Marketing TK

Teil 1 Kapitel 2-6

Teil 1 Kapitel 2-6

David Grünenfelder
Study

David Grünenfelder
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über Marketingstrategien und -konzepte für Unternehmen. Sie decken Themen wie Marktanalyse, Produktlebenszyklus, Zielgruppenansprache, und verschiedene Marketingstrategien ab, einschließlich Preisstrategien und Verkaufsförderung. Besonders nützlich sind sie für Marketingfachleute und Unternehmer, die ihre Marktposition stärken und ihre Verkaufsstrategien optimieren möchten.
Flashcards
39
Students
18
Language
German
Category
Marketing
Level
Other
Created / Updated
06.11.2014 / 22.06.2022

Flashcards

1. Welche Gefahren bestehen für ein Unternehmen bei einem passiven Marketing?

  • Wachstumsverluste
  • Kundenverluste
  • Marktnähe kann verloren gehen
  • Am Markt vorbei wirtschaften

2. Welches ist die wichtigste Aufgabe des Marketings innerhalb des Unternehmens?

  • Kundenbedürfnisse wahrnehmen und zufriedenstellen unter der Berücksichtigung der Unternehmensziele.
  • Brücke zum Markt schlagen.

3. Wann ist eine vollkommene Marktsättigung erreicht?

  • Wenn das Marktvolumen gleich gross ist wie das Marktpotenzial.
  • Nachfrage am Markt ist völlig ausgeschöpft.

4. Warum setzen KMU's oft auf eine Marktnischenpolitik?

Es besteht die Chance, sich durch eine Spezialisierung einen Teil des Marktpotenzials zu sichern (z.B. im Wettbewerb gegen Grossanbieter)

5. Was genau sind interne Beeinflusser?

Alle Beteiligten im Markt, die das Produkt oder Dienstleistung nutzen - also kaufen (und konsumieren) oder weiterverkaufen.

6. Worin liegt der Unterschied zwischen Teilmarkt und Marktsegment?

Teilmarkt:

  • Produkt- oder Dienstleistungsangebot eines Unternehmens oder einer ganzen Branche

Marktsegment:

  • Kunden-/ Käufergruppen, die auch Zielgruppen genannt werden.

7. Weshalb spielt die Umweltorientierung im Marketing eine wesentliche Rolle?

  • Verschiedene Umweltfaktoren - wie zum Beispiel die Ökologie - beeinflussen die Entwicklung eines Unternehmens.
  • Umweltfaktoren sollten stets ernst genommen werden - sie tragen zum Image (Ruf) eines Unternehmens bei, was heute immer wichtiger wird.

8. Welche Tätigkeiten sind zunächst nötig, um eine Marktprognose zu erstellen?

  • Marktanalyse (sekundäre Marktforschung)
  • Marktbeobachtung (primäre Marktforschung)
  • Chancen-/ Gefahrenanalyse

9. Weshalb wird die Sekundärmarktforschung vor der Primärmarktforschung durchgeführt?

Vorhandene Marktdaten werden zuerst untersucht (analysiert) - anschliessend ergänzt durch aktuelle Informationen.

10. Wo liegen die wesentlichen Vorteile der Sekundärmarktforschung?

  • Kostengünstig, weil Daten meistens bereits vorhanden sind
  • Daten sind schneller verfügbar

11. Nach welchen Kriterien würden Sie einen Testmarkt auswählen?

Muss unbedingt auf bestehende Zielgruppen ausgerichtet sein.

12. Wo beschaffen Sie die aussagekräftigen informationen über Ihre Kunden?

  • Interne Statistiken analysieren
  • Befragungen bei Kunden durchführen

13. Was ist das wesentliche Ziel einer Wettbewerbs-/ Konkurrenzanalyse?

Stärken und Schwächen der Konkurrenz herausfinden, um unsere Chancen und Gefahren abzuleiten und zukünftig umzusetzen.

14. Was bezwecken Sie mit einem Benchmarking?

Sich mit anerkanntem Marktführer (Konkurrenzunternehmen) vergleichen - und eigene Chancen und Gefahren ableiten (zukünftige Strategien des eigenen Unternehmens anpassen).

15. Wozu dient die Chancen-/ Gefahrenanalyse in erster Linie - und was wird darin vorwiegend aufgezeigt?

Als Diagnose (Beurteilung) oder Marktprognose und Verbesserung/ Optimierung der eigenen Unternehmung (generell: Stärken und Schwächen berücksichtigen)

16. Was muss bei der Marktdurchdringung vor allem getan werden?

Aktives Marketing mit gezielter Werbung und Aktionen - z.B. Preissenkungen

17. Welche unternehmerische Frage steht bei der Entwicklung der Grundstrategien im Mittelpunkt aller Überlegungen?

Auf welchem Markt soll unser Unternehmen welche Produkte oder Leistungen absetzen?

18. Weshalb werden Produkte wieder vom Markt verdrängt?

Weil Konkurrenz erfolgreiche (bessere) Produkte nachahmen

  • wirtschaftliche Neuerungen
  • technologische Fortschritte
  • neue Modeerscheinungen (Trend)
  • Bedürfnisse verändern

19. Reife und Sättigung sind Phasen des Produkt-Lebenszyklus. Worin genau liegt der Unterschied zwischen dieser beiden Phasen?

  • Bei der Reife nimmt das Absatzvolumen noch zu.
  • In der Sättigungsphase läuft das Produkt langsam aus und der Umsatz bildet sich zurück.

20. Von welchen vier Segmentierungskriterien kann grundsätzlich ausgegangen werden - und welche davon werden heute immer wichtiger?

  • Geografische Kriterien
  • demografische Kriterien
  • sozialpsychologische Kriterien
  • verhaltensbezogene Kriterien

Wobei Sozialpsychologische und verhaltensbezogene Kriterien immer wichtiger werden (treffen die Beziehungstiefe der Konsumenten)

21. Was bedeuten die beiden Begriffe "Relaunch" und "Revival"?

Relaunch:

  • Ist eine echte Produktveränderung (durch Farbe, Verpackung usw.)

Revival:

  • Ist eine leichte (sanfte) Veränderung (z.B. durch Grösse oder Farbe)

22. Bei welchen strategischen Grundverhalten gehen Sie wohl die höchsten Risiken ein?

Was wird dabei vor allem bezweckt?

Dies trifft bei der Diversifikation zu (echte Innovation mit neuen Produkten in neuen Märkten). Dabei wird ein effektiver Ausbau des Unternehmens ermöglicht.

23. Was genau soll eine operationale Zielformulierung enthalten?

  • Messbarkeit
  • Kontrollierbarkeit
  • Konkreter Inhalt
  • Mengenmässige (quantitative) Zielsetzung
  • Qualitative Zielsetzung

24. Welche qualitativen Ziele sind im Marketingkonzept zu berücksichtigen?

  • Kundenzufriedenheit
  • Leistungs-/ Wettbewerbsfähigkeit
  • Image
  • Bekanntheitsgrad
  • USP

25. Was genau wird mit einem "USP" angestrebt?

Einmaliges Verkaufsargument mit Nutzen

Leistungsvorteil für Kunden (von Konkurrenz abheben)

26. Welches sind die wesentlichen Merkmale der Profilierungsstrategie?

Sich differenzieren (abheben) von der Konkurrenz durch besondere Leistungen (Zusatzleistungen oder USP) - evtl. Marktnische erobern.

27. Welche Kriterien muss eine Unternehmung erfüllen, wenn sie eine agressive Preisstrategie festlegt?

  • günstige Beschaffungspreise
  • solide finanzielle Basis
  • genügend Marge
  • hohe Absatzmengen
  • gezielte Werbung

28. Wann wird auf eine Penetrationsstrategie gesetzt?

  • Bei Marktdurchdringung
  • Einführungsaktionen (bei neuen Produkten)
  • Ausbau des Marktanteils
  • evtl. auch Ausverkäufe

29. Was genau wird in der "Push-Pull-Relation" bestimmt?

Mittelzuteilung für Verkaufsförderung (mit Unterstützung des Handels) und eigene Werbung an Endverbraucher

30. Bei der Festlegung des Preises sind 5 Faktoren zu berücksichtigen, Welche?

  • Eigene Kalkulation der Fixkosten (nach Deckungsbeiträgen)
  • Vergleich mit Konkurrenzpreisen (mit Marktführer oder direkte Konkurrenz)
  • Nachfragesituation im Markt (mit Trend oder Sättigung)
  • Allgemeine Konjunkturlage und Prognosen (wirtschaftliche Entwicklung, Kaufkraft usw.)
  • Psychologische Massnahmen (Bsp. CHF 9.95 oder CHF 999.-)

31. Welche Voraussetzungen müssen bei einer Penetrationsstrategie unbedingt erfüllt sein?

Leistungsangebot

  • Trendiges Produkt, neue Leistung
  • Echte Neuheit (oder Zusatznutzen)

Preisgestaltung

  • Tiefpreispolitik durch Aktionen (z.B. tiefer Einführungspreis)
  • Zeitlich begrenzt

Logistik

  • Hohe Lieferbereitschaft durch optimale Verfügbarkeit der Produkte
  • Schnelle, umfangreiche Auftragsabwicklung

Werbung und Verkaufsförderung

  • Gezielte Werbemassnahmen (aktives Marketing)
  • Intensive Verkaufsförderung am Verkaufsort (POS)

32. Preisvergünstigung durch Rabatte; Welche Zielüberlegungen spielen hier eine wichtige Rolle?

  • Kundenbindung festigen
  • Kundentreue steigern
  • Schnelle Auftragsabwicklung
  • Umsatz (Wachstum) erhöhen
  • Preisabschläge oder Aktionen umgehen

33. Welche Absatzwege kennen Sie? Nennen Sie Anwendungen davon.

Direkter Absatzweg

  • Technisch kompliziert und erklärungsbedürftig
  • Transportempfindlich

Indirekter Absatzweg einstufig/ zweistufig

  • Geringerer finanzieller Aufwand in der Logistik und beim Personal
  • Flächendeckender, weit verteilter Abnehmerkreis
  • Umfassendes Distributionsnetz der Zwischenstufen

 

34. Welche quantitativen (ökonomische) Ziele sind im Marketingkonzept zu berücksichtigen?

  • Wachstum/ Marktanteil
  • Umsatz/ Absatzmenge
  • Distribution (Anzahl Absatzorte)
  • Gewinnerwartung (Profit)
  • Deckungsbeitrag
  • Cash flow (messbare Ziele)

35. Welche Marktstrategien kennen Sie?

Nennen Sie auch die jeweiligen Strategieformen.

Grund- oder Wachstumsstrategie

  • Marktdurchdringung Marktentwicklung
  • Produktentwicklung
  • Diversifikation

Konkurrenzstrategie

  • Agressive Preisstrategie
  • Me-Too-Strategie (Nachahmungsstrategie)
  • Profilierungsstrategie

Preisstrategie

  • Penetrationsstrategie (befristete Aktionen oder tiefe Einführungspreise)
  • Abschöfpungsstrategie (möglichst hohen Ertrag erwirtschaften)

Marktbearbeitungsstrategie (Push-Pull-Relation)

  • Push: Verkaufsförderung im Handel (Unterstützung an Handel)
  • Pull: Werbung direkt an Endverbraucher

36. Nenne die 5 Phasen eines Produktlebenszyklus?

  1. Einführungsphase (hohe Investitionen nötig ⇒ Werbung und Verkaufsförderung)
  2. Wachstumsphase (Gewinnzohne wird erreicht, Konkurrenz kommt auf den Markt)
  3. Reifephase (Gewinnkurve und Absatzmengen erreichen Höchstpunkt)
  4. Sättigungsphase (Markt gesättigt, Umsatz nimmt ab)
  5. Degeneration/ Rückgangsphase (Umsatz bricht ein, keine Gewinne bis Verluste)

 

37. Welche Markfoschungsmethoden kennen Sie? Wie werden sie angewendet?

Primäre Marktforschung

  • Befragungen
  • Tests
  • Beobachtungen

Sekundäre Marktforschung

  • Interne Quellen
    • Absatzzahlen
    • Rapporte/ Infos über Kunden
    • bestehende Auswertungen
  • Externe Quellen
    • Fachzeitschrift
    • Internet
    • Bundesamt für Statistik
    • Marktforschungsinstitute
    • Konkurrenzdaten

38. Welche Umweltfaktoren kennen Sie?

  • Wirtschaftliche
    • Konjunkturlage
    • Währungspolitik
    • Entwicklung der Rohstoffpreise
  • Politisch / Rechtliche
    • Allgemeine Rahmenbedingungen
    • Gesetzte
    • Normen
    • Vorschriften
  • Technologische und ökologische
    • Technologische Entwicklung
    • Neue Verfahren
  • Soziale / Mediale
    • Einstellung der Gesellschaft
    • Konsumverhalten
    • Beeinflussung durch Medienberichte
  • Externe Beeinflusser
    • Öffentliche Personen als Absatzhelfer
    • Konkurrenzverhalten
  • Interne Beeinflusser
    • Handel
    • Konsumenten
    • Mitarbeiter

39. Welche Marktgrössen kennen Sie?

  • Marktanteil (Anteil am Marktvolumen in %)
  • Marktvolumen (gesamte Absatzmenge aller Unternehmen)
  • Marktpotenzial (mögliche Nachfrager)
  • Marktkapazität (alle möglichen Marktteilnehmer)
  • Marktsättigung (Markvolumen gleich gross wie das Marktpotenzial)
  • Teilmarkt (bestimmte Produktgruppe)
  • Marktsegment (Kunden- oder Zielgruppen)
  • Marktlücke (Potenzialvergrösserung)
  • Marktnische (Spezialisierung)

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