Krankheitsbild


K. W.
Diese Lernkarten bieten einen grundlegenden Überblick über Brustkrebs (Mamma-CA) und Prostatakrebs (Prostata-CA), einschließlich Diagnostik, Therapie und Prognose. Sie decken Symptome, Risikofaktoren, Ursachen und Behandlungsmethoden ab, wie Operationen, Bestrahlung und Hormontherapie. Diese Karteikarten richten sich an Medizinstudenten und Fachpersonal, die sich mit den Grundlagen dieser Krebsarten vertraut machen möchten.
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Allemand
Catégorie
Médecine
Créé / Mis à jour
04.08.2014 / 16.06.2024

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Ursache Mamma CA

Meistens ist die Ursache unbekannt (sporadisch), familiär oder genetisch.

Risikofaktoren Mamma-CA

Alter

Risiko steigt mit dem Alter

 

Weibliche Hormone (körpereigene, zugeführte)

vorallem Östrogen.

  • Frühe Menarche und späte Menopause à Hier ist die Brust länger durch  Östrogen stimuliert

-    Kinderlosigkeit                           

-    Hormonersatztherapie

 

Genetische Vorbelastung

 

Ernährung und Lebensstil

- Alkohol                                          

- Adipositas (Hier hat man ein Enzym, dass Östrogen produziert)

- Körperliche Aktivität

Symptome Mamma CA

Der äussere obere Quadrant der Brustdrüse ist am häufigsten befallen.

  • Knoten (schmerzlos)                                 
  • Brustwarzenveränderung à Einziehung, Ekzem, Sekretion (blutig)
  • Hautveränderung à Rötung, Einziehung (Orangenhaut)
  • Ulkus
  • Schmerzen
  • Lymphknotenvergrösserung wenn Tumor bereits metastasiert hat

Häufig hat man keine Symptome, meist Zufallsbefund.

Diagnostik Mamma CA

Anamnese, Klinik

            -  Inspektionà Grössenunterschied, Vorwölbungen, Einziehungen,           Mamillenveränderung (Einziehung), Hautveränderung

            - Palpation à Knoten (Lokalisation, Grösse, Beschaffenheit,           Abgrenzbarkeit, Presssaft (blutig, einseitig?), Lymphknoten

Mammographie à man erkennt Knoten und Brustkrebsvorstufen       (Mikrokalkablagerungen). Bei Jüngeren Frauen ist es schwieriger ein

            Tumor zu erkennen, weil die Brustdichte höher ist als bei älteren Frauen.            Darum ab 50 J. indiziert.

Ultraschall à Ergänzung zur Mammographie. Bei jungen Frauen indiziert. Man

            Erkennt die kleinsten Karzinomen. Für Biopsie geeignet.

MRI à bei sehr jungen Pat., wenn Ultraschall und Sono schlecht beurteilbar            sind, familiäre Veranlagung, unklare Situation. Zusätzlich kleine Herde

            Erkennbar.

Staging (=Metastasensuche) à Rx-Thorax, Sono Abdomen (Lebermetastasen),             Skelettszinitgramm. Nur bei grossen Tumoren indiziert, da nur die wenigsten      Metastasen haben

Therapie Mamma CA

kurativ versus palliativ à Heilungsmöglichkeit

adjuvant versus neoadjuvant (=präoperativ) à Reihenfolge d. Therapie

 

Die Operation stellt nur einen Baustein des Therapiekonzepts dar, der im Einzelfall durch Chemo-, Hormon-, Antikörper- und Strahlentherapie ergänzt wird.

1. Operation

2. Chemotherapie (+ Antikörper‐Therapie)

3. Radiatio + antihormonelle Therapie

4. Antikörper‐Therapie

Wie wird eine Mamma-Ablatio gemacht?

Wird gemacht, wenn in mehreren Quadranten Karzinom hat. Dann ist Risiko zu hoch.

 

  • Primärresektion à Brust wird sofort wieder aufgebaut (gibt nicht so schöne Resultate wenn noch Bestrahlt wird).

 

Es kann auch so gemacht werden: Über drei Wochen wird Prothese gefüllt mit Kochsalzlösung um Haut zu dehnen bis Grösse der anderen Brust erreicht ist. Erst dann wird richtige Prothese eingesetzt.

Prognose Mamma CA

Je nach…

• Tumorgrösse

• Anzahl der befallenen Lymphknoten

• Histologie, Grading (Aggressivität)

• Rezeptoren

• Proliferationsmarker (Ki 67)

• Onkogene, Tumorsupressorgene (HER2‐Ueberexpression)

• Alter à je jünger die Frau desto schlechter ist Prognose

Ursache Prostata CA

  • weitgehend unbekannt
  • Risikofaktoren: Hormone (abstieg von Testosteron im Alter), Alter,           
  • genetische Veranlagung, Ernährung

Symptome Prostata CA

  • lange keine Symptome !!
  • lokal:

            - Harnstrahl wird dünner und schwächer

            - Miktionszeit ist verlängert

            - Häufiger Harndrang, entleeren aber nur geringe Menge

            - Blase kann nicht vollständig entleert werden, es bildet sich Restharn

            - Blasenwand verdickt sich à weil das Hohlorgan den Urin ständig gegen

              Erhöhten Abflusswiderstand austreiben muss.

            - Bei max. Blasenfüllung verliert man tropfenweise Urin

  • metastasiert: Knochenschmerzen

Diagnostik Prostata CA

PSA

Prostata spezifisches Antigen ist spezifisch für Prostatagewebe, jedoch nicht spezifisch für Prostata‐Ca

Therapie Prostata CA

kurativ

  • Operation; Radikale Prostatektomie ( Schliessmuskel der Harnröhre könnte

            Verletzt werden, dadurch Inkontinenzgefahr. Erektionsstörungen können

            Auftreten weil Nerven entfernt werden.

  • Bestrahlung perkutan oder interstitiell (Brachytherapie)

 

Palliativ

  • Watchful waiting (warten und schauen)
  • Hormontherapie (Testosteron‐Entzug)
  • Schmerzbestrahlung ossärer Metastasen
  • palliative TURP zur Miktionserleichterung oder Blutstillung
  • Chemotherapie

Postoperative Massnahmen Prostata CA

Postoperativ

  • immer freie Urinableitung sicherstellen
  • Meatus‐ und Katheterpflege
  • rasche Mobilisation, zügiger Kostaufbau
  • Blasenkatheter für 5‐7 Tage, um Anastomose zu sichern
  • bei komplikationslosem Verlauf Entlassung nach ca. 7 Tagen
  • ev. Beurlaubung vor Katheter Entfernung
  • Einübung der normalen Miktion
  • Fadenentfernung nach 10 Tagen (od. gem. Operateur)

Massnahmen und Infos zur Entlassung und Nachsorge nach einer OP bei Prostata CA
 

Entlassung

  • Blasenentleerung sollte eingeübt sein
  • ev. Restharnbestimmung
  • möglichst gute willkürliche Blasenkontrolle
  • Inkontinenz‐Material
  • ev. Harnwegsinfektionsprophylaxe
  • Termine zur Nachkontrolle

 

Nachsorge

  • Wundkontrolle
  • Optimierung Kontinenz und Potenz
  • regelmässige PSA‐Kontrolle

Étudier