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Sprache Deutsch
Stufe Universität
Erstellt / Aktualisiert 22.06.2016 / 20.07.2016
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Was bedeutet das Intermedia Agenda-Setting?

Einzelne Medien oder PR berichten über Themen, die von anderen Medien übernommen werden: Leitmedien beeinflussen Themenagenda anderer Medien

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Was bedeutet Agenda-Building?

Faktoren, welche Einfluss auf die Entstehung der Medienagenda haben

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Was sagt die Kultivierungsanalyse aus? Was gibt es für Kritik?

Vielseher übernehmen Medienrealität nach einer gewissen Zeit. Beispiel: Nach Krawalle in Bern könnte Vielseher das Gefühl haben, er müsse auf den Strassen Angst haben. Ginge er mehr in die Stadt, würde er bemerken, dass die Sitation nicht so tragisch ist.
Kritik: Richtung des Zusammenhangs unklar, Drittfaktoren nicht berücksichtigt, Nutzung/Verstehen nicht homogen

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Was sagt die Wissenskluft-Perspektive aus?

Steigt die Berichterstattung über ein Thema, eignen sich Menschen mit höherer Bildung und / oder höherem sozialem Status die Medien-Info rascher an als das Segment mit tiefer Bildung / Status. Es werden zwar alle schlauer, doch die Wissenskluft wird immer grösser.

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Was wird an der Wissenskluft-Perspektive kritisiert?

  • Wissenskluft orientiert sich zu stark an Bildungswissen: Defizit-Perspektive
  • In der postmodernen Gesellschaft ist Motivation wichtiger: Differenz-These
  • Zugangs-vs. Nutzungs-vs. Rezeptionsklüfte
  • Wissensbegriff zu generell
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Was bedeutet der Begriff Agenda-Setting?

Wann welches Thema in den Medien behandelt wird.

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Was sind die Medienwirkungseffekte während der Prä-kommunikativen Phase?

Auswahl der Medien vom Angebot abhängig, Agenda-Setting-Prozesses

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Was sind die Medienwirkungseffekte während der Kommunikativen Phase?

Wissensstand der Bevölkerung => Wissenskluft, Kommunikative Bedürfnisse (uses-and-gratification), Soziale 2-Stufen-Flussmodell

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Was sind die Medienwirkungseffekte während der Post-kommunikativen Phase?

Verhaltensänderung (1. Phase), Einstellungsänderung (2. Phase); Wirkung von eigener Einstellung abhängig

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Welche 3 Phasen gibt es im Kommunikationsprozess und was bedeuten sie?

  1. Prä-kommunikative Phase: Motivation und Auswahl der Mediennutzung
  2. Kommunikative Phase: Was geschieht während der Mediennutzung?
  3. Post-kommunikative Phase: Was geschieht nach der Mediennutzung?
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Was ist die Annahme des Schweigespirale-Modells?

Bereitschaft öffentlich seine Meinung zu äussern, hängt von wahrgenommener Mehrheitsmeinung ab
Beispiel: Wenn Medien über SP berichten obwohl Mehrheit SVP wählt, glauben dessen Wähler, dass sie in Minderheit sind und getrauen sich nicht mehr öffentlich zu äussern

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Was kann man am Schweigespirale-Modell kritisieren?

  • Empirische Befunde widersprüchlich
  • Empirische Analysen kritisiert: methodisch ungenügend (keine Drittfaktoren berücksichtigt, keine richtige Inhaltsanalysen durchgeführt etc.)
  • Grundannahmen: Furcht vor Isolation tatsächlich universelles Prinzip, das Handlungen leitet? Hat dies wirklich Auswirkung auf geheime Wahlen?
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In der Wahlwerbung der SVP (Welcome to SVP-Song) wurden keine politischen Inhalte vermittelt. Welche Ziele wurden damit aber erreicht?

  • erhält Aufmerksamkeit der Medien -> Leute sprechen über sie -> Medienwirkung erreicht
  • Politikunentschlossenen wird Entertainment geboten und damit angeworben
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Weshalb hat die ausführliche Berichterstattung zum Thema «Flüchtlingskrise» der SVP bei den Wahlen möglicherweise geholfen, obwohl nicht die gesamte Berichterstattung inhaltlich auf SVP-Linie lag?

Die SVP hat mit ihrer Ausschaffungsinitiative zur Zeit der Flüchtlingskrise die ganzen Medien dominiert und wurde konstant erwähnt. Dadurch dachte jeder bei Wort Flüchtlingskrise jeder an die SVP, da die Migrationsfrage ihr Parteiprogramm dominiert. Wichtig hier ist das «Agenda Setting».

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Wieso braucht es einen Finanzausgleich innerhalb der SRG?

Die Suisse Romande, Svizzera italiana und Svizra rumantscha sind von ihrer Bevölkerungszahl her nicht in der Lage, mit ihren Gebührengeldern qualitativ gleichwertige Radio- und Fernsehprogramme anzubieten.

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Nenne Gesellschaftskonzeption, Effektebene und Modell der Phase wirkungstarke Medien (1930er Jahre)

  • Gesellschaftskonzeption: Masse von isolierten Menschen (instinkt-gesteuert)
  • Effektebene: Verhalten
  • Modell: Stimulus –Response –Modell (uniforme Beeinflussung)
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Nenne Gesellschaftskonzeption, Effektebene und Modell der Phase wirkungsschwache Medien (1950/60er Jahre)

  • Gesellschaftskonzeption: Kleingruppen mit Konformitätsdruck
  • Effektebene: Einstellungen
  • Modell: S-O-R - psychologische und soziologische Perspektive
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Nenne Gesellschaftskonzeption, Effektebene und Modell der Phase der neuen Konzepte (ab 1970)

  • Gesellschaftskonzeption: differenzierte Bedürfnis-befriedigende durch aktive Individuen
  • Effektebene: Motive und Kognitionen, zunehmend auch Affekte
  • Modell: Aktiver Rezipient Prozessperspektive, Langfristigkeit und Makroebene
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Was spricht gegen die "empirischen Belege" für Massenpanik nach dem "Invasion from Mars" Hörspiel?

  • Radioprogramm klar als Hörspiel erkennbar, mit Titel angekündigt
  • Gewisse Handlungen nicht plausibel: z.B. zeitliche Abfolge so nicht möglich (Halbe Welt innerhalb 30 Minuten zerstört)
  • Probealarm am selben Abend
  • Schwach abgestützte Belege
  • Fast keine eigenständige Berichterstattung möglich (Hörspiel kurz vor Redaktionsschluss)
  • Hinweise, dass keine Panik stattfand (Thema verschwindet rasch aus öffentlicher Berichterstattung)
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Welche Einwände gibt es gegen die wissenschaftliche Studie "Pro Massenpanik Invasion from Mars"?

  • Befragung nicht valide: Personen kreuzen an, während Hörspiels gespannt zu sein => führt noch nicht zu entsprechender Handlung
  • Fokussierung bei Befragung auf Extremfälle=> unbrauchbare Stichprobe
  • Second-hand-Fear: Personen nehmen Personen wahr, die ins Kino stürmt, um zu warnen
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Wieso war die Medienwirkungsforschung 1930 relevant?

Grosses Interesse der

  • Wirtschaft: Werbe-, PR-Wirkungen
  • Politik: Propaganda- und Wahlforschung
  • Kultur, staatliche Behörden (Schutz Bevölkerung)
  • Medien: Publikumsforschung
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Definiere Medienwirkung

Intendierte, kurzfristige Beeinflussung von Meinungen und Verhaltensweisen durch bestimmte, vorab persuasive Medienbotschaften

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Was war die Ausgangslage für die Medienwirkungsforschung der 50er und 60er Jahre?

Beobachtung, dass nur 10% aller Wähler 1940 ihre Einstellung veränderten, obwohl Propaganda ausgesetzt waren (Lazarsfeld-Studie 1969)

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Wie lässt sich diese Ausgangslage (50er und 60er Jahre) psychologisch erklären?

  • Basierte v.a. auf Konsistenz-Theorien (z. B. Festingerkognitive Dissonanz): Menschen bilden aufgrund ihrer Erfahrungen stabile Einstellungen, bestehend aus 3 Komponenten:
    • Kognitiv: subjektive Meinungen, faktisches Wissen
    • Affektiv: für oder gegen Einstellungsobjekt
    • Konativ: latente Verhaltensbereitschaft
  • Annahme: Menschen wollen Konsistenz in ihren Einstellungen
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Wie lässt sich die psychologische Erklärung (50er und 60er Jahre) auf Gesellschaft und Politik übertragen?

  • Erklärung: Stabile Einstellungen (Wahlabsicht) verhindern Konflikte mit Personen im sozialen Umfeld, Mitglieder einer Gruppe teilen geteilte Einstellungen
  • Funktion der Medien im Wahlkampf: aktivieren latente Prädispositionen => verhindert Abwanderung von Wählern, verstärkt deren Absicht zu wählen
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Wie funktioniert das Zwei-Stufen-Fluss-Modell (1940) von Lazarsfeld?

Information gelangt zuerst zu den Meinungsführern und von diesen an die übrigen Wähler
-->Meinungsführer grossen Einfluss auf Wähler

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Wie funktioniert das S-R Modell?

Medienaussage als Stimulus (S) --> Reaktion (R) als Medienwirkung
Uniforme Beeinflussung von Verhalten

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Wie funktioniert das S-O-R-Modell?

Medienaussage als Stimulus (S) --> Rezipient als mediatisierender Organismus (O) --> Reaktion (R) als Medienwirkung
Medieneffekte durch Mediennutzer vermittelt: Hauptwirkung der Medien nicht Verhaltensänderung sondern Bestätigung und Verstärkung bestehender Meinungen und Einstellungen

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Nenne zwei Anwendungsbeispiele des S-O-R-Modells

  • Telefonkampagne der SP im Wahlkampf 2015
    -->Leute, die schon in Kontakt mit der SP waren, überzeugen
  • Idealtypische Verläufe der Meinungsbildung bei Volksabstimmungen (Claude Longchamps 2005)
    -->Es gibt Prädispositionen (Prägungen), welche sich auf Abstimmungen auswirken - die Abstimmungsgegner zielen auf diese und deshalb sinkt der Ja-Stimmen
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Welche Rechtsnorm hat die SRG?

Verband von Vereinen und Genossenschaften in privater Rechtsform --> KEIN Staatssender!!!!!!, KEIN öffentlich-rechtlicher Sender!