mech. Werkstoffprüfung
Werkstoffwissenschaft
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Lernkarten
Werkstoffseitige Faktoren bei schlagartiger Krafteinwirkung
- Gittertyp: kfz stark versetzungsabhängig
- Mk- Bildung, Kaltverformt: Re steigt, TÜ steigt
- Kornfeinung: Re steigt, Spaltbruchspannung steigt, TÜ sinkt
- Ausscheidungshärtung: Re steigt, Spaltbruchspannung ssinkt, TÜ steigt stark
Aufbau Kerbschlag- Biegeversuch
Einseitig gekerbte Probe wird mit einem Schlag belastet
Ziel: Zerbrechen o. Verformen der Probe durch Schla auf ungekerbte Seite
Ein Pendelhammer überträgt am tiefsten Punkt der Anordnung Teil seiner Kraft auf Probe
Endhöhe gib Aussage über verbrauchte Energie
Kerbschlagarbeit ( in J): K = F(h- h'); F...Gewichtskraft Hammer; h..Ausgangshöhe Pendel; h' ... Endhöhe Pendel
Nach Norm: Hammer Nennarbeitsvermögen von 300
Nur ergebnisse mit gleicher Probengeometrie vergleichbar
-makro. Beschreibung der Bruchfläche: Sprödbruch: metallisch glänzend, keine Laterale Breitung
Zäh- o.Verformungsbruch: Bruchfläche matt, fasrig, starke Laterale Breitung
Mischbrüche: Merkmale von beiden Brucharten
Kerbschlagzähigkeits- Temperatur Schaubild
- Nachweis der Sprödbruchneigung
- KSB bei verschiedenen Temp.
- hohe Probenanzahl
- mind 10 Minuten in Medium; schnelles Arbeiten
- Zähigkeit über Temperatur auftragen siehe Bild
a) kfz- Metalle (Al, Cu) hohe Zähigkeit, wenig Temperaturabh. , Verformungsbrüche
b) Werkstoffe mit Übergangstemperatur TÜ, Übergang von zähem zu sprödem Verhalten
besteht aus Hochlage→Verformungsbruch, Übergang =Steilabfall→Mischbrüche, Tieflage→Sprödbruch
c) niedrige Zähigkeit, geringe Temperaturabhängigkeit→ Sprödbruch( hdp, martensitische Stähle)
Festlegung der Übergangstemperatur KSB
-Höchste Temp. bei der noch ein kristalliner Bruchanteil übrig ist
- Temperatur bei der noch 50% kristalliner Brauchanteil vorhanden ist
- eine bestimmt Kerbschlagzähigkeit herrscht z.b T Ü27
- bestimmter Anteil seitlicher Breitung vorherrscht
Nutzen des KSB
Qualitätskontrolle
schneller Zähigkeitvergleich verschiedener Werkstoffe
vergleichstemperatur für verschiedene Werkstoffe
Tü ungleich mit niedrigster Betriebstemp. →Richtlinie für Werkstoffauswahl
Verschiebung von TÜ
- sinkt bei Gefügeinhomogenitäten→ Zugabe von Legierungselementen
- sinkt bei Kaltverformung?, Überalterung, niedrigeren C-Gehalten und bei Kornfeinung
Nachteile, Probleme KSB
- kann nicht auf Bauteil umgelegt werden
- Schlagarbeit setzt sich aus Festigkeits- und Verformunganteil zusammen (in unterschiedlichem Maße)
- Spannungszustand, Verformungsgeschwindigkeit von Probenform abhängig
Fallgewichtversuch nach Pellini (Festigkeits- Zähigkeitbeanspruchung mit Schlag)
- für kleine Proben oder Bleche
- Vorteil: einfache Durchführung, geringe Streuung, auch für dicke Bleche
- Durchführung: auf Blech wird Schweißnaht aufgebracht und mit Kerb versehen
Probe auf 2 auflagern mit Fallgewicht schlagartig belastet
bei verschieden Temperaturen
Temperatur bei der Riss die gesamte Probe erfass NDT- Temp.
Robertson Versuch mit Gradientenkühlung (Schlagbelstung)
- Proben: Platte mit Bohrung und sägeschnitt
- Ergebnis: Feststellen der Rissauffangtemp.
- Durchführung: mit Zugprüfmaschine bei 60% der Streckgrenze
Erwärmung auf konst. Temp. oder Gradient von 5K/cm
- mit Hammer auf Seite der Bohrung geschlagen
- Ermittlung der Temp. bei der Riss stoppt
Robertson Versuch mit Gradientenkühlung (Schlagbelstung)
- Proben: Platte mit Bohrung und sägeschnitt
- Ergebnis: Feststellen der Rissauffangtemp.
- Durchführung: mit Zugprüfmaschine bei 60% der Streckgrenze
Erwärmung auf konst. Temp. oder Gradient von 5K/cm
- mit Hammer auf Seite der Bohrung geschlagen
- Ermittlung der Temp. bei der Riss stoppt
Verfahren zum Rissnachweis
Sichtprüfung
- Eindringprüfung
- Magnetpulverprfung
- Ultraschallprüfung
- Durchstrahlprüfung
- Potentialsonderprüfung
-Wirbelstromprüfung
Der Spannungstensor
sigma ij = Cijkl* epsilon kl C...Steifigkeitstensor
beschreibt Spannung in einem Pkt. innerhalb eines Werkstoffes
Der Dehnungtensor
epsilon ij = Sijkl* sigma kl Nachgiebigkeitsmatrix
beschreibt Dehnungszustand eines Punktes wenn er durch eine Dehnung um eine definierten Vekor verschoben wird
Anzahl unabhängiger elast. Konstanten in Gittertypen
kubisch: Gitterrichtung a=b=c , Winkel alle 90°
anzahl unab. Konnst. =3
Rotationssysteme = 4 drefache RS
triklin: Gitterrichtungen: alle ungleich, alle Winkel ungleich 90° und untereinander ungleich
Anzahl unab. elst. Konst. =21
Rotationssym. keine
daraus folgt: Verhalten abhängig von kristallog. Richtung und vom Grundgitter
Beschreibung der Berechnung elastischer Moduln
Anisotrope Werkstoffe: (elast. Anisotropie)
elast. Modulen aus elast. Konstanten und Richtungskosinus der interessierenden Richtung bzgl. der Achse des Kristallgitters→unterschiedliche Richtungen unterschiedliche E-Module
Quasiisotrope Werkstoffe (Elastische Isotropie) Polykrist. Werkstoff
- elastische Moduln ergeben sich aus über die unterschiedlichen Gitterrichtungen gemittelte elast. Konstanten
- bei Texturen ergeben sich Vorzugsrichtungen
elast. Konst. bei Dehnung/Stauchung
Querdehnung: epsilon q= (do- d')/do = dd/d'
Dehnung dl/l
Querkonraktionszahl nü: nü= epsilon q/ epsilon
sigma= E*epsilon E...E-Modul
Scherung/ Schiebung (Elast. Konst.)
tan Gamma = x/lo bzw. F/Ao gamma...Verschiebungswinkel
tau = G*gamma G...Schubmodul
Volumenkompressionsmodul K (elast. Konst.)
- stoffspezifisch
- beschreibt allseitigen Druck der benötigt wird um eine Volumenänderung vervorzurufen
p= -K(dV/Vo)
Zusammenhang zw. den elast. Konstanten
G= E/(2(1+nü))
K=E/(3(1-2nü))
nü= (E/2G) -1
wichtigsten Elastischen Konstanten
Elastizätsmodul
Querkontrktionszahl
Schubmodul
Kompressionsmodul
Thermoelastischer Effekt
Materialien mit pos. Wärmeausdehnungskoef. nehmen bei elast. Dehnung eine niedrigere temp. an bzw. erwärmen sich wenn sie durch Druck beansprucht werden.
Grund: Probe gleicht mformgeschwindigkeit aus, zu Dehnung Material kommt Dehnung thermi = Gesamtdehnung
Adiabatische und isothermer E-Modul
adiabat: Wärme kann nicht ausgetauscht werden→sehr schnelle Belastung
E ad. > E iso. Bedingung: pos. Wärmeausdehnungskoeff.
Gesamtdehnung = epsilon therm + epsilon ad.
neue Definition der elast. Konstanten
1/Ead =1/Eis - altha²*T/(roh*cp) alpha...linearer therm Ausdehnungskoeff.
1/Kad= 1/Kis-betha²*T/(rohÜcp) betha... kubischer therm. Ausdehnungskoeff.
Statisische Verfahren zur Bestimmung elstisher Konst.
Zugversuch: E= sigma/epsilon
Torsionsversuch G= 32MtI/(pid²groß phi)
dynamische Verfahren zur Bestimmung elast. Konst.
- elastischer Bereich wird nicht verlassen
- Vorgänge meist Sinusförmig, zeitlich verändert→Schwingung
- Niederfrequenzmethoden: Wellenlänge groß gegenüber des Abmessung des Bauteils → Schwingbänder entstehen
- Longitudinalwellen (Elatomat nach Förster)
- Transversalwellen
-Torsionsschwingung( Torsionspendel nach Ke)
Resonanz =Eigenfrequenz=Erzeugerfrequenz→große Schwingungsamplituden
- Hochfrequenz/ Ultraschallmethode: Wellenlänge sehr klein gegenüber Probenabmessung
-z. B. Ultraschall - Impuls- Echoverfahren
- elast. Modulen über Ausbreitungsgeschw. im Material gemessen
- Dehnwellen: kombination aus Logit.- + Tranv. Wellen
Formeln: E= roh*cd² cd... Ausbreitungsgeschw. Dehnwelle
G=roh*ct² ct...Ausbreitungsg. Logit. welle (ct=2d/t)
- (Mittelfrequenz)
Anelastizität (elastische Konstanten) Ursache /Auswirkung
- durch innere Reibung reagiert Werkstoff verzögert→reversibel, zeitabhängig, elastisch,
- Bildung einer Hysteresekurve
-bei kleinen Amplituden: kleine Fläche, kleine Energieverluste, kleine innere Reibung
- bei großen amplituden: großer Energieverlust, →Dämpfung
- Energieverluste werden in Reibung umgewandelt
- thermoelastischer Effekt wirkt dem entgegen
- Atomabstand in Zugrichtung vergrößert sich→Fremdatome gelangen in energetisch günstigere Zwischengitterplätze→ reversible Diffusionsvorgäng→bei Entlastung rückläufig
Dämpfungsverhalten bei Elastischenkonst.
1. monotone Belastung
- unendlichlangsame Verformung Spnnung und Dehnung im GGW relaxierter E- modul Er
- unendlich schneller Verformung→unrelaxierter E- modul Eu
- Eu<Er
2. zyklische Belastung
- Spannung und Dehnung nicht in Phase→Spannung eilt Dehnung voraus →Abfall der Schwingungsamplitude
Messverfahren der Dämpfung (elast. Konst.)
1. Hystereseversuch
- Registriegung der spannung und Dehnung bei wechselnder Beanspruchung→Analyse der Hystereseschleifen
- Neigung der großen Halbachse, Flächeninhalt
2. Resonanzverfahren
- Anregung eins Stabes mit Langi.- und Transv.wellen
- Registrierung von Schwingungsamplitude und Frequenz
3.Auswingversuch:
- Anregung zur Eigenschwingung
- Beobachtung des Ausschwingverhaltens
Nennen sie Eigenspannungshauptgruppen
Gusseisenspannung
Umformeigenspannung
Bearbeitungseigenspannung
Wärmebehandlungeigenspannung
Fügeeigensp.
Deckschichteigensp.
diffusionseigensp.
Was sind Eigenspannungen/ Einteilung
- keine äußeren Kräfte und Momente
- Druck und Zugspannung im GGW
Einteilung in Makro- und Mirkospannung (wo tritt Spannung auf)
1. Art→homogen über größere Bereiche, mit makrosp. BTänderung verbunden→Makrosp.
2.Art→kleine Bereiche (in einem Korn) homogen→können Makroskop. Änderungen hervorrufen→Mikrosp.
3.Art→kleinste Werkstoffbereiche (einzelne Atomab.), inhomogen→keine Maßliche BT- Veränderung→Mikrosp.
Methoden zur experimentellen Ermittlung von Eigenspannungen:
mechanisch: (makroskopische Oberflächendehnung) für 1.Art →zerstörend
Röntgenbeugung: (homog. Gitterdehnung)1 und 2 Art→zerstörungsfrei
Neutronenbeugung: (homog. Gitterdehnung)1. und 2. Art→zerstörungsfrei
Ultraschall: (Laufzeitdiff. von Schallwellen) 1, 2,3 Art→zerstörungsfrei
magnetisch: (BarkhausenRauschamplitude) 1, 2, 3.Art→zerstörungsfrei
wichtige mech. Verfahren zur Eigenspannungsanalyse, allgemeines Vorgehen
Grundprinzip:
- Auflösen der Eigenspannung durch mech. Eingriff
- Messung der auftretenden Verformung
- Berechnung der ursprünglich vorhandenen Eigenspannung (elast.theor.Beziehung)
-Wärmebildung muss unterbunden werden!!!
Einteilung :
- geometrisch komplizierte Bauteile: vollständiges Zerlegen
- Bohrloch-, Trepanier-, Ring/Kern- Nockenverfahren
- geometrisch einfache Bauteile
- Ausbohr-, Abdreh-, Schlitz-, Artragverfahren
Aufgaben technologischer Prüfverfahren
- um Eignung von Vorprodukten für Weiterverarbeitung festzustellen
- Prüfung der Anwendbarkeit für ein bestimmtes Vertigungsverfahren
- liefern keine messbaren Größen
- schnell und preiswert
Prüfung von: 1. Umformbarkeit, 2. Schweißbarkeit, 3. Haftfestigkeit
technologische Prüfverfahren: Umformbarkeit
Für grobe Bleche >3mm:
- Ermittlung der Fließspannung
- Biegeversuch (Faltversuch) für Flachstäbe: Ermittung Biegewinkel
Für Feinbleche < 3mm:
-Hin- und Herbiegeversuch
- Tiefziehversuch nach Erichson
-Näpfchenzeihversuch
- Zipfelprüfung
für Rohre:
- Rohraufweitungsversuch
- Bördelversuch (Flansch)
technologische Prüfverfahren: Schweißbarkeit
- Unterteilung in Werkstoff: Schweißeignung
Fertigung: Schweißmöglichkeit
Konstruktion: Schweißsicherheit
- Trennung der Verfahren norwendig!
- für Schweißnähte: Biegeversuch
- für Schweißeignung: Implant- Test für Kaltrisse
technologische Prüfverfahren: Haftfestigkeit
für Beschichtungen
- Ritzprüfung ja/nein Test bei vorgegebener Belastung
Belastung bis Substrat zerstört
- Abreißversuch: Bestimmung sigma
- Haftfestigkeit für abziehbare Folien
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Festigkeitsprüfverfahren für schlagartige Belastung
- KSB
- intrumentierter KSB
- Robertson- Veruch mit Gradientenermittlung
- Fallgewichtsversuch nach Pellini
Auswirkung von Temperatur und Verformungsgeschwindigkeit auf Streckgrenze
- Temp. hoch und niedrige Verformgeschw. bewirken Senkung der Steckgrenze
- niedrige Temp. und höhere Verformge. Erhöhung der Streckgrenze
Festlegung der Grenztemperatur
1. Rp0,2 über Verhältnis:Temperatur/Schmelztemp. abtragen
→Bereich 1: Streckgrenze setzt sich aus thermischen und athermischem Teil zusammen (Korngrenzen und Versetzungsbewegungen je höher T desto bessere Bewegung
→Bereich 2: therm. aktivierte Versetzungen kommen hinzu→ Abnahme der Festigkeit
Versetzungsgleiten, Kletterprozesse, Diffusionskriechen, Korngrenzengleitung/- Kriechen
Anmerkung: Kurzzeitversuche: Zugversuch, Warmzugversuch bei Tb1< T grenz
Langzeitversuch: Standzeit Tb2>= Tgrenz
T grenz ca. bei 0,3 bis 0,4 von Ts