M 11Megakolon

M 11Megakolon

M 11Megakolon


Melanie Gehrig
Diese Lernkarten bieten einen grundlegenden Überblick über das Megakolon, eine angeborene Fehlbildung der Darmnerven. Sie behandeln die Ursachen, Symptome und Diagnosemethoden, wie die Rektumschleimhautbiopsie und die Röntgenkontrastuntersuchung. Die Therapieoptionen, einschließlich der Durchzugsoperation und des transanalen Vorgehens, werden ebenso erläutert wie die postoperative Pflege und die möglichen Folgen wie das Megakolon. Diese Karteikarten sind besonders nützlich für Medizinstudenten und Ärzte, die sich mit dieser Erkrankung vertraut machen möchten.
Cartes-fiches
9
Utilisateurs
2
Langue
Allemand
Catégorie
Médecine
Créé / Mis à jour
29.08.2014 / 20.12.2017

Cartes-fiches

Definition

Fehlbildung der Innervation des Darms. Fehlen von Ganglienzellen in der Mukosa (Beschichtung des Darms) des betroffenen Darmabschnitts.

Häufigkeit

  • 1:5000 mehr männliche =4:1
  • In 75% der Fälle auf Rektum und Sigmoid beschränkt
  • 8% der gesamten Dickdarm noch seltener auch Teil des Dünndarms

Ursache

  • Genetische Erkrankung
  • Beim Embryo wandern Vorläufer der Ganglienzellen des Parasympathikus in den Ösophagus ein und breiten sich über mehrere Wochen allmählich bis zum Anus hin aus
  • Beim Megakolon können sich zwischen dem Wanderungsstopp und dem Anus keine Ganglienzellen entwickelt
  • Wechselspiel der Muskulatur zwischen aktivieren und erschlaffen Muskulatur kann sich nicht ausbilden

Folgen

  • Die Folge ist eine Schrumpfung der Muskulatur (Stenose Passagebehinderung)
  • Im Betroffenen Abschnitt kontrahiert die Ringmuskulatur permanent
  • Infolge der Engstellung staut sich der Stuhl im vorgeschaltenen Darmabschnitt
  • Dieser erweitert sich kompensatorisch sekundär entwickelt sich ein Megakolon

Siehe Bild Skript

Folge der Angangliose

  • Absenz von Ganglien (parasympathisch) = Absenz von Dilatation
  • Verstärkte Entwicklung der extrinsischen Innervation (adrenerg/cholinerg) = Erhöhter Muskeltonus

Lokalisation der Agangliose Siehe Bild Skript

Symptome

  • Verzögerter Mekoniumabgang
  • Aufgetriebenes Abdomen
  • Hyperperistaltik um das Passagehindernis zu überwinden
  • Erbrechen
  • IIeus
  • Milde Formen können unauffällig bleiben ausser chronische Obstipation Überlauf Enkopresis
  • Enterokolitis: akute entzündliche Erkrankung des Dickdarms durch Infiltrate in Krypten und Mucosa des Colons Lumen mit Eiter/Überbleibsel gefüllt massive Diarrhoe Blähungen Fieber
  • Führt bei Progression zu Ulzeration und Perforation

Bild siehe Skript

 

Diagnose

  • Röntgenkontrastuntersuchung (Länge des aganglionären Abschnittes)
  • Rektum Manometrie (Druckmessung mittels Sonde im Rektum

Relaxationsreflex des Sphinkter internus nach rektaler Dehnung)

Diagnosesicherung durch Rektumschleimhautbiopsie

Therapie

Durchzugsoperation:

D.h. das aganglionäre Segment (Schnellschnitt) wird entfernt

  • Die Darmpassage durch eine end zu end Anastomose wiederhergestellt
  • Evtl. Anus praeter (bestehender IIeus oder ausgeprägte Darmdilatation )
  • Eine Entleerungsstörung kann über Jahre bestehen bleiben

Transanales Vorgehen:

Vorteile:

  • Schnelle Ernährung postoperativ
  • Kurze Hospitalisationszeit
  • Weniger Schmerzen

Postoperative Pflege

  • Nachblutungen erkennen
  • Vitalzeichen Tempi BD/P Gewicht Schmerzen Infektionszeichen
  • Gute Hautpflege bei Anus
  • Stuhlgang
  • Darm Geräusche
  • Wunde Beobachten (Infektion Wechsel)
  • Stoma Pflege (falls vorhanden wie beim erwachsenen)
  • Nahrungsaufbau Tee Milch mischen
  • Lagerung Dekubitus keine Bauchlage
  • Infusions Kontrolle
  • Eltern aufklären mit einbeziehen
  • Stuhlgang (gibt es Stuhlgang Frequenz Menge Beschaffenheit )
  • Bilanzierung Gewichtskontrolle
  • Ernährung (Perenterale Ernährung Ernährungsaufbau =Gedeihen)
  • Roming IN Elterninformationen realistisch und Ehrlich Fortschritte hervorheben
  • Ausgedehntes Schmerzmanagement

Étudier