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Personalgewinnung, Personalaustritt

Personalgewinnung, Personalaustritt


Isa Schmid
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Einblick in das Personalmanagement, insbesondere im Kontext von Kündigungen und Austritten von Mitarbeitenden. Sie decken Themen wie Personalplanung, Personalbedarfsplanung, verschiedene Arten von Versetzungen und die rechtlichen Aspekte von Kündigungen ab. Die Karteikarten sind besonders nützlich für Personalverantwortliche und Führungskräfte, die sich mit den Herausforderungen des Personalmanagements auseinandersetzen und ihre Kenntnisse in diesem Bereich vertiefen möchten.
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Créé / Mis à jour
14.07.2013 / 17.08.2025

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1. Einstieg in das Personalmanagement

 

Was versteht man genau unter Personalmanagement?

Personalmanagement als Begriff hat sich in Anlehnung zum amerikanisch verstandenen Human Resources Management (HRM) gebildet: Damit wird betont, dass es sich bei Personalmanagement um einen Teil des strategischen Managements eines Unternehmens handlet, um jenen, der sich mit der Reessource Personal beschäftigt. Management bedeutet zugleich, dass Personalaufgaben im Wesentlichen Führungsaufgaben sind.

1. Einstieg in das Personalmanagement

 

Welche 6 Einflussfaktoren auf das Personalmanagement existierten heute?

- Erfolgsfaktor Personal

- Steigende Personalkosten

- Wirtschaftliche und rechtliche Besserstellung

- Gesellschaftilcher Wertewandel

- Wirtschaftlicher Wandel

- Technologischer Wandel

1. Einstieg in das Personalmanagement

 

Was versteht man unter dem Erfolgsfaktor Personal?

Der Erfolg und das Wachstum eines Unternehmens hängen wesentlich von den Leistungen und den Qualifikationen der Mitarbeitenden ab.  Sie stellen einen produktiven Erfolgsfaktor dar, der gewonnen, erhalten und weiterentwickelt werden muss.

Dies gelingt nur, wenn wenn die Ziele der Mitarbeiter und die des Unternehmens möglichst gut miteinander in Einklang gebracht werden.

1. Einstieg in das Personalmanagement

 

Was versteht man unter steigenden Personalkosten?

Es spielen nicht nur die direkten Personalkosten (Löhne) eine immer grössere Rolle; auch die Personalzusatzkosten sind in den letzten Jahrzehnten stetig gestiegen. Zu diesem "unsichtbaren Lohn" gehören v.a. die Arbeitgeberanteile der gesetzlichen Sozialverischerung, die bezahlten Abwesenheitszeiten und Ferien und die Lohnfortzahlung bei Krankheit und verschiedene Prämien an die Mitarbeitenden.

Weil die Personalkosten meit einen Grossteil des Gesamtkostenbudgets ausmachen, rücken Personalrückfragen auch dann ins Zentrum, wenn es um mögliche Einsparungspotenziale geht. So wird heute als Hauptziel bei fast allen Rationalisierungsvorhaben die Senkung von Personalkosten genannt.

1. Einstieg in das Personalmanagement

 

Was versteht man unter wirtschaftlicher und rechtlicher Besserstellung?

Es ist eine wichtige Führungsaufgabe, für Arbeitsbedingungen zu sorgen, unter denen sich die Mitarbeitenden voll und ganz für das Unternehmen engagieren. Die wirtschaftliche und rechtliche Besserstellung der Mitarbeitenden in den letzten Jahrzehnten haben wesentlich zum Selbstbewusstsein und zu einem neuen Rollenverständnis beigetragen.

Danke des Wohlstands und der zunehmenden Rationalisierung der Arbeit erhielt  die Freizeit einen höheren Stellenwert in der Lebensgestaltung. "Leben, um zu abeiten" wurde von einem neuen Bewusstsein abgelöst. "Mehr Selbsterfüllung in der Arbeit und mehr Freizeit zur Befriedigung weiterer Bedürfnisse".

1. Einstieg in das Personalmanagement

 

Was versteht man unter dem gesellschaftlichen Wertewandel?

Mit wachsendem Wohlstand, aufgrund von politischen und von gesellschaftlichen Veränderungen, hat ein Wertewandel stattgefunden. Unternehmen werden heute nicht mehr nur unter ökonomischen Gesichtspunkten betrachtet, sondern in ihrer sozialen und ethischen Verantwortung kritischer hinterfragt.

1. Einstieg in das Personalmanagement

 

Was versteht man unter dem wirtschaftlichen Wandel?

Mit der Globalisierung der Märkte wird ein Management des ständigen Wandels heute immer wichtiger.

In dieser vom Wandel und von permanenten Reorganisationsprozessen geprägten Zeit braucht es ein geschicktes Personalmanagement mit den entsprechenden Planungs- und Entwicklungsmassnahmen, um rechtzeitig die notwendigen Mitarbeitenden mit den erforderlichen Qualifikationen einsatzbereit zu haben.

1. Einstieg in das Personalmanagement

 

Was versteht man dem technologischen Wandel?

Mit dem wirtschaftlichen Wandel geht ein rasanter technologischer Wandel einher. Zunehmend werden manuelle oder personalintensive Routinetätigkeiten durch Computer, Maschinen und Roboter übernommen.

Gleichzeitig steigen die Anforderungen an die Breufsleute. Heute gibt es einen wachsenden Bedarf an hoch qualifizierten Arbeitskräften, die rasch verantwortungsvolle Führungs- und Managementaufgaben übernehmen und sich den veränderten Anforderungen anpassen zu können. Die gezielte Aus- und Weiterbildung im Hinblick auf die neuen Anforderungen ist eine wichtige Aufgabe des Personalmanagements.

1. Einstieg in das Personalmanagement

 

Das Personalmanagement bewegt sich in einem Spannungsfeld zwischen zwei Zielen. Welche sind diese?

Wirtschaftliche- und soziale Ziele

1. Einstieg in das Personalmanagement

 

Was versteht man unter wirtschaftlichen Zielen?

Man spricht auch vom ökonomischen Prinzip. Damit sind die folgenden zwei Grundsätze der Wirtschaftlichkeit gemeint:

Maximumprinzip: bedeutet, dass unter den gegebenen Bedinungen eine möglichst hohe Arbeitsleistung (Produktion) erreicht wird.

Minimumprinzip: es verlangt, dass eine vorgegebene Leistung mit dem minimalen Einsatz an Arbeit und Kosten erbracht wird. Um dies zu erreichen, sind Kostensenkungen im Personalbereich notwendig.

1. Einstieg in das Personalmanagement

 

Was versteht man unter sozialen Zielen?

Die sozialen Ziele sollen bei den Mitarbeitern eine höhere Arbeitszufriedenheit bewirken. Man spricht in diesem Zusammenhang auch von der sozialen Effizienz eines Unternehmens, die durch das Ausmass der Bedürfnisbefriedigung beim Personal bestimmt wird.

Zu den sozialen Zielen gehören vor allem:

- Sicherung des Arbeitsplatzes

- Bestmögliche Gestaltung der Arbeitsbedingungen

- Kooperative Führungskonzepte

- Mitbestimmungsmöglichkeiten der Mitarbeiter, etc.

 

1. Einstieg in das Personalmanagement

 

Wie stehen die wirtschaftlichen und sozialen Ziele zueinander?

Sie ergänzen sich nur teilweise; oft stehen sie sogar in einem Spannungsfeld zueinander. Der langfristige Erfolg eines Unternehmens basiert auf dem Zusammenwirken der ökonomischen und der sozialen Effizienz.

1. Einstieg in das Personalmanagement

 

Wer ist für das Personalmanagement zuständig?

Das Personalist sowohl ein Funktionsbereich im Unternehmen als auch eine Managementaufgabe. Viele Personalfragen lassen sich nicht an eine Personalabteilung delegieren, sondern betreffen die Führungskräfte auf allen Stufen und in allen Funktionsbereichen.

Als verbindliche Regeln für die Zuständigkeit gelten:

- Die Personalabteilung trägt die Verantwortung für die Regelung von Grundsatzfragen, die sämtliche Mitarbeiter betreffen.

- Die Führungskräfte in der Linie sind für alle Einzelmassnahmen zuständig, die ihre Mitarbeitenden betreffen. Dabei setzen sie die Richtlinien der Personalpolitik um.

- Sämtliche Personalaufgaben sollen möglichst vor Ort wahrgenommen werden, d.h. möglichst als Teil des Führungsprozesses, nur so weit als nötig durch die Personalabteilung.

1. Einstieg in das Personalmanagement

 

Welche Aufgaben muss das Personalmanagement wahrnehmen?

Unter Personalmanagement wird die Summe der Entscheidungen und Massnahmen verstanden, die den einzelnen Mitarbeiter und seinen Arbeitsplatz, aber auch die Zusammenarbeit mit anderen betreffen. Dazu gehören:

- Personal gewinnen

- Personal erhalten

- Personal verabschieden

- Personal fördern

1. Einstieg in das Personalmanagement

 

Was fällt alles unter "Personal gewinnen"?

Dieser Aufgabenbereich umfasst sämtliche Prozesse und Massnahmen, die mit der Gewinnung von neuen Mitarbeitenden zusammenhängen. Darin enthalten sind:

- Personalplanung; Bestimmung der personellen Ressourcen zur Erreichung der Unternehmensziele

- Personalsuche; Personal intern oder extern rekrutieren

- Personalauswahl; Auswahl mit Hilfsmittel von Vorstellungsgesprächen, Test's, graphologische Tests, etc.

- Personaleinführung; Einarbeitung anhand Einarbeitsungsplänen und Erläuterung Unternehmenskultur

1. Einstieg in das Personalmanagement

 

Was fällt alles unter "Personal erhalten"?

Attraktive Arbeitsbedinungen, die das Unternehmen seinen Mitarbeitenden bieten,  tragen wesentlich zur Personalerhaltung bei.  Dazu gehören:

- leistungs- und anforderungsgerechte Löhne sowie grosszügige Sozialleistungen,

- flexible Arbeitszeitregelungen und

- die Mitbestimmungs-bzw. die Mitwirkungsrechte der Mitarbeitenden.

Die Umsetzung des Personalmanagements zeigt sich auch im reibungslosen Funktionieren der Personaladministration und in der Personalbetreuung, die ausserhalb der eigentlichen Führungsbeziehungen stattfindet.

1. Einstieg in das Personalmanagement

 

Was fällt alles unter "Personal fördern"?

Eine regelmässige Beurteilung zählt zu den wichtigsten Instrumenten der Mitarbeiterführung.

- Die Personalbeurteilung nützt allen Beteiligten: eine objektive Beurteilung des Arbeitsverhaltens wirkt motivierend und schafft Anreize für die künftige Leistungsbereitschaft der Mitarbeitenden.

- Die Personalentwicklung umfasst alle Massnahmen, mit denen die Qualifikationen der Mitarbeitenden und damit auch des Unternehmens verbessert werden sollen.

1. Einstieg in das Personalmanagement

 

Was fällt alles unter "Personal verabschieden"?

Die Beendigung des Arbeitsverhältnisses durch Kündigung, natürliche Abgänge oder Personalabbau löst eien ganze Reihe von Personalaufgaben aus. Dabei muss der Einhaltung arbeitsrechtlicher Bestimmungen besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden.

2. Das Gewinnen von Personal

 

Was ist die Aufgabe der Personalplanung?

Die Personalplanung ist das Bindeglied zwischen dem strategischen und dem operativen Personalmanagement, denn sie hat die Aufgabe, das benötigte Personal für die Umsetzung der Unternehmensziele zu ermitteln. Sie richtet sich nach der Gesamt-Unternehmenplanung und wird daher - wie z.B. auch die Finanzplanung - als "Sekundärplanung" bezeichnet. Zur Unternehmensplanung gehören folgende Teilgebiete:

- Absatzplanung (Marketing & Verkauf)

- Produktionsplanung

- Finanzplanung

- Personalplanung (Personalbedarfsplanung, Personaleinsatzplanung, Personalkostenplanung)

2. Das Gewinnen von Personal

 

Warum braucht es die Personalplanung?

Wie jede andere Planung muss die Personalplanung drei Bedinungen erfüllen:

- Kontinuität: Die Personalplanung muss der vergangenen Entwicklung und der gegenwärtigen Situation Rechnung tragen.

- Plausibilität: Die Personalplanung muss mit den Zielen der anderen Teilpläne übereinstimmen.

- Ganzheitlichkeit: Die Personalplanung muss sichtbar dazu beitragen, das übergeordnete Gesamtziel zu erreichen. Dabei richtet sich ihr Augenmerk nicht nur auf die quantitativen, sondern auch auf die qualitativen Planungsfragen.

2. Das Gewinnen von Personal

 

Welche Risiken geht ein Unternehmen ein, welches ohne systematische Personalplanung arbeitet?

- Das Einsteller der Mitarbeiter ist eine finanziell bedeutende Entscheidung. Die Qualität dieser Entscheidung leidet, wenn man unter Zeitdruck entscheiden muss.

- ohne Personalplanung sind kurzfristige Personalengpässe und langfristig Qualifikationslücken zu befürchten.

- ohne Personalplanung vergibt man die Chance, Mitarbeitende rechtzeitig auf künftige Aufgaben vorzubereiten und somit interne Setellenbesetzungen vornehmen zu können.

- andere Personalfunktionen wie Aus- und Weiterbildung, Berufsbildung und Personalförderung können nur auf der Grundlage einer systematischen Personalplanung zielorientiert ausgeübt werden.

- Ad-hoc-Entscheidungen im Personalbereich schaden dem Betriebsklima.

2. Das Gewinnen von Personal

 

Aus was besteht die Personalbedarfsplanung?

Wie jede Planung beginnt auch die Bedarfsplanung mit der Analyse der tatsächlichen Gegebenheiten: Die Ausgangslage für die Personalbedarfsplanung bilden die aktuellen Personalsituation, die aktuellen und zukünftigen Bedürfnisse des Unternehmens und der Mitarbeitenden sowie allfällige unternehmensexterne Einflussfaktoren. Daraus resultieren die Planungsgrundlagen, die über die verschiedenen Funktionsbereiche hinweg koordiniert und mit der Gesamt-Unternehmensplanung abgestimmt werden müssen.

2. Das Gewinnen von Personal

 

Die Personalbedarfsplanung resultiert in drei mögliche Handlungsanweisungen für die Linien-Vorgesetzte. Welche sind dies?

2. Das Gewinnen von Personal

 

Was versteht man unter Ersatzbedarf?

Ersatzbedarf entsteht durch Kündigungen, Beförderungen oder Pensionierungen. Folglich benötigt man für die Personalplanung genaue Daten zur Altersstruktur der Belegschaft, zur Fluktuation und zu Fehlzeiten.

Die Planung des Ersatzbedarfs betrifft einen überschaubaren Zeitraum, z.B. 1 Jahr (bis zu 5 Jahren). 

 

2. Das Gewinnen von Personal

 

Was versteht man unter Neubedarf?

Neubedarf entsteht aufgrund von Veränderungen in den strategischen Unternehmenszielen; durch Expansionsvorhaben, neu geforderte Qualifikationen z.B. im Produktionsprozess oder in der Informatik, Intensivierung bestimmter Aufgaben wie z.B. der AD, veränderte Arbeitsbedingungen (mehr Urlaub, kürzere Arbeitszeiten, usw).

Der Personalbedarf entsteht meist durch ein Vorhaben, die sich über einen längeren Zeitraum erstrecken. Entsprechend langfristig muss die Personalplanung sein und entsprechend schwierig sind künftigen qualitativen Anforderungen einzuschätzen.

2. Das Gewinnen von Personal

 

Was versteht man unter Personalabbau?

Personalabbau kann durch veränderte Unternehmensziele und -massnahmen wie Rationalisierungen, Umstrukturierungen, Silllegung oder Verlagerung von Betriebsteilen oder aber aufgrund von schwer wiegenden Verlusten im Auftragsbestand nötig werden.

2. Das Gewinnen von Personal

 

Was ist die quantitative Personalbedarfsplanung?

Sie weisst die Zahl der Personen aus, die für die Erfüllung der Aufgaben zu einem bestimmten Zeitpunkt und für eine bestimmte dauer benötigt werden.

Die quantitative Personalbedarfsplanung (Kapazitätsplanung) beantwortet die Frage: "Wie viele personelle Ressourcen brauchen wir, um die Unternehmensziele zu erreichen?".

2. Das Gewinnen von Personal

 

Was ist die qualitative Personalbedarfsplanung?

Werden die notwendigen Qualifikationen ermittelt, so spricht man von qualitativer Personalbedarfsplanung.

Quantitative und qualitative Personalbedarfsplanung sind in der Praxis nicht zu trennen und daher gleichzeitig durchzuführen.

Die qualitative Personalbedarfsplanung beantwortet folglich die Frage: "Welche personellen Ressourcen brauchen wir, um die Unternehmensziele zu erreichen?".

 

2. Das Gewinnen von Personal

 

Welche Aufgaben hat die quantitative Personalbedarfsplanung?

- Sicherstellen, dass der quantitative Personalbedarf x Jahre, Monate, Wochen, Tage im Voraus erkennbar ist. Er wird meist pro Zielgruppe bestimmt, d.h. nach bstimmten Qualifikationsanforderungen wie Produktionsleiter, Vorarbeiter, Facharbeiter, usw.

- Sicherstellen, dass für wichtige Stellen (Schlüsselstellen) der Nachfolgebedarf und mögliche Nachfolger x Jahre vorher erkennbar sind

- Frühzeitiges Erfassen von anderen quantitativen Veränderungen (wie Personalabbau)

2. Das Gewinnen von Personal

 

Die quantitative Personalbedarfsplanung geht von den Stellen in einem Unternehmensbereich aus. Wie berechnet sich der Nettobedarf?

Berechnungsformel für Personalbedarf im Fixkostenbereich:

Soll-Bedarf -> Geplanter Bedarf anstellen zu einem Zeitpunkt X

- Ist-Bestand -> Aktueller Bestand anstellen zum heutigen Zeitpunkt

= Bruttobedarf -> Differenz zwischen Sollbedarf und Ist-Bestand

+ Abgänge -> Geplant, bis zum Zeitpunkt X

- Zugänge -> Geplant, bis zum Zeitpunkt X

= Nettobedarf -> Differenz zwischen Bruttobedarf, Ab- und Zugängen. Der Nettobedarf enthält folglich den Ersatz- und den Neubedarf.

2. Das Gewinnen von Personal

 

Wie wird der qualitative Personalbedarf ermittelt?

Für die Ermittlung des qualitativen Personalbedarfs verwendet man die Arbeitsanalyse; die Tätigkeiten und EInzelaufgaben einer Stelle werden analysiert und daraus die Anforderungen abgeleitet, die es für diese Stelle braucht.

2. Das Gewinnen von Personal

 

Wie definiert man eine Stelle?

Die Stelle ist die kleinste organisatorische EInheit einer Organisationsstruktur eines Unternehmens. Am deutlichsten sichtbar wird die Stelle im Organigramm.

Die Stelle wird in Form einer Stellenbeschreibung definiert, die folgende Informationen enthalten soll:

- Bezeichnung der Stelle.

- Aufgaben: kurze Beschreibung der Aufgaben,

- Verantwortung: Aufgaben, für die der Stelleninhaber verantwortlich ist,

- Kompetenzen: Zuständigkeiten und Befugnisse des Stelleninhabers,

- Hierarchische Stellung: Bezeichnung der Stellung in der Organisationsstruktur des Unternehmens (Vorgestzte, Unterstellte) und

- Stellvertretung.

Die Anforderungen einer Stelle ergeben sich aus der Stellenbeschreibung und werden in einem Anforderungsprofil definiert.

2. Das Gewinnen von Personal

 

Was ist ein Anforderungsprofil?

Es ist wichtig, verschiedene Anforderungsarten (Kompetenzen) zu unterscheiden. In der Praxis verwendet man oft die folgende Viereinteilung:

- Fachkompetenz : Fähigkeiten und Kenntnisse, die mit der Berufsausbildung zusammenhängen.

- Methodenkompetenz : Fähigkeiten, die das "wie?", die Arbeitsweise, betreffen.

- Sozialkompetenz : Umgang mit Menschen - als Vorgesetzte, in der Zusammenarbeit mit Kollegen und anderen Abteilungen, usw.

- Ich-Kompetenz : Zur Ich-Kompetenz gehört die Art, wie jemand mit sich selbst umgeht, es geht um persönliche Eigenschaften wie Stabilität, Selbstbeherrschung, Ausgeglichenheit, Emotionalität, usw.

2. Das Gewinnen von Personal

 

Welche Kriterien gehören in ein normales Anforderungsprofil?

- Ziel und Zweck der Position (welche internen und externen Kontakte sind involviert? usw.)

- Aufgaben der Mitarbeiter (Worin liegen die täglichen Aufgaben?, Welches sind die wichtigsten Pflichten? usw.)

- Fachkompetenz (Welche fachlichen Kenntnisse erfordert die Funktion? Welche Ausbildung erfordert die Position? usw.)

- Methodenkompetenz (Welche Fähigkeiten in Bezug auf die Anwendung der fachlichen Kenntnisse sind erforderlich? usw. )

- Sozialkompetenz (Welche Fähigkeiten im Umgang mit Menschen sind erforderlich? usw.)

- Ich-Kompetenz (welche persönliche Einstellung braucht es vor allem? usw.)

- Kritische Leistungsfaktoren (Welche typischen Vorfälle kommen in dieser Funktion vor? Welche kritischen Leistungsfaktoren ergeben sich daraus? usw.)

- Entwicklungspotenzial (Welche Potenziale benötigt der Stelleninhaber, um die Position auch in Zukunft erfolgreich besetzen zu können.

2. Das Gewinnen von Personal

 

Was ist die Personaleinsatzplanung?

Bei der Personaleinsatzplanung geht es um die konkrete Nutzung der Personalkapazitäten, d.h. um die Steuerung des zeitlichen und örtlichen Einsatzes des zur Verfügung stehenden Personals. Ausgangspunkt der Personaleinsatzplanung ist die Frage: " Was muss in einem bestimmten Zeitraum von wem erledigt werden?"

2. Das Gewinnen von Personal

 

Was beinhaltet die Personalkostenplanung?

Die Planung der Personalkosten ist ein Teil der Gesamtkostenplanung im Unternehmen, sodass ein Koordinationsprozess zwischen dem Finanz- und Rechnungswesen, der Personalabteilung und  den einzelnen Führungsbereichen notwendig ist. Schliesslich machen die Personalkosten häufig den entscheidenden Kostenanteil aus.

2. Das Gewinnen von Personal

 

Wie definiert man Personalsuche?

Unter der Personalsuche verstehen wir sämtliche Massnahmen, die getroffen werden müssen, um das benötigte Personal mit der verlangten Qualifikation zur richtigen Zeit zu finden. Aus der Personalbedarfsplanung geht der Ersatz- oder Neubedarf an Personal hervor, der die Personalsuche auslöst.

2. Das Gewinnen von Personal

 

Welche Vor- und Nachteile aus ökonomischer Sicht gibt es bei der internen Personalsuche?

Vorteile:

- Geringeres Auswahlrisiko, weil die Kenntnisse und Fähigkeiten der MA's bekannt sind

- SChnelleres Einarbeiten in die neue Aufgabe

- I.d.R. schnellere Durchführung der Personalsuche

- Geringere Kosten für die Suche

 

Nachteile:

- Ein zu grosser Anteil an interner Nachbesetzung fördert die Betriebsblindheit

- Widerstand von Vorgesetzten bei Abwertung guter Mitarbeitenden

2. Das Gewinnen von Personal

 

Welche Vor- und Nachteile aus sozialer Sicht gibt es bei der internen Personalsuche?

Vorteile:

- Motivation der MA's durch Karrieremöglichkeiten

- MA's empfinden eine höhere Arbeitsplatzsicherheit

- Veränderungsbedürfnisse der MA's können berücksichtigt werden

 

Nachteile:

- Demotivation der internen Kandidaten bei einer Absage

- Akzeptanzprobleme bei den Teammitgliedern, wenn der Kollege zum Chef wird

2. Das Gewinnen von Personal

 

Welche Möglichkeitne gibt es, um auf freie Stellen aufmerksam zu machen?

- Das Stelleninserat

- Electronic Recruiting (eigene Homepage & Stellenportale)

- Personalberatungsfirmen (Stellenvermittler)

Étudier