Marketing und Vertrieb Kapitel 2 Verhaltens- und Informationsgrundlagen

Marketing und Vertrieb Kapitel 2 Verhaltens- und Informationsgrundlagen

Marketing und Vertrieb Kapitel 2 Verhaltens- und Informationsgrundlagen


J. DV.
Diese Lernkarten bieten eine Einführung in die Grundlagen des Marketings und Vertriebs, mit Fokus auf Marktforschung, Käuferverhalten und Entscheidungsprozesse. Sie decken Themen wie die Definition und Ziele der Marktforschung, Methoden zur Datenerhebung und -auswertung, sowie die Analyse von Kundenzufriedenheit und Kaufverhalten ab. Ideal für Einsteiger, die ein solides Verständnis der grundlegenden Konzepte und Techniken im Marketing erlangen möchten.
Flashcards
49
Students
1
Language
German
Category
Marketing
Created / Updated
16.10.2014 / 03.08.2015

Flashcards

Marketingentscheidungen Dienstleistungsanbieter

.

Beispiel Sinus Milieu 2

.

Beispiel Sinus Studie

.

Kriterien zur Abgrenzung soziales Milieus

.

Lebensstil-Analysen

Der Lebensstil umfasst:
• Merkmale des beobachtbaren Verhaltens (z. B. Freizeitverhalten,
Gewohnheiten etc.)
• psychische Variablen (z. B. Werte, allgemeine Einstellungen, Meinungen)


Lebensstil-Messung kann mittels zweier Konzepte erfolgen:
• Lebensstil eines Konsumenten kann durch Erfassung aller von ihm ge- und
verbrauchten Produkte gemessen werden Ansatz folgt Hypothese, dass
Persönlichkeit und Lebensstil einer Person bzw. Personengruppe sich in den
konsumierten Produkten niederschlägt


• Lebensstil stellt Beziehungssystem aus situativen Faktoren und
beobachtbaren Handlungen (Activities), emotional bedingtem Verhalten
(Interests) und kognitiven Orientierungen und Wertvorstellungen (Opinions)
der betreffenden Person bzw. Personengruppe dar

Beispiel Psychographische Kriterien

.

Beispiel soziodemographische Kriterien

.

Kriterien der Marktsegmentierung

  • verhaltensorientierte Kriterien
  • Psychographische Kriterien
  • Soziodemographische Kriterien
  • Geographische Kriterien

Emotions- und Motivsysteme

  • Stimulanz-System
  • Dominanz-System
  • Balance-System

Funktionsweisen von Pilot und Autopilot

.

Zentrale Erkenntnisse des Neuro-Marketings II

Widerlegung des auch heute noch vielfach anzutreffenden Hemisphären-
Modell des Gehirns
, das von einer rechten emotionalen und einer linken
rationalen Gehirnhälfte ausgeht.
• Beide Gehirnhälften sind nicht nur bekanntermaßen umfassend miteinander
vernetzt, sondern alle Entscheidungen eines Menschen haben auch eine
emotionale Komponente.
• Außerdem stellen Ratio und Emotion im Entscheidungsverhalten keine
Gegensätze dar, sondern beeinflussen sich gegenseitig. Es wird heute sogar
davon ausgegangen, dass der unbewusste Anteil an einer Entscheidung bei
80 – 95 % liegt.
• Allerdings ist es dem Neuro-Marketing nicht gelungen, im Kopf der Kunden
den sogenannten Buy-Button zu finden, dessen Aktivierung automatisch
den gewünschten Kaufvorgang auslösen würde.

Zentrale Erkenntnisse des Neuro Marketings 1

• Widerlegung der häufig (noch) in der klassischen und neo-klassischen
Wirtschaftstheorie anzutreffende Fiktion eines Homo oeconomicus i.S.
eines ausschließlich wirtschaftlich denkenden und handelnden Menschen mit
seiner Fähigkeit zu uneingeschränkt rationalem Verhalten auf dem Weg zur
Nutzenmaximierung.
• Statt dessen: Erkenntnis, dass keine Entscheidung ohne eine – i.d.R.
dominierende – emotionale Bewertung getroffen wird.
• Emotionen bestimmen deshalb auch das Informations- und Kaufverhalten
viel umfassender, als dies bisher in vielen Konzepten und
Kaufverhaltensmodellen herausgearbeitet wurde.
• Dabei gilt: „Subtile, implizite Codes steuern das Verhalten, nicht die
reflektierten Kosten-Nutzen-Abwägungen“.

Neuro-Marketing Erkenntnis aus unterschiedlichen Bereichen

• Marketing (inkl. Marketing-Forschung),
• Psychophysik (i.S. der Erforschung der Sensorik, d.h. der Aufnahme
von Reizen über die fünf Sinne)
• Entwicklungspsychologie (zur Entwicklung des Gehirns)
• Künstliche Intelligenz (zur Funktionsweise neuronaler Netzwerke)
• Kulturwissenschaften (i.S. der inhaltlichen und formalen
Ausgestaltung von Lernprozessen in verschiedenen Kulturen)

Kennzeichnung des Neuro-Marketings

informationsbeschaffender Aspekt des Neuro-Marketings:
• Analyse von Informationsaufnahme- und Informationsverarbeitungsprozessen
sowie von Entscheidungsprozessen im
menschlichen Gehirn


informationsnutzender Aspekt des Neuro-Marketings:
• Ausgestaltung der Marketing-Instrumente auf Basis der durch oben
genannte Vorgehensweise gewonnenen Erkenntnisse

Durchschnittliche Betrachtungszeit bei Werbung

• Mailing: ca. 20 Sekunden
• E-Mail: ca. 10 – 18 Sekunden
• Anzeigen: ca. 1 - 5 Sekunden
• Werbebanner: ca. 1 - 1,5 Sekunden
• Plakat: ca. 1 Sekunde
• Zeitschriftentitel/Kiosk: ca. 1 Sekunde

Wie reagieren Menschen auf TV-Werbung

• Nur knapp 6 % schauen sich aktiv einen ganzen Werbeblock an
• 87 % sehen sich den Werbeblock dagegen nicht an.
• Ca. 80 % betrachten Werbung beim TV als lästig und störend.
• 72 % bewerten TV-Werbung als langweilig.
• Ca. 65 % zappen während der Werbeblöcke weg
• 83 % nutzen Werbeblöcke für andere Aktivitäten.
(Mehrantworten möglich)
Allerdings gilt auch:
• ca. 80 % akzeptieren Werbung als wichtige Finanzierungsquelle für die TVSender.
(Volpers/ Holznagel, 2009, S. 40f.)

Information Overload

Ausmaß der Informationsüberlastung in Deutschland

• 3.370 Publikumszeitschriften, 4.345 Fachzeitschriften und 280
Kundenmagazine kämpfen um die Gunst und die Zeit des Lesers.
• Kunden können sich zwischen 335 Tageszeitungen und 1.512
Zeitungsausgaben entscheiden.
• 1.431 Anzeigenblätter werden distribuiert.
• 23 nationale private TV-Sender, 2 nationale öffentlich-rechtliche Sender und
639 weitere empfangbare Sender kämpfen um die Aufmerksamkeit der
Zuschauer.
• 59 öffentlich-rechtliche Rundfunksender, 211 private und 74 sonstige Sender
wollen Gehör finden.
• Im Bundegebiet gibt es 164.646 Großflächen für Außenwerbung, 16.196
Ganzsäulen und 98.051 City-Light-Poster.

Kaufentscheidungen im Unternehmen

Merkmale des Kaufverhaltens von Organisationen

Analyse der Strukturen des Buying Center

Merkmale des Kaufverhaltens von Organisationen

  • Entscheidungen werden häufiger im Kollektiv getroffen
  • zum Teil abweichende Entscheidungskriterien
  • Höhere Rationalität
  • Fremdbestimmter/abgeleiteter Bedarf

Analyse der Strukturen des Buying Center

  • Kaufverantwortlichen identifizieren
  • Zusammensetzung des Buyingcenters klären
  • Macht. und Autoritätsstruktur klären
  • Rollen und Rollenbeziehungen identifizieren

 

Grundtypen von Kaufentscheidungen

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Kaufentscheidungen in Partnerschaftshaushalten

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Typologie: Kaufentscheidung des Haushalts

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Involvement Konstrukt

High Involvement-Käufe:

  • Käufe sind wichtig für Konsumenten
  • haben enge Verbindung zu seiner individuellen Persönlichkeit und Selbsteinschätzung
  • Konsument nimmt gewisses soziales, finanzielles, psychologisches oder gesundheitliches Risiko in Kauf
  • Viel Zeit- und Energieaufwand bei komplexen Entscheidungsprozessen üfr Auswahl von Produktalternativen
  • Beispiele: Hauskauf, Erwerb von Luxusmarken oder Entscheidungen für medizinischen Eingriff im Krankenhaus

Low-Involvement-Käufe:

  • begrenzte Entscheidungsprozesse
  • weniger wichtig für Konsumenten
  • nur mit geringen Risiken verbunden
  • durch verfestigte Verhaltensmuster bestimmt
  • Beispiele: Kauf von generischen Produkten wie Zucker, Salz oder Toilettenpapier

Zusammenhang Aktivierung und Leistung

Aktivierung wird erreicht durch:

  • Emotionale Reize (u.a. Kindchenschema, erotische Reize)
  • Kognitive Reize (u.a. gedankliche Konflikte, Widersprüche,Überraschungen)
  • Physische Reize (u.a. auffallende Größe oder Farbe eines Werbemittels)
     

Bestimmungsfaktoren des Käuferverhaltens

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Forschungsansätze des Käuferverhaltens

S-R-Modelle ; S-O-R-Modelle

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Bedürfnishierarchie von Maslow

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vom Bedürfnis zum Kaufakt

.
 

Kaufakt

vollzogener Kauf

Definition Nachfrage

  • Kaufkraftgestützter Bedarf
  • Konsument im Geschäft : "ich will ... "

Definition Bedarf

  • zur Befriedigung des Bedürfnisses auf ein bestimmtes Objekt ausgerichtet (objektorientierte Handlungsabsicht)
  • noch nicht nachfragewirksam

Definition Bedürfnis
 

  • Spannungszustand mit Antriebscharakter im inneren System eines Individuums
  • Bedürfnisse schreien nach Befriedigung und stellen Energie bereit

Fragestellungen der Käuferverhaltensforschung

Das Paradigma des Kaufverhaltens fasst folgende Fragestellungen zusammen:

  • Wer kauft ?
  • Was?
  • Warum?
  • Wie?
  • Wie viel?
  • wann?
  • wo bzw. bei wem?

Methoden zur Messung der Kundenzufriedenheit

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4. Ergebnisdokumentation

  • Erstellung eines Asuwertungsplans in Abhängigkeit des Untersuchungsaufbaus bzw. der Zielsetzung. Hier sind z.B. die interessierenden und zu untersuchenden Abhängikeiten und Zusammenhänge von Variablen aufzulisten.
  • Festlegung des Auswertungsverfahrens uni-,bivariat oder multivariate Verfahren
  • Interpretation und Bewertung der Ergebnisse

In der Statistik werden bivariate Auswertungen genutzt, um Zusammenhänge zweier Variablen zu untersuchen. D.h. bivariat deutet darauf hin, dass gleichzeitig zwei (bi) Eigenschaften/Werte untersucht werden. Vergleiche dazu univariat bzw. multivariat.

3. Durchführung der Studie : Bewusstseinsgrade (Beobachtung)

  • offene und durchschaubare Situation, in der die Versuchsperson von der Beobachtung, dem Zweck und dem eingentlichen Beobachtungsgegenstand weiß
  • nicht durchschaubare Situation, in der die Versuchusperson nur die Tatsache und der eigentliche Gegenstand der Untersuchung, nicht aber das Versuchsziel bekannt ist.
  • quasi-biotische Situation, in der die Versuchsperson lediglich ihre Rolle als Versuchsobjekt bekannt ist
  • biotische Situation, in dfer die Versuchsperson vollkommen im Ungewissen gelassen wird und ihre Reaktion in lebensechten Situationen ermittelt werden.

3. Durchführung der Studie - Aspekte zur Skalierung (Befragung)

Arten der Befragung

  • Schriftlich
  • mündlich
  • telefonisch
  • online

3. Durchführung der Studie - Aspekte zur Skalierung (Befragung)

Beispiele Skalierungen

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3. Durchführung der Studie - Aspekte zur Skalierung (Befragung)

Unterscheidung von vier grundlegenden Skalenniveaus

  1. Normalskalierung
  2. Ordinalskalierung
  3. Interballskalierung
  4. Ratioskalierung

3. Durchführung der Studie - Aspekte zur Skalierung (Befragung)

skalierung und skalenniveau (Definition)

Skalierung meint die Entwicklung eines Maßstabs (Skala) zur Messung der Merkmalausprägungen

Das Skalenniveau bestimmt die mathematischen Eigenschaften einer Skala und damit den Informationsgehalt der zu erhebenden Daten

2. Wahl der Forschungsmethode: Sekundärdaten

interne Daten

  • Buchhaltungsunterlagen
  • Unterlagen der Kostenrechnung
  • allg. Statistiken
  • Kundenstatistiken
  • Berichte und Meldungen des Außendienstes
  • frühere Primärerhebungen, die für neue Problemstellungen relevant erscheinen

Externe Daten

  • Statistiken und sonstige Veröffentlichungen amtlicher Institutionen
  • Veröffentlichungen von Wirtschaftsverbänden und organisationen
  • Veröffentlichen von wissenschaftlichen Institutionen
  • Veröffentlichungen von Banken und Sonderdiensten
  • Veröffentlichungen von Verlagen
  • Veröffentlichungen von Wettbewerbern
  • Informartionsmaterial von Adressverlagen, Beratungsfimren und Marktforschungsinstituten

Study