mech. Werkstoffprüfung
Werkstoffwissenschaft
Werkstoffwissenschaft
-
- 1 / 159
-
Flashcards
Ursache der temp. abhäng. der Fließspannung
- Aufbau Atomgitter (Peierl- Potential)
-kohärente therm Atomschw. die Versetzungsbew. akti. → für Verform.geschw. gilt Arrhenius- Gleichung.
Ursprung des athermischen Anteils der Fließspannung
durch Defektstrucktur des Materials bestimmt → Härtemechanismen
- MK- Härtung, Ausscheidungshärtung, Korngrenzenhärtung, Gefügehärtung
sind additiv verknüpft→ einstellen optimaler Eigenschaften
Wie wird die Formänderungsarbeit bestimmt?
Fläche uner der Spannungs- Dehnungskurve
Wahres Spannungs- Dehnungsdiagramm
- Spannung wird mit abnehmendem Probenquerschnitt immer größer
Wahre Spannung: sigma w = F/s s... momentan kleinster Probenquerschnitt
Wahre Dehnung: epsilon w = Integral von l nach lo dl/l = nn(1+epsilon)
Berechnung aus tech. S- D.-Diagrammsigma w = F/So *(1+epsilon)
-Streckgrenze bei beiden gleich
- Annahme Volumen konst.
Fließkurve aus dem Zugversuch
- Fließkurve aus Wahrem- Spannungsdiagramm → Bereich der Gleichmaßdehnung
→ Fließspannung über Umformgrad
- elastischer Anteil muss herausgerechnet werden
- unter mehrachsiger Belastung = Vergleichsspannungs- Vergleichsformänderungskurve
- Kf = a*phi ^n.......a...MaterialKonstante, n....Verfestigungsexp., phi... Umformgrad, Kf... Fließspannung
- abhängig von Versetzungen, deren Bewegung und deren Behinderungen
Praktische Bedeutung der Kennwerte des Zugversuchs
Rp0,2, ReH: Beginn des makro. plastischen Fließens (Verformung)
Rm: auf anfangsquerschnitt bezogen→ keine "übertragbare" Spannung
Rp0,2/Rm: Streckgrenzenverhältnis→ Überlastreserve
Ag: Maß für formstabile Duktilität, Umformeignung
A, A11,3: von Messlängen abhängig, vergleichbares Maß für Duktilität
Z→ Brucheinschnürung:→ qualitaatives Zähigkeitsmaß, reagiert empfindlich auf Werkstoffqualität
n: Verfestigung, Umformeignung
Durchführung einachsiger Druckversuch
- Probe wird über Stirnfläche mit ungehinderter Seitenausdehnung belastet→ 2 Druckteller
- Reibung an den Drucktellern mgl. vermeiden damit sich Probe ungehindet ausdehnen kann
- kein Maximum wie bei Zugversuch (nur Spannungszunahme)
- langsames, stufenweises aufbringen der Last
- Stauchung über DMS oder Traverse
- zylindrische Proben 20- 30 mm
- meist Prüfung von Gusseisen, Baustoffen
- Risse: meist tonnenförmig mit Ausbauchungen und Radialrissen
Kegelstauchversuch
- Probenteller anderes Material als Probe → unterschiedliche Reibung
- ermittelte Kennwerte: Bruchstauchung, Bruchdehnung, Druckfestigkeit, sigma 0,5= Spannung, die benötig wird um 50% der stauchung zu erreichen
Biegeversuch
- dient der Ermittlung von Biegefsetigkeit
- meist bei spröden Werkstoffen, Keramiken, Gusseisen, Sinterwerkstoffen
- einachsige Belastung, inhomogene Spannungsverteilung
- Zug- und Druckspannung am Rand am größten
- Proben meist zylindrisch oder prismatischer Querschnitt
- sigma zug - sigma druck
- sigma zug = Mbmax/ Wb
- Grenzdurchbiegung bei 1,5 facher Probendicke
- große Streuung der Messwerte
Unterschiede zw. Drei und Vierpktbiegeversuch
Torsionsversuch
- zur Untersuchung von Wellenmaterial und Drähten
- Ermittlung von Zähigkeitsverhalten
- Ermittlung der Torsionsfestigkeit
- ein Ende wird festeingespannt am anderen wird ein Torsionsmoment angelegt
- Verdrehung des Querschnittes gegenüber der Festeinspannung
-Ermittlung von Torsionsmoment und Schubspannung
- Länge = 10* Durchmesser
Kennwerte des Torsionsversuchs
- Verdrehwinkel
- Drillung auf Länge bezogen
- Schubmodul G = tau max/ gamma
- Schiebung Gamma Winkel über der Mantelfläche
Brucherscheinung beim Torsionsversuch
- tritt bei Erreichen der Verdrehfestigung ein
- duktiler Bruch senkrecht zur Sabachse
- Spröder Bruch: Teilbruchfläche 45° zur Stablängsachse
Scherversuch
- ein- und zweischnittig mgl.
- Ermittelze Werte Scherspannung
- oft für Klebeverbindungen
- Probenform rund
- Scherbacken ung Scherzungen müssen hohe Festigkeit aufweisen
Standversuch allgemein
- dient der Ermittlung des Werkstoffverhaltens bei ruhender Belastung in abhängigkeit von Temperatur und Zeit.
- 2 Arten: - Zeitstandversuch: Spannung/Kraft konst→ Messung der Längenänderung
- Entspannungsversuch: konst Längenänderung→Messung des Kraftabfalls (Relaxation)
Zeitstandversuch
- Kraftaufbringung durch Massestücke
- kontinuierliche Messung der durch Kriechprozesse hervorgerufenen Längenänderung
- 2. Mgl: Messung im ununterbrochenen Zustand Messaufnehmer an Probe oder als Unterbrochener Versuch im erkalteten Zustand der Probe7
- Kennwerte: aus Zeitbruchkurve
Zeitstandfestigkeit Rm: Angabe Rm100000/250→ 100000=Zeit in h, 250=Temperatur in °C
Zeitdehngrenze: Rp0,2/1000/350→ bei 0,2% plastische Dehnung, bei 1000 h Zeitdehngrenze bei 350°C
Zeitbruchdehnung und Zeitbrucheinschürung
Entspannungsvesuch
bei festgelegter Temp.→ anfangsverformung aufgezwungen
Entspanngeschwindigkeit: Geschwindigkeit mit der die Beanspruchung der Probe fällt
Entspannwiderstand: stellt sich nach bestimmter Versuchszeit Re/24(0,3) 24→vergangene Zeit 24h bei 0,3% Längenänderung
Porenbildung bei Kriechbruch
- Keilporen: heterogene Prorenbildung, durch Blockierung von Korngrenzengleitung in Tripelpkt. und Versetzungen an Ausscheidungen und Einschlüssen
- Kavernenporen: Homogene Porenbildung durch Leerstellenkondensation und Korngrenzengleitung
Bruchbildung durch Kriechen
transkristalliner Kriechbruch: -mäßig, hohe Temperaturen
- kurze Standzeiten
- hohe Dehngeschwindigkeit
- Porenbildung im Inneren der Körner
- Waben → Kriechrissen
Interkristalliner Kriechbruch: bei hohen Temperaturen
- niedrigen Dehngeschwindigkeiten
- lange Standzeiten
- Kriechporen
Steigerung der Kriechfestigkeit
- gröberes Korn besser→ lange Diffusionswege Nachteil:Duktilität nimmt ab
- Ausscheidungen an Korngrenzen: Korngrenzenbewegung verhindert/ erschert
- Werkstoffe mit hohem kovaleten Bildungsanteil
Festigkeitsprüfung mit zyklischer Krafteinwirkung
- zyklische, wiederholte Belastung (Kräfte, Momente, Formänderung
- Ermüdungsbruch mgl.
(Def. Ermüdung: Änderung der Eigenschaften und Struktur in folge Zyklischer Beslastung)
- Spannungen im Bauteil nur im elastischen Bereich
Einflussgrößen aufLebensdauer bei schwingender Belastung
- Temperatur
- Schwingspielfrequenz
- Oberflächenbeschaffenheit
- Umgebungseinfluss
- Gefügeeinfluss
Kennwerte der zyklischen Belastung
- Schwingfestigkeit: Versagensverhalten, widerstand des Werkstoffes gegen zyklische Belastung
- Anzahl der Lastwechsel
- Schwingungsspielzahl
Beanspruchungsmerkmale
1. Spannungsverlauf
2. Beanspruchungsbereich: Schwell- und Wechselbereich
3. Beanstruchungsform: sinusfärmig, dreieckig, viereckig, usw
4. Beanspruchungsverläufe: periodisch: Einstufen, Mehrstufenversuch, Blockprogramm
regellos: Rondomversuch
5. Beanspruchungsart: Torsion, Druck, Zug, Umlaufbiegeversuch
Dauerfestigkeitsschaubild nach Smith
- Überblick über Dauerschwingverhalten eines Werkstoffes bei verschiedenen Mittelspannungen
- aus Wöhlerkurven erstellt
- zeigt ertragbare Ober- und Unterspannung
- Werkstoff braucht elastische Verformung zur Ermüdung
- alles in der "Linse" hält, alles außerhalb bricht
- Winkelhalbierende Mittelspannung
Ermüdung von Werkstoffen
- Änderung von Struktur und Eigenschaften als folge zyklischer Belastung, sinkende Festigkeit mit steigender Belastungsanzahl
- Ermüdungserscheinung gebunden an plast. Verformung
- Ermüdungsärten: Korrosionsermüdung
Temperatur Ermüdung
Kriechermüdung
Stufen der Werkstoffschädigung
Grund: Entstehung und Wachstum von Rissen
Aufteilung in 4 Stadien
generell gilt: mit steigender Anzahl Schwingungen, wird Dehnung aus plastisch Bereich geringer
Stadium 1:
- Ausbildung einer Ermüdungsstruktur
- Versetzungen ordnen sich um, Erhöhung der Versetzungsanzahl
- Entstehung von Ermüdungsgleitbändern
Stadium 2
- Bildung von Anrissen, Veränderung mech. und phys. Eifgenschaften, Entstehung lokaler submik. Risse+ Anrisse
Stadium 3
- Rissausbreitung, Risswachtum bis Erreichen krit. Risslänge, Schwingungsstreifen entstehen und breiten sich aus, 45° zur Zugrichtung, folgt Gleitebene mit größter Schubspannung
Stadium 4
- Bruch, Versagen des Restquerschnittes( Rest- oder Gewaltbruch)
Risswachstumsgeschwindigkeit in Abhängigkeit vom Zyklischen Spannungsintensitätsfaktor
Bereich 1: großer Einfluss von Mikrostruktur, Mittelspannung und Umgebungsmedium, geringe Geschwindigkeit des risswachstums
Bereich 2: geringer Einfluss von Mikrostruktur, Mittelspannung, Umgebungsmedium, Bauteildicke, konstantes Wachstum Rissgeschwindigkeit
Bereich 3: großer Einfluss von Mikrosruktur, Mittelspannung und Bauteildicke, geringer Einfluss von Umgebungsmedium, dk nähert sich festem Wert, instabile Rissausbreitung
Vorgehensweisen bei Statischer Auswertung von Ermüdungslinien
1. Ordnen der Messwerte →steigend für Schätzung der BruchwahrscheinlichkeitP B
→ fallend für Schätzung der Überlebenswahrscheinlichkeit P Ü
2. Bestimmen der Wahrscheinlichkeitskoordinaten
3. graphisch: Eintragen der Wertepaare in jeweiliges Wahrscheinlichkeitsnetz
rechnerisch: Bestimmen der Parameter durch Regression
4. Ableitung der Kenngrößen für vorgesehene Eintreffwahrscheinlichkeit
5. Bestimmung der Wöhlerkurve
Spannungswöhlerkurven
- viele Proben zur Herstellung notwendig
- konst. Mittelspannung, verschiedene Spannungsamplituden
- BT solange beansprucht bis es bricht
- Ausftragung log Spannung über log Schwingpielzahl N
- bie niedriger spannungsamp. → Dauerfestigkeit Werkstoff ca. 0,4- 0,5Rm
- 2 Typen: Typ 1: meisten Stähle ertragen unterhalb einer Bestimmten Spannungsamp. beliebig viele Lastwechsel
→Dauerfest (N>10^6), Einzeilung in Kurzzeitfestigk (N<10^3;) Zeitfest (10^3<N<10^6)
Typ 2: viele kfz Metalle und Leg. keine direkte Dauerfestigkeit ablesbar (Kurve läuft langsam aus)
Angabe der Grenzschwingspielzahl: NB10^7
Dehnungswöhlerkurven
konstante Gesamtdehnungsamplitude über Schwingspielzahl bis Anriss
Schnittpunkte von Basquin und Manson- Coffin Kurve
links davon nierderzyklischer Frequenzbereich
rechts davon hochzyklischer Frequenzbereich
plastische Dehnungsamplituden schädigen Mirkostruktur und reduzieren Lebensdauer
Erscheinungsformen von Brüchen
Transkristallin: Spaltflächen, Spaltlinien, Spaltstufen, Wabenbruch, Schwingstreifen, schwingbruchbahnen
Interkristallin: Korngrenzenbruch, Haarlinien, Krähenfüße, Interkr, Wabenbruch, Keilporen, Kavernenporen
Verformung: Sprödbruch, Zähbruch
Sprödbruche: keine oder nur kleine Plastische Zone, metallisch glänzend
Zähbruch: große Plastische Zone, die vor Bruchfläche hergeschoben wird
Abhängigkeit des Bruchverhaltens von der Temperatur
TÜ Übergangstemp.
T< TÜ Spaltbruchspannung< streckgrenze → Sprödbruch
T> TÜ Streckgrenze überschritten→ plast. Verformung→ erst Verformungsbruch, dann Spaltbruch→ Mischbruch
T>>TÜ Streckgrenze überschreitet niemals die Spaltbruchspannung →Verformungsbruch
Beanspruchungsseittige Faktoren bei schlagartiger Krafteinwirkung
- Temperatur: T hoch Sprödbruchneigung sinkt
- Verformungsgeschwindigkeit: hoch→Streckgrenze steigt, Sprödbruchbereich steigt
- Mehrachsigkeit und Spannungsüberhöhung: Re hoch, TÜ hoch