M4 Sozialpsychologie Kapitel 4

Eindrucksbildung und Personenwahrnehmung

Eindrucksbildung und Personenwahrnehmung


Frank Niemöller
Diese Lernkarten behandeln auf Universitätsebene die Prozesse der Eindrucksbildung und -änderung, wobei zentrale Konzepte wie Primacy- und Recency-Effekt, Halo-Effekt und die Rolle von Informationen und Erwartungen im Mittelpunkt stehen. Sie beleuchten auch die Beständigkeit von Eindrücken, die Bedeutung von Persönlichkeitsmerkmalen und die Auswirkungen von Stereotypen. Ideal für Studierende der Psychologie, die sich mit sozialer Wahrnehmung und deren Modellen vertraut machen möchten.
Cartes-fiches
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Utilisateurs
6
Langue
Allemand
Catégorie
Psychologie
Niveau
Université
Créé / Mis à jour
16.07.2014 / 23.10.2021

Cartes-fiches

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Beschreibe die konfirmatorische Informationssuche

Menschen neigen dazu, gezielt nach Informationen zu suchen, die ihre Eindrücke oder sozialen Hypothesen über andere Personen bestätigen, während Informationen, die diese widerlegen könnten, vernachlässigt werden. In einer Reihe paradigmatischer Experimente belegten dies Mark Snyder und William Swann.

Hat sich ein erster Eindruck erst einmal manifes-tiert, dann steuert er die nachfolgende Informationssuche (und -verarbeitung) oft im Sinne seiner Bestätigung.

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Für was steht das Schüler Intelligenz Experiment von Rosenthal

Pygmalioneffekt / Sich selbst erfüllende Prophezeiung:

Der Prozess der sich selbst erfüllenden Prophezeiung führt über folgende Schritte zur Bestätigung des Eindrucks:

Man hat eine bestimmte Erwartung von einer Zielperson und ihrem Verhalten;

diese Erwartung führt dazu, dass man diese Zielperson in einer Art und Weise behandelt,

die diese wiederum dazu bringt, sich tatsächlich erwartungskonform zu verhalten, wodurch der ursprüngliche Eindruck bestätigt wird

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Wie leicht lässt man sich von den Erwartungen anderer dazu verleiten, ihre Eindrücke zu bestätigen?

Wie die Forschung zeigt, hängt dies primär von drei Faktoren ab:

Der Stärke des eigenen Selbstbilds: Wenn eine Person ein festes Bild von sich selbst in einem bestimmten Bereich hat, dann wird sie sich weniger durch gegenteilige Erwartungen einer anderen Person in ihrem Verhalten beeinflussen lassen (z.B. Swann & Ely, 1984).

Dem Bewusstsein, dass der Interaktionspartner bestimmte Vorstellungen über einen hat: Wenn sich Personen negativer Erwartungen ihrer Interaktionspartner bewusst sind, versuchen sie typischerweise diese durch erwartungsinkonsistentes Verhalten zu entkräften (Hilton & Darley, 1985).

Den Motiven der Personen in der sozialen Interaktion: Wenn Men-schen bestrebt sind, dass die Interaktion mit der anderen Person unkompliziert verläuft, sind sie eher bereit, sich in ihrem Verhalten den Erwartungen des Interaktionspartners anzupassen

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Welche 3 Prozesse tragen zur Aufrechterhaltung von Eindrücken bei ?

 

Die Tendenz zur Beharrung

Konfirmatorische Informationssuche

selbsterfüllende Prophezeihung

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Welche Informationsart kann Eindrucksänderung bewirken?

 

inkonsistente Informationen, diese werden intensiver verarbeitet bzw. besser erinnert

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Was bewirkt die explizite Motivation akkurat zu urteilen ?

 

Die Aufforderung akkurat zu handeln fördert eine gründlichere, systematischere Verarbeitung und Integration zusätzlicher Informationen. Dies kann zu einer Anpassung des ersten Eindruckes führen.