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Marketing Theorie

Marketing Theorie


Anonym Man
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über Marketingstrategien und -konzepte auf Universitätsniveau. Sie decken Themen wie Produktmanagement, Preispolitik, Markenführung, Distribution und Kundenbeziehungsmanagement ab. Besonders hilfreich für Studierende und Marketingprofis, die ihr Wissen vertiefen und praktische Anwendungen verstehen möchten.
Karten
89
Lernende
6
Sprache
Deutsch
Kategorie
Marketing
Stufe
Universität
Erstellt / Aktualisiert
27.12.2014 / 01.05.2017

Lernkarten

6 Typen von Kernaufgabenprofilen? (von Ansoff-Matrix abgeleitet)

Siehe Bild

Welche 3 Arten der Marke gibt es im Markenmanagement?

  1. Einzelmarke/Produktmarke: Bsp. Nutella, RedBull, etc.
  2. Familienmarke: Bsp. Knorr, Nivea, etc.
  3. Dachmarke: Bsp. Siemens, Google, etc.

Zeige die Wechselwirkung zwischen Markenidentität – Markenposition – Markenimage auf.

Siehe Bild.

Markenidentität -> SOLL

Markenimage -> IST

Wofür steht der Markenidentitätsansatz von Aaker?

Markenidentitätsaufteilung in Kern- und erweiterende Identität.

Siehe Bild.

(Extended Identity kann sich ändern

  • früher: amerikanisch, rotes Logo
  • heute: lokal, grünes Logo)

Zeichne den Markendiamanten von McKinsey.

Siehe Bild.

Formen von Co-Branding?

Neues Produkt

  • Neues Produkt nutzt verschiedene Markennamen (zB. Gummibärchen Smarties -> Smarties + Haribo)

Co-Promotion

  • Verschiedene Marken werden gemeinsam kommuniziert (zB. auf der Verpackung "empfohlen
    von BOSCH, ...")

Mega-Brand

  • Zusammenschluss mehrerer Marken zu einer dominanten Netzwerkmarke (Star Alliance: Swiss, Turkish Airlines, Thai, ...)

Ingredient Branding

  • Zusammenschluss von Marken vertikal unterschiedlicher Wirtschaftsstufen (Gore-Tex für Sportbekleidungen, Intel Inside Prozessoren für andere PC Hersteller, ...)

 

Behavioural Branding: Was macht eine starke Marke aus?

Eine starke Marke entsteht durch Leistung und nicht durch Kommunikation!

Behavioural Branding: Kernthese?

Ganzheitlicher Markenerfolg ist nur möglich, wenn das in der Massenkommunikation gegebene Markenversprechen
von jedem Mitarbeiter in der persönlichen Interaktion mit Kunden und anderen Zielgruppen eingelöst wird.

Voraussetzungen für Brand Behaviour?

 

(*Brand behaviour != Behavioural Branding)

**Resultat des Behavioural Branding anhand der Mitarbeiter)

Siehe Bild.

Commitment: "Ich stehe hinter dieser Marke!" - Wollen

Fähigkeit: "Ich bringe dem Kunden immer am gleichen Tag eine Lösung!" - Können

Beispiel: Pepsi Mitarbeiter sollte nicht während der Arbeit Coca Cola trinken.

Product: Typen von Gütern?

  • Konsumgüter (Gebrauchs-, Verbrauchsgüter)
  • Industriegüter (Produktionsgeschäft, Anlagengeschäft...)
  • Dienstleistungen (Investive wie Werbeagenturen, Konsumtive wie Friseur)

Nenne 4 Kategorien von Konsumgütern?

Convenience Products

  • günstig, Kauf gehört zur Routine (zB. Kellogs, Cola..)

Shopping Products

  • teurer, gröserer Zeitaufwand um Preise zu vergleichen (Technisches Zeug..)

Specialty Products

  • unique/einzigartig, sehr Zeitaufwändig + teuer (zB. Gesichts-OP)

Unsought Products

  • Käufe an die man sonst nicht denkt, sondern erst wenn was geschieht (zB. Todesfall -> Sarg oder Urne)

 

Nenne einige Kategorien der Industriegüter.

  • Rohmaterial
  • Komponentteile
  • Prozessmaterialien
  • Wartungen, Reparatur
  • Zusatzausrüstung (Computer, Möbel etc.)
  • Installation (Heizung, enterprise software etc.)

Welche Vermischungsformen zur Leistung von Produkt und Dienstleistungen gibt es?

Leistung als...

  • Produkt (Sachgut)
  • Value Added Service (Begleitete Dienstleistung)
  • Service (Eigenständige DL)
     

Mischformen:

Hauptangebot       |      Begleitendes Angebot    |  Leistungspaket                 

Sachgut                             -                                        reines Sachgut
Sachgut                             DL                                    Sachgut mit Service
DL                                      Sachgut                           DL mit Sachgut
DL                                      -                                       reine DL

oder siehe Bild mit Beispielen

 

3 Dimensionen zur Gestaltung der Marktleistung?
 

Siehe Bild.

 

  • Core Product (Benefit!!  und nicht tangibles, physisches Produkt) --> BMW: Mobilität
  • Real (expected) Product --> BMW: Karosserie, Felgen, ...
  • Extended Product --> Finanzierungsleistungen, Fahrzeugschulungen

Nenne die verschiedenen Funktionen einer Verpackung?

  • Schutzdimension
  • Logistikdimension
  • Kostendimension
  • Convenience-Dimension (Komfort, Bequemlichkeit)
  • ...

 

Siehe Bild für Beispiel anhand der Migros.

Zähle alle programmpolitischen Entscheidungsfelder des Produkt-Management auf.

  1. Leistungsprogramm festlegen
  2. Neue Produkte entwickeln
  3. Produkt variieren
  4. Produkte differenzieren

Marketing-Mix-Kommunikation: 3 Trends im Medienkonsum?

1. Fragmentierung  (Long tail model / "Rattenschwanz" -> Immer mehr Medien werden von den Menschen weniger genutzt -> Nischenprodukte statt Massenprodukte mit Hilfe des Internets)

2. Interaktion (nicht nur Unternehmen zu Kunden, sondern Kunden auch unter sich zB. über Facebook)

3. Demokratisierung (Kunden nicht mehr als passiven Informationsempfänger sehen, sondern als aktiven Gestalter von Infos)

 

Welche 3 Kommunikationsziele gibt es?

Wissensziele (kognitiv-orientierte Zielgrössen)
• Aufmerksamkeit & Wahrnehmung
• Kenntnis von Marken bzw. Marktleistungen (Bekanntheit)
• Wissen über Eigenschaften von Marktleistungen (bspw. Produktvorteile)


Einstellungsziele (affektiv-orientierte Zielgrössen)
• Interesse an Leistungsangeboten
• Aufbau von Vertrauen
• Einstellung, Image und Kundenzufriedenheit
• Marktleistungs- und Markenpositionierung
• Emotionales Erleben


Verhaltensziele (konativ-orientierte Zielgrössen)
• Informationsverhalten
• Kaufbereitschaft und –absicht
• Wiederholungskäufe
• Weiterempfehlungen

Was versteht man unter Werbewirkungsmessung?

Misst das Erreichen einer beabsichtigten Marktreaktion durch Werbeaktivitäten bei der Zielgruppe.

(logisch..)

Zähle einige Instrumente der Marketingkommunikation auf.

• Mediawerbung
• Verkaufsförderung
• Direct Marketing
• Public Relations (Öffentlichkeitsarbeit)
• Sponsoring
• Events / Messen / Ausstellungen
• Online Marketing
• Guerilla-Marketing
• Branded Entertainment
• Persönlicher Verkauf

 

(Selbstkontrolle: Kenne ich jedes Instrument?)

Wofür stehen (im Bereich Mediennutzung):

-Nettoreichweite

-TKP (Tausend-Kontakt-Preis)

-OTS (opportunity to see) 

Nettoreichweite gibt an, wie viele Personen durch die Belegung eines bestimmten Mediums mindestens einmal erreicht wurden.

TKP gibt an, welcher Geldbetrag bei einer Werbemassnahme eingesetzt werden muss, um 1000 Personen einer Zielgruppe zu erreichen.

OTS = Durchschnittliche Kontakthäufigkeit. -> gibt an, wie oft eine Person bei Mehrfachverwendung eines Mediums oder mehrer Medien im Durchschnitt erreicht wurde. (Kontakt pro Person)
 

 

Nenne die beiden Mediastrategien.

Breitenstrategie = Anz. Personen (Reichweite) maximieren

Tiefenstrategie = Zielgruppe soll häufiger in Kontakt mit der Botschaft kommen.

4 Formen von Guerilla Marketing?

Guerilla Sensation: Ungewöhnliche und spektakuläre Aktion, meist einmalig und punktuell

Ambient Media: Nicht klasse Werbeformen, die Konsumenten im Alltag umgeben, mit denen er nicht rechnet

Ambush Marketing: Nutzen eines Wettbewerb-Ereignisse (Trittbrettfahrer)

Viral Marketing: Verbreitung von Infos über Social Networks, Mundpropaganda

Vorgehen beim Erstellen eines Kommunikationskonzepts?

1. Identifizieren der Zielgruppe(n)
2. Definition der Kommunikationsziele
3. Entwurf der effizienten Botschaft (Copy Strategy)
4. Festlegung des Budgets
5. Entscheid über den Kommunikations-Mix (Instrumente)
6. Erstellen des Kommunikationsplanes
7. Messen der Resultate

Nenne die 4 Preisziele.
 

Siehe Bild.

Preisfindung: Was ist das Ziel bei der Gewinnmaximierung? Ziel bei der Erhöhung des Marktanteils?

Ziel Gewinnmaximierung =
Preis höher, Absatz niedriger, Gewinn grösser

Ziel Erhöhung Marktanteil =
Preis niedriger, Absatz höher, Gewinn kleiner

4 Aspekte des Preisverhaltens beim Kunden?

• Preisinteresse:
In welchem Ausmaß suchen und verarbeiten Kunden Preise bei Kaufentscheidungen?
• Preiswissen:
Wie gut kennen Kunden Preise?
• Preisfunktionen:
Welche Funktionen übt der Preis bei Kaufentscheidungen aus?
• Preisbeurteilung:
Welche Urteilsmechanismen werden im Zusammenhang mit dem Preis bei Kaufentscheidungen verwendet?

Produktinteresse, -wissen und -funktionen beinflussen alle die Preisbeurteilung.

3 Positive Preisfunktionen ?
 

Preis-Qualität-Schema ("Qualität zu fairen Preisen")

Hedonistische Effekte ("Weil du es dir Wert bist") -> auf meine Person bezogen

Prestige-Effekte ("Ein Hauch von Luxus")

Wofür steht die Vereinfachungsstrategie des Preisverhaltens nach Diller?

Einzelne Produkte als Gesamtpaket anbieten. Kunden tendieren zu grösseren Packungen.

Statt:

3x Socken einzeln für 9Fr.

3er Pack für 10Fr.

Ansätze zur Preisfestlegung?

Cost-based pricing

Competition-based pricing

Value-based pricing

Preis-Absatz-Funktion?

x(p) = a + bx

a= Absatzmenge bei p0 (Sättigungsmenge)
 

2 Methoden zur Messung der Preisbereitschaft?

Choice-Based Conjoint bzw. Trade-off Analyse
= Wählen zwischen mehreren Optionen (Trade-off in Funktionen)

Van Westendorp-Methode
= Umfrage, für welchen Betrag würden Sie Produkt kaufen? Ab wann zu teuer? zu günstig?

Wofür stehen Skimming und Penetration (bezgl. Preis)?

Skimming

  • Reduziertes Angebot
  • Hoher Preis
  • Differenzierte Produkte

(Wichtig: Keine Hochpreisstrategie, da Preis nur am Anfang hoch bleibt und danach schrittweise gesenkt wird)

Penetration

  • Schnelle Penetration (hohe Marktanteile) des Marktes indem Preis zu Beginn niedrig gehalten wird
  • Aggressive Preisstrategie
  • Angebotseffizienz

(Wichtig: Preis bleibt auch nicht gleich, sondern wird später schrittweise erhöht)

Wofür steht Mental Accounting?

Das separate Bepreisen von einzelnen Produkten. Beispielsweise wird ein Produkt einzeln billiger angeboten, aber dafür ihr separat Zubehör teurer. Der Konsument schaut die Kosten des Zubehörs aber als separates Produkt an und ist viel eher bereit beide Produkte einzeln als zusammen zu kaufen.

Nenne 3 Gruppen von Distributionsmassnahmen?

Absatzorganisation = Aufbau der Organisation mit der der Markt bearbeitet wird

Strategische Distribution = Auswahl Vertriebswege

Physische Distribution = Lösung der Transportprobleme
 

Welche Distributionskanäle gibt es?

Direkter Vertrieb = Vom Unternehmen selbst (im Laden oder online)

Indirekter Vertrieb = über Zwischenhändler oder auch Absatzmittler genannt (wie Grosshandel oder Einzelhandel)

Kriterien bei der Wahl des Distributionskanales?

Bedingungen beim Produkt

  • Transport
  • Lagerfähigkeit
  • Verderblichkeit
     

Bedingungen beim Hersteller

  • Grösse des Herstellers, Markstellung
  • Sortiment
  • Finanzielle Bedingungen (Kosten, Erlöse)

Bedingungen beim Kunden

  • Zahl der Kunden und regionale Aufteilung
  • Einkaufsmengen und Kauffrequenzen
  • Wer kommt zu wem?

 

Beispiel Apple verkauft ihre Produkte selbst (Apple Store) mit den Vorteilen:

  • Völlige Kontrolle
  • Hoher Wiedererkennungswert
  • Kauf (von PCs, Tablets...) wird zum Erlebnis gemacht

Vorteile und Nachteile der Direkten Distribution?

Vorteile:

  • Völlige Kontrolle (über Preis, POS-Gestaltung..)
  • Keine Gewinnteilung
  • Hoher Wiedererkennungswert
  • Sicherstellen der zuverlässigen und unmittelbaren Kundenberatung

Nachteile:

  • Aufbau, Steuerung und Kontrolle des eigenen Vertriebsystems sehr kostenintensiv
  • Flächendeckende Massendistribution kaum möglich

Vorteile und Nachteile einer Indirekten Distribution?

Vorteile:

  • Geringe Vertriebskosten, einfache Logistik (wegen grosser Mengen)
  • Sortimenteffekt (erhöht Attraktivität der eigenen Produkte)
  • Hoher Distributionsgrad
  • Nutzung von Know-How des Handels

Nachteile:

  • Geringe Erlöse
  • Erschwerte Informationsgewinnung über Konsumentenverhalten
  • Stark verringerter Einfluss auf den eigenen Marktauftritt

3 Ziele des Mehrkanalvertriebs?

- Ressourcenschonung (z. B. durch Kostensenkung im Service),
- Umsatzsteigerung (z. B. durch die Erschliessung neuer Zielgruppen) und
- Erhöhung der Kundenzufriedenheit (z. B. durch Bereitstellung kundennaher und leicht
zugänglicher Absatzkanäle).

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