Mamma-CA, Prostata-CA
Krankheitsbild
Krankheitsbild
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Cartes-fiches
Ursache Mamma CA
Meistens ist die Ursache unbekannt (sporadisch), familiär oder genetisch.
Risikofaktoren Mamma-CA
Alter
Risiko steigt mit dem Alter
Weibliche Hormone (körpereigene, zugeführte)
vorallem Östrogen.
- Frühe Menarche und späte Menopause à Hier ist die Brust länger durch Östrogen stimuliert
- Kinderlosigkeit
- Hormonersatztherapie
Genetische Vorbelastung
Ernährung und Lebensstil
- Alkohol
- Adipositas (Hier hat man ein Enzym, dass Östrogen produziert)
- Körperliche Aktivität
Symptome Mamma CA
Der äussere obere Quadrant der Brustdrüse ist am häufigsten befallen.
- Knoten (schmerzlos)
- Brustwarzenveränderung à Einziehung, Ekzem, Sekretion (blutig)
- Hautveränderung à Rötung, Einziehung (Orangenhaut)
- Ulkus
- Schmerzen
- Lymphknotenvergrösserung wenn Tumor bereits metastasiert hat
Häufig hat man keine Symptome, meist Zufallsbefund.
Diagnostik Mamma CA
Anamnese, Klinik
- Inspektionà Grössenunterschied, Vorwölbungen, Einziehungen, Mamillenveränderung (Einziehung), Hautveränderung
- Palpation à Knoten (Lokalisation, Grösse, Beschaffenheit, Abgrenzbarkeit, Presssaft (blutig, einseitig?), Lymphknoten
Mammographie à man erkennt Knoten und Brustkrebsvorstufen (Mikrokalkablagerungen). Bei Jüngeren Frauen ist es schwieriger ein
Tumor zu erkennen, weil die Brustdichte höher ist als bei älteren Frauen. Darum ab 50 J. indiziert.
Ultraschall à Ergänzung zur Mammographie. Bei jungen Frauen indiziert. Man
Erkennt die kleinsten Karzinomen. Für Biopsie geeignet.
MRI à bei sehr jungen Pat., wenn Ultraschall und Sono schlecht beurteilbar sind, familiäre Veranlagung, unklare Situation. Zusätzlich kleine Herde
Erkennbar.
Staging (=Metastasensuche) à Rx-Thorax, Sono Abdomen (Lebermetastasen), Skelettszinitgramm. Nur bei grossen Tumoren indiziert, da nur die wenigsten Metastasen haben
Therapie Mamma CA
kurativ versus palliativ à Heilungsmöglichkeit
adjuvant versus neoadjuvant (=präoperativ) à Reihenfolge d. Therapie
Die Operation stellt nur einen Baustein des Therapiekonzepts dar, der im Einzelfall durch Chemo-, Hormon-, Antikörper- und Strahlentherapie ergänzt wird.
1. Operation
2. Chemotherapie (+ Antikörper‐Therapie)
3. Radiatio + antihormonelle Therapie
4. Antikörper‐Therapie
Wie wird eine Mamma-Ablatio gemacht?
Wird gemacht, wenn in mehreren Quadranten Karzinom hat. Dann ist Risiko zu hoch.
- Primärresektion à Brust wird sofort wieder aufgebaut (gibt nicht so schöne Resultate wenn noch Bestrahlt wird).
Es kann auch so gemacht werden: Über drei Wochen wird Prothese gefüllt mit Kochsalzlösung um Haut zu dehnen bis Grösse der anderen Brust erreicht ist. Erst dann wird richtige Prothese eingesetzt.
Prognose Mamma CA
Je nach…
• Tumorgrösse
• Anzahl der befallenen Lymphknoten
• Histologie, Grading (Aggressivität)
• Rezeptoren
• Proliferationsmarker (Ki 67)
• Onkogene, Tumorsupressorgene (HER2‐Ueberexpression)
• Alter à je jünger die Frau desto schlechter ist Prognose
Ursache Prostata CA
- weitgehend unbekannt
- Risikofaktoren: Hormone (abstieg von Testosteron im Alter), Alter,
- genetische Veranlagung, Ernährung
Symptome Prostata CA
- lange keine Symptome !!
- lokal:
- Harnstrahl wird dünner und schwächer
- Miktionszeit ist verlängert
- Häufiger Harndrang, entleeren aber nur geringe Menge
- Blase kann nicht vollständig entleert werden, es bildet sich Restharn
- Blasenwand verdickt sich à weil das Hohlorgan den Urin ständig gegen
Erhöhten Abflusswiderstand austreiben muss.
- Bei max. Blasenfüllung verliert man tropfenweise Urin
- metastasiert: Knochenschmerzen
Diagnostik Prostata CA
PSA
Prostata spezifisches Antigen ist spezifisch für Prostatagewebe, jedoch nicht spezifisch für Prostata‐Ca
Therapie Prostata CA
kurativ
- Operation; Radikale Prostatektomie ( Schliessmuskel der Harnröhre könnte
Verletzt werden, dadurch Inkontinenzgefahr. Erektionsstörungen können
Auftreten weil Nerven entfernt werden.
- Bestrahlung perkutan oder interstitiell (Brachytherapie)
Palliativ
- Watchful waiting (warten und schauen)
- Hormontherapie (Testosteron‐Entzug)
- Schmerzbestrahlung ossärer Metastasen
- palliative TURP zur Miktionserleichterung oder Blutstillung
- Chemotherapie
Postoperative Massnahmen Prostata CA
Postoperativ
- immer freie Urinableitung sicherstellen
- Meatus‐ und Katheterpflege
- rasche Mobilisation, zügiger Kostaufbau
- Blasenkatheter für 5‐7 Tage, um Anastomose zu sichern
- bei komplikationslosem Verlauf Entlassung nach ca. 7 Tagen
- ev. Beurlaubung vor Katheter Entfernung
- Einübung der normalen Miktion
- Fadenentfernung nach 10 Tagen (od. gem. Operateur)
Massnahmen und Infos zur Entlassung und Nachsorge nach einer OP bei Prostata CA
Entlassung
- Blasenentleerung sollte eingeübt sein
- ev. Restharnbestimmung
- möglichst gute willkürliche Blasenkontrolle
- Inkontinenz‐Material
- ev. Harnwegsinfektionsprophylaxe
- Termine zur Nachkontrolle
Nachsorge
- Wundkontrolle
- Optimierung Kontinenz und Potenz
- regelmässige PSA‐Kontrolle