Massage - 1. Grundlagen

Grundlagen der Massage-Theorie - Massageformen - Massagebehandlungen - Wirkungsprinzipien

Grundlagen der Massage-Theorie - Massageformen - Massagebehandlungen - Wirkungsprinzipien

Helen Singh Johal
Study

Helen Singh Johal
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Einblick in die Grundlagen der Massage, insbesondere für medizinische Laien. Sie konzentrieren sich auf verschiedene Techniken wie Streichungen, Knetungen und Vibrationen, die mit Händen, Daumen und Fingern ausgeführt werden, um Muskeln, Haut und Bindegewebe zu behandeln. Die Karteikarten erklären die Wirkungen dieser Methoden, wie Entspannung, Durchblutungsförderung und Lockerung von Verspannungen, und sind ideal für alle, die die Grundlagen der Massage verstehen und anwenden möchten.
Flashcards
16
Students
6
Language
German
Category
Medical
Level
Other
Created / Updated
03.05.2014 / 18.04.2021

Flashcards

Behandlungsablauf

  • Einölen, Kontaktaufnahme
  • bei verspannten Personen leichte Schüttelungen
  • Einleitungsstreichungen, Teilstreichungen
  • Grundgriffe von der Oberfläche in die Tiefe
  • zuerst rechte, herzentfernte Seite
  • zentrale Abschnitte am Rumpf
  • periphere Gebiete
  • dazwischen Muskeldehnungen, Muskel- und Gelenklockerungen, Streichungen
  • zum Schluss Ganzkörperschüttelungen, Vibrationen, Ausleitungsstreichungen
  • Nachruhe von 5-20 Minuten

Behandlungsserie

  • Behandlungsdauer: 30-60 Minuten
  • Seriedauer: 9 Massagen
  • Seriesequenz: täglich, alle 2-3 Tage, wöchentlich
  • Seriepause: Hälfte der Serie-Dauer, um herauszufinden, wie sich die Situation ohne Behandlung entwickelt

Handgriffe

  • Effleurage:
    • flächige Streichung
    • Drückung
    • Dehnstreichung
    • Erwärmungsgriffe
  • Petrissage:
    • Knetung
    • Walkung
    • Geweberolle
  • Friktion:
    • Reibung
    • Zirkelung
  • Tapotement:
    • Klopfung
  • Vibration:
    • Erschütterung
    • Schüttelung

Effleurage

Methode:

  • grossflächige streichende Bewegungen
  • am Verlauf von Muskeln und Knochenleisten
  • an den Extremitäten von distal nach proximal

Griffarten:

  • Handfläche
  • Handrücken
  • Faust
  • einzelne Finger
  • einhändig
  • zweihändig
  • mit beschwerter Hand
  • mit unbeschwerter Hand

Effleurage - Wirkung

Lokal:

  • Rötung, Erwärmung der Haut
  • Gefässerweiterung (Dilatation), Beschleunigung und Zunahme:
    • der arteriellen Durchblutung
    • des venösen Rückflusses
    • des lymphatischen Rückflusses
  • Erhöhung des Stoffwechsels:
    • der Nährstoffzufuhr
    • des Schlackenabtransports
  • Steigerung der Regenerierung:
    • mehr Abwehrstoffe
    • Abbau von krankhaften Gewebsveränderungen
  • Verbesserung der Verschieblichkeit aller Gewebe:
    • der Elastitzität an Sehnen, Bändern, im Bindegewebe
    • Erhöhung der Bildung von Gelenkflüssigkeit

Reflektorisch:

  • Tonussenkung des Muskels über Eigen- und Fremdreflex
  • segmentale Wirkung auf innere Organe
  • Beruhigung und Entspannung durch Reizung der sensiblen Nerven und über Hirn (limbisches System)

Flächige Streichung

Methode:

  • grossflächige, leichte, ruhige streichende Bewegungen
  • leichter Druck
  • angenehmster und entspannendster Handgriff

Zweck:

  • einleitende Streichung: Kontaktaufnahme, Verteilen des Öls/Crème/Balsam, allgemeine Entspannung, Gewebstastung
  • überleitende Streichung: Verbinden von zwei Griffarten
  • beruhigende Streichung: Erholungspause nach stark reizenden Griffen
  • abschliessende Streichung: Entspannung der Muskulatur, Erholung für den Patienten

Wirkungsort:

  • Haut
  • Bindegewebe

Drückung

Methode:

 

Zweck:

 

Wirkungsort:

  • tiefe Muskulatur
  • Periost

Dehnstreichung

Methode:

  • leichter bis mittlerer Druck

Zweck:

  • Dehnreiz in der Haut

Wirkungsort:

  • Haut

Erwärmungsgriffe

Methode:

  • flache Hand, Handkante oder flacher Teil der Faust
  • ein- oder beidhändig
  • kreisende, sägende oder schiebende Bewegungen
  • schnelle Bewegung
  • leichter bis mittlerer Druck

Zweck:

  • Vorbereitung auf Geweberollen, Knetungen, Zirkelungen
  • Aufwärmung wenn der Patient fröstelt oder die Haut sich kalt anfühlt (evtl. sogar vor Einleitungsstreichung)

Wirkung:

  • Erwärmung, Rötung und Mehrdurchblutung (Hyperämie) der Haut
  • anregend, tonisierend

Wirkungsort:

  • Haut
  • Bindegewebe

Geweberolle

Methode:

  • zwischen Daumen und Fingern eine Haut-Unterhautfalte von der darunterliegenden Muskelschicht abheben und vorwärts rollen
  • rollend, unterbrochen rollend, an Ort abhebend oder verwindend

Zweck:

  • zu Beginn der Massage (nach Streichungen, Erwärmungsgriffen)
  • Lösen von Verspannungen, Verklebungen, Verbackungen

Wirkung:

  • Verbesserung der Verschieblichkeit zwischen:
    • Muskelfaszie und Unterhaut
    • Unterhaut und Lederhaut
  •  

Wirkungsort:

  • Haut
  • Bindegewebe

Petrissage

Methode:

  • Knetung: Wirkung auf die Muskulatur wird von den Händen des Therapeuten erzeugt
  • Walkung: Wirkung auf die Muskulatur durch den Druck des Muskels auf die darunter liegenden Knochen
  • Haut und Muskulatur werden entweder zwischen Daumen, Zeige- und Mittelfinger oder mit der ganzen Hand/beiden Händen gefasst und geknetet bzw. gewalkt

Zweck:

  • löst Verspannungen
  • verbessert die Durchblutung

Wirkungsort:

  • Unterhautbindegewebe
  • oberflächliche Muskulatur

Zweihandknetung

Methode:

  • für grosse bauchige Muskeln wie Quadrizeps, Adduktoren, triceps surae (Wade)
  • Hände parallel nebeneinander auf den Muskel legen
  • Muskel in die wölbenden Handinnenflächen ansaugen, Finger auf eine Linie bringen
  • rhythmischer Wechsel der Druckphasen von Daumenballen und Kleinfingerballen, dadurch S-förmige Verwindung der abgehobenen Muskelmasse
  • Wechsel: Daumen der ziehenden Hand hinter den Daumen der mit Daumenballen stossenden Hand legen und Finger lösen, Finger der anderen Hand anlegen und Daumen heben

Friktion

Methode:

  • Reibung, Zirkelung
  • die Fingerspitzen oder die Handballen führen kleine, kreisende Bewegungen auf dem Muskel aus
  • vorsichtig einsetzen, kann starke Schmerzen und evtl. Verletzungen verursachen

Zweck:

  • löst Verspannung und Verhärtungen der Muskulatur

Wirkungsort:

  • tiefe Muskulatur
  • Periost

Tapotement

Methode:

  • Klopfung
  • kurze, schlagende Bewegungen mit der Handkante, der flachen Hand oder den Fingern

Zweck:

  • fördert die periphere Durchblutung
  • verändert den Tonus der Muskulatur
  • mit der Hohlhand auf Höhe der Lunge: verbessert die Schleimlösung in der Lunge

Wirkungsort:

  • alle Gewebe

Vibration

Methode:

  • Erschütterung
  • Auflegen der Fingerspitzen oder flachen Hand
  • Erzeugen von Muskelzittern

Zweck:

  • lockernd, krampflösend

Wirkungsort:

  • bis in tiefer gelegene Gewebe und Organe

Schüttelung

Methode:

 

Zweck:

 

Wirkungsort:

  • Muskelgruppen

Study