Modul 2


L. M.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Einblick in die Grundlagen der Mathedidaktik für die Grundschule. Sie behandeln zentrale Themen wie das Einmaleins, das Hunderterfeld und verschiedene Ansätze zur Problemlösung, darunter Polya's Vier-Phasen-Modell und der Modellierungskreislauf. Die Karteikarten eignen sich besonders für Lehrkräfte und angehende Pädagogen, die ihre didaktischen Fähigkeiten im Mathematikunterricht verbessern möchten. Sie bieten praktische Beispiele und Strategien, um mathematische Konzepte effektiv zu vermitteln und Schülerinnen und Schüler beim Verständnis und Anwenden von mathematischen Operationen zu unterstützen.
Cartes-fiches
17
Utilisateurs
3
Langue
Allemand
Catégorie
Mathématiques
Créé / Mis à jour
16.02.2014 / 14.12.2025

Cartes-fiches

Überfachliche Kompetenzen (HKM)

Personale Kompetenz

Sozialkompetenz

Lernkompetenz

Sprachkompetenz

Allgemeine mathematische Kompetenzen (KMK)

Problemlösen

Darstellen

Kommunizieren

Argumentieren

Modellieren

Inhaltsbezogene Kompetenzen

Zahlen und Operationen

Raum und Form

Muster und Strukturen

Größen und Messen

Daten, Häufigkeit und Wahrscheinlichkeit

Einmaleins-Tafel

Die Aufgaben mit 1 und 10 (Randaufgaben) sind sehr einfach und müssen meist nicht extra gelernt werden. Trotzdem sind es wichtige Aufgaben,das sollten die Kinder wissen; denn man braucht sie zum Errechnen anderer Malaufgaben. Sie sind grün eingefärbt, außer sie gehören zu einer anderen Aufgabenserie.

 

Alle Verdoppelungsaufgaben, also zum Beispiel sowohl 2•4 als auch ihre Tauschaufgaben wie 4•2 sind besonders wichtige Kernaufgaben und bis auf die Aufgabe 2•2, blau eingefärbt.

 

Zu den Malaufgaben mit 5 gehören auch die Tauschaufgaben der 5er-Reihe. Sie sind gelb gefärbt, außer jene Aufgaben, die zu einer anderen Serie gehören.

 

Die Quadratzahl-Aufgaben sind Malaufgaben mit gleichen Zahlen, z. B. 4•4, und rot gefärbt. Sie ergeben sich am Hunderterfeld, wenn man den 1•1-Winkel diagonal verschiebt. 

Didaktisches Stufenmodell (Franke & Ruwisch): Stufen zur Erarbeitung eines Größenbereichs

  1. Erfahrung sammeln/ aufgreifen

  2. Direkter Vergleich von Repräsentanten

  3. Indirekter Vergleich von Repräsentanten (Selbst gewählte Einheiten/ Standardisierte Maßeinheiten)

  4. Umwandeln: Verfeinern und Vergröbern

  5. Rechnen mit Größen

Modellierungskreislauf

Phasen des Modellierens nach K. Maaß

Aufgabe verstehen -> Modell erstellen - > Mathe benutzen -> Ergebnis erklären

Fermi-Problem/Fermi-Frage

 

Quantitative Abschätzung für ein Problem, zu dem zunächst

praktisch keine Daten verfügbar sind.

 

Beispiele:

Zahnärzte in Deutschland

Wie viele Bücher liest „man“ in einem Leben?

Wie viel Zeit verbringen wir mit Arbeit?

Wie oft schlägt ein Herz in einem Leben?

Unterschied zwischen Problemlösen und Modellierens in den Bildungsstandards

Problemlösen

  • mathematische Kenntnisse, Fertigkeiten und Fähigkeiten bei der Bearbeitung

    problemhaltiger Aufgaben anwenden

  • Lösungsstrategien entwickeln und nutzen (z.B. systematisch probieren)

  • Zusammenhänge erkennen, nutzen und auf ähnliche Sachverhalte übertragen

Modellieren

  • Darstellungen der Lebenswirklichkeit (wie z.B. Sachtexten) die relevanten Infos entnehmen

  • Sachprobleme in die Sprache der Mathematik übersetzen

  • innermathematisch lösen und diese Lösungen auf die Ausgangssituation beziehen

  • zu Termen, Gleichungen und bildlichen Darstellungen Sachaufgaben formulieren

Polyas Vier- Phasen- Modell

Stadien des Problemlösens

  1. Verstehen des Problems

    Was ist gesucht? Was genau ist gegeben?

    Kann ich es anschaulich darstellen?

    Zieht mich die Aufgabe an? Verdient sie mein Interesse?

  2. Entwicklung einer Lösungsidee

    Intensive Beschäftigung mit dem Problem; Verwandtes Problem?

    erfolgversprechende Idee (Lösungsplan)

  1. Ausarbeiten einer Lösung

    Ausprobieren des Plans

    Idee mitteilen und erklären

  2. Rückschau & Einordnung

    Prüfen der Lösung

    Resultat oder die Methode für andere Aufgaben brauchbar?

Schriftlich-grafische Kommunikation im ‚Mathe-Chat‘

Im Fokus steht die Rolle der schriftlich-grafischen Kommunikation in kollektiven mathematischen Problemlöseprozessen, daher wird sie ausschließlich auf schriftlich-grafischer Ebene beschränkt.

Die besondere Schwierigkeit dabei ist, die schriftliche Veräußerungsformen zu finden.

 

  • medial klar schriftliche/graphisch (Chat/Whiteboard)

  • konzeptionell eher mündliche (wenig formale, eher emotionale und schnelle Sprache)

Mündliche Kommunikation mit „PriMaPodcasts“

4 Schritte und ihre Kommunikation bei der Erstellung des „PriMaPodcasts“

  • Die Ausgangsfrage

     

  • Die spontane Aufnahme (medial phonisch, konzeptionell mündlich)

     

  • Das Drehbuch (medial graphisch, konzeptionell eher schriftlich)

     

  • Der „PriMaPodcast“ (medial phonisch, konzeptionell eher mündlich)

 

Dieses Konzept eröffnet Möglichkeiten in den folgenden Bereichen:

  • Lernen: schriftlich-grafischen Darstellungsmittel muss durch mündliche Darstellung ‚ersetzt‘ werden

  • Forschen: Fehlen einer Darstellungsebene

    (Bedeutung, was muss ersetzt werden und wie kann dies gelingen?)

  • Diagnose: Ablauf der Erstellung der gibt Hinweiße auf Lernstand

Kriterien zur Beurteilung von Materialien nach Radatz:

Didaktisch (D)

Praktische (P)

Ästhetisch (Ä)

Finanziell (F)

Didaktisch (D)

  • D1: Simultane Zahlauffassung und Zahldarstellung bis 4

  • D2: Quasi-simultane Zahlauffassung und Zahldarstellung bis 10 bzw. 20

  • D3: Erweiterung des kindlichen Verständnisses für mathematische Operationen

  • D4: Übersetzung der Handlungen in Bilder und Symbole

  • D5: Erlauben des zählenden Rechnens

  • D6: Ablösung vom zählenden Rechnen

  • D7: Heuristische und operative Strategien im Zahlenraum bis 20

  • D8: Entwicklung vielfältiger individueller Lösungswege

  • D9: Strukturgleiche Fortsetzung für den Zahlenraum bis 100

  • D10: Andere Unterrichtsinhalte

     

Praktische (P)

  • P1: Einfache Handhabung

  • P2: Bereitstellung und Wegräumen

  • P3: Haltbarkeit

  • P4: Demonstrationsmittel für Lehrer

Ästhetisch (Ä)

Ä1: Naturprodukt

Gestuftes Vorgehen (1x1)

die Einmaleinsreihen werden ihrer Schwierigkeit nach in einer Reihenfolge behandelt

(2 –> 10&5 –> 1&0 –> 4 –> 8 –> 6&3 –> 9 –> 7)

Ganzheitliches Vorgehen

→ ganzheitliche Sicht auf alle 1 x 1-Aufgaben um Zusammenhänge aufzuzeigen

(Materialien: Hunderterfeld, Einmaleins-Tafel und Plan)

 

Étudier