Materialflusslehre

Lehrveranstaltung der TU Dresden Studiengang Maschinenbau -> Dies sind keine offiziellen Fragen! Die Fragen habe ich mir während meiner Prüfungsvorbereitung aus den Vorlesungsmitschriften und -folien generiert

Lehrveranstaltung der TU Dresden Studiengang Maschinenbau -> Dies sind keine offiziellen Fragen! Die Fragen habe ich mir während meiner Prüfungsvorbereitung aus den Vorlesungsmitschriften und -folien generiert


M. K.
Diese Lernkarten behandeln grundlegende und fortgeschrittene Konzepte der Materialflusslehre auf Universitätsniveau. Sie decken Themen wie Planung, Steuerung, Sensoren, Kennzahlen und Systeme ab, mit einem Fokus auf die Optimierung von Prozessen und die Verbesserung der Effizienz in der Logistik. Besonders nützlich sind sie für Studierende und Fachkräfte, die sich mit der Gestaltung und Steuerung von Materialflusssystemen befassen, um wirtschaftliche und effiziente Lösungen zu entwickeln.
Flashcards
81
Students
6
Language
German
Category
Technology
Level
University
Created / Updated
12.02.2015 / 29.07.2019

Flashcards

1.) Definiere Logistik

nach Jünemann:

  • Wissenschaftliche Lehre von der Planung, Steuerung und Überwachung von Stoff-, Energie-, Informations- und Personenflüssen innerhalb eines Systems.

nach DIN 69906

  • Gesamtheit aller Aktoivitäten zum Herstellen, Sichern und zur Verbesserung der Verfügbarkeit für Abläufe innerhalb eines System.

2.) Definiere Materialfluss

nach Jünemann:

  • Die physische Funktion logistischer Prozesse.

nach VDI 3300, DIN 30781

  • Verkettung aller Vorgänge beim Gewinnen, Be- und Verarbeiten sowie bei der Verteilung von Gütern innerhalb fester Bereiche.

3.) Definiere Intralogistik

Die Intralogistik umfasst die Organisation, Steuerung, Durchführung und Optimierung des innerbetrieblichen Materialflusses, der Informationsströme sowie des Warenumschlags in Industrie, Handel und öffentlichen Einrichtungen.

 

4.) Nenne die Kernfunktionen von Warenverteilzentren.

Warenannahme

Wareneingang

Einlagerung

Auslagerung

Kommisionierung

Verpackung

Versand

Inventur und Berichtwesen

5.) Definiere Stückgut

nach DIN ISO 3569

  • Feste Güter mit beständiger Form, die als einzelne Teile transportiert, umgeschlagen und gelagert werden

weitere Unterteilung in:

  • unifiziertes Stückgut
    • Ladeeinheiten
    • sonst. unifiziertes Stückgut
  • nicht unifiziertes Stückgut

6.) Definiere Schüttgut

nach DIN ISO 3435

  • Güter, die sich aus einer Anzahl vorwiegend feter Einzelteilchen zusammensetzen, die im Verhältnis zum betrachteten Gesamtvolumen sehr klein sind und nicht einzeln transportiert, umgeschlagen und gelagert werden.

7.) Nenne Eigenschaften von Gütern.

  • Schüttdichte
  • Schüttwinkel
  • Bruchempfindlichkeit
  • Stapelfähigkeit
  • Klimaempfindlichkeit
  • Lagerfähigkeit
  • Vertäglichkeit

8.) Nenne Einflussfaktoren und deren schädigende Wirkung auf die Vertäglichkeit von Gütern.

Feucht

  • Güter hoher Feucht geben Wasserdampf ab, der von anderen aufgenommen wird

Schädlingsbefall

  • Übertragung tierischer Schädlinge

Gefährlichkeit

  • explosive, feuergefährliche, giftige, ätzende, radioaktive, ansteckungsgefährliche Güter gefährden andere Zusammenlade- und -lagerungsverbot

...

9.) Was versteht man unter unifizieren von Gütern?

Lose, unverpackte Güter haben unterschiedliche Erscheinungsforme. Um sie rationell handhaben zu können, sollen sie zweckmäßigerweise vereinheitlicht, also unifiziert werden.

Unifizieren heißt also Bilden von:

  • Packungen
  • Transport- / und Ladeeinheiten

Zu unifizierende Größen sind z.B.:

  • Länge
  • Breite
  • Höhe
  • Masse

10.) Auf welchen Ebenen kann Unifizieren erfolgen?

  • Verkaufsverpackungen
  • Ladeeinheiten (Behälter, Paletten)
  • Transporteinheit (Container)

11.) Nenne Hauptaufgaben von Versandverpackungen.

  • Waren vor Verlust, Beschädigung, oder Wertminderung zu schützen
  • Menschen, Umwelt und Beförderungsmittel vor schädlichen Einflüssen der Ware zu bewahren

und dabei gleichzeitig

  • eine hochgradige Mechanisierung und Rationisierung von Lager-, Umschlag- und Transportprozessen zu ermöglichen
     

12.) Definiere Verpacken

nach DIN 55405

... ist das Herstellen einer Packung 7 eines Packstückes durch Vereinigung  von Packgut und verpackung unter Anwendung von Verpackungsverfahren mittels Verpackungsmaschinen bzw. -geräten oder von Hand.

13.) Wo sind zahlreiche Begriffe zum Verpackungswesen definiert?

DIN 55405

http://www.kemapack.com/produktinformationen/wissen-und-normen/seminare-und-schulungen

http://de.wikipedia.org/wiki/Verpackungstechnik

14.) Wo sind zahlreiche Begriffe zum Ladewesen definiert?

DIN 30781

http://www.logipedia.de/lexikon/Ladungstr%C3%A4ger

 

15.) Nenne Funktionen von Verpackungen.

Primärfunktionen (technische Beschaffenheit)

  • Schutzfunktion -> Gut, Umgebung
  • Lagerfunktion -> Stapelbarkeit
  • Lade- und Transportfunktion -> Vereinheitlichung, Rationalisierung

Sekundärfunktion (kommutative Funktion)

  • Verkaufsfunktion -> Handhabung, Verkauf als Prozess
  • Werbefunktion -> Ästetik, Identfikation durch Kunde
  • Dienstleistungsfunktion -> Information, Anregung
  • Garantiefunktion -> Garantie, MHD, Produkthaftung

Tertiärfunktionen

  • Zusatzfunktion -> Hinweise zum Recycling

16.) Was versteht man unter Packmittel und nenne welche.

nach DIN 55405

... ist ein Erzeugnis aus Packstoff, das dazu bestimmet ist, das Packgut zu umhüllen oder zusammenzuhalten, damit es versand-, lager-  und verkaufsfähig ist.

  • Beutel
  • Dose
  • Flaschen
  • Kisten
  • Säcke
  • Schachteln
  • Trays
  • und noch viele mehr...

17.) Was sind Einwegtransportsysteme (Handel)?

  • Flachtray
  • Hochtray gestanzt mit Entnahmeöffnung
  • Tray mit flacher Facinghöhe
  • Tay mit Stapelrand
  • L- Tray

18.) Was sind Mehrwegtransportsysteme?

  • Behälter
  • Paletten
  • Container
  • Sonstiges
    • Stapel
    • Bündel
    • ...

19.) Wie sind die Abmaße einer Euro- oder Flachpalette?

1200 mm x 800 mm

 

http://de.wikipedia.org/wiki/Europoolpalette

20.) Nenne typische Methoden zur Ladungseinheitensicherung.

Umreifen

Schrumpfen

Stretchen

21.) Was ist unter den "6 R´s" der Logistik zu verstehen?

Logistik soll sicherstellen das,

  • das richtige Gut
  • zur richtigen Zeit
  • am richtigen Ort
  • in der richtigen Qualität (auch = Menge)
  • mit den dazugehörigen richtigen Informationen
  • zum richtigen ( =  marktfähigen) Preis

ist.

 

22.) Definiere Transformationsprozesse der Logistik

siehe Bild

23.) Nenne Konzepte der Logistik.

  • Kanban
  • Just in Time, Just in Sequence
  • Make or Buy: Outsourcing / Insourcing
  • Steigende Distributionsleistung
  • Supply Chain Management (SCM)
    • Efficiant Consumer Response (ECR)
    • Quick Response (QR)
    • Collaborative Planning, Forecasting and Replenishment (CPFR)
    • Vendor Managed Inventory (VMI)
  • Bestandslose Lager- und Umschlagpunkte
  • Aufkommen neuer Vertriebswege und Systeme -> eCommerce
  • RFID

 

24.) Was versteht man unter dem Just in Time Konzept?

Just in Time ist ein spezielles Konzept zur Steuerung der Material- und Produktflusses in der Logistikkette. Die Grundidee besteht darin, aufeinander folgenden Produktions- und Transportprozesse so zu synchronisieren, dass jeder Prozess das Material genau dann bereitstellt, wenn der jeweilige Nachfolge- Prozess es benötigt, also "Just in Time".

25.) Beschreibe das Prinzip des Kanban- Konzeptes.

Das Kanban- Prinzip beruht darauf, die Fertigung einer Gruppe von in selbststeuernde Regelkreise zu gliedern. Kanban- Karten werden von der Bearbeitungsstufe n ( Verbraucher) an die Bearbeitungsstufe n-1 ( Erzeuger) zurückgegeben, wenn in n ein Sicherheitsbestand angegriffen wird. Sie lösen in n-1 einen Auftrag mit bestimmter Menge aus. Die Größe des Sicherheitsbestandes hängt von der Wiederbeschaffungszeit des Gutes aus Bearbeitungsstufe n-1 ab.

26.) Nenne das Ziel des Supply Chain Managements.

Ziel des SCM ist die Prozesse entlang der gesamten Wertschöpfungskette eines Produktes bzw. einer Produktgruppe zu optimieren.

27.) Nenne Optmierungskriterien des Supply Chain Management.

  • minimale Logistikkosten
  • minimale Bestände
  • minimale Produktentwicklungs- und Durchlaufzeiten
  • hohe Liefertreue
  • hohe Flexibilität

28.) Was versteht man unter dem Bullwhip- Effekt?

Der Bullwhip- Effekt bezeichnet das Phänomen, dass die Variabilität der Nachfrage in Supply Chains vom Endkunden über den Handel bis zu den Produzenten und ihren Zuliferern immer mehr zunimmt.

Der Grund hierfür ist

  • eine Lokale Planung
  • unsichere Nachfrageprognosen
  • Losbildung bei Bestellung
  • Preisfluktuationen
  • Antizipierte Nachfrageüberhänge
  • Kontigentierung

29.) Was versteht man unter SCOR?

SCOR = Supply Chain Operations Reference

... ist ein von Supply Chain Council entwickeltes Geschäftsprozess- Modell mit dem Ziel einer gemeinsamen Sprache zur Beschreibung von Geschäftsprozessen.

Hierarchischer Modellaufbau

  • Level1: Prozesstypen definieren Umfang und Inhalt der Supply Chain sowie deren Kennzahlen
  • Level2: 30 Kern- Prozesskategorien zur Konfiguration
  • Level3: Prozesselemente einschl. Input und Output / Benchmarks / Best Practices
  • Detailierung / Implementierung der Prozesselemente

30.) - Kundenkonzentration -

Konzepte der Logistik Seite 31

31.) Was ist das Ziel von Efficient Consumer Response?

Ziel ist es, ein effizientes Distributionssystem aufzubauen, d.h. den Warennachschub effizient zu gestalten. Dabei wird die Produktion anhand der Nachfrage der Kunden am Verkaufsort gesteuert.

d.h.:

  • Lieferzeitenverkürzung sowie höhere Sicherheit der Versorgung
  • Reduktion der Kosten für Transport und Verpackung
  • Senkung der Rate fehlerhafter Lieferungen
  • Verbesserter Informationsfluss innerhalb der Logistikkette reduziert die Auswirkungen des Bullwhip- Effekts

32.) Auf welche Standartisieungen setzt Efficient Consumer Respons (ECR)?

  • Efficient Unit Load (EUL)
  • European Article Number (EAN)
  • Electronic Data Interchange (EDI)

33.) Was ist Quick Response (QR)?

... ist eine Form der logistischen Pratnerschaft, bei der die tatsächlichen Absatzdaten des Händlers an die Lieferanten mit dem Ziel weitergegeben werden, die Vorhersage-, Mengen- und Zeitplanung zu verbessern.

34.) Was ist Vendor Managed Inventory (VMI)?

... ist ein partnerschaftliches Konzept zwischen Lieferant und Kunden, bei dem der Lieferant für die Bestandsteuerung und Warenversorgung auf der Wareneingangsseite des Kundens verantwortlich ist. Daraus ergibt sich eine Reduktion der Dispositionskosten auf der Seite des Kunden, eine verbesserte Kapazitäts- und Transportplanung auf der Seite des Lieferanten, sowie die Erhöhung der Bindung zwischen den beteiligten Partnern.

35.) Was versteht man unter Collaborative Planning, Forecasting and Replenishment (CPFR)?

CPFR = Gemeinschaftliche Plannung, Vorhersage und Nachschub

... ist ein partnerschaftliches Konzept zwischen Liferant und Kunden, bei dem durch den Austausch von Informationen die Sicherstellung und Verbesserung der Warenversorgung des Kunden gewährleistet ist. Hierbei bringt der Lieferant Informationen über seine Produktionskapazitäten, des Bestellverhalten des Kunden sowie Versorgungsengpässe seiner Lieferanten ein. Das Handelsunternehmen seinerseits stellt Abverkaufszahlen, Prognosen sowie Umfang und Zeitpunkte geplanter absatzfördernder Maßnahmen zur Verfügung.

36.) - Warenlose Umschlagpunkte -

Cross Docking

37.)  - RFID -

  • Digitale, Chip gestützte Codierung und Identifizierung
  • Kosteneinsparung in Wareneingang und Versand; ermöglicht u.a. berührungslose Erfassung ohne Sichtkontakt und Pulkerfassung
  • Übergeordnetes Ziel: Transparenz der Warenströmen; Echtzeitverfügbarkeit von Daten
  • Möglichkeit selbstgesteuerter, intelligenter Behälter im Materialfluss
  • Zur Integration umfangreiche Änderung in der EDV (Middleware) erforderlich; Kostenfrage für Produzenten

38.) Nenne Formen Materialflusstechnischer Lösungen.

  • Krane
  • Regalbedinegeräte
  • Gabelstapler
  • Elektrohängebahn
  • Power & Free
  • Flurförderzeuge

39.) Wie werden Fördermaschinen untergliedert?

  • Unstetigförderer; Stetigförderer
  • Flurförderer; Flurfreie Förderer

40.) Definiere Stetigförderer

Stetigförderer sind Maschinen, die das Gut in einem kontinuirlichen, getakteten oder auch ungetakteten Gutstrom auf einem durch ihre Bauteile festgelegten Förderweg bewegen, der die Gutaufgabestelle und Gutabgabestelle miteinander verbindet.

Study