M 8 Pharmakologie Prinzipien der Arzneimitteltherapie beim Kind

M 8 Pharmakologie Prinzipien der Arzneimitteltherapie beim Kind

M 8 Pharmakologie Prinzipien der Arzneimitteltherapie beim Kind


Melanie Gehrig
Diese Lernkarten bieten eine grundlegende Einführung in die Pharmakologie und die spezifischen Herausforderungen der Arzneimitteltherapie bei Kindern. Sie behandeln Themen wie die Verabreichungsformen, die Verteilung, die Resorption und die Metabolisierung von Medikamenten im kindlichen Körper. Besonders betont wird der Vergleich zwischen Kindern und Erwachsenen, etwa bei der Muskelmasse, der Leberfunktion und der Körperoberfläche. Diese Karteikarten richten sich an Medizinstudenten und Ärzte, die sich mit der sicheren und wirksamen Anwendung von Arzneimitteln bei Kindern befassen.
Flashcards
8
Students
3
Language
German
Category
Medical
Created / Updated
22.05.2014 / 05.05.2022

Flashcards

Kindliche Faktoren

Im Vergleich zu den Erwachsenen ist die Resorption im Darm des Kindes noch reduziert

  • Das Aussmass der Plasmaproteinbindung ist im Vergleich zu Erwachsenen oft noch reduziert dadurch ist die Wirksamkeit der Medikamente erhöht
  • Die Nieren und Leber Funktion ist im Vergleich zu Erwachsenen oft noch reduziert dadurch erhöhte Wirksamkeit. Die Gesamtwirkung einer Medikamenteneinnahme durch die stillende Mutter auf das gestillte Kind ist in der Regel nicht vorhersebar

Bei den KIndern ist die Aufnahme der Arzneimittel nicht homogen, sie ist altersabhängig. Anatomische, physiologische und funktionelle Änderungen, beeinflussen die Arzneimitteltherapie stark. Die Pharmakokinetik und Pharmadynamik sind unterschiedlich. Es gibt auch zu wenig wissenschaftliche Studien über Pharmakokinetik bei Kindern.

Wenn die Dosierung mittels Körpergewicht ausgerechnet werden kann dies zu Fehldosierung führen. Bei den Kindern wird eher anhand der Körperoberfläche dosiert.

Weitere Schwierigkeit bei Kindern

Eine weitere Schwierigkeit in den ersten Lebensjahren stellen die Arzneiformen dar. Es können nicht alle Arzneimittel in Suppositorien verabreicht werden weil sie ungenügend resorbiert werden. Die Teilung von Tabletten, sofern sie von Kindern eingenommen werden, führt zu ungenauen Dosierungen und zu unangenehmen bitteren Geschmack so dass die KInder die Einnahme verweigern

Absorption bei Kindern

Die Absorption von Medikamenten über die Haut kann bei jungen Säuglingen ausgeprägter sein als im späten Lebensalter. Die Gründe liegen in den anatomischen Besonderheiten wie hoher Wassergehalt niedriger Kollagenhalt und der relativ grösseren Hautoberfläche. Cortison Salizylsäure und Alkohole werden perkutan leichter Aufgenommen

Verteilung bei Kindern

Die Verteilung ist abhängig von der veränderten Körperzusammensetzung (Flüssigkeitsräume, Fett, Muskelmasse, im Organismus verteilen) Wenn ein Medikament den Blutkreislauf erreicht hat wird es sich entsprechend seinen physikochemischen Eigenschaften im Organsimus verteilen.

Zahlreiche Medikamente verteilen sich im Extrazellulären Flüssigkeitsvolumen (ECF) die meisten antimikrobiell wirksamen SUbstanzen im Fettgewebe oder Gesamtkörperwasser Antikonvulsiva, Antipyretika. Diese Verteilungsräume verändern sich im Wachstum. Die Grösse der Körperoberfläche und die extrazelluläre Flüssigkeit haben eine nahezu lineare Beziehung deshalb eignet sich zur Berechnung von Meikamenten die Körperoberflächenregel angewendet werden.  

Ausscheidung beim Kind

In den ersten drei Lebensmonaten passt sich die Leberfunktionbezüglich Medikamentenausscheidung beim KInd an die Kapazität eines Erwachsenen an. Die Ausscheidung durch die Leber ist in der ersten Zeit nach der Geburt verzögert. Das heisst die Dosen müssen in einem längeren intervall verabreicht oder die Dosis verinngert werden.

Metabolisierung beim Kind

Die AUfgenommene Menge und die Geschwindigkeit der Resorption bei der Intramuskulären INjektion hängen von der Muskelmasse der regionalen Durchblutung und von der Menge des Medikamentes ab. Diese Verabreichungsform ist für Säuglinge beschränkt (wenig Muskelmasse so sind grössere Mengen gar nicht möglich)

Häufigste Verabreichungsform beim Kind

Die Häufigste Verabreichungsart ist die Orale. Weil der Magen PH- Wert  die Magen - Darm- Motilität und die veränderte Resorptionseigenschaften des Dünndarms beim Kindverändert sind muss mit einer eingeschränkten Bioverfügbarkeit gerechnet werden. Vor allem auch wenn die Medikamente zusammen mit Nahrungsmittel verabreicht werden.

Rektale Arzneimittelabgabe beim Kind

Die rektale Arzneimittelabgabe beim Kind ist auch unsicher weil das Suppositorium durch den nach der Gabe entstehende Stuhldrang wieder ausgepresst werden könnte Es sollten deshalb nur Medikamente rektal verabreicht werden, bei denen die Wirkung überprüft werden kann, z.B. Antipyretika Antikonvulsiva Analgetika ANtibiotika sind aus diesem Grund nicht möglich rektal zu verabreichen. Rektale Klysmen wie z.B. Diazepam werden rasch reserviert und sind vorteilhafter als Suppositorien

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