MA P120 | 02 Zahl und Variable
MA P120 Mathematik Didaktik 1 | 02 Zahl und Variable
MA P120 Mathematik Didaktik 1 | 02 Zahl und Variable
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Lernkarten
Römisch «1»
I
Römisch «5»
V
Römisch «10»
X
Römisch «50»
L
Römisch «100»
C
Römisch «500»
D
Römisch «1000»
M
Stellenwertsystem
T | H | Z | E || z | h | t
Natürliche Zahlen
N
0,1,2,3, …
Ganze Zahlen
Z
…, -3, -2, -1, 0, 1, 2, 3, …
Q
Ganze Zahlen und Brüche
Reelle Zahlen
R
Rationale Zahlen und irrationale Zahlen (z.B. Wurzel aus 2)
Komplexe Zahlen
C
Reelle Zahlen und imaginäre Zahlen
Kardinalzahlaspekt
«Fünf Kinder spielen im Garten.»
Zahlen geben die Anzahl der Elemente (die Mächtigkeit) von Mengen an.
Ordinalzahlaspekt
«Der Mai ist der fünfte Monat im Jahr.»
«Stan verkaufte ⅓ der Schoggitaler und ich nur ¼.»
Zählzahlaspekt: Reihenfolge der natürlichen Zahlen, die beim Zählen durchlaufen werden.
Ordnungszahlaspekt: Rangplatz in einer geordneten Reihe.
Codierungsaspekt
«Claudia fährt mit dem Tram 5 zum Zoo.»
Zahlen werden als Namen für bestimmte Objekte benutzt.
Masszahlaspekt
«Noch 5 Minuten bis zur Pause!»
«Es geht noch ¼ Stunde bis zur Mittagspause.»
Zahlen geben als Masszahlen zusammen mit einer Masseinheit Grössen an.
Rechenzahlaspekt
«In meiner Klasse hat es fünf Kinder weniger.»
«Steffi, Tim, Nina und ich teilen uns 3 Äpfel.»
algebraischer Aspekt: Eigenschaften beim Rechnen mit Zahlen
algorithmischer Aspekt: Regeln zum Rechnen mit Zahlen in ihrer Darstellung durch Ziffern
Operatoraspekt
«Jeder fünfte Schweizer ist jünger als 20 Jahre alt.»
«Für 20 Personen brauche ich die fünffache Menge.»
«An der Lesenacht nahmen ¼ der 24 Kinder teil.»
Zahlen bezeichnen eine Vielfachheit von Handlungen oder Vorgängen.
Mengenaspekt
«Ich habe nur eine Viertelpizza geschafft.»
Zähler
«obere Zahl» (wie viele Stücke)
Nenner
«untere Zahl» (welche Art Stücke)
Echter Bruch
Zähler < Nenner
Unechter Bruch
Zähler ≥ Nenner
Stammbruch
Zähler = 1
Kommutativgesetz
Addition:
a + b = b + a
Multiplikation:
a • b = b • a
Assoziativgesetz
Addition:
a + (b + c) = (a + b) + c
Multiplikation:
a • (b • c) = (a • b) • c
Distributivgesetz
a • (b + c) = (a • b) + (a • c)
UHU-Zahlen
262
818
383
656
909
454
787
616
Addition von UHU Zahlen
434 + 343 = 777
515 + 151 = 666
787 + 878 = 1665
Ergebnisse sind Vielfache von 111.
(Summe der beiden Ziffern mal 111.)
Spiegel(Umkehr)zahlen
74 – 47 = 27
(3 mal 9)
ANNA-Zahlen
5335 – 3553 = 1782
(2 mal 891)
AAL-Zahlen
622 – 226 = 396
771 – 177 = 594
(Vielfache von 99)
Umkehrzahlen
623 – 326 = 297
503 – 305 = 198
(Vielfache von 99)
schöne Päckchen
Unter schönen Päckchen versteht man eine Serie von Aufgaben, die nicht willkürlich zu einem Rechenpäckchen zusammengefasst worden sind, sondern die in einem bestimmten Zusammenhang stehen, indem sie sich etwa von Aufgabe zu Aufgabe operativ verändern. Das dadurch entstehende Muster muss dabei noch nicht einmal sonderlich kompliziert sein, wie auch das folgende Beispiel zeigt:
Schönes Päckchen
5 + 5 = 10
6 + 4 = 10
7 + 3 = 10
8 + 2 = 10
9 + 1 = 10
So lassen sich an diesem schönen Päckchen beispielweise folgende Muster bzw. operative Veränderungen entdecken:
- Der 1. Summand wird von Aufgabe zu Aufgabe immer um eins grösser.
- Der 2. Summand wird von Aufgabe zu Aufgabe immer um eins kleiner.
- Das Ergebnis bleibt bei allen Aufgaben gleich.
graue Päckchen
Während bei klassischen Rechenpäckchen (von Wittmann 1994 auch als «Graue Päckchen» bezeichnet) nur das reine Ausrechnen geübt wird, bieten die sogenannten schönen Päckchen (vgl. Wittmann & Müller 2004) bereits in den unteren Jahrgangsstufen die Möglichkeit, sich mit Zahlbeziehungen und mathematischen Gesetzmässigkeiten auseinanderzusetzen, so dass sowohl Kompetenzbereiche als auch Handlungsaspekte auf vielfache Weise angesprochen werden.
Graues Päckchen
6 + 1 = 7
8 + 3 = 11
2 + 7 = 9
9 + 5 = 14
4 + 4 = 8
Dreieckszahlen
1, 3, 6, 10, 15, …
explizite Darstellung
1 + 2 + 3 + 4 + 5 + …. + n = D n = ½ n · (n + 1)
rekursive Darstellung
D n = D n-1 + n
Quadratzahlen
1, 4, 9, 16, 25, …
explizite Darstellung
1 + 3 + 5 + 7 + 9 + … + 2n-1 = Qn = n2
rekursive Darstellung
Qn = Qn-1 + 2n-1
Rechteckszahlen
2, 6, 12, 20, 30, …
explizite Darstellung
2 + 4 + 6 + 8 + 10 + … + 2n = Rn = n·(n+1)
rekursive Darstellung
Rn = Rn-1 + 2n
Folgen und Reihen
Reihen entstehen aus Folgen, indem man die Folgenglieder laufend zusammenzählt. Eine Reihe ist also eine Folge von Summen.
Dementsprechend sind die aufeinanderfolgenden natürlichen (ungeraden, geraden) Zahlen eine (arithmetische) Folge.
Die sich daraus ergebenden Summen stellen die Dreieckszahlen (Quadratzahlen, Rechteckzahlen) dar.
Aber: Die Quadratzahlen (als Beispiel) sind wiederum eine Folge (arithmetische Folge zweiter Ordnung)!