berechnung aus tech. S- D.-Diagrammsigma w = F/So *(1+epsilon)

-Streckgrenze bei beiden gleich

- Annahme Volumen konst.

Fließkurve aus dem Zugversuch

- Fließkurve aus Wahrem- Spannungsdiagramm → Bereich der Gleichmaßdehnung

→ Fließspannung über Umformgrad

- elastischer Anteil muss herausgerechnet werden

- unter mehrachsiger Belastung = Vergleichsspannungs- Vergleichsformänderungskurve

- Kf = a*phi ^n.......a...MaterialKonstante, n....Verfestigungsexp., phi... Umformgrad, Kf... Fließspannung

- abhängig von Versetzungen, deren Bewegung und deren Behinderungen

Praktische Bedeutung der Kennwerte des Zugversuchs

Rp0,2, ReH: Beginn des makro. plastischen Fließens (Verformung)

Rm: auf anfangsquerschnitt bezogen→ keine "übertragbare" Spannung

Rp0,2/Rm: Streckgrenzenverhältnis→ Überlastreserve

Ag: Maß für formstabile Duktilität, Umformeignung

A, A11,3: von Messlängen abhängig, vergleichbares Maß für Duktilität

Z→ Brucheinschnürung:→ qualitaatives Zähigkeitsmaß, reagiert empfindlich auf Werkstoffqualität

n: Verfestigung, Umformeignung

Verschiedene Bruchformen

a) Trennbruch → spröde Werkstoffe

b) Scherbruch → parallel zur größten Schubspannung, 45°C

c) Einschnürbruch → Querschnittverlängerung bis zumletzten Pkt.  Fließgrenze nicht überschritten

d) Mischbruch

d)

Durchführung einachsiger Druckversuch

- Probe wird über Stirnfläche mit ungehinderter Seitenausdehnung belastet→ 2 Druckteller

- Reibung an den Drucktellern mgl. vermeiden damit sich Probe ungehindet ausdehnen kann

- kein Maximum wie bei Zugversuch (nur Spannungszunahme)

- langsames, stufenweises aufbringen der Last

- Stauchung über DMS oder Traverse

- zylindrische Proben 20- 30 mm

- meist Prüfung von Gusseisen, Baustoffen

- Risse: meist tonnenförmig mit Ausbauchungen und Radialrissen

Kegelstauchversuch

- Probenteller anderes Material als Probe → unterschiedliche Reibung

- ermittelte Kennwerte: Bruchstauchung, Bruchdehnung, Druckfestigkeit,  sigma 0,5= Spannung, die benötig wird um 50% der stauchung zu erreichen

 

Biegeversuch

- dient der Ermittlung von Biegefsetigkeit

- meist bei spröden Werkstoffen, Keramiken, Gusseisen, Sinterwerkstoffen

- einachsige Belastung, inhomogene Spannungsverteilung

- Zug- und Druckspannung am Rand am größten

- Proben meist zylindrisch oder prismatischer Querschnitt

- sigma zug - sigma druck

- sigma zug = Mbmax/ Wb

- Grenzdurchbiegung bei 1,5 facher Probendicke

- große Streuung der Messwerte

Verformungen beim Biegeversuch

a) rein elastisch: - relativ geringe Belastung

- oberhalb der neutralen Faser: Druck

- unterhalb der neutralen Faser: Zug

→max. Spannung an Oberfläche

b) elastisch-plastische Verformung

- bei Überschreitung der Dehngrenze

- plastische Verformung beginnt am Rand

Unterschiede zw. Drei und Vierpktbiegeversuch

a) Dreipunktbiegeversuch

- Ermittlung größtes biegemoment, maximale Spannung

- → Biegespannung kann ermittelt werden

b) Viepunktbiegeversuch

- Biegemoment konst über definiertem Abschnitt

- Versuch unabhängig gegenüber Inhomogenitäten am max. Biegemoment

Torsionsversuch

- zur Untersuchung von Wellenmaterial und Drähten

- Ermittlung von Zähigkeitsverhalten

- Ermittlung der Torsionsfestigkeit

- ein Ende wird festeingespannt am anderen wird ein Torsionsmoment angelegt

- Verdrehung des Querschnittes gegenüber der Festeinspannung

-Ermittlung von Torsionsmoment und Schubspannung

- Länge = 10* Durchmesser

Kennwerte des Torsionsversuchs

- Verdrehwinkel

- Drillung auf Länge bezogen

- Schubmodul G = tau max/ gamma

- Schiebung Gamma  Winkel über der Mantelfläche

 

Brucherscheinung beim Torsionsversuch

- tritt bei Erreichen der Verdrehfestigung ein

- duktiler Bruch senkrecht zur Sabachse

- Spröder Bruch: Teilbruchfläche 45° zur Stablängsachse

Scherversuch

- ein- und zweischnittig mgl.

- Ermittelze Werte Scherspannung

- oft für Klebeverbindungen

- Probenform rund

- Scherbacken ung Scherzungen müssen hohe Festigkeit aufweisen

Standversuch allgemein

- dient der Ermittlung des Werkstoffverhaltens bei ruhender Belastung in abhängigkeit von Temperatur und Zeit.

- 2 Arten: - Zeitstandversuch: Spannung/Kraft konst→ Messung der Längenänderung

- Entspannungsversuch: konst Längenänderung→Messung des Kraftabfalls (Relaxation)

Zeitstandversuch

- Kraftaufbringung durch Massestücke

- kontinuierliche Messung der durch Kriechprozesse hervorgerufenen Längenänderung

-  2. Mgl: Messung im ununterbrochenen Zustand Messaufnehmer an Probe oder als Unterbrochener Versuch im erkalteten Zustand der Probe7

- Kennwerte: aus Zeitbruchkurve

Zeitstandfestigkeit Rm: Angabe Rm100000/250→ 100000=Zeit in h,  250=Temperatur in °C

Zeitdehngrenze: Rp0,2/1000/350→ bei 0,2% plastische Dehnung, bei 1000 h Zeitdehngrenze bei 350°C

Zeitbruchdehnung und Zeitbrucheinschürung

Entspannungsvesuch

bei festgelegter Temp.→ anfangsverformung aufgezwungen

Entspanngeschwindigkeit: Geschwindigkeit mit der die Beanspruchung der Probe fällt

Entspannwiderstand: stellt sich nach bestimmter Versuchszeit Re/24(0,3) 24→vergangene Zeit 24h bei 0,3% Längenänderung

Zeitstandschaubilder

Stellt aus Kriechkurven bei verschiedenen Belastungen und Zeiten

Porenbildung bei Kriechbruch

- Keilporen: heterogene Prorenbildung, durch Blockierung von Korngrenzengleitung in Tripelpkt. und Versetzungen an Ausscheidungen und Einschlüssen

- Kavernenporen: Homogene Porenbildung durch Leerstellenkondensation und Korngrenzengleitung

Bruchbildung durch Kriechen

transkristalliner Kriechbruch: -mäßig, hohe Temperaturen

- kurze Standzeiten

- hohe Dehngeschwindigkeit

- Porenbildung im Inneren der Körner

- Waben → Kriechrissen

Interkristalliner Kriechbruch: bei hohen Temperaturen

-  niedrigen Dehngeschwindigkeiten

- lange Standzeiten

- Kriechporen

Steigerung der Kriechfestigkeit

- gröberes Korn besser→ lange Diffusionswege Nachteil:Duktilität nimmt ab

- Ausscheidungen an Korngrenzen: Korngrenzenbewegung verhindert/ erschert

- Werkstoffe mit hohem kovaleten Bildungsanteil

Festigkeitsprüfung mit zyklischer Krafteinwirkung

- zyklische, wiederholte Belastung (Kräfte, Momente, Formänderung

- Ermüdungsbruch mgl. 

(Def. Ermüdung: Änderung der Eigenschaften und Struktur in folge Zyklischer Beslastung)

- Spannungen im Bauteil nur im elastischen Bereich

Einflussgrößen aufLebensdauer bei schwingender Belastung

- Temperatur

- Schwingspielfrequenz

- Oberflächenbeschaffenheit

- Umgebungseinfluss

- Gefügeeinfluss

Kennwerte der zyklischen Belastung

- Schwingfestigkeit: Versagensverhalten, widerstand des Werkstoffes gegen zyklische Belastung

- Anzahl der Lastwechsel

- Schwingungsspielzahl

Beanspruchungsmerkmale

1. Spannungsverlauf

2. Beanspruchungsbereich: Schwell- und Wechselbereich

3. Beanstruchungsform: sinusfärmig, dreieckig, viereckig, usw

4. Beanspruchungsverläufe: periodisch: Einstufen, Mehrstufenversuch, Blockprogramm

regellos: Rondomversuch

5. Beanspruchungsart: Torsion, Druck, Zug, Umlaufbiegeversuch

Dauerfestigkeitsschaubild nach Smith

- Überblick über Dauerschwingverhalten eines Werkstoffes bei verschiedenen Mittelspannungen

- aus Wöhlerkurven erstellt

- zeigt ertragbare Ober- und Unterspannung

- Werkstoff braucht elastische Verformung zur Ermüdung

- alles in der "Linse" hält, alles außerhalb bricht

- Winkelhalbierende Mittelspannung

Ermüdung von Werkstoffen

- Änderung von Struktur und Eigenschaften als folge zyklischer Belastung, sinkende Festigkeit mit steigender Belastungsanzahl

- Ermüdungserscheinung gebunden an plast. Verformung

- Ermüdungsärten: Korrosionsermüdung

Temperatur Ermüdung

Kriechermüdung

 

Stufen der Werkstoffschädigung

Grund: Entstehung und Wachstum von Rissen

Aufteilung in 4 Stadien

generell gilt: mit steigender Anzahl Schwingungen, wird Dehnung aus plastisch Bereich geringer

 

Stadium 1:

- Ausbildung einer Ermüdungsstruktur

- Versetzungen ordnen sich um, Erhöhung der Versetzungsanzahl

- Entstehung von Ermüdungsgleitbändern

Stadium 2

- Bildung von Anrissen, Veränderung mech. und phys. Eifgenschaften, Entstehung lokaler submik. Risse+ Anrisse

Stadium 3

- Rissausbreitung, Risswachtum bis Erreichen krit. Risslänge, Schwingungsstreifen entstehen und breiten sich aus, 45° zur Zugrichtung, folgt Gleitebene mit größter Schubspannung

Stadium 4

- Bruch, Versagen des Restquerschnittes( Rest- oder Gewaltbruch)

 

 

Risswachstumsgeschwindigkeit in Abhängigkeit vom Zyklischen Spannungsintensitätsfaktor

Bereich 1: großer Einfluss von Mikrostruktur, Mittelspannung und Umgebungsmedium, geringe Geschwindigkeit des risswachstums

Bereich 2: geringer Einfluss von Mikrostruktur, Mittelspannung, Umgebungsmedium, Bauteildicke, konstantes Wachstum Rissgeschwindigkeit

Bereich 3: großer Einfluss von Mikrosruktur, Mittelspannung und Bauteildicke, geringer Einfluss von Umgebungsmedium, dk nähert sich festem Wert, instabile Rissausbreitung

 

Vorgehensweisen bei Statischer Auswertung von Ermüdungslinien

 

1. Ordnen der Messwerte →steigend für Schätzung der BruchwahrscheinlichkeitP B

→ fallend für Schätzung der Überlebenswahrscheinlichkeit P Ü

2. Bestimmen der Wahrscheinlichkeitskoordinaten

3. graphisch: Eintragen der Wertepaare in jeweiliges Wahrscheinlichkeitsnetz

    rechnerisch: Bestimmen der Parameter durch Regression

4. Ableitung der Kenngrößen für vorgesehene Eintreffwahrscheinlichkeit

5. Bestimmung der Wöhlerkurve

Wöhlerkurven

- statistische Auswertung eines Streubandes

- gibt mit bestimmter Wahrscheinlichkeit Bruch oder Dauerfestigkeit an

- 2 Arten: Spannungswöhlerkurve, Dehnungswöhlerkurve

Spannungswöhlerkurven

- viele Proben zur Herstellung notwendig

- konst. Mittelspannung, verschiedene Spannungsamplituden

- BT solange beansprucht bis es bricht

- Ausftragung log Spannung über log Schwingpielzahl N

- bie niedriger spannungsamp. → Dauerfestigkeit Werkstoff ca. 0,4- 0,5Rm

- 2 Typen: Typ 1: meisten Stähle ertragen unterhalb einer Bestimmten Spannungsamp. beliebig viele Lastwechsel

→Dauerfest (N>10^6), Einzeilung in Kurzzeitfestigk (N<10^3;) Zeitfest (10^3<N<10^6)

Typ 2: viele kfz Metalle und Leg. keine direkte Dauerfestigkeit ablesbar (Kurve läuft langsam aus)

Angabe der Grenzschwingspielzahl: NB10^7

Dehnungswöhlerkurven

konstante Gesamtdehnungsamplitude über Schwingspielzahl bis Anriss

Schnittpunkte von Basquin und Manson- Coffin Kurve

 links davon nierderzyklischer Frequenzbereich

rechts davon hochzyklischer Frequenzbereich

plastische Dehnungsamplituden schädigen Mirkostruktur und reduzieren Lebensdauer

Einstufenversuch (Schwingfestigkeit)

Beanspruchung für jede Kurve kost.

- meist Sinusförmiger Verlauf

bei verschiedenen Beanspruchungsbereichen mgl

Erscheinungsformen von Brüchen

Transkristallin: Spaltflächen, Spaltlinien, Spaltstufen, Wabenbruch, Schwingstreifen, schwingbruchbahnen

Interkristallin: Korngrenzenbruch, Haarlinien, Krähenfüße, Interkr, Wabenbruch, Keilporen, Kavernenporen

Verformung: Sprödbruch, Zähbruch

Sprödbruche: keine oder nur kleine Plastische Zone, metallisch glänzend

Zähbruch: große Plastische Zone, die vor Bruchfläche hergeschoben wird

 

Abhängigkeit des Bruchverhaltens von der Temperatur

TÜ Übergangstemp.

T< TÜ Spaltbruchspannung< streckgrenze → Sprödbruch

T> TÜ Streckgrenze überschritten→ plast. Verformung→ erst Verformungsbruch, dann Spaltbruch→ Mischbruch

T>>TÜ Streckgrenze überschreitet niemals die Spaltbruchspannung →Verformungsbruch

Beanspruchungsseittige Faktoren bei schlagartiger Krafteinwirkung

- Temperatur: T hoch Sprödbruchneigung sinkt

- Verformungsgeschwindigkeit: hoch→Streckgrenze steigt, Sprödbruchbereich steigt

- Mehrachsigkeit und Spannungsüberhöhung: Re hoch, TÜ hoch

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