maschinelle Beatmung

zur Vorlesung vom 19.05.2016 (1)

zur Vorlesung vom 19.05.2016 (1)


Z. S.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über die maschinelle Beatmung auf Universitätsniveau. Sie decken Themen wie Beatmungssysteme, Spontanatmung, PEEP, Atemzugvolumen und verschiedene Beatmungsformen ab. Die Karteikarten sind besonders nützlich für Medizinstudenten und Fachpersonal, die sich mit den Prinzipien, Indikationen und Nebenwirkungen der Beatmung vertraut machen möchten.
Flashcards
45
Students
7
Language
German
Category
Medical
Level
University
Created / Updated
04.06.2016 / 10.02.2026

Flashcards

O2-Aufnahme eines 70kg schweren Menschen in ml/min

CO2-Abgabe eines 70kg schweren Menschen in ml/min

Def.: respiratorischer Quotient

\(respiratorischer Quotient = {CO2-Abgabe \over O2-Aufnahme}\)

physiologisch: 0,9

bei kohlenhydratreicher Ernährung: 1,0

Partialdrücke: pO2 und pCO2

in

  • Einatemluft
  • Alveolarluft
  • Ausatemluft
  • Lungenarterie (venös)
  • Lungenvene (arteriell)

normale Atmung bei einem 70kg schweren Menschen

  • AMV
  • AZV
  • Frequenz

  • AMV: 6-7l/min
  • AZV: 500ml
  • Frequenz: 12-15/min

Abkürzung: TLC

totale Lungekapazität

Abkürzung: FRC

funktionelle Residualkapazität

Abkürzung: IC

Inspirationskapazität

Abkürzung: VC

Vitalkapazität

Abkürzung: RV

Residualvolumen

Abkürzung:IRV

inspiratorische Reservekapazität

Abkürzung: ERV

exspiratorische Reservekapazität

Abkürzung: AZV

Atemzugvolumen

Synonym: AZV

TV

Abkürzung: TV

Tidalvolumen

Weshalb ist die FRC für den Anästhesisten so wichtig.

Die FRC wird bei der Präoxygenierung vor der Intubation dafür ausgenutzt, ein Sauerstoffdepot von 2-2,5l O2 zu schaffen, welche sein Reservoir für 8-10min bildet.

Indkationen zur Beatmung (3)

  1. respiartorische Insuffizienz
  2. Narkose
    • wg. Muskelrelaxantien oder starken Opioiden → Atemdepression
  3. operationsbedingte Gründe
    • z.B. wegen Thoraxeröffnung

Def.: Partialinsuffizienz

  • Versagen der Atempumpe (Ventilationsstörung)
  • → pCO2 erhöht

oder

  • Störung des pulmonalen Gasaustausches (Oxygenierungsstörung)
  • → pO2 erniedrigt

 

Def: Globalinsuffizienz

Kombination beider Störungen

  • pCO2 erhöht
  • pO2 erniedrigt

unphysiologische Überdruckbeatmung

Weshalb ist die Spontanatmung der passiven Beatmung überlgen?

Bei der Spontanatmung dehnt sich das Zwerchfell gleichmäßig nach kaudal aus.

Bei der passiven Beatmung ist die Zwerchfellexkursion eingeschränkt. Hierbei verteilt sich das Atemzugvolumen vornehmlich auf die ventralen - weniger gut perfundierten - Bereiche.

→ ungünstige Verteilung von Ventialtion und Perfusion

⇒ pO2 sinkt

 

Vergleich des intrathorakalen Drucks bei Spontanatmung und passiver Beatmung.

Bei der Spontanatmung wird der intrathorakale Druck in Inspiration negativ und in Exspiration positiv.

Bei der passiven Beatmung gibt es nur positive Drücke. → vgl. PEEP

Deswegen imitiert die künstliche Beatmung nur das physiologische Flussmuster.

Risiken und Nebenwirkungen der Beatmung

Folgen des erhöhten intrathorakalen Drucks (5)

Risiken und Nebenwirkungen der Beatmung

  • Gefahr der Pneumonien und damit verbundener Letaliät

Klausur: Narkose und Beatmungssysteme

Typen allgemein (4) und Beispiele

 

  1. offenes System z.B. Schimmelbusch-Maske
    • nicht mehr verwendet
  2. halboffenes System z.B. Handbeatmungsbeutel
  3. halbgeschlossenes System z.B. Intensivrespirator (das "normal" genutzte Beatmungsgerät)
  4. geschlossenes System
    • werden heute kaum verwendet

Klausur: Narkose und Beatmungssysteme

 

Klausur: Frischgasluft < AMV

Klausur: Frischgasfluss > AMV

Klausur: Welches System? und Werte

  • high-flow
  • low-flow
  • minimal-flow

 

halbgeschlossenes System

  • high-flow: < 2l/min
  • low-flow: < 1l/min
  • minimal-flow: <0,5l/min

Klausur: Welches System? und Wert

  • metabolic flow

geschlossenes System

  • 0,25l/min

Funktion des Atemkalks

Umwandlung von CO2 in H2O und Wärme

Dank eines pH-Indikators verändert der Atemkalk seine Farbe bei Verbrauch.

 

Beatmungsformen (5)

  1. VCVPCV
  2. BiPAP
  3. ASB = SIMV
  4. CPAP

Abkürzung: VCV

volumen controlled ventilation

VCV/volumenkontrollierte Beatmung

  • Abb. zum Atemzyklus
  • Was muss man überwachen?

VCV/volumenkontrollierte Beatmung

  • Druck muss überwacht werden
  • pPlateau: Luft verbleibt kurzzeitig im patienten; während dieser Phase findet keine Gaszufuhr mehr statt (no-flow-Intervall)

Abkürzung: PCV

pressure controlled ventilation

PCV/druckkontrollierte Beatmung

  • Abb. zum Beatmungszyklus
  • Was muss überwacht werden?

PCV/druckkontrollierte Beatmung

  • Das Volumen muss überwacht werden.

Einstellung des PEEP auf ...mmHg, weil ...

Einstellung des PEEP auf  5mmHg, weil sich in diesem Bereich meist der untere Umschlagspunkt der Ruhedehnungskurve der Lunge befindet und dieser entspricht dem Eröffnungsdruck der meisten Alveolen.

Beatment man mit FIO2 = 100%?

Nein, wegen sog. Resorptionsatelektasen (schlecht belüftete Alveolen kollabieren nach der Resorption von O2)

Daraufhin kommt es zum Euler-Liljestrand-Mechanismus.

Abkürzung: BiPAP

bisphasic positive airway pressure

BiPAP

  • Def.
  • Abb. zum Beatmungszyklus

  • druckkontrollierte Beatmung, die aber Spontanatmung zulässt
    • Einstellung von oberem und unterem (=PEEP) Beatmungsdruck
  • Atemfrequenz wird maschinell eignestellt
  • wichtig für das weaning

Def.: weaning

Entwöhnung von der Beatmung

Abkürzung: ASB

assisted spontaneous breathing

Study