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Frank Niemöller
Study

Frank Niemöller
Diese Lernkarten bieten einen tiefen Einblick in die psychologische Forschung zu moralischen Urteilen und Verhaltensweisen auf Universitätsniveau. Sie behandeln Modelle von Kohlberg und Piaget, die Entwicklung von moralischen Intuitionen und die Unterscheidung zwischen moralischem Urteilen und Handeln. Besonders relevant sind die Diskussionen um die Frage, ob höhere moralische Urteilsstufen tatsächlich besser sind und wie moralische Kompetenz gefördert werden kann. Studierende der Psychologie profitieren von diesen Karteikarten, um ein fundiertes Verständnis der moralischen Entwicklung und ihrer pädagogischen Implikationen zu erlangen.
Flashcards
45
Students
5
Language
German
Category
Psychology
Level
University
Created / Updated
08.07.2014 / 16.08.2016

Flashcards

3406

Sind höhere moralische Urteilsstufen besser als niedrigere?

Auf diese Frage gibt es unterschiedliche Antworten. Einerseits impliziert die Unterscheidung moralischer Stufen keine Bewertung ihrer "moralischen Qualität". Es kann somit allenfalls von anders gesprochen werden, nicht von besser oder schlechter.

Andererseits entwickeln Personen mit steigender Höhe auf den Kohlbergschen Stufen zunehmend differenziertere Vorstellungen über Fairness und Gerechtigkeit - auf der Grundlage eines besser ausbalancierten Gleichgewichts zwischen dem Selbst und den anderen, zwischen Individuum und Umwelt. Das Selbst löst sich mit jeder neuen Entwicklungsstufe stärker aus seinem Eingebundensein in die Welt und entwickelt damit eine integriertere Form der Beziehung zur Welt. In diesem Sinne sind höhere Stufen also tatsächlich »besser« als niedrigere - das bedeutet jedoch nicht, dass auch die Personen, die auf höheren Stufen urteilen, "besser" sind.

3406

Sind höhere moralische Urteilsstufen besser als niedrigere?

Einerseits impliziert die Unterscheidung moralischer Stufen keine Bewertung ihrer "moralischen Qualität". Es kann somit allenfalls von anders gesprochen werden, nicht von besser oder schlechter.

 

3406

Sind höhere moralische Urteilsstufen besser als niedrigere?

Auf diese Frage gibt es unterschiedliche Antworten. Einerseits impliziert die Unterscheidung moralischer Stufen keine Bewertung ihrer "moralischen Qualität".

Es kann somit allenfalls von anders gesprochen werden, nicht von besser oder schlechter. Andererseits entwickeln Personen mit steigender Höhe auf den Kohlbergschen Stufen zunehmend differenziertere Vorstellungen über Fairness und Gerechtigkeit - auf der Grundlage eines besser ausbalancierten Gleichgewichts zwischen dem Selbst und den anderen, zwischen Individuum und Umwelt.

Das Selbst löst sich mit jeder neuen Entwicklungsstufe stärker aus seinem Eingebundensein in die Welt und entwickelt damit eine integriertere Form der Beziehung zur Welt. In diesem Sinne sind höhere Stufen also tatsächlich »besser« als niedrigere - das bedeutet jedoch nicht, dass auch die Personen, die auf höheren Stufen urteilen, "besser" sind.

3406

Sind höhere moralische Urteilsstufen besser als niedrigere?

Auf diese Frage gibt es unterschiedliche Antworten. Einerseits impliziert die Unterscheidung moralischer Stufen keine Bewertung ihrer "moralischen Qualität". Es kann somit allenfalls von anders gesprochen werden, nicht von besser oder schlechter.

Andererseits entwickeln Personen mit steigender Höhe auf den Kohlbergschen Stufen zunehmend differenziertere Vorstellungen über Fairness und Gerechtigkeit - auf der Grundlage eines besser ausbalancierten Gleichgewichts zwischen dem Selbst und den anderen, zwischen Individuum und Umwelt. Das Selbst löst sich mit jeder neuen Entwicklungsstufe stärker aus seinem Eingebundensein in die Welt und entwickelt damit eine integriertere Form der Beziehung zur Welt. In diesem Sinne sind höhere Stufen also tatsächlich »besser« als niedrigere - das bedeutet jedoch nicht, dass auch die Personen, die auf höheren Stufen urteilen, "besser" sind.

3406

Sind höhere moralische Urteilsstufen besser als niedrigere?

Auf diese Frage gibt es unterschiedliche Antworten. Einerseits impliziert die Unterscheidung moralischer Stufen keine Bewertung ihrer "moralischen Qualität?". Es kann somit allenfalls von anders gesprochen werden, nicht von besser oder schlechter. Andererseits entwickeln Personen mit steigender Höhe auf den Kohlbergschen Stufen zunehmend differenziertere Vorstellungen über Fairness und Gerechtigkeit - auf der Grundlage eines besser ausbalancierten Gleichgewichts zwischen dem Selbst und den anderen, zwischen Individuum und Umwelt. Das Selbst löst sich mit jeder neuen Entwicklungsstufe stärker aus seinem Eingebundensein in die Welt und entwickelt damit eine integriertere Form der Beziehung zur Welt. In diesem Sinne sind höhere Stufen also tatsächlich »besser« als niedrigere - das bedeutet jedoch nicht, dass auch die Personen, die auf höheren Stufen urteilen, "besser" sind.