M8Pharmakologie

Medikamentengruppen Unterrichtsstoff

Medikamentengruppen Unterrichtsstoff


N. M.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über die Pharmakologie, insbesondere die Anwendung und Wirkung von Arzneimitteln. Sie decken verschiedene Arzneiformen wie Tabletten, Salben, Inhalationsmittel und parenterale Präparate ab, sowie spezifische Anwendungen auf der Haut, in der Nase, im Ohr und am Auge. Die Karteikarten sind ideal für Medizinstudenten und Fachkräfte, die ihr Wissen über die richtige Anwendung und die Wirkmechanismen von Medikamenten vertiefen möchten.
Karten
49
Lernende
26
Sprache
Deutsch
Kategorie
Medizin
Stufe
Andere
Erstellt / Aktualisiert
19.05.2014 / 16.03.2025

Lernkarten

Was ist ein Arzneimittel?

Produkte chemischen oder biologischen Ursprungs, die zur medizinischen Einwirkung auf den menschlichen oder tierischen Organismus bestimmt sind oder angerpriesen werden, insbesonderere zur Erkennung, Verhütung oder Behandlung von Krankheiten, Verletzungen und Behunderungen: zu den Arzneimitteln gehören auf Blut und Blutprodukte.

Was ist die Swissmedic?

(Schweizerische Heilmittelbehörde, gehört zu BAG)

-Swissmedic gewährleistet, dass nur qualitativ hochstehende, sichere und wirksame Heilmittel in der Schweiz in Verkehr gebracht werden. Ihre Aufgaben sind:

->Kontrolle der Herstelungsbetriebe von Medikamenten

-> Begutachtung und Registrierung (Zulassung) neuer Medikamente: Swissmedic begutachtet dazu die Wirksamkeit, die relative Unbedenklichkeit und den Preis.

Regristierung von Arzneimitteln?

Mit der Swissmedic Registierung eines neuen Medikamentes werden festgelegt:

-> Indikationen (Anwedungsgebiete)

-> Informationen auf Packung und Beipackzettel

 

Welche Verkaufskategorie gibt es ?

 

- "A" Apotheke, einmalige Abgabe auf ärtzliche Verschriebung.

-"B" Apotheke, wiederholte Abgabe auf ärtzliche Verschriebung.

- "C" Apotheke, ohne ärtzliches Rezept; Abgabe nach Fachberatung durch Medizinalperson

-"D" Drogerie; Abgabe nach Fachberatung

-"E" alle Geschäfte, Abgabe ohne Fachberatung

Krankenkassenzulässigkeit ?

- Die Registierung durch Swissmedic hat mit der Krankenkassenzulässigkeit nichts zu tun.

- Das Verueichnis Krankenkassenpflichtiger Medikamente heisst Spezialitätenliste (SL) und wird vom Bundsamt für Gesundheitswesen (BAG) publiziert.

Definition des Betäubungsmittels (BM)?

Substanzen, die einen

->Betäubungs-oder Rauschzustand oder Euphorie oder 

-> Sucht hervorrufen

Betäubungsmittel Arten?

- Opium und Derivate des Morphintyps

- Cocain

- THC ( Wirkstoff des Hanfkrauts)

- Zentrale Stimulantien des Amphetamintyps " Weckamine"

 

 

Nicht Betäubungsmittel im Sinne des Gesetzes? 

-> Alkohole

-> Nikotin

-> Schlafmittel

-> Narkisegase

-> allg. Lokalanästhetika 

Das Betäubungsmittelgesetz regelt?

-> Herstellung

-> Verarbeitung

-> Handeln

-> Langern

-> Abgabe

-> Entrsorgung 

-> Kontrollen von Beutungsmittel

Abgabe in öffentlichen Apotheken von Betäubungsmittelgesetz?

-> Betäubungsmittelgesetz dürfen von Ärtzen, Zahnärtzen und Tierärzten verschrieben werden, die von der Heilmittelbehörde eine entsprechende Bewiligung habne.

-> Nummeriertes Rezept (dreifach)

-> Diverese vorgeschrieben Angaben auf Rezept

-> Liste A: ohne neues Rezept nicht zu wiederholen

Sporadische Kontrollen von Behörden (Inventur und Vorweis sämtlicher Belege, Rezept)

Personen- Sperrlisten, von BAG herausgeben

Listen gestohlener Reptformulare ( Nummern)

Wie sollen Arzneimittel opitmal gelagert werden ?

- > Stets Hinweise auf Verpackung beachten!

-> Aufbewahung im Allg. möglichst kühl, dunkel, trocken, und gut verschlossen.

-> Fette und Öle in möglichst vollen Behältern. Vorsicht  Sauerstoff !

 

Welchen Einflüsse sind Arzneimittel bei der Langerung ausgesetzt?

- Temperatur ↗️ -> chemische Reaktionen schneller

- Kühlschrank 2-8 grad. Kühlkette- Produkte

- Licht -> Energie , um chemische Reaktionen auszulösen, wie z.B Oxidation. Kurzwellig energiereicher -> braune Flasche gut.

- Luft O2 -> Oxidation Fette/Öle ranzig, aether. Öle verharzen. Auslöser oft Licht. Tuben stat Töpfe für Salben verwenden.

- Mikrooganismen v.a in Lösung: Gärung, Zersetzung von Wirkstoffen und Arzneiiform (z.B Emulsion)

-Mechanische Einflüsse

Was tun Nicht- Einhalten der Kühlkette?

- Konkretes Vorgehen?

-Wie lange?

- Bei welcher Temperatur?

-> Liste erstellen

-> Produkt

-> Chargernnummer

-> Lagerung/ Haltbarkeit gemäss Kompendium

-> Getroffene Massnahmen (meistens muss bei der Firma nachgefragt werden)

Was für Lebendimpfsroffe gibt es ?

- Masern

- Mumps Priorix

- Röteln

- Varizellen (Varilrix, Varivax, Zostavax)

- Gelbfieber ( Stamarli)

- Tuberkulose

- Rotavirus ( Rotarix)

- Polio (Oral)

- Typhus oral (Vivotif)

Konservierung, Stabilität, Verfall

- Zugabe von Substanzen, die das Wachstum von Mirkroorganismen verhindern z.B in Injektionslösungen, Augentropfen, Sirupen. Infusionen dürfen keine Konservierungsmittel erhalten. 

 

Haltbarkeit nach Anbruch?

- Flüssige und halbfeste Arzneiformen sind oft so zubereitet, das sie eine lange Halzbarkeit aufweisen.

- Nach dem Öfnnen kann diese sicher aber  drastisch verkürzen.

Aufbrauchfristen nach Anbruch Flüssigkeiten zur Peroralen Anwendung ?

Konserviert 

Nicht Konserviert

-> Konserviert -> 6 Monate

-> Nicht Konserviert -> 3-7 Tage

 

Aufbrauchfristen nach Anbruch Flüssigkeiten zur äusseren Anwendung?

Augentropfen

Nasentropfen

Ohrentropfen

Augentropfen -> 1 Monat

Nasentropfen -> 3 Monate

Ohrentropfen -> 3 Monate

Flüssigkeiten zur parenteralen Anwendung ?

Brechampullen

Stechampullen

Infusionen

Brechampullen -> Sofort verwenden

Stechampullen -> 12-24 Stunden

Infusionen -> 12 Stunden

Erkennen von Veränderungen?

- Veränderungen können zunächst mit den Sinnesorganen festgestellt werden. Die Arzneimittel werden auf Veränderungen geprüft:

-> Im Geruch

-> In der Frabe

-> Trübungen

-> Ausfallungen

-> In der Konsistenz (z.B bei Cremes)

Arzneiformen

- Arzneipräparate werden nur selten ohne weitere Zusätze angewendet.

-  Diese Hilfstoffe dienen der Formgebung und Stabilisierung des Arzneimittels, sowie der Regelung der Wirkstofffreisetzung.

Häufig gebruachte Hilfsstoffe?

- Gereingtes Wasser, Alkohol, Glycerol

- Pflanzliche Fette, Öle, Wachse

- Stärke, Milchzucker, Cellulosederivate (Gelbindner, Klebstoffe)

-Pektin (= Kohlenydrat), Gelatine (= Eiweiss)

- Talk, Eisenoxid, Titanoxid

Galenik = Die Lehre von der Herstellung eines Arzneimittels?

- Die Wirkung eines Arzneimittels wird von der Arzneiform und den verwendeten Hilfsstoffen ganz wesentlich mitbestimmt.

- Mit der Arzneiform lässt sich nicht nur die Applikationsart, sonder auch der Wirkungseintritt, die Wirkungsdauer, die Wirkungsstärke beeinflussen-> Pharmakokinetik

- Sie bietet auch einen gewissen Schutz vor Umwelteinflüssen und gewährleistet eine genaue Arzneistoffdosierung.

Feste Arzneiformen

Tabletten

Kapseln

Feste Arzneifromen in Blister

Teilen von Tabletten Ja? 

JA, WENN:

- Bruchrille vorhanden

-Wenn Fähihkeiten des Patienten ausreichen

- Bei Workstoffen mit breiter Therapeutischer Breite

- Achtung häufige Bitterkeit

 

Teilen von Tabletten Nein?

NEIN, WENN: 

-Magensaftresistente Arzneiform

- Retardierte Arzneiform

- Mantel - oder Zweischichttablette

Flüssige Arzneiformen

Lösungen

Perorale Lösungen

Tropfen

Schleime

Tinkturen, Sirupe, Mixturen, Elixiere

Augentropfen

Emulsionen

Eine Emulsion ist eine feine Verteilung von zwei ineinander nicht löslichen Flüssigkeiten, meistens Wasser und Öle, wobei die eine Flüssigkeiten in der anderen verteilt ist. Man unterschiedet zwei Emulsionstypen:

- Wasser- in- Öle-Emulsionen (w/o)

-Öle- in- Wasser- Emulsionen (o/w)

Supensionen

Eine Suspension ist eine feine Verteilung (Aufschwemmung) von unlöslichen Festestoffteilchen in einer Flüssigkeit. Bei oralen Suspensionen ist in der Regel ein unlöslicher Arzneistoffe in Wasser fein verteilt. Die Geschwindigkeit der Arzneistoffaufnahme ist umso grösser, je kleiner die Arzneistoffteilchen sind. Zudem bleiben kleine Arzneistoffteilchen besser in Schwebe als grosse, die bereits nach kurzer Zeit wieder auf den Bodensinkt(sedimentieren). Suspensionen sollten möglichst wenig sedimentieren, damit eine einheitliche Dosierung gewährleister wird. Vollständiges Verhindern der Sedimentation ist aber nicht möglich.  Aus diesem Grund muss jede Suspension vor dem Gebrauch umgschüttelt werden. Wenn sich der Bodensatz nicht aufschütteln lässt, ist die Suspension  zu verwerfen. 

Parenteralia = Medis die unter um gehen des Mangen Darmtrakts

Injektikonen

Infusionen

Gründe für die parenterale Anwendung von Arzneimitteln?

-> Erreichen eines schnellen Wirkungseintrittes ( Notfall)

-> Auffüllen des Gefässystems nach grossen Blutverlusten

-> Erreichen einer gleichmässigen Arzneistoffkentration im Körper und einer zeitgenauen Anwendung (Infusionspumpen)

-> Umgehung des Mangen-Darm-Traktes

-> Lokale Wirkung 

Halbfeste Arzneiformen

 

 

- Cremens, Hydro-und lipogele und Pasten sind halbdeste Arzneiformen

- Man unterscheidet zwischen Penetrationssalben, die topisch wirken(lokale wirkung), und Resorpationssalben, die systemisch nach Resoption in den Blutkreislauf wirken. 

Transdermale Therapeutische Systeme

Trans = durch, hindruch 

Dermale = Haut

-> Auf unbehaarter Haut haftende Pflaster mit Arzneistoffdepot. Wirkstoff wird kontinuierlich während vieler Stunden (z.b bis 72 Stunden) freigesetzt und über die intakte Haut resorbiert.

 

Was für Transdermalen Therapeutischen System gibt es ?

- Wirkstoffdepot Flüssige in "Beutel" (TTS): Nicht aufschneiden!! Würde auslaufen Bsp: Nitroderm TTS.

-Depot in elastische Masse fest eingebaut (Matrix). Diese Pflaster dürfen zerschnitten werden. Bsp. Transtec, Durgogesic Matrix, Flechtor Tissugel

Anwedung von Transderemalen Systemen

- Haut nicht mit Seife waschen, nicht eincremen.

- Haare mit Schere abschneiden, nicht rasieren.

- Systeme auf so gereinte, unbehaarte und gesunde trockene Haut anrbingen. Ort gemäss Herstellerinfo

- System mindestens 15-30 Sekunden auf der Haut andrücken.

-Vorsicht vor äusserlichen Wärmequellen (Heizdecken,Sonnenbestralung, heissen Bäder)->Gefahr erhöhter Resorption mit starker Übersosierung.

-Transdermalen nucht an gleicher Stelle anbringen. Benutzes Hautareal nach Entfernen des Pflasters 7 Tage frei lassen. 

-Duschen, Banden meist kein Problem. Wenn das Sytsem teilweise (durch Wasser) abgelöst wurde, muss ein neues System appliziert werden. Diese ist an der gleichen Stelle möglich.

-Nach dem Entfernen ist oft noch 70-95% des Wirkszoffes im System -> Achtung auf Zugriff<- adäquate Entsorgung ( Zusammenkleben).

Arzneimittel zur rektalen und vaginalen Anwendung

- Suppositorien: Feste, einzeldosierte Arzneiformen zu rektalen, gelegentlich auch vaginalen Verabreichung von lokal oder systemisch wirkenden Arzneistoffe

- Rektalkapseln: Sie werden in der gleichen Art wie Suppositorien,mit dem dicken Ende voraus, eingeführt. Zur Verbesserung der Gleitfähigkeit können sie kurz in klates Wasser eingetauchet werden.

-Klistiere: arzneistoffehaltige Flüssigkeiten, die rektal angewendet werden.

-Vaginalkugeln,-kapseln oder -tabletten werden möglichst tief in die Schiede geschoben

Arzneimittel zu inhalativen Anwendung

- Dosieraerosole

- Pulverinhalatoren: Turbohaler, Diskhaler

-Inhalierhilfen: Vorschaltkammer

- Verneblung durch elektrischen Zerstäuber.

Medikament zu peroralen Anwendung

->Tabletten, Dragees,Pillen,Kapseln, Pastillen -> z.B Apirin 

->Pulver -> z.b Antibiotika, welche erst vor Gebracuh in eine Lösung gebracht werden.

-> Granulate -> z.b Morphinumgranulat ( grobkörniger als Pulver) 

-> Mixturen -> z.b Distraneurin

-> Säfte -> z.b Hustensäfte

-> Tropfen -> z.b Hustentropfen, Analgetika

-> Tee -> z.b Abführ-/ Beruhigungstees

Arzneitmittel zu parenteralen Anwedung 

->Injektionen -> z.b Insuline, Antibiotikum, Impfstoffe

-> Infunsionen -> z.b Mischinfusion Glucose/ NaCl 0.9%, Ringerlösung, Parenterale Ernährung.

Medikamente zur kutanen Anwedung 

-> Salben,Gele, Cremes, Pasten,Basame, Linimente -> z.b Wundsalben, wie Pantenol, Festesablen, Zinksalben.

-> Pflaster (TTS) -> z.b Morphium, Nikotin

-> Puder -> z.b Nebacetinpuder ( Antibiotikum) 

-> Tinkturen -> z.b Kräuterauszug mit Hilfe von Alkohol

-> Badezusätze -> z.b Kamillosan

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