mech. Werkstoffprüfung
Werkstoffwissenschaft
Werkstoffwissenschaft
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Flashcards
Vorgehen bei Stationärer Härteprüfung
- stoßfreies, langsames aufbringen der Kraft
- Projektion der Prüffläche auf Mattscheibe (meistens)
- nach Entlaseten Messung der Eindruckgröße (Eindrucktiefe, - fläche, diagonale ect. )
- Härte = Prüfkraft/ Eindruckgröße
Nachteile staionäre Härtemessung
- durch Projektion auf Mattscheibe fehlerbehaftet
- relativ große Prügeräte→ nicht mobil, flexibel
- Größe der zuprüfenden Bauteile ist beschränkt
Brinellhärte- Verfahren
- Hartmetallkugel mit durchmesser D
- Durchmesser des Eindruckes wird gemessen →Projektion auf Mattscheibe
- Größe der Prüfkraft abhängig von Kugeldurchmesser HB= 0,102*F/A
bzw. HB= 0,102*2F/(pi*D(D-(D²-d²)^0,5))
- Eindring Durchmesser zw. 0,24D und 0,6D liegen D=Kugeldurchmesser, d= Eindruckmessung
- Bezeichnung: 600HB1/3000/20→ 600 Härtewert; 1mm Kugeldurchmesser, 30 Kraft in Pont, 20sek Haltezeit
- nach Norm: D=10mm , F =29420 N (30/0,102), Haltezeit 10-15s
Vorteile Brinellhärte
- hohe Prüfkräfte möglich
- relativ robuste Kugel bis 600 HB
- gute Vermessung durch relativ großen Eindruck
Nachteile Brinell
- Messung optisch→ subjektiv
- nicht für alle Werkstoffe geeignet nur bis 650 HB (verformung Prüfkörper)
- Prüfung dünnwandiger Proben nicht mgl. (Ungenau bei großen Eindringtiefen >0,6D)
- nur für glatte Flächen
Vickershärte- Verfahren
- vierseitige Pyramide (quadratische Grundfläche)
- Flächenöffnungswinkel 136°
- vergrößerte Projektion auf Mattscheibe
- Messung der Diagonalen
- HV= 0,102*F/A oder 0,189*F/d² d...Mittelwert der. Diagonallänge
- Prüfung auch im Kleinlasthärtebereich. insgesamt bis 980N
- 250HV10/... → Vickershärte 250, Prüfkraft: 10/0,102=98N evtl. noch Zeitangabe falls abweichend
- Norm: 294N, 10-15 sek.
- bis Härte von 300HB: HB = 0,95*HV
- Härtewerte bei unterschiedlichen Kräften vergleichbar ACHTUNG: gilt nur für Makrohärte,
- Mikrohärte Lastabhänig!!!
Vorteile Vickershärte
- kleine Eindruckfläche→ Funktion BT bleibt erhalten
- durch Diamantpyramide sehr harte Werkstoffe prüfbar
- auch für dünne Randschichten, da geringe Eindringtiefe
Nachteile Vickershärte
- hohe Oberflächengüte notwendig
- Diamant sehr stoßempfindlich
- Ausmessung subjektiv
Rockwellhärte Verfahren
- viele verschiedene Verfahren (unterschiedliche Prüfkörper)
- oft verwendet Verfahren C für gehärtete Stähle Diamantkegel
- Vor Härtemessung wird bis Vorkraft gefahren Nullpkt.
- zur Bestimmung wird Eindringtiefe gemessen→Gerät intern HR =N-h/s
- 70HRC Rockwellhärte 70, Prüfverf. C
Vorteile Rockwell
- einfach→ Härte wird von Gerät ausgegeben
- schnell, automatisierbar
- geringe Rauigkeitsunterschiede nicht entscheidend
Nachteile Rockwell
- relativ ungenau
- schlechte Differenzierung bei keinen Härten
- bei Diamantkegel- Bruchgefahr
Verfahren nach Knoop
- ähnlich Vickers→ Prüfkörper spitzwinklige Pyramide
- nur die lnage Diagonale wird gemessen
- HK = 1,451 * F/d²
Vorteil: für sehr dünne Schichten geeignet
- für harte Materialien besonders geeignet
Nachteil: Prüfkraftabhänig
Genauigkeit von Härtemessung
- Messung + Ablesen fehlerbehaftet
- Genauigkeit resultier aus Wiederholbarkeit und Richtigkeit
- genormte Härtevergleichsplatten zur Kontrolle geg. Korrekturwert einfügen
- Wiederholbarkei ist normal verteilt und Werkstoffabhänig
Umwertung von Messwerten der Härtemessung
- Warum?
- nie alle Geräte vorhanden... manche Verfahren wünschenswert aber nicht geeignet
- HRC ≈ 0,1*HB , 0,1*HV im Bereich 200-400 HB, HV
- HB ≈0,95*HV im Bereich bis 300 HB
Für Zugfestugkeit: nicht Streckgrenze!!
Rm ≈ c*HB bzw c*HV c=3,5 geglühte, vergütete Stähle
c=5,5 Cu geglüht Cu- Leg, C=4,0 Cu kaltverf Cu- Leg
c=3,7 Al, Al- Leg
Registrierende Härteprüfung
- Erfassung der Messdaten
- gesamter Eindringvorgang wird registriert
-höhere Eindringtiefe mit zunehmender Prüfkraft
- Identor→ Vickerspyramide
- 2 Verfahren mgl → mit konst Kraft →Aufzeichnugnder Eindringtiefe
→mit konst. Tiefe→Aufzeichnung der Kraft
Vorteil: Registrierung von elastischem und plastischem Anteil!
für alle Werkstofftypen geeignet
frei von subjektiven Ablesefehlern
Aussagen des Instumentieren Härtemessverfahrens
- Aussage über Kriech- und Relaxationsverhalten
- Martenshärte aus Steigung der Kraft/Eindringkurve
- Eindringhärte
- elast. Eindringmodul
- Eindringkriechen
- Eindringrelaxation
- Eindringarbeit
Nonoindentierung
- für sehr kleine Lasten
- Indenter→Diamantpyramide
- kapazitiver Wegaufnehmer, induktive Lastaufbringung
- nur Rechnergesteuert auswertbar
dynamische Härteprüfung
- Verfahren sind ortsbeweglich
- Messung an fertigen, eingebauten Teilen in fast jeder Lage mgl.
- Nachteil: ungenauer als stat. Verfahren
- Probe darf Schwingung nicht übertragen!
Fallhärte- oder Schlaghärteprüfung
Schlaghärteprüfung (Arten bzw. Bsp.)
a) Poldihammer → über Härteeindruck in Vergleichsstab
b) Schwerkrafthärteprüfer
c) Baumannhammer
Prinzipien der Rücksprunghärtemessung (2)
- Härtewert aus Rücksprunghöhe hR
- Härtewert aus dem Rücksprungwinkel alpha R
Sonderverfahren UCI
ultrasonic compat Impedance
- Härteeindrück ähnlich wie bei vickers
- Fläche wird über Kraft indirkt bestimmt
- Resonanzfrequenz wird gemessen piezoelek. Kristall als Sender und Empfänger
- Härte über delta f ≈ E*wurzel A e- Modul wird rechnergestützt ermittelt
- Vorteil: keine subjektiven Einflüsse
leicht automatisierbar
Sonderverfahren TIV (Härtemessung)
through indenter viewing
-für Kleinlasthärtebereiche
- rechnergestütze Aufnahme (Kamera "misst" Eindruckfläche)
- Berechnung der Härte automatisch
Vorteile: keine subjektiven Einflüsse
- leichtes und schnelles Handling
Härtemessung an Kuststoffen/ Keramik
- Bei Kuststoffen immer Zeitabhängig
- Shore D- Verf. : Eindringtiefe einer spitzen Pyramide mit Kugel an der Spitze
- Kugeldruckprüfung
- bei Keramik Härtemessung durch Rissbeobachtung oder Kraft-Eindring- Kurve
Einteilung Festigkeits- und Zähigkeitsprüfung
- Zugversuch (Kenngrößen: E, epsilon, Re, Rm, Ag, Z, )
- Standfestigkeit (Kenngrößen: Zeitdehngrenze, Zeitstandfestigkeit)
- Druckversuch ( Kenngr.Druckfest. ,Bruchstauchung)
- Biegversuch (Kenngr.: Biegefestikeit, Biegespannung)
- Torsionsversuch (Kenngr.: Verdrehfestigkeit, Verdrehwinkel, Gleitmodul)
- Scherversuch (Kenngr.: Scherfestigkeit)
Merkmale Zugversuch
- Statische Belastung: langsam, schwingungsfrei
- momentenfrei, monoton ansteigend
- Erkenntnisse über: Formveränderung, Belastbarkeit
Kenngrößen des Zugversuchs
- Festigkeit: Werkstoffwiederstand gegen plast. Verformung
- Duktilität: plast. Verformbarkeit
- Arbeitsvermögen: plast. Verformungsarbeit
- Zähigkeit: Werkstoffwiederstan gegen Bruch
- Elastizität: Zusammenhang zw. Dehnung und Spannung
Unterscheidung von Zügprüfmaschinen
→ vielfältige Bauart, Unterscheidung in
- Art der Kraftübertragung
- Steuerung und Regelung
hydraulische Maschinen (Reglung weggesteuert), elektromechanische (Spindelzug)
- Lastkapazität
- Probeneinspannung z.B. Klemmbacken, Gewindeköpfe, Schulterköpfe ect.
- Sonderauführungen
Wie erfolgt die Kraft und Dehnungsmessung?
Kraft: Kraftmessdose hydraulisch über Menge an verdrängter Flüssigkeit oder heute über DMS
Weg: DMS, indirkert über Längenänderung Traverse, analoge Ansatzaufnehmenr, berührungslos über Laser, optisch (video)
Funktionsweise DMS
- aktives Messelement
- Beruht auf Widerstandsänderung bei Dehnung im Material
- Wheatstone'sche Brücke zur Auswertung (voll, halb, viertelBrücke)
- Signal muss verstärkt werden
- werden auf Trägermaterial aufgebracht→ verschiedenste Arten von DMS
-Nachteil: elek. Widerstand sehr temperaturabhängig!
Ausführungen von DMS
- a) Mäanderförmiger Draht DMS, b) Folien DMS, c) Halbleiter DMS
- für verschiedene Spannungszustände: einachsig, zweiachsig, mehrachsig,
- DMS Grundgeometrien: Linear, 90° T-Rosette, 3-Element-Rosette, Torsionsrosette
analoge Ansatzaufnehmer
- berührende Messung direkt auf Probe
- hohe Auflösung kleiner Messweg
-Breitenänderungsaufnehmer
robust, einfach zu bedienen
größere Dehnungen mgl.
geeignet für Messungen in Temperier- und Kühlkammern
Nachteil: große stationäre Vorrichtung am Messgerät
Berührungslose Längenänderungsaufnehmer
- Laser- und Videosysteme
- sehr genaue Messungen
- berührungslos→kein Einfluss der Maschine
Nachteil: Markierung an Probe notwendig, Dehnung sollte vorher bekannt sein
Temperiereinrichtungen ür Zuprüfmaschinen
direkt Heizung: Materialprüfmaschine mit Hochtemperaturanlage
indirekte Heizung: Temperierkammer mit Läser zur Längenmessung
Probenform beim Zugversuch
alle mgl. Formen zugelassen aber Geometrieverhältnis muss stimmen!
- für kurz Stäbe d>4mm lo= 5,65*wurzel Ao →für runde Querschnitte lo=5*d
- für lange Stäbe d<4mm lo=11,3*wurzel Ao →für runde Querschnitte lo=10*d
- Form i.A. werkstoffabhängig
Durchführung Zugversuch
Forderug: d epsilon= dt →konst
Realisierung: ds/dt →konst. Traversenweg
- Maschinenverformung überlagert sich mit Probenverformung
- wahre Dehngeschwindigkeit ändert sich mit Probenquerschnitt
- plast. Verformung erst ab Fließgrenze
→ laut DIN 2. Möglichkeiten: Dehngeschwindigkeitsregelung oder Spannunggeregelte Geschwindigkeit
Was ist Mikroplastizität?
einzelne Körner fangen an sich bei Zugbeanspruchung plast. zu verformen
Was ist Mikroplastizität?
einzelne Körner fangen an sich bei Zugbeanspruchung plast. zu verformen
Was ist Mikroplastizität?
einzelne Körner fangen an sich bei Zugbeanspruchung plast. zu verformen
Was ist die Fließspannung?
setzt sich aus einem temperaturabhängigen (Gitterreibspannung) Sigma*
und einem temperaturunabhängigen Teil (Festigkeitsbetrag von Baufehlern) Sigma µ zusammen
Rp = sigma* (T, depsilon/dt) + sigmaµ(Gefüge, Mikrostruktur)
ist erforderliche, äußerlich anliegende spannung am Werkstück um flißen Aufrecht zu erhalten
Funktion von Umformgrad, Werkstoff, Temperatur, Mikrostruktur und Umformgeschwindigkeit