MA0710

MA071016

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P. B.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über die Planung und Durchführung von Projekten im Anlagenbau auf Universitätsniveau. Sie behandeln zentrale Themen wie den Projektstrukturplan (WBS), die verschiedenen Phasen der Projektentwicklung, die Montageplanung und die Kommunikation zwischen den Beteiligten. Die Karteikarten sind besonders nützlich für Studierende und Fachkräfte im technischen Bereich, die sich mit der Strukturierung und Umsetzung von Anlagenbauprojekten befassen.
Flashcards
20
Students
1
Language
German
Category
Technology
Level
University
Created / Updated
02.10.2016 / 02.10.2016

Flashcards

Typen Verfahrenstechnischer Produktionsanlagen?

• Hauptanlagen: Führt das eigentliche das eigentliche Produktionserzeugungsverfahren durch z.B.

• Teil, Hilfs und Nebenanlagen Lager, Entsorgung, Energieversorgung, Regelung und Steuerung…

Typen:

• Einstranganlage: Besteht aus einem Produktionsstrang. Bei Chargenfertigung werden die Teilanlagen in fester Reihenfolge verwendet.

• Mehrstranganlage: Mehrere Einzelstränge ohne Produkttransfer zwischen diese. Rohstoffe, Lager … werden gemeinsam genutzt.

• Mehrstrang-Mehrweganlage: Besteht aus mehreren Einzelsträngen mit Produkttransfer zwischen diesen

• Einprodukt-, Mehrproduktanlage: Eine Einproduktanlage wird mit jeder Charge das gleiche Produkt hergestellt. Eine Mehrproduktanalage kann unterschiedliche Produkte mit unterschiedlichen Verfahrensparametern erstellen. (Bsp. Tablettenherstellung) • Anlagen mit festem oder variablem Stoffweg Bei einem variablen Stoffweg kann dieser je Charge variieren.

Arten von Diagrammen?

• Block Diagramm (Grundfließbild)

• Prozess flow Diagramm (Verfahrensfließbild)  Graphische Symbole)

• R&I  inkl. Ausrüstung

• Sankey Diagramm

17. Wie vermeiden Sie, dass ein Projekt schief geht?

• Struktur ist das wichtigste!

• Unbedingt eine WBS erstellen, denn was nicht im WBS abgebildet ist, ist nicht Teil des Projektes.

• Die WBS wird für folgende Planungsschritte weiterverwendet: Termin und Ablaufplanung, Ressourcenplanung, Kostenplanung, Risikoplanung.

• Messung des Projektfortschrittes

• FEED (Maßnahmen Abweichungen Aktivitäten, die im Vorhinein gemacht werden können um ein Projekt erfolgreich abwickeln zu können)

• Gründe für ein Scheitern eines Projektes können sein: unzureichende Planung, schlechte Organisation, Mangelnde Überwachung, Techn. Fehlauslegung, mangelnde Abwicklungsplanung.

• Eigentliche Selbstverständlichkeiten sollten beachtet werden: Projektführung, Projektorganisation, Projektziele, Phasengliederung und Ablaufplanung, Überwachen des Soll-ist-Zustandes, Information, Überwachung der Schnittstellen, Motivation und Instruktion)

• Definierte Projektphasen mit klar definierten Ergebnissen (Gatekeeper).

15. Was sind Quality Gates?

Sind Punkte im Ablauf eines Entwicklungsprojekts, bei denen anhand von im Voraus bestimmten Qualitätskriterien über die Freigabe des nächsten Projektschrittes entschieden wird. Werden diese Kriterien nicht erfüllt, muss so lange nachgebessert werden (Iterationsschritte) bis die Freigabe gegeben werden kann. Entwicklungsrisiken und zum Scheitern bestimmte Ideen sollen frühzeitig identifiziert werden. Dienen der Qualitätslenkung und Messung. Wichtige Quality Gates sind bei den Phasenabschlüssen. Können jedoch auch innerhalb der Phasen gesetzt werden.

14. Wichtige Punkte für die Aufstellung von Maschinen?

• Kurze direkte Wege

• Prozess direkt darstellen

Ausnutzen der Schwerkraft •

Zugänglichkeit für Bearbeitung und Instandhaltung beachten

• Aufstellungsplanung hat Einfluss auf Betriebskosten (Logistik, Errichtungskosten (Fundament) Betriebskosten (Klimaanlage….)

• Externen Input beachten (Behörden, Anrainer, Erweiterungsmöglichkeiten, Anschlüsse für Energie und Medien

• Aufstellung der Maschinen oder Aggregate in Miniatur oder 3-D um mögliche Fehler aufzufinden

Wie garantieren Sie, dass ein Projekt erfolgreich ist? (Zusatz)

• Strukturiertes Vorgehen, Projektphasen definieren

• Quality Gates am Ende wichtiger Projektphasen

• Ziele definieren (Was soll erreicht werden)

• Schnittstellen zwischen den Fachabteilungen klar definieren, Kommunikation muss besonders hier funktionieren

• Um ein Projekt erfolgreich abzuschließen, muss diese nicht nur in der Zeit und im Kostenrahmen sein, auch die Funktionsfähigkeit muss gegeben sein 

• Evaluierung des Projekts / Ist Zustand ist wichtig (neues Produkt, Brownfeeld…)

• Rolle meines Unternehmens im Projekt • Welche Vertragsform haben wir vorliegen (Prozess Turnkey, Turnkey)

12. Wodurch zeichnet sich ein guter Piper aus? (Zusatz)

• Störungsfreier Ablaufprozess

• Betriebssicherheit

• Auf Normen, Vorschriften achten

• Gute Dämmdicke

• Gute Bedienbarkeit (keine Rohre im Weg, unzugängliche Stellen)

• Mindestabstände werden eingehalten

• Entleerungen vorgesehen und gut positioniert

• Günstige Verlegungswege

Was ist ein Basic engineering package? Warum wird es erstellt und warum ist es im Anlagenbau notwendig?? Inhalt und wesentliche Dokumente beschreiben

• Das BEP (Standortspezifisch) ist das Ergebnis des PDP (process design Package – Lizenzgeberpackage).

• Mithilfe des BEP wird ein detaillierter Projektplan (Terminplan) sowie Kostenschätzung ermittelt.

• WBS ist das Ziel

• Inhalt: Basic Engineering:

o Aufstellung

o Verfahrensbeschreibung

o Systemgrenzen

o Gebäudeplan

o Explosionsgefahren

o Grober Terminplan

o Festlegung der erforderlichen Genehmigungen

o Kosten (Herstellung, Betrieb) o Aufstellung Bilanzgleichungen

o …. Alles was ich für einen Baustart brauche

Aufgaben eines Projektleiters

• Kommunikation nach innen und Außen –> Kommunikation zwischen Kunden, Mitarbeitern/Lieferanten und dem Projektleiter Kommunikation mit Stakeholder.

• Denke das Undenkbare und plane das Unplanbare. Immer einen Plan B bereithalten

• Kostenverfolgung

• Termineinhaltung und Sachzielerreichung

• Änderungen managen

• Probleme lösen, Konfliktmanagement

• Risiken managen

• Lessons learned, es ist wichtig dass die Erkenntnisse niedergeschrieben werden damit Fehler nicht erneut passieren.

• Stakeholder managen

• Input Kontrolle

Work breakdown structure (WBS) /Projektstrukturplan – warum macht man diese? Was sind die Vorteile/Nachteile?

Die Projektstrukturplanung dient der hierarchischen Gliederung des Projektgegenstands. Der Projektstrukturplan wird meist in Form einer Baumstruktur grafisch dargestellt.

Oftmals bildet die Projektstrukturierung eine gute Möglichkeit, um den Projektinhalt erstmalig vollständig zu erfassen, indem das komplexe Vorhaben in leichter zu handhabende Aufgaben (Arbeitspakete) untergliedert wird.

Vorteile

• Ein sorgfältiger Projektstrukturplan stellt sicher, dass keine wesentlichen Inhalte in der Planung vergessen werden.

• Der Projektstrukturplan bietet eine vollständige Übersicht über den Projektgegenstand.

• Die definierten Arbeitspakete bilden als delegierbare Einheiten die Grundlage für die Arbeitsteilung im Projekt.

• Der Projektstrukturplan liefert als wichtigster und grundlegendster Plan die Basis für die Ablauf-, Termin- und Ressourcenplanung.

• Einheitlich codierte Elemente erleichtern die Kommunikation im Projekt.

• Der Projektstrukturplan bildet eine "stabile Bezugsgröße" im Projektverlauf, da er im Gegensatz zu z.B. Terminplänen in der Regel nur noch geringfügig angepasst wird.

Nachteile / Risiken / Grenzen

• Bei komplexen Projekten lässt sich das gesamte Projekt oft nicht in einem einzigen Projektstrukturplan übersichtlich abbilden.

• Es sollte bereits ein ausreichend genauer Überblick über die Projektinhalte bestehen. Sehr vage Projekte, z.B. im F&E-Bereich, lassen sich oft nur schwer vollständig vorab abbilden.

• Der zeitliche Aspekt der Projektplanung wird im Projektstrukturplan nicht abgebildet.

• Die Zuordnung zu Ressourcen und ihren Auslastungen wird im Projektstrukturplan nicht abgebildet.

Das WBS ist das Ergebnis der Projektdefinition. Was nicht im WBS abgebildet ist, ist auch nicht Teil des Projekts. Wird neben dem Dokument für den Projektumfang (Aufgabenstellung) für das gemeinsame Projektverständnis verwendet. Die WBS kann oft von anderen Projekten übernommen und angepasst werden da sich der Aufbau meistens Ähnelt. BSP für Design: Elektrische Zeichnungen, Zeichnungen für Verrohrungen, Mechanische Zeichnungen….

Studien – Zweck, Inhalt, Arten von Studien

Zweck

• Sicherstellen der Vollständigkeit der Dokumente

• Identifizieren und Beseitigen von Fehlern

• Feststellen ob das Projekt in die nächste Phase eintreten kann

• Qualitätssicherung

• Auswahl der weiteren Vorgehensweise auf Basis entwickelter Alternativen Mindestinhalt der Studien

• Dokumentation der Anforderung des Kunden und des Umfangs der Studie, die gemeinsam vereinbart wurden

• Die Identifizierten und evaluierten Handlungsalternativen

• Die ausgewählte Variante weist bereits einen Detaillierungsgrad für eine Kostenschätzung auf.

Mindestinhalt der Studien

  • Dokumentation der Anforderung des Kunden und des Umfangs der Studie, die gemeinsam vereinbart wurden
  • Die Identifizierten und evaluierten Handlungsalternativen
  • Die ausgewählte Variante weist bereits einen Detaillierungsgrad für eine Kostenschätzung auf.

Pre-Study (Vorstudie):

Ist der Erste Schritt der Evaluierung von Entwicklungsalternativen. Es gilt herauszufinden ob ein Konzept für eine Anlage oder Anlagenmodifikation technisch und Ökonomisch Interessant genug für weitere Studien ist.

 

Feasibility Study (Machbarkeitsstudie)

Hier werden die aus der Pre-Study vorgeschlagenen Alternativen bearbeitet und auf einen Lösungsvorschlag eingeengt.  Dieser Vorschlag wird zur Freigabe dem Management eingereicht. Nach der Freigabe wird mit der Final Study fortgesetzt.

Projektphasen im Anlagenbau – was ist der Zweck der Phasengliederung?

Für alle Phasen empfiehlt sich die gleiche Vorgehensweise:

• Initiating Idee

• Planning •

Execution Ausführung

• Control

• Closing (review)

Jede Phase soll mit einem Review abgeschlossen werden um:

• Sicherstellen der Vollständigkeit der Dokumente

• Identifizieren und Beseitigen von Fehlern

• Feststellen ob das Projekt in die nächste Phase eintreten kann.

• Qualitätssicherung

• Auswahl der weiteren Vorgehensweise auf Basis entwickelter Alternativen Phasen:

• Idee

• Produktentwicklung

• Verfahrensentwicklung

• PDP (Process design package)

• Technische Vorstudie – Pre Study – Technologieauswahl

• Kostenschätzung

• Feasibility Study Machbarkeitsstudie

• Basic engineering package- final study

• Detail Engineering

• Beschaffung, Abnahme, Transport

• Bau, Montage • Inbetriebnahme

Rollen im Anlagenbau

• Owner/Investor/Betreiber

• Licensor/Lizenzgeber/Verfahrensgeber

• Contractor

o Engineering contractor (feasibility study, basic engineering, detail engineering)

o Abwicklung (procurement, construction, management)

 

Zusätzlich:

• Subcontractor

• Supplier

 Fast immer sind auch Behörden und Finanzierungsträger beteiligt.

Typen von Anlagenbauprojekten

Neue Anlagen

Anlagen bei welchen ein neues oder bekanntes Produkt produziert wird

Ein neues oder bestehendes Verfahren angewendet wird.

Bestehende Anlagen

• Revamp einer Anlage (Laufzeitverlängerung)

• Technology upgrade / Retrofit (Verbesserung einer Anlage)

• Debottlenecking: Kapazitätserhöhung durch Engpass/Engstellenauffindung. Durch Umrüstungen/Erweiterungen können Kapazitäten erhöht werden)

Neubau

• Greenfeeld Projekte: Grüne Wiese mit bestehender Infrastruktur

Grassroot Projekte: Grüne Wiese ohne einer bestehenden Infrastruktur)

• Scrap and build (Verschrottung und Neubau) Bestand

• Brownfield Bestehende Anlagen welche modifiziert/umgebaut werden.

Typen verfahrenstechnischer Produktionsanlagen

• Hauptanlagen: Führt das eigentliche das eigentliche Produktionserzeugungsverfahren durch z.B.

• Teil, Hilfs und Nebenanlagen Lager, Entsorgung, Energieversorgung, Regelung und Steuerung…

Typen:

• Einstranganlage: Besteht aus einem Produktionsstrang. Bei Chargenfertigung werden die Teilanlagen in fester Reihenfolge verwendet.

• Mehrstranganlage: Mehrere Einzelstränge ohne Produkttransfer zwischen diese. Rohstoffe, Lager … werden gemeinsam genutzt.

• Mehrstrang-Mehrweganlage: Besteht aus mehreren Einzelsträngen mit Produkttransfer zwischen diesen

• Einprodukt-, Mehrproduktanlage: Eine Einproduktanlage wird mit jeder Charge das gleiche Produkt hergestellt. Eine Mehrproduktanalage kann unterschiedliche Produkte mit unterschiedlichen Verfahrensparametern erstellen. (Bsp. Tablettenherstellung)

• Anlagen mit festem oder variablem Stoffweg Bei einem variablen Stoffweg kann dieser je Charge variieren.

Was sind die gängigsten Markierungsmethoden? Erweiterung: Zweck

• Metall oder Plastikschilder

• Durch Schlagzahlen

• Durch Symbole

• Barcode • RFID (radio frequency identification)

• NFC (near field connect)

Zweck der Kennzeichnung: Eindeutige Identifikation von Bauteilen auf der Montage. Wichtig ist, dass Bauteile eindeutig Identifiziert werden können und die Ident.Nr. der Montagedokumentation, Packliste und auf dem Bauteil bzw. Baugruppe eindeutig vermerkt ist.

4. Was sind die wesentlichen kritischen Punkte bei umbauten und Montagen im Bestand?

• Bestandsaufnahme vor Ort da Pläne meist nicht den letzten Stand darstellen

• Was soll permanent demontiert werden (Stahlkonstruktion, Ausrüstung, Rohrleitungen, Elektrik, etc.)

• Was muss temporär demontiert werden um die Zugänglichkeit zu schaffen

• Sind temporäre Hilfskonstruktionen und/oder Verstärkungen erforderlich

• Sind temporäre Ver- und/oder Entsorgungsleitungen vorzusehen

• Reinigung von Staub, Restmaterialien, Produktionsrückständen, etc.

• Sind kontaminierte Stoffe zu demontieren/entsorgen (z.B. Asbest)

• Wie ist die Zugänglichkeit für den Abtransport der demontierten Teile und für den Antransport der neuer Teile

• Sicherheitsvorkehrungen bei Umbauten im Betrieb

9 Punkte + Zugänglichkeit durch laufenden betrieb

Wovon hängt die Auswahl der Montagemethoden ab?

• Art der zu montierenden Ausrüstung

• Fertigung- und Liefermöglichkeiten der Hersteller (Baustellenverbindungen nach Möglichkeit geschraubt, Korrosionsschutz bereits durchgeführt)

• Transportmöglichkeiten vom Hersteller zum Montageort

• Lagerungsmöglichkeiten auf der Baustelle

• Platzverhältnisse am Montageort

• Verfügbarkeit der Hebezeuge

• Stand der Montagetechnik am Montageort In der Regel werden die Montagemethoden von den montagefirmen festgelegt. Meist muss der Anlagenbauer nur die Montagtechnologie von großen, schweren oder speziellen Anforderungen beachten.

2. Was sind die wesentlichen Voraussetzungen für den Montagestart?

• Zugang zur Baustelle

• Flächen zur Lagerung sowie für die Baustelleneinrichtung (Baustellenbüro, Sanitäranalagen, Produktions-, Lager-, Transport- und Arbeitsstätten) – in ausreichender Größe und zur passenden Zeit.

• Energie und Medien für die Montage

• Baustelle durch den Kunden freigegeben

• Fundamente sind fertiggestellt.

• Materialien befinden sich auf der Baustelle und wurden einer Qualitätsprüfung unterzogen

• Montageunterlagen

• Qualitätsplan (Quality Plan for site)

 

Die Überprüfung dieser Voraussetzungen und deren Dokumentation sind entscheidend für das Claim Management! Bemerkung: Abgrenzungen sind im Auftrag und Montage-Verträgen festgelegt.

1. Was sind die Aufgaben bei der Montageplanung in der Angebotsphase?

• Definition des Arbeitsumfangs der Montage sowie für das Baustellenmanagement in den Verträgen (Brownfield oder Greenfield, Turnkey oder …)

• Ausführungsplanung, Ausführungsstrategie

• Berechnung der Montagekosten (Auf Grund von Risiken, Mengen, Lieferbestimmungen…)

• Terminplan

Definition Baustellenmanagement: Zeitliche und örtliche Koordination zur Realisierung

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