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Marketing Theorie

Marketing Theorie


Anonym Man
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über Marketingstrategien und -konzepte auf Universitätsniveau. Sie decken Themen wie Produktmanagement, Preispolitik, Markenführung, Distribution und Kundenbeziehungsmanagement ab. Besonders hilfreich für Studierende und Marketingprofis, die ihr Wissen vertiefen und praktische Anwendungen verstehen möchten.
Flashcards
89
Students
6
Language
German
Category
Marketing
Level
University
Created / Updated
27.12.2014 / 01.05.2017

Flashcards

 Was ist Marketing?

Siehe Bild  (Prozessorientierte Definition).

Wie hat sich die Marketingdefintion im Lauf der Zeit verändert?

Siehe Bild.

 

-Fokus wurde mit der Zeit vom Unternehmen zum Kunden verschoben
(value for customers, und nicht mehr nur organizational goals)

-Von der Produktionsorientierung zur Verkaufsorientierung und heute zur Marketingorientierung
(Absatz Produkte -  Umsatz -  Kundenzufriedenheit/Wettbewerbsvorteil)

Konsumentenverhalten: Aufbau des SOR-Schema/Modells?

 


S: Stimulus (Reiz)   -> Einflussfaktoren, visuelle Reize, auditive Reize etc.

O: Vorgänge im Organismus, siehe auch Intervenierende Variable    

  •     Informationsverarbeitung
  •     Motivation
  •     Einstellung
  •     Persönlichkeit
  •     Kultur

    R: Reaktion des Organismus

  •    Kauf
  •    Wiederkauf
  •    Weiterempfehlung

 

Welche Aktivierungsformen durch äussere Reize gibt es?

  • Emotionaler Stimulus: (zB. Plakat mit Frau im Bikini)
  • Kognitiver Stimulus: Rationale, Wahrnehmung (zB. Fernseherkauf)
  • Physischer Stimulus: (zB. Lamborghini als Statussymbol)

 

Anmerkung: Innere Reize wären Hunger, Müdigkeit etc.

Nenne die Aktivierenden Prozesse und Zustände.

1. AKTIVIERUNG der Kunden

2. EMOTIONEN vermitteln

3. MOTIVE analysieren und befriedigen

4. EINSTELLUNGEN bilden und beeinflussen

Definition von Aktivierung (bezüglich Konsumentenverhalten)?

• Aktiviertheit ist die Intensität der physiologischen Erregung
des Zentralnervensystems. (Trommsdorff, s. 42)

• Aktiviertheit ist Leistungsbereitschaft für Prozesse,
insbesondere zu denken, zu fühlen und zu handeln. (Trommsdorff, s. 42)

• Die Stärke der Aktivierung ist ein Mass dafür, wie wach,
reaktionsbereit und leistungsfähig der Organismus ist.
(Kroeber-Riel, S. 61).

Bedeutung der Emotionen

• Konsumenten werden durch emotionale Reize eher aktiviert, nehmen
damit mehr Informationen auf, verarbeiten sie besser und können sie
länger behalten. (Foscht)

• Emotionale Reize sind besonders wirksam, wenn sie biologisch
vorprogrammiete Reaktionen im Menschen auslösen. (Foscht)

Aufbau einer Mean-End-Analyse?

Mean = Produkt als geeignetes Mittel wahrnehmen
End = um die Bedürfnisse zu befriedigen, Zweck

 

Beispiel: Coca Cola Zero

Produkteigenschaft: Zuckerfrei
Nutzenkomponenten: Gewicht halten, Gutes Aussehen
Werthaltungen: Geselligkeit/Freundschaft

 

Beispiel 2: Aus Unterricht, Cookie während Pause

Mean / Mittel = Cookie
End / Zweck = Pause, Socializing

 

(Bild enthält Grundstruktur einer Mean-End-Kette für Laufschuhe)

Welche 3 Komponenten der Einstellungen gibt es? (Einstellung gegenüber Produkt)

Affektive* Komponente = (*emotional, motivational) nicht rational, relativ pauschale Beurteilungen
zB. "Schule finde ich langweilig", "L'Oreal Shampoo finde ich gut"

Kognitive* Komponente = (*Wissen, Erfahrung) Überzeugungen
zB. "Hybridantriebe reduzieren den Ausstoss an CO2 Abgasen"

Handlungsbezogene Komponente = Bezieht sich auf das Verhalten
zB. "Ich saufe nicht, wenn ich Auto fahren muss", "Ich kaufe nur Bio-Produkte ein"   (Ich-bezogen)
 

 

Nach welchen Rasterkriterien misst man das Involvement des Kunden?

Siehe Bild.

3-Speichermodell nach Atkinson und Shiffrin?

 

(Kognitive Prozesse: Aufnahme, Verarbeitung, Speicherung von Information)

Siehe Bild.

 

-Informationsaufnahme geschieht ganz links 
(INPUT/STIMULI)

-Informationsverarbeitung im zentralen Speicher (Kurzzeitspeicher)
(OUTPUT/RESPONSE)

-Informationsspeicherung geschieht ganz rechts

Was bedeutet Framing im Bereich Informationswahrnehmung? (Beispiele zur Subjektivität der Wahrnehmung)

Informationen in einen Kontext bringen und dafür zu sorgen, dass Leistungen von der Umwelt "richtig" wahrgenommen werden.


Beispiel 1: Vervollständige Wort _ans

Wir geben einen Kontext: Franz, Mark, _ans oder Fuchs, Eule, Vogel, _ans

Beispiel 2: Siehe Bild

Wofür steht der Ausstrahlungseffekt bei der kognitiven Beurteilung von Informationen? (Beurteilungsmuster)
 

Schluss von einem Eindruck auf einen anderen Eindruck.
Übertragung des Images eines Produkts/Unternehmen auf ein anderes Produkt als Ausstrahlunseffekt.

  • Eindruck 1 -> Eindruck 2
  • Beispiel: M-Budget -> Günstige Produkte
    • family branding, line extension (Nestle usw.)
  • family branding

Wofür steht der Halo-Effekt -bei der kognitiven Beurteilung von Informationen? (Beurteilungsmuster)

  • Schluss von gesamter Produktqualität auf einen einzelnen Eindruck.
    • Copy Branding (Rivella, Mivella) oder Look Alike Packaging
  • Rückschluss von Qualitätsurteil auf Wahrnehmung einzelner Eigenschaften
    • Produkt -> Eindruck


Andere Definition aus Internet:

Der Halo-Effekt umschreibt dabei das Phänomen, daß die allgemeine Wahrnehmung und die Bewertung von Objekten oder Personen auf andere Eigenschaften übertragen wird. In der Absatzwirtschaft zeigt sich der Halo-Effekt (halo = Heiligenschein) darin, daß die Beurteilung einzelner Attribute eines Produktes von einem bereits gebildeten Oualitätsurteil abhängt.In der Personalwirtschaft äußert sich der Halo-Effekt bei der Leistungsbewertung darin, daß ein bestehender Gesamteindruck sich auf die Beurteilung einzelner Anforderungen auswirkt. (Beispiel: comparis)
 

Welche unterschiedliche Positionierungsziele je nach Kaufentscheidungstyp gibt es?

 

 

(Raster-> Involvement)

  1. Erlebnisorientierte Positionierung
  2. Gemischte Positionierung
  3. Förderung der  Bekanntheit / Aktualität
  4. Sachorientierte Positionierung

Siehe Bild.

3 Umwelteinflüsse/-faktoren die auf den Konsumenten einwirken?

Physische Umwelt

  • Laden / Point of Sale (POS) -> Düfte, Musik usw.
  • Verpackung
  • Positionierung im Laden
  • Beispiel: Swisscom Shop -> Wohnzimmer-Atmosphäre, zum Verweilen einladend


Soziale Umwelt

  • Mikroumwelt: Familie, Bezugsgruppen*
    • *starker Einfluss auf Kaufverhalten, insbesondere Opinion Leader -> Personen mit grossem persönlichen Einfluss
  • Makroumwelt: Kultur, Soziale Schicht


Medien

  • Massenmedien
  • Marketingmassnahmen

Wie funktioniert das Konformitäts-Experiment nach Solomon Asch (1951/1955) ?

Linien-Experiment: Mehrere Leute in einem Raum, Mehrheit sagt was falsches um Probanden zu irritieren/beeinflussen.

Aufbau der Situationsanaylse.

-Umweltanalyse (Chancen/Gefahren)

-Unternehmensanalyse (Stärken/Schwächen)

-Marktforschung
 

Anhand welcher Punkte lässt sich der relevante Markt definieren?

1) Anbieter (zB. Chemiemarkt, Finanzmarkt..)

2) Produkte (zB. Markt für Mobiltelefone)

3) Nachfrager (zB. Markt der vermögenden Privatkunden)

4) Bedürfnisse (zB. Markt für Unterhaltung & Freizeit)

Übung: In welchem Markt ist das Verkehrshaus tätig?

Beispiel Teilmärkte:

  • Freizeit & Reisen
  • Bildung
  • Kultur
  • Events
  • Kongresse, Seminare und Firmenveranstaltungen
  • Tourismus
  • Geschichte
  • Technik

Berechnung der Marktgrössen / Marktkennzahlen ?

  • % Marktsättigung
  • % Marktanteil

Annahme:

  • Gleicher geographischer Markt
  • Gleiche Leistung
  • Gleiche Zeitperiode (1 Jahr)

Marktpotential                    >>      Marktvolumen                                       >> Umsatz/Absatz von Unternehmen X

"Gesamte Aufnahme-                  "Tatsächlicher Umsatz/Absatz aller Anbieter"
fähigkeit des Marktes"
 

% Marktsättigung = (Marktvolumen*100%)/Marktpotential
% Marktanteil = (Unternehmen X * 100%)/Marktvolumen

 

oder siehe Bild

Umweltanalyse: Nenne die 4 Umfelder des Unternehmens.

  • Schlüsseltrends (gesetzliche Trends, Technologietrends, gesell. & kulturelle Trends, ...) -> Vorrausschau
  • Branchenkräfte (5 Forces nach Porter*) -> Wettbewerbsanalyse
  • Marktkräfte (Marktsegmente, Wünsche & Anforderungen, ...) -> Marktanalyse
  • Makroökonomische Kräfte (globale Marktbedingungen, wirts. Infrastruktur, ...) -> generelle Rahmenbedingungen

Wie gelangt man in der Marktforschung an Daten?

  • Primärforschung
    • Befragung
    • Beobachtung
  • Sekundärforschung
    • Interne Informationsquellen (Absatzstatistik, Kundenbeschwerden, Frühere Studien)
    • Externe Informationsquellen (Verbandsstatistiken, Diverse Studien wie Trends oder Marktpotential)

Untersuchungsziele & Forschungsdesign: Welche Forschungsarten gibt es?

  1. Qualitative Forschung
    • Beispiel: Wie waschen Frau im Nordosten Brasiliens Wäsche?
    • Ziel: Entwicklung und Einsatz von standardisierten Fragebögen
  2. Quantitative Forschung
    • Beispiel: Ihre Meinung zur Wohn- und Lebensqualität des Kantons Solothurn (ja/nein, stimme zu/stimme nicht zu, ...)
    • Ziel. Repräsentative Daten zu erheben (grosse Stichproben)
  3. Experimentelle Forschung
    • Beispiel: Wählen Sie aus den folgenden Angeboten Ihr passendes Abonnement aus.
    • Ziel: Test kausaler Hypothesen (Ursache/Wirkung)

Grenzen der Marktforschung?

  • Marktforschung kann keinen Erfolg garantieren
  • Resultate entsprechen nicht immer den Erwartungen der Auftraggeber
  • Liefert keine Sicherheit für die Richtigkeit von Entscheidungen (liefert lediglich eine fundierte Entscheidungsbasis)

Zweck der Marktsegmentierung?

Grundsätzlich:

  • Bessere Befriedigung der Konsumentenbedürfnisse
  • Erzielung von Wettbewerbsvorteilen

Konkret: gezielter Einsatz der Marketinginstrumente:

  • Optimale Produkte (inkl. Verpackung, Marken, etc.)
  • Differenzierte Preise und damit bessere Margen
  • Zielgerichtete Marktkommunikation
  • Optimierte Distribution

Orientierungsrahmen der Marketingstrategie?

  • Unternehmenszweck (Mission)
  • Grundsätze des Unternehmens (Leitbild)
  • Unternehmensziele (u.a. Vision)
  • Strategische Grundausrichtung des Unternehmens
    • Sachliche und räumliche Abgrenzung des Marktes

Nenne 4 Strategiedimensionen.

  • Marktfeldstrategie
  • Marktstimulierungsstrategie
  • Marktparzellierungsstrategie
  • Marktarealstrategie

 

Zur Umsetzung von Marketingstrategien sind Entscheidungen in allen 4 Bereichen vorzunehmen (=strategisches Gesamtkonzept).

Kategorie: Marktfeldstrategie

Nenne die 4 Wahlmöglichkeiten des Marketingzielbereichs

  1. Gesamtmarkt
  2. Markt-Spezialisierung
  3. Produkt-Spezialisierung
  4. Nischen-Spezialisierung

Siehe Bild.

Kategorie: Marktstimulierungsstrategie

3 Wege zu Wettbewerbsvorteilen?

--> Massstab für die erfolgreiche Umsetzung einer Positionierung ist die subjektive Wahrnehmung der Kunden.

Wege:

  1. Differenzierung
  2. Kostenführerschaft
  3. Fokussierung

 

*Stuck in the Middle -> Konsequenz einer fehlenden Positionierung

Kategorie: Marktstimulierungsstrategie

Wie sieht eine Marktpositionierung aus?

Unterschiedlich je nach Markt.

Man nimmt i.d.R. zwei Dimensionen (zB. Preis und Leistung - wie in pptx)

Kategorie: Marktstimulierungsstrategie

Zeichne ein Raster zur Ausgestaltung der Marktstimulierungsstrategie.

Siehe Bild.

Kategorie: Marktparzellierungsstrategie

Was ist der Kern der Marktparzellierungsstrategie?

Kern ist die Aufteilung eines Marktes in einzelne Segmente

--> Segmente werden als eigener Markt angesehen 
(Intere Homogenität & Externe Heterogenität)
 

Kategorie: Marktparzellierungsstrategie

Welche Ausgestaltungsformen der Marktsegmentierung gibt es?

  • Undifferenziertes Marketing = Ein Marketingmix für den Gesamtmarkt.
  • Differenziertes Marketing = Mehrere Marketingmixe für entsprechende Segmente.
  • Konzentriertes Marketing = Ein Marketingmix für einen Teilmarkt / Marktsegment.

(Beispiel: Siehe Bild)
 

Kategorie: Marktparzellierungsstrategie

5 Voraussetzungen bei der Bildung von Segmenten?

S - Substantial = Segmente müssen gross und profitabel genug sein

A - Accessible  = Personen müssen erreichbar sein

D - Differential  = Personen reagieren unterschiedlich auf Marketing-Mix Elemente

A - Actionable   = Segmentierung muss in der Praxis umsetzbar sein

M - Measurable = Messbarkeit muss gegeben sein

Kategorie: Marktparzellierungsstrategie

Welche Segmentierungskriterien gibt es?

Siehe Bild.

Kategorie: Marktarealstrategie

Grundkonzept der Marktarealstrategie?

In welchem räumlichen Gebiet möchte ein Unternehmen tätig werden?

 

Generelle Bewertung: Globalisierung als Chance oder Risiko?

Kategorie: Marktarealstrategie

Entscheidungsfelder der Marktstrategie?

Siehe Bild.

Kategorie: Marktarealstrategie

Timing von Internationalisierungsstrategien? (Gesucht: 2 Strategien)

Springlerstrategie:

1. Simultaner Eintritt in ausländische Märkte
2. Verteilung der Markteintrittsrisiken auf verschiedene Ländermärkte
3. Geringe Abhängigkeit von einzelnen Märkten
4. Weitgehend standardisierte Marktbearbeitung nötig

 

Wasserfallstrategie:

1. Sukzessiver Eintritt in ausländische Märkte (neuer Markteintritt erfolgt erst nach erfolgreichem Eintritt in vorhergehenden Markt)
2. Ziel der Vermeidung länderübergreifender Misserfolge
3. Differenzierte Marktbearbeitung möglich
4. Gefahr eines früheren Markteintritts durch Konkurrenzanbieter in einzelnen Märkten

 

*Anmerkung: Direktinvestitionen nur wenn Kapital-/Managementanteil im Gastland hoch ist, ansonsten auf strategische Allianzen eingehen.

Welche (Marketing-) Kompetenzen sind intern aufzubauen bzw. zu pflegen, um die Marktpotenziale besser als die Wettbewerber nutzen zu können?

 

 

→ Kernaufgabenprofil (von der Ansoff-Matrix lassen sich die 4 Kernaufgaben des Marketings ableiten)

  1. Leistungspflege = Leistungspotenziale ausschöpfen
  2. Leistungsinnovation = Leistungspotenziale erschliessen
  3. Kundenbindung = Kundenpotenziale ausschöpfen
  4. Kundenakquisition = Kundenpotenziale erschliessen

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