mech. Werkstoffprüfung

Werkstoffwissenschaft

Werkstoffwissenschaft


M. H.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über mechanische Werkstoffprüfungen auf Universitätsniveau. Sie decken Themen wie Spannung, Dehnung, Verformung und Belastung von Werkstoffen ab, wobei verschiedene Prüfverfahren und Messmethoden im Fokus stehen. Die Karteikarten sind besonders nützlich für Studierende und Fachleute, die sich mit der Analyse und Bewertung von Werkstoffeigenschaften beschäftigen, um deren Eignung für unterschiedliche Anwendungen zu bestimmen.
Flashcards
159
Students
1
Language
German
Category
Technology
Level
University
Created / Updated
15.02.2014 / 13.05.2014

Flashcards

Vorgehen bei Stationärer Härteprüfung

- stoßfreies, langsames aufbringen der Kraft

- Projektion der Prüffläche auf Mattscheibe (meistens)

- nach Entlaseten Messung der Eindruckgröße (Eindrucktiefe, - fläche, diagonale ect. )

- Härte = Prüfkraft/ Eindruckgröße

Nachteile staionäre Härtemessung

- durch Projektion auf Mattscheibe fehlerbehaftet

- relativ große Prügeräte→ nicht mobil, flexibel

- Größe der zuprüfenden Bauteile ist beschränkt

Brinellhärte- Verfahren

- Hartmetallkugel mit durchmesser D

- Durchmesser des Eindruckes wird gemessen →Projektion auf Mattscheibe

- Größe der Prüfkraft abhängig von Kugeldurchmesser HB= 0,102*F/A 

bzw. HB= 0,102*2F/(pi*D(D-(D²-d²)^0,5))

- Eindring Durchmesser zw. 0,24D und 0,6D liegen D=Kugeldurchmesser, d= Eindruckmessung

- Bezeichnung: 600HB1/3000/20→ 600 Härtewert; 1mm Kugeldurchmesser, 30 Kraft in Pont, 20sek Haltezeit

- nach Norm: D=10mm , F =29420 N (30/0,102), Haltezeit 10-15s

Vorteile Brinellhärte

- hohe Prüfkräfte möglich

- relativ robuste Kugel bis 600 HB

-  gute Vermessung durch relativ großen Eindruck

Nachteile Brinell

- Messung optisch→ subjektiv

- nicht für alle Werkstoffe geeignet nur bis 650 HB (verformung Prüfkörper)

- Prüfung dünnwandiger Proben nicht mgl. (Ungenau bei großen Eindringtiefen >0,6D)

- nur für glatte Flächen

Vickershärte- Verfahren

- vierseitige Pyramide (quadratische Grundfläche)

- Flächenöffnungswinkel 136°

- vergrößerte Projektion auf Mattscheibe

- Messung der Diagonalen

- HV= 0,102*F/A  oder 0,189*F/d²   d...Mittelwert der. Diagonallänge

- Prüfung auch im Kleinlasthärtebereich. insgesamt bis 980N

- 250HV10/... → Vickershärte 250,  Prüfkraft: 10/0,102=98N  evtl. noch Zeitangabe falls abweichend

- Norm: 294N, 10-15 sek.

- bis Härte von 300HB: HB = 0,95*HV

- Härtewerte bei unterschiedlichen Kräften vergleichbar ACHTUNG: gilt nur für Makrohärte,

- Mikrohärte Lastabhänig!!!

Vorteile Vickershärte

- kleine Eindruckfläche→ Funktion BT bleibt erhalten

- durch Diamantpyramide sehr harte Werkstoffe prüfbar

- auch für dünne Randschichten, da geringe Eindringtiefe

Nachteile Vickershärte

- hohe Oberflächengüte notwendig

- Diamant sehr stoßempfindlich

- Ausmessung subjektiv

Rockwellhärte Verfahren

 - viele verschiedene Verfahren (unterschiedliche Prüfkörper)

- oft verwendet Verfahren C für gehärtete Stähle Diamantkegel

- Vor Härtemessung wird bis Vorkraft gefahren Nullpkt.

- zur Bestimmung wird Eindringtiefe gemessen→Gerät intern  HR =N-h/s

- 70HRC Rockwellhärte 70, Prüfverf. C

Vorteile Rockwell

- einfach→ Härte wird von Gerät ausgegeben

- schnell, automatisierbar

- geringe Rauigkeitsunterschiede nicht entscheidend

 

Nachteile Rockwell

- relativ ungenau

- schlechte Differenzierung bei keinen Härten

- bei Diamantkegel- Bruchgefahr

Verfahren nach Knoop

- ähnlich Vickers→ Prüfkörper spitzwinklige Pyramide

- nur die lnage Diagonale wird gemessen

- HK = 1,451 * F/d²

Vorteil: für sehr dünne Schichten geeignet

- für harte Materialien besonders geeignet

Nachteil: Prüfkraftabhänig

Genauigkeit von Härtemessung

- Messung + Ablesen  fehlerbehaftet

- Genauigkeit resultier aus Wiederholbarkeit und Richtigkeit

- genormte Härtevergleichsplatten zur Kontrolle geg. Korrekturwert einfügen

- Wiederholbarkei ist normal verteilt und Werkstoffabhänig

Umwertung von Messwerten der Härtemessung

- Warum?

- nie alle Geräte vorhanden... manche Verfahren wünschenswert aber nicht geeignet

- HRC ≈ 0,1*HB , 0,1*HV  im Bereich 200-400 HB, HV

- HB ≈0,95*HV im Bereich bis 300 HB

Für Zugfestugkeit: nicht Streckgrenze!!

Rm ≈ c*HB bzw c*HV    c=3,5 geglühte, vergütete Stähle

c=5,5 Cu geglüht Cu- Leg, C=4,0 Cu kaltverf Cu- Leg

c=3,7 Al, Al- Leg

Registrierende Härteprüfung

- Erfassung der Messdaten

- gesamter Eindringvorgang wird registriert

-höhere Eindringtiefe mit zunehmender Prüfkraft

- Identor→ Vickerspyramide

- 2 Verfahren mgl → mit konst Kraft →Aufzeichnugnder Eindringtiefe

→mit konst. Tiefe→Aufzeichnung der Kraft

Vorteil: Registrierung von elastischem und plastischem Anteil!

für alle Werkstofftypen geeignet

frei von subjektiven Ablesefehlern

Aussagen des Instumentieren Härtemessverfahrens

- Aussage über Kriech- und Relaxationsverhalten

- Martenshärte aus Steigung der Kraft/Eindringkurve

- Eindringhärte

- elast. Eindringmodul

- Eindringkriechen

- Eindringrelaxation

- Eindringarbeit

Nonoindentierung

- für sehr kleine Lasten

- Indenter→Diamantpyramide

- kapazitiver Wegaufnehmer, induktive Lastaufbringung

- nur Rechnergesteuert auswertbar

dynamische Härteprüfung

- Verfahren sind ortsbeweglich

- Messung  an fertigen, eingebauten Teilen in fast jeder Lage mgl.

- Nachteil: ungenauer als stat. Verfahren

- Probe darf Schwingung nicht übertragen!

Fallhärte- oder Schlaghärteprüfung

Schlaghärteprüfung (Arten bzw. Bsp.)

a) Poldihammer → über Härteeindruck in Vergleichsstab

b) Schwerkrafthärteprüfer

c) Baumannhammer

Prinzipien der Rücksprunghärtemessung (2)

- Härtewert aus Rücksprunghöhe hR

- Härtewert aus dem Rücksprungwinkel alpha R

Sonderverfahren UCI

ultrasonic compat Impedance

- Härteeindrück ähnlich wie bei vickers

- Fläche wird über Kraft indirkt bestimmt

- Resonanzfrequenz wird gemessen piezoelek. Kristall als Sender und Empfänger

- Härte über delta f ≈ E*wurzel A   e- Modul wird rechnergestützt ermittelt

- Vorteil: keine subjektiven Einflüsse

leicht automatisierbar

Sonderverfahren TIV (Härtemessung)

through indenter viewing

 

-für Kleinlasthärtebereiche

- rechnergestütze Aufnahme (Kamera "misst" Eindruckfläche)

- Berechnung der Härte automatisch

Vorteile: keine subjektiven Einflüsse

- leichtes und schnelles Handling

 

Härtemessung an Kuststoffen/ Keramik

  • Bei Kuststoffen immer Zeitabhängig

- Shore D- Verf. : Eindringtiefe einer spitzen Pyramide mit Kugel an der Spitze

- Kugeldruckprüfung

  • bei Keramik Härtemessung durch Rissbeobachtung oder Kraft-Eindring- Kurve

Einteilung Festigkeits- und Zähigkeitsprüfung

- Zugversuch (Kenngrößen: E, epsilon, Re, Rm, Ag, Z, )

- Standfestigkeit (Kenngrößen: Zeitdehngrenze, Zeitstandfestigkeit)

- Druckversuch ( Kenngr.Druckfest. ,Bruchstauchung)

- Biegversuch (Kenngr.: Biegefestikeit, Biegespannung)

- Torsionsversuch (Kenngr.: Verdrehfestigkeit, Verdrehwinkel, Gleitmodul)

- Scherversuch (Kenngr.: Scherfestigkeit)

 

Merkmale Zugversuch

- Statische Belastung: langsam, schwingungsfrei

- momentenfrei, monoton ansteigend

- Erkenntnisse über: Formveränderung, Belastbarkeit

Kenngrößen des Zugversuchs

- Festigkeit: Werkstoffwiederstand gegen plast. Verformung

- Duktilität: plast. Verformbarkeit

- Arbeitsvermögen: plast. Verformungsarbeit

- Zähigkeit: Werkstoffwiederstan gegen Bruch

- Elastizität: Zusammenhang zw. Dehnung und Spannung

Unterscheidung von Zügprüfmaschinen

→ vielfältige Bauart, Unterscheidung in

- Art der Kraftübertragung

- Steuerung und Regelung

hydraulische Maschinen (Reglung weggesteuert), elektromechanische (Spindelzug)

- Lastkapazität

- Probeneinspannung z.B. Klemmbacken, Gewindeköpfe, Schulterköpfe ect.

- Sonderauführungen

Wie erfolgt die Kraft und Dehnungsmessung?

Kraft: Kraftmessdose hydraulisch über Menge an verdrängter Flüssigkeit oder heute über DMS

Weg: DMS, indirkert über Längenänderung Traverse, analoge Ansatzaufnehmenr, berührungslos über Laser, optisch (video)

Funktionsweise DMS

- aktives Messelement

- Beruht auf Widerstandsänderung bei Dehnung im Material

- Wheatstone'sche Brücke zur Auswertung (voll, halb, viertelBrücke)

- Signal muss verstärkt werden

- werden auf Trägermaterial aufgebracht→ verschiedenste Arten von DMS

-Nachteil: elek. Widerstand sehr temperaturabhängig!

Ausführungen von DMS

- a) Mäanderförmiger Draht DMS, b) Folien DMS, c) Halbleiter DMS

- für verschiedene Spannungszustände:  einachsig, zweiachsig, mehrachsig,

- DMS Grundgeometrien: Linear, 90° T-Rosette, 3-Element-Rosette, Torsionsrosette

analoge Ansatzaufnehmer

- berührende Messung direkt auf Probe

- hohe Auflösung kleiner Messweg

-Breitenänderungsaufnehmer

robust, einfach zu bedienen

größere Dehnungen mgl.

geeignet für Messungen in Temperier- und Kühlkammern

Nachteil: große stationäre Vorrichtung am Messgerät

Berührungslose Längenänderungsaufnehmer

- Laser- und Videosysteme

- sehr genaue Messungen

- berührungslos→kein Einfluss der Maschine

Nachteil: Markierung an Probe notwendig, Dehnung sollte vorher bekannt sein

Temperiereinrichtungen ür Zuprüfmaschinen

direkt Heizung: Materialprüfmaschine mit Hochtemperaturanlage

indirekte Heizung: Temperierkammer mit Läser zur Längenmessung

Probenform beim Zugversuch

alle mgl. Formen zugelassen aber Geometrieverhältnis muss stimmen!

- für kurz Stäbe d>4mm  lo= 5,65*wurzel Ao  →für runde Querschnitte lo=5*d

- für lange Stäbe d<4mm lo=11,3*wurzel Ao →für runde Querschnitte lo=10*d

- Form i.A. werkstoffabhängig

Durchführung Zugversuch

Forderug: d epsilon= dt →konst

Realisierung: ds/dt →konst.   Traversenweg

- Maschinenverformung überlagert sich mit Probenverformung

- wahre Dehngeschwindigkeit ändert sich mit Probenquerschnitt

- plast. Verformung erst ab Fließgrenze

→ laut DIN 2. Möglichkeiten: Dehngeschwindigkeitsregelung oder Spannunggeregelte Geschwindigkeit

technisches Spannungs- Dehnungsdiagramm

Auftragung Spannung über Dehnung

- techn. Spannung sigma = F/So

- techn. Dehnung epsilon=dl/lo

- sigma= E*epsilon→Hooksche Gerade

 

Was ist Mikroplastizität?

einzelne Körner fangen an sich bei Zugbeanspruchung  plast. zu verformen

Was ist Mikroplastizität?

einzelne Körner fangen an sich bei Zugbeanspruchung  plast. zu verformen

Was ist Mikroplastizität?

einzelne Körner fangen an sich bei Zugbeanspruchung  plast. zu verformen

Was ist die Fließspannung?

setzt sich aus einem temperaturabhängigen (Gitterreibspannung) Sigma*

und einem temperaturunabhängigen Teil  (Festigkeitsbetrag von Baufehlern) Sigma µ zusammen

Rp = sigma* (T, depsilon/dt) + sigmaµ(Gefüge, Mikrostruktur)

ist erforderliche, äußerlich anliegende spannung am Werkstück um flißen Aufrecht zu erhalten

Funktion von Umformgrad, Werkstoff, Temperatur, Mikrostruktur und Umformgeschwindigkeit

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