M20Lupus erytehematodes nach DEPURST & 3B

M20Lupus erytehematodes nach DEPURST & 3B

M20Lupus erytehematodes nach DEPURST & 3B


N. M.
Diese Lernkarten bieten einen grundlegenden Überblick über den Lupus erythematodes, eine chronische Autoimmunerkrankung, die Haut, Gelenke und Organe betreffen kann. Sie behandeln Symptome wie Hautausschläge, Gelenkschmerzen und Müdigkeit, sowie Ursachen, Risikofaktoren und Diagnosemethoden, darunter Bluttests und Hautbiopsien. Die Karteikarten erläutern auch Therapieansätze, von Lichtschutzsalben bis zu Medikamenten wie Kortison und Immunsuppressiva, und gehen auf die Bedeutung von Coping-Strategien und Selbsthilfegruppen ein. Besonders nützlich sind sie für Medizinstudenten und Fachkräfte, die sich mit der Diagnose und Behandlung dieser komplexen Erkrankung vertraut machen möchten.
Karten
11
Lernende
2
Sprache
Deutsch
Kategorie
Medizin
Stufe
Grundschule
Erstellt / Aktualisiert
08.08.2014 / 14.08.2014

Lernkarten

Definition:

Der Lupus erythematodes ist eine chronisch entzündliche Autoimmunkrankheit, die zu den entzündlichen Rheumaerkrankungen gezählt wird.

Beim Haut-Lupus ist nur die Haut betroffen. Beim Systemischen Lupus erythematodes sind nebst der Haut auch die Gelenke und innere Organe betroffen (Systemisch heisst, den ganzen Körper betreffend). Ein Haut-Lupus kann in einen systemischen Lupus übergehen.

Formen:

  • Systemischer Lupus erythematodes (SLE)
  • Hautlupus (Kutaner Lupus erythematodes)

Diagnostik:

(ARA) festgelegt wurden (sogenannte ARA-Kriterien), gestellt. Das Vorliegen eines Lupus erythematodes ist wahrscheinlich, wenn zumindest 4 der 11 Kriterien zutreffen:

ARA-Kriterien:

  • 1) Schmetterlingserythem (Schmetterlingsausschlag)
  • 2) Scheibenförmig erhabener Hautausschlag (sogenannter Diskoider Lupus)
  • 3) Lichtempfindlichkeit der Haut
  • 4) Gewebsdefekte an Mund und Nase
  • 5) Gelenksentzündung an zwei oder mehr Gelenken
  • 6) Lungenfell- oder Herzbeutelentzündung
  • 7) Nierenbeteiligung (Eiweiss im Harn, Bluthochdruck)
  • 8) Neurologische Veränderungen
  • 9) Bluttest: bestimmte Form der Blutarmut (Anämie), verminderte Zahl an Blutplättchen (Thrombopenie) und/oder weisser Blutkörperchen (Leukopenie)
  • 10 und 11) Immunologischer Bluttest zum Nachweis von für den Lupus erythematodes typischen Antikörper im Blut: Antikörper gegen körpereigene DNS und Antikörper gegen Bestandteile des Zellkerns (sogenannte ANA = antinukleäre Antikörper)

Weiter werden Gewebeproben (Biopsien) der Haut zur Sicherung der Diagnose untersucht.

Häufigkeit:

  • Frauen erkranken häufiger etwa 90% SLE
  • Kann in jedem Alter auftreten jedoch 80% 16-45 Lebensjahr
  • Männer selten betroffen (1:9)

Prognose:

  • Bislang nicht vollständige Heilung
  • Normale Lebenserwartung dank Medikament
  • Überlebensrate 90%
  • Häufigste Todesursache nicht die Erkrankungen, sondern meist Komplikationen, wie schwere Infektion oder Thrombosen
  • Wenn Nieren und Nervensytem betroffen sind, schlechte Prognose
  • Sepsis
  • Herzinfarkt

Risikofaktoren:

  • Hormone (Östrogene)
  • UV- Licht
  • Genetische Faktoren
  • Selten spezielle Medikamente
  • Schwangerschaft/ Entbindung
  • Infektionen, vorallem Virusinfektionen

Ursachen:

  • Ursache unbekannt

Symptome:

  • Gelenkbeschwerden
  • Hauterscheinungen
  • Unwohlsein
  • Leicht erhöhte Körpertemperatur
  • Gewichtsabnahme
  • Vermehrte Müdigkeit
  • Je nach Organ, organische Beschwerden und schmerzen

Therapie:

  • Ist nur die Haut betroffen, so reichen oft Lichtschutzsalben und bei Bedarf Kortisonsalbe aus
  • Sind auch andere Organe betroffen (Systemischer Lupus), dann richtet sich die Behandlung nach dem Schweregrad und nach Aktivität der Erkrankung
  • In leichten Fällen: Entzündungshemmende Schmerzmittel: (sogenannte Nichtsteroidale Antirheumatika, kurz NSAR) und Chloroquin (ein Malariamittel), ev. mit Kortisontabletten kombiniert.
  • In schwereren Fällen: Kortison in höherer Menge und/oder Immusuppressiva (Medikamente, die das Immunsystem unterdrücken).
  • Bei Nierenbeteiligung werden, zum Schutz der Nieren, auch Blutdruck senkende Mittel eingesetzt.
  • Entsprechend der Form der Erkrankung
  • Bei Ursache von Medikamenten, Medikamente stoppen

Patient bezogen:

  • Coping Strategien entwickeln
  • Selbsthilfegruppen
  • Selbstwert fördern
  • Psychiatrische Unterstützung bei Bedarf
  • Patientenedukation

 

Bedeutung Betroffene

Physisch:

  • Weniger Bewegung (Müdigkeit und Schmerz)
  • Gewichtszunahme, Kräfteverlust

Psychisch:

  • Angst
  • Stress
  • Grosse Herausforderung (da oft Einschränkungen)
  • Nicht Sonnenbaden (begünstigt Lupusschübe)
  • Soziale Isolation
  • Körperbildstörungen
  • Scham

Bedeutung Angehörige

  • Belastung
  • Überforderung
  • Scham
  • Angst
  • Finanzielle Sorgen

Bedeutung 

  • Gespräche führen
  • Geduld
  • Einfühlungsvermögen zeigen
  • Akzeptanz
  • Beziehungsgestaltung
  • Professionell bleiben (nicht Mitleid)

Lernen