mech. Werkstoffprüfung

Werkstoffwissenschaft

Werkstoffwissenschaft


M. H.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über mechanische Werkstoffprüfungen auf Universitätsniveau. Sie decken Themen wie Spannung, Dehnung, Verformung und Belastung von Werkstoffen ab, wobei verschiedene Prüfverfahren und Messmethoden im Fokus stehen. Die Karteikarten sind besonders nützlich für Studierende und Fachleute, die sich mit der Analyse und Bewertung von Werkstoffeigenschaften beschäftigen, um deren Eignung für unterschiedliche Anwendungen zu bestimmen.
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Allemand
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Université
Créé / Mis à jour
15.02.2014 / 13.05.2014

Cartes-fiches

Werkstoffseitige Faktoren bei schlagartiger Krafteinwirkung

- Gittertyp: kfz stark versetzungsabhängig

- Mk- Bildung, Kaltverformt: Re steigt, TÜ steigt

- Kornfeinung: Re steigt, Spaltbruchspannung steigt, TÜ sinkt

- Ausscheidungshärtung: Re steigt, Spaltbruchspannung ssinkt, TÜ steigt stark

Aufbau Kerbschlag- Biegeversuch

Einseitig gekerbte Probe wird mit einem Schlag belastet

Ziel: Zerbrechen o. Verformen der Probe durch Schla auf ungekerbte Seite

Ein Pendelhammer überträgt am tiefsten Punkt  der Anordnung Teil seiner Kraft auf Probe

Endhöhe gib Aussage über verbrauchte Energie

Kerbschlagarbeit ( in J): K = F(h- h'); F...Gewichtskraft Hammer; h..Ausgangshöhe Pendel; h' ... Endhöhe Pendel

Nach Norm: Hammer Nennarbeitsvermögen von 300

Nur ergebnisse mit gleicher Probengeometrie vergleichbar

-makro. Beschreibung der Bruchfläche: Sprödbruch: metallisch glänzend, keine Laterale Breitung

Zäh- o.Verformungsbruch: Bruchfläche matt, fasrig, starke Laterale Breitung

Mischbrüche: Merkmale von beiden Brucharten

Kerbschlagzähigkeits- Temperatur Schaubild

- Nachweis der Sprödbruchneigung

- KSB bei verschiedenen Temp.

- hohe Probenanzahl

- mind 10 Minuten in Medium; schnelles Arbeiten

- Zähigkeit über Temperatur auftragen siehe Bild

a) kfz- Metalle (Al, Cu) hohe Zähigkeit, wenig Temperaturabh. , Verformungsbrüche

b) Werkstoffe mit Übergangstemperatur TÜ, Übergang von zähem zu sprödem Verhalten

besteht aus Hochlage→Verformungsbruch, Übergang =Steilabfall→Mischbrüche, Tieflage→Sprödbruch

c) niedrige Zähigkeit, geringe Temperaturabhängigkeit→ Sprödbruch( hdp, martensitische Stähle)

Festlegung der Übergangstemperatur KSB

-Höchste Temp. bei der noch ein kristalliner Bruchanteil übrig ist

- Temperatur bei der noch 50% kristalliner Brauchanteil vorhanden ist

- eine bestimmt Kerbschlagzähigkeit herrscht z.b T Ü27

- bestimmter Anteil seitlicher Breitung vorherrscht

Nutzen des KSB

Qualitätskontrolle

schneller Zähigkeitvergleich verschiedener Werkstoffe

vergleichstemperatur für verschiedene Werkstoffe

Tü ungleich mit niedrigster Betriebstemp. →Richtlinie für Werkstoffauswahl

Verschiebung von TÜ

- sinkt bei Gefügeinhomogenitäten→ Zugabe von Legierungselementen

- sinkt bei Kaltverformung?, Überalterung, niedrigeren C-Gehalten und bei Kornfeinung

Nachteile, Probleme  KSB

- kann nicht auf Bauteil umgelegt werden

- Schlagarbeit setzt sich aus Festigkeits- und Verformunganteil zusammen (in unterschiedlichem Maße)

- Spannungszustand, Verformungsgeschwindigkeit von Probenform abhängig

instrumentierter KSB

differenzierte Beurteilung Bruchvorgang, mittels DMS auf Finne

Kraft über Weg→Schlagkraft. Durchbiegungs-Diagramm

Vorteil: Benutzung bauteilähnlicher Proben

Kenngrößen: Grenzkraft, Höchstkraft, Kraft bei Beginn/ Ende instab. Rissausbreitung

Fallgewichtversuch nach Pellini (Festigkeits- Zähigkeitbeanspruchung mit Schlag)

 

- für kleine Proben oder Bleche

- Vorteil: einfache Durchführung, geringe Streuung, auch für dicke Bleche

- Durchführung: auf Blech wird Schweißnaht aufgebracht und mit Kerb versehen

Probe auf 2 auflagern mit Fallgewicht schlagartig belastet

bei verschieden Temperaturen

Temperatur bei der Riss die gesamte Probe erfass NDT- Temp.

Robertson Versuch mit Gradientenkühlung (Schlagbelstung)

- Proben: Platte mit Bohrung und sägeschnitt

- Ergebnis: Feststellen der Rissauffangtemp.

- Durchführung: mit Zugprüfmaschine bei 60% der Streckgrenze

Erwärmung auf konst. Temp. oder Gradient von 5K/cm

- mit Hammer auf Seite der Bohrung geschlagen

- Ermittlung der Temp. bei der Riss stoppt

 

Robertson Versuch mit Gradientenkühlung (Schlagbelstung)

- Proben: Platte mit Bohrung und sägeschnitt

- Ergebnis: Feststellen der Rissauffangtemp.

- Durchführung: mit Zugprüfmaschine bei 60% der Streckgrenze

Erwärmung auf konst. Temp. oder Gradient von 5K/cm

- mit Hammer auf Seite der Bohrung geschlagen

- Ermittlung der Temp. bei der Riss stoppt

 

Verfahren zum Rissnachweis

Sichtprüfung

- Eindringprüfung

- Magnetpulverprfung

- Ultraschallprüfung

- Durchstrahlprüfung

- Potentialsonderprüfung

-Wirbelstromprüfung

Der Spannungstensor

sigma ij = Cijkl* epsilon kl   C...Steifigkeitstensor 

beschreibt Spannung in einem Pkt. innerhalb eines Werkstoffes

 

Der Dehnungtensor

epsilon ij = Sijkl* sigma kl   Nachgiebigkeitsmatrix

beschreibt Dehnungszustand eines Punktes wenn er durch eine Dehnung um eine definierten Vekor verschoben wird

Anzahl unabhängiger elast. Konstanten in Gittertypen

kubisch: Gitterrichtung a=b=c , Winkel alle 90°

anzahl unab. Konnst. =3

Rotationssysteme = 4 drefache RS

triklin: Gitterrichtungen: alle ungleich, alle Winkel ungleich 90° und untereinander ungleich

Anzahl unab. elst. Konst. =21

Rotationssym. keine

daraus folgt: Verhalten abhängig von kristallog. Richtung und vom Grundgitter

Beschreibung der Berechnung elastischer Moduln

Anisotrope Werkstoffe: (elast. Anisotropie)

elast. Modulen aus elast. Konstanten und Richtungskosinus der interessierenden Richtung bzgl. der Achse des Kristallgitters→unterschiedliche Richtungen unterschiedliche E-Module

Quasiisotrope Werkstoffe (Elastische Isotropie) Polykrist. Werkstoff

- elastische Moduln ergeben sich aus über die unterschiedlichen Gitterrichtungen gemittelte elast.  Konstanten

- bei Texturen ergeben sich Vorzugsrichtungen

elast. Konst. bei Dehnung/Stauchung

Querdehnung: epsilon q= (do- d')/do  = dd/d'

Dehnung dl/l

Querkonraktionszahl nü: nü= epsilon q/ epsilon

sigma= E*epsilon   E...E-Modul

Scherung/ Schiebung (Elast. Konst.)

tan Gamma = x/lo   bzw. F/Ao   gamma...Verschiebungswinkel

 tau = G*gamma    G...Schubmodul

Volumenkompressionsmodul K  (elast. Konst.)

 - stoffspezifisch

- beschreibt allseitigen Druck der benötigt wird um eine Volumenänderung vervorzurufen

p= -K(dV/Vo)

Zusammenhang zw. den elast. Konstanten

G= E/(2(1+nü))

K=E/(3(1-2nü))

nü= (E/2G) -1

wichtigsten Elastischen Konstanten

Elastizätsmodul

Querkontrktionszahl

Schubmodul

Kompressionsmodul

Thermoelastischer Effekt

Materialien mit pos. Wärmeausdehnungskoef. nehmen bei elast. Dehnung eine niedrigere temp. an bzw. erwärmen sich wenn sie durch Druck beansprucht werden.

Grund: Probe gleicht mformgeschwindigkeit aus, zu Dehnung Material kommt Dehnung thermi = Gesamtdehnung

Adiabatische und isothermer E-Modul

adiabat: Wärme kann nicht ausgetauscht werden→sehr schnelle Belastung

E ad. > E iso.  Bedingung: pos. Wärmeausdehnungskoeff.

Gesamtdehnung = epsilon therm + epsilon ad.

neue Definition der elast. Konstanten

1/Ead =1/Eis - altha²*T/(roh*cp)    alpha...linearer therm Ausdehnungskoeff.

1/Kad= 1/Kis-betha²*T/(rohÜcp)   betha... kubischer therm. Ausdehnungskoeff.

 

Statisische Verfahren zur Bestimmung elstisher Konst.

Zugversuch: E= sigma/epsilon

Torsionsversuch G= 32MtI/(pid²groß phi)

dynamische Verfahren zur Bestimmung elast.  Konst.

- elastischer Bereich wird nicht verlassen

- Vorgänge meist Sinusförmig, zeitlich verändert→Schwingung

- Niederfrequenzmethoden: Wellenlänge groß gegenüber des Abmessung des Bauteils → Schwingbänder entstehen

- Longitudinalwellen (Elatomat nach Förster)

- Transversalwellen

-Torsionsschwingung( Torsionspendel nach Ke)

Resonanz =Eigenfrequenz=Erzeugerfrequenz→große Schwingungsamplituden

- Hochfrequenz/ Ultraschallmethode: Wellenlänge sehr klein gegenüber Probenabmessung

-z. B. Ultraschall - Impuls- Echoverfahren

- elast. Modulen über Ausbreitungsgeschw. im Material gemessen

- Dehnwellen: kombination aus Logit.- + Tranv. Wellen

Formeln: E= roh*cd²   cd... Ausbreitungsgeschw. Dehnwelle

G=roh*ct²   ct...Ausbreitungsg. Logit. welle  (ct=2d/t)

- (Mittelfrequenz)

Anelastizität (elastische Konstanten) Ursache /Auswirkung

- durch innere Reibung reagiert Werkstoff verzögert→reversibel, zeitabhängig, elastisch, 

- Bildung einer Hysteresekurve

-bei kleinen Amplituden: kleine Fläche, kleine Energieverluste, kleine innere Reibung

- bei großen amplituden: großer Energieverlust, →Dämpfung

- Energieverluste werden in Reibung umgewandelt

- thermoelastischer Effekt wirkt dem entgegen

- Atomabstand in Zugrichtung vergrößert sich→Fremdatome gelangen in energetisch günstigere Zwischengitterplätze→ reversible Diffusionsvorgäng→bei Entlastung rückläufig

Dämpfungsverhalten bei Elastischenkonst.

1. monotone Belastung

- unendlichlangsame Verformung Spnnung und Dehnung im GGW relaxierter E- modul Er

- unendlich schneller Verformung→unrelaxierter E- modul  Eu

- Eu<Er

2. zyklische Belastung

- Spannung und Dehnung nicht in Phase→Spannung eilt Dehnung voraus →Abfall der Schwingungsamplitude

 

Messverfahren der Dämpfung (elast. Konst.)

1. Hystereseversuch

- Registriegung der spannung und Dehnung bei wechselnder Beanspruchung→Analyse der Hystereseschleifen

- Neigung der großen Halbachse, Flächeninhalt

2. Resonanzverfahren

- Anregung eins Stabes mit Langi.- und Transv.wellen

- Registrierung von Schwingungsamplitude und Frequenz

3.Auswingversuch:

- Anregung zur Eigenschwingung

- Beobachtung des Ausschwingverhaltens

Nennen sie Eigenspannungshauptgruppen

Gusseisenspannung

Umformeigenspannung

Bearbeitungseigenspannung

Wärmebehandlungeigenspannung

Fügeeigensp.

Deckschichteigensp.

diffusionseigensp.

 

Was sind Eigenspannungen/ Einteilung

- keine äußeren Kräfte und Momente

- Druck und Zugspannung im GGW

Einteilung in Makro- und Mirkospannung (wo tritt Spannung auf)

1. Art→homogen über größere Bereiche, mit makrosp. BTänderung verbunden→Makrosp.

2.Art→kleine Bereiche (in einem Korn) homogen→können Makroskop. Änderungen hervorrufen→Mikrosp.

3.Art→kleinste Werkstoffbereiche (einzelne Atomab.), inhomogen→keine Maßliche BT- Veränderung→Mikrosp.

 

Methoden zur experimentellen Ermittlung von Eigenspannungen:

mechanisch: (makroskopische Oberflächendehnung)  für 1.Art →zerstörend

Röntgenbeugung: (homog. Gitterdehnung)1 und 2 Art→zerstörungsfrei

Neutronenbeugung: (homog. Gitterdehnung)1. und 2. Art→zerstörungsfrei

Ultraschall: (Laufzeitdiff. von Schallwellen) 1, 2,3 Art→zerstörungsfrei

magnetisch: (BarkhausenRauschamplitude) 1, 2, 3.Art→zerstörungsfrei

wichtige mech. Verfahren zur Eigenspannungsanalyse, allgemeines Vorgehen

Grundprinzip:

- Auflösen der Eigenspannung durch mech. Eingriff

- Messung der auftretenden Verformung

- Berechnung der ursprünglich vorhandenen Eigenspannung (elast.theor.Beziehung)

-Wärmebildung muss unterbunden werden!!!

Einteilung :

- geometrisch komplizierte Bauteile: vollständiges Zerlegen

- Bohrloch-, Trepanier-, Ring/Kern- Nockenverfahren

- geometrisch einfache Bauteile

- Ausbohr-, Abdreh-, Schlitz-, Artragverfahren

Aufgaben technologischer Prüfverfahren

- um Eignung von Vorprodukten für Weiterverarbeitung festzustellen

- Prüfung der Anwendbarkeit für ein bestimmtes Vertigungsverfahren

- liefern keine messbaren Größen

- schnell und preiswert

Prüfung von: 1. Umformbarkeit, 2. Schweißbarkeit, 3. Haftfestigkeit

technologische Prüfverfahren: Umformbarkeit

Für grobe Bleche >3mm:

 - Ermittlung der Fließspannung

- Biegeversuch (Faltversuch) für Flachstäbe: Ermittung Biegewinkel

Für Feinbleche < 3mm:

-Hin- und Herbiegeversuch

- Tiefziehversuch nach Erichson

-Näpfchenzeihversuch

- Zipfelprüfung

für Rohre:

- Rohraufweitungsversuch

- Bördelversuch (Flansch)

technologische Prüfverfahren: Schweißbarkeit

- Unterteilung in Werkstoff: Schweißeignung

Fertigung: Schweißmöglichkeit

Konstruktion: Schweißsicherheit

- Trennung der Verfahren norwendig!

- für Schweißnähte: Biegeversuch

- für Schweißeignung: Implant- Test für Kaltrisse

technologische Prüfverfahren: Haftfestigkeit

für Beschichtungen

- Ritzprüfung ja/nein Test bei vorgegebener Belastung

Belastung bis Substrat zerstört

- Abreißversuch: Bestimmung sigma

- Haftfestigkeit für abziehbare Folien

-

Festigkeitsprüfverfahren für schlagartige Belastung

- KSB

- intrumentierter KSB

- Robertson- Veruch mit Gradientenermittlung

- Fallgewichtsversuch nach Pellini

Auswirkung von Temperatur und Verformungsgeschwindigkeit auf Streckgrenze

- Temp. hoch und niedrige Verformgeschw. bewirken Senkung der Steckgrenze

- niedrige Temp. und höhere Verformge. Erhöhung der Streckgrenze

Festlegung der Grenztemperatur

1. Rp0,2 über Verhältnis:Temperatur/Schmelztemp. abtragen

→Bereich 1: Streckgrenze setzt sich aus thermischen und athermischem Teil zusammen (Korngrenzen und Versetzungsbewegungen je höher T desto bessere Bewegung

→Bereich 2: therm. aktivierte Versetzungen kommen hinzu→ Abnahme der Festigkeit

Versetzungsgleiten, Kletterprozesse, Diffusionskriechen, Korngrenzengleitung/- Kriechen

Anmerkung: Kurzzeitversuche: Zugversuch, Warmzugversuch bei Tb1< T grenz

Langzeitversuch: Standzeit Tb2>= Tgrenz

T grenz ca. bei 0,3 bis 0,4 von Ts

Étudier