M4 Sozialpsychologie Kapitel 4
Eindrucksbildung und Personenwahrnehmung
Eindrucksbildung und Personenwahrnehmung
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Flashcards
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Was wird an konnektionistischen Modellen kritisiert?
Konnektionistischen Modellen fehlt beispielsweise häufig eine präzise Erklärung dafür, wie beurteilt wird, ob und wann eine Aktivierung zu einem adäquaten Ergebnis geführt hat bzw. wie und wann eine Aktivierung bewusst wiederholt, verändert oder beendet wird. Mechanismen und Prozesse, die in der Lage sind die Aktivierung und Hemmung in den konnektionistischen Netzwerken zu steuern und zu überwachen (sog. Monitoring-Prozesse), bleiben unklar.
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Merkmale Positivität / Negativität
positiver: ist wahrscheinlicher, ist schneller revidierbar
negativer: schwer durch positive Faktoren veränderbar, wird intensiver verarbeitet, mehr Aufmerksamkeit da unerwartet, ungewöhnlich, Negativität wirkt sich stärker aus bei vorangegangener Positivität
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Was ist der Primacy-Effekt?
Ein Reihenfolgeeffekt, bei dem die zuerst dargebotenen Informationen einen überproportional großen Einfluss auf die Wahrnehmung und die Eindrucksbildung haben.
Im Allgemeinen ist der Primacy Effekt allerdings wesentlich wahrscheinlicher (Jones & Goethals, 1972), woraus man schließen kann, dass der erste Eindruck, den man anderen von sich vermittelt, in vielen sozialen Situationen tatsächlich von großer Bedeutung ist.
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Was ist der Recency-Effekt?
Wenn eine Person abgelenkt oder nur gering motiviert ist, personenbezogene Informationen zu verarbeiten, kann es auch zu einem Recency-Effekt bei der Eindrucksbildung kommen: Der Eindruck wird dann auf der Grundlage der Informationen gebildet, die zeitlich am kürzesten zurück liegen und daher im Gedächtnis am schnellsten zugänglich sind.
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Was ist der Halo-Effekt?
Der Halo Effekt wurde erstmals von Edward Thorndike(1920) beschrieben. Er bezeichnet das Phänomen, dass das Wissen über eine bestimmte Eigenschaft einer Person den Gesamteindruck dominiert.
Andere Eigenschaften werden vernachlässigt oder ignoriert. Gleichzeitig führt das Wissen über diese bestimmte Eigenschaft dazu, Schlussfolgerungen auf weitere Eigenschaften zu begünstigen. Eine Eigenschaft„überstrahlt“ so quasi alle anderen.
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Aktive versus passive Informationssuche
Die Ergebnisse zeigten zwar keine unterschiedliche Qualität der Bewertungen, dennoch unterschieden sich die Vergleichsgruppen: passiv Wahrnehmenden fiel die Beurteilung von Persönlichkeitseigenschaften fremder Personen leichter und sie waren sich insgesamt sicherer mit ihrem Urteil. Außerdem gaben sie im Vergleich zu den aktiven Informationssuchern eine positivere Sympathieeinschätzung über die zu bewertenden Personen ab. Andersherum gesprochen scheint es bei aktiver Informationssuche mehr Unsicherheit bei der Eindrucksbildung zu geben.
Ein mögliches Mehr an Informationen geht nicht zwingend mit höherer Sicherheit einher.
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Ist die Eindrucksänderung vom Alter abhängig?
In einer Studie fragten sich Hessund Pillen (1994), ob ältere Menschen sich schwerer damit tun, erste Eindrücke zu revidieren. Diese Vermutung konnte nicht bestätigt werden, es fanden sich zwar Einflüsse des Alters, insofern dass ältere Versuchspersonen negative Informationen stärker gewichteten, insgesamt war Alter aber kein Prädiktor für die Änderung von Eindrücken.
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Erkläre die Tendenz zur Beharrung.
Tendenz zur Beharrung (Perseverance bias): Der erste Eindruck hat häufig sogar dann noch Einfluss auf die Beurteilung einer Zielperson, wenn er sich nachfolgend als falsch herausgestellt hat. Vergleiche Experiment von Lee Ross
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Beschreibe die konfirmatorische Informationssuche
Menschen neigen dazu, gezielt nach Informationen zu suchen, die ihre Eindrücke oder sozialen Hypothesen über andere Personen bestätigen, während Informationen, die diese widerlegen könnten, vernachlässigt werden. In einer Reihe paradigmatischer Experimente belegten dies Mark Snyder und William Swann.
Hat sich ein erster Eindruck erst einmal manifes-tiert, dann steuert er die nachfolgende Informationssuche (und -verarbeitung) oft im Sinne seiner Bestätigung.
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Für was steht das Schüler Intelligenz Experiment von Rosenthal
Pygmalioneffekt / Sich selbst erfüllende Prophezeiung:
Der Prozess der sich selbst erfüllenden Prophezeiung führt über folgende Schritte zur Bestätigung des Eindrucks:
Man hat eine bestimmte Erwartung von einer Zielperson und ihrem Verhalten;
diese Erwartung führt dazu, dass man diese Zielperson in einer Art und Weise behandelt,
die diese wiederum dazu bringt, sich tatsächlich erwartungskonform zu verhalten, wodurch der ursprüngliche Eindruck bestätigt wird
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Wie leicht lässt man sich von den Erwartungen anderer dazu verleiten, ihre Eindrücke zu bestätigen?
Wie die Forschung zeigt, hängt dies primär von drei Faktoren ab:
Der Stärke des eigenen Selbstbilds: Wenn eine Person ein festes Bild von sich selbst in einem bestimmten Bereich hat, dann wird sie sich weniger durch gegenteilige Erwartungen einer anderen Person in ihrem Verhalten beeinflussen lassen (z.B. Swann & Ely, 1984).
Dem Bewusstsein, dass der Interaktionspartner bestimmte Vorstellungen über einen hat: Wenn sich Personen negativer Erwartungen ihrer Interaktionspartner bewusst sind, versuchen sie typischerweise diese durch erwartungsinkonsistentes Verhalten zu entkräften (Hilton & Darley, 1985).
Den Motiven der Personen in der sozialen Interaktion: Wenn Men-schen bestrebt sind, dass die Interaktion mit der anderen Person unkompliziert verläuft, sind sie eher bereit, sich in ihrem Verhalten den Erwartungen des Interaktionspartners anzupassen
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Welche 3 Prozesse tragen zur Aufrechterhaltung von Eindrücken bei ?
Die Tendenz zur Beharrung
Konfirmatorische Informationssuche
selbsterfüllende Prophezeihung
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Welche Informationsart kann Eindrucksänderung bewirken?
inkonsistente Informationen, diese werden intensiver verarbeitet bzw. besser erinnert
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Was bewirkt die explizite Motivation akkurat zu urteilen ?
Die Aufforderung akkurat zu handeln fördert eine gründlichere, systematischere Verarbeitung und Integration zusätzlicher Informationen. Dies kann zu einer Anpassung des ersten Eindruckes führen.