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Lernkarten
Therapie Colitis Ulzerosa
C Ulzerosa: Medikamentös ~ Schweregrad Schub, Begleitend psychosomatische Hilfe / Selbsthilfegruppen, chirurgisch
Leichter Schub: 5-ASA, rektaler Befall steroidhaltige Klysmen, Einläufe / Rektalschaum, Sulfasalazin-Klysma
Mittelschwer: 5-ASA Dosis erhöhen, zusätzlich Prednisolon, ggf topische Behandlung
Schwerer Schub: Prednisolon erhöhen, Komplette parenterale Ernähung, Parenterale Substitution von Elektrolyten, Eiweiß und Blut, septische Komplikationen mit AB, Ciclosporin iv
Keine Besserung nach 3t Intensivtherapie: Kolektomieindikation
Remissionserhaltung: Langfristig 5-ASA oral, bei Unverträglichkeit E. Coli Nissle, nach fulminanten Schub und Ciclosporingabe: Azathioprin
Chirurgisch:
Akuttherapie: Fulminanter schwerer Schub (keine Besserung 3t nach Intensivtherapie), toxisches Megakolon), Perforation, Blutung
Elektive chirurgische Therapie: Epitheldysplasie, Gedeihstörung, KI gegen medikamentöse Langzeittherapie
=> Proktokolektomie mit Belassen Rektumstumpf, Dünndarmbeutel, Ileostoma => Zurückverlagerung Anus Praeter
=> Fakultative Heilung
Sonst: Peitschenwürmer / Schweinepeitchenwürmer => Remission, Erhöhte IL22 Produktion
12. Regelkreise im Stoffwechsel am Beispiel von Insulin- und Leptinresistenz erklären
Insulin: Kontrolliert zelluläre Speicherung von Energiereserven
Nahrungsaufnahme -> Glucose -> Beta Zelle -> Insulin
Periphere Zellen -> Insulinrezeptor: Glykogensynthese, Triglyzeridsynthese, Glucoseaufnahme, LPL Aufnahme
Permanente Stimualtion -> Desensibilisiserung der beta Zelle => Repression der Insulinsynthese
Repression der Genexpression (mRNA) von Insulin durch lange andauernde Glucosebelastung -> Zellschutz vor negativen Konsequenzen (ER Stress) einer ständig abgeforderten Insulinproduktion
=> Demand for Insulin, Biosynthese, Amylinsekretion => Workload, Proteinsynthese, Lipidsynthese
=> Stress => Proteinmisfolding -> XBPI -> Nucleus -> Unfolded Protein Response -> Stress Relief =>> Schutzmechanismen
Nahrungsaufnahme + Nahrungssuche ~ Appetit (Präponderanz orexigener Signale)
ARP, NPY, MCH, Orexin A, B, Galanin, Ghrelin, NO, NA, Opioide
=> Orexigene
Magen -> Ghrelin -> Steigert NPY Ausschüttung im N Arcuatus -> N Paraventricularis -> Hungergefühl
Körpergewicht: Optimum ~ Orexignen und anorexigenen Signalen
Normalgewicht: Hohe physiologische Leistungsfähigkeit (Muskelarbeit, Reproduktion)
Übergewicht: Partiell verminderte physische Leistungsfähigkeit (zB Schnelligkeit), Expansion des Fettgewebes erreicht Limit -> Metabolisches Syndrom
Untergewicht: Verminderte physische Leistungsfähigkeit, Organschäden (Osteoporose), Immunschwäche
Konstanz des Körpergewichts Ergebnis erfolgreicher Hemmung permanent existierender Hungersignale
alpha MSH, CCK, GLP1, Insulin, Leptin => Hemmen Nahrungsaufnahme => Anorexigene
Fettgewebe -> Leptin -> Hemmt NPY Ausschüttung
GI, Duodenum -> CCK -> Hemmt NPY Ausschüttung
Leptinresistenz: Genetische Defekte in den Rezeptoren / Anorexigenen / Orexigenen
Adipositas => Leptinresistenz
Vermutung veränderte Permeabilität in der Hirnschranke
Surplus Nahrungsaufnahme -> TG Speicher überschreitet Speichergrenze -> Ausschüttung von Leptin + Chemokinen
=> Überangebot freie FS => Lipotoxizität
13. Die Funktion grundlegender Regelkreise im Stoffwechsel im evolutionären Kontext einordnen
Vormals optimierte Genotypen des Menschen sind suboptimal unter den gegenwärten Lebensbedingungen (Hypothese)
ca 10% der humanen Gene unterliegen einer schnellen positiven Selektion
Starke Insulinresponse sicherte das Überleben von Jägern und Sammlern in Hungerphasen => Größere metabolische Reserven
Gewichtshomöostase: Normalgewicht: Hohe physische Leistungsfähigkeit
Übergewicht: Partiell verminderte physische Leistungsfähigkeit (Schnelligkeit), Expansion Fettgewebe erreicht Limit => Metabolisches Syndrom
Untergewicht: Verminderte physische Leistungsfähigkeit, Osteoporose / Organschaden, Immunschwäche
Fettsäuren: Lipotoxizität => Homöostatische Regulation
Thrifty Genotyp: Überleben trotz häufigen Nahrungsmangels wahr wahrscheinlich stärkster Selektionsdruck seit Beginn der Evolution
Metabolische Effizienz durch große Zahl von Genen kontrolliert, epigenetische Regulation bestimmt für kürzeren Zeitraum die Lage innerhalb der Gene
Pränatale Ernährung -> Adultes Übergewicht -> Epigenetische Regulation?
Fleischfresser Phase => Epidemische Zunahme von T2DM
Insulinresistenz -> Energetische Verwertung von AS und FS begünstigt
(Insulin hemmt Gluconeogenese aus AS, hemmt Lipolyse?)
=> Muskel muss FS Verwerten, da keine Glucose zur Verfügung steht
=> Insulin steigert Fettaufnahme und Abbau, erniedrigt Glucoseaufnahme
=> Unterschiede in Rückkehr zur kohlenhydratreichen Kost => Geographische Unterschiede Prävalenz DM I+II
Adverse Effekte veränderten Nahrungsangebotes
Omega 6 FS (Arachidonsäure) => Verschlechterung der Membranfunktionalität (Plasmamembran, Lipid Droplets), Hemmung der Insulinsekretion über PGE2
Kardioprotektive Wirkung einer (22:6,n-3) FS Diät
14. Die molekularen und pharmakologischen Ansatzpunkte der Statintherapie benennen
Statine: Kompetetive Hemmung der HMG CoA Reduktase:
Natürlich (zB Lovastatin) vs Synthetisch (zB Atorvastatin)
=> Cholesterinsenkung durch Hemmung der zellulären Cholesteronsynthese => Erhöhte LDL Aufnahme in den Hepatzozyten
HMG CoA Reduktase: HMG-CoA -> Mevalonsäure va in der Leber
Wirkung unterschiedlich potent
Atorvastatin 50% LDL Reduktion, 6% HDL Erhöhung, 29% TG Erniedrigung => Potentestes Statin
Leberspezifischer Abbau über CYP3A4 => Interaktion mit anderen Pharmaka
Membrantransport über SLC-Familie + ABC Transporter
Geringere intrazelluläre Cholesterinkonzentration =>
SREB vesikulär zum Golgi transportiert -> Geschnitten durch Golgispezifische Proteasen S1P + S2P
=> Fragment SRE wird freigesetzt => Translokation in den Zellkern => Verstärkte Expression der HMG Reduktase und des LDL Rezeptors => Vermehrte LDL-Cholesterinaufnahme aus dem Blut
Bei hoher Cholesterinkonzentration: Steroid bindet sterol sensing domain von SCAP => Interagiert mit SREB und verhindert dessen Translokation in den ZK
=>> Geringere endogene Synthese + indirekte Verschiebung des Cholesterins aus dem Blut in die Zellen
Senkung bis zu 40% mgl, gleichzeitig regelhafte Erhöhung des HDL Cholesterins, Abnahme der Serum TG
Indirekte Wirkungen (Pleiotropie, siehe nächstes LZ): Verlangsamung der Arteriosklerose, Stabilisierung arteriosklerotischer Plaques
=> Statine vermindern Endpunkte!
Indikationen: Senkung LDL Cholesterin, Primärprävention eines Infarktes bei DM 2, Sekundärprophylaxe nach Myokardinfarkt
=> LDL unter 100mg/dl, bei Hochrisikopatienten sogar unter 70mg/dl
15. Pleiotrope Effekte von Statinen in Zellstoffwechsel und Gefäßwand, sowie deren mögliche pathophysiologische Bedeutung erklären
Statine verbessern Herzleistung (verbessertes linksventrikuäres systolisches Endvolumen)
Jedes Medikament bewirkt Netzwerkstörungen => Pleiotropie => Eingriff in sensibles Reaktionsnetzwerk
Fernasyl + Geranyl => Intermediate im Cholesterinstoffwechsel => Isoprenkette, Lipidanker
=> Veränderung durch Hemmung der HMG CoA Reduktase
Acylierung / Deacylierung kontrolliert subzelluläre RAS Lokalisation
=> Geranylrest dient Membranverankerung => Acylierung durch Palmitoyl Acyltransferase => Signal für Transport zur Plasmamembran => Deacylierung durch Acylprotein Thioesterase dirigiert RAS zu Golgi + ER
=> Statin induzierte RAS Membranverarmung => Apoptose
Farnesyl PPi + Phenylalanin -> Ubichinon
=> Ubichinonmangel => Verstärkte ROS Bildung in Komplex I (Erhöhte Reduktion von Komplex I => Gestörte Elektronenweiterleitung auf Ubichinon)
=> Verstärkte Mitochondriale Calciumfreisetzung (PTP, NCE) => Krämpfe, Myalgien, Apoptose
=> Antiproliferative Effekte
Antiinflammatorisch: Fehlendes Cholesterin -> Keine Aktivierung der Rho GTPase -> Rho abhängige Kinasen -> Keine Phosphorylierung von IkB => Keine Dissozation, verstärkter Abbau
Statin induziert Hemmung von endothelialem NFkB
=> Mevalonsäure hebt inhibitorische Wirkung von Cerivastatin auf
Gegenteiliger Effekt einer Statininduzierten Hemmung der Dolicholsynthese
=> IGF 1 Rezeptor sint => Hemmt Tumorwachstum, alpha Dystroglykan sinkt => Erzeugt Muskeldystrophie
=> Lipoproteinstoffwechsel: Senken LDL, Erhöhung HDL
Immunsystem: Antiinflammatorisch (Hemmung NFkB), Verminderte Expression von MHCII auf APC
Tumorgenese: Antiproliferativ
Organstoffwechsel (Muskel): Toxisch / Myopathien
Statine sollen in Gefäßwand Ateriosklerose verlangsamen und Plaques stabilisieren
durch antiinflammatorische Infekte?
16. Die Metabolisierung der Statine in der Leber beschreiben und die Bedeutung von genetischen Polymorphismen für die Veränderung des Metabolismus erklären
CYP3A4 abhängiger Abbau in der Leber, zT auch CYP2D6 (ebenfalls hoher Polymorphismus)
=> Genetische Polymorphismen => Unterschiedlich starke verstoffwechselung
=> Poor Metabolizer / Ultra Rapid Metabolizer
Siehe LZ?
Transport durch SLC Familie und ABC Transporter => Genetische Polymorphismen im Uptake
Gefahr Konzentration unter therapeutischer Wirkung / Nebenwirkungen / Toxizität
Vorallem Arzneimittelwechselwirkungen (Induktion, Inhibition)
CYP3A4: Monooxidase: Hydroxylierung => Hydrophiler, besser ausscheidbar
CYP2D6: Monooxidase
17. Die grundsätzliche Natur von Autoimmunmechanismen, die zum Auftreten schwerer Myopathien unter Statingabe beitragen können, beschreiben
Statine können Autoimmun Myopathie auslösen
=> Antikörper gegen Muskelproteine, aber auch Antikörper gegen beta HMG CoA Reduktase
=> Ursprung der AK unbekannt, evtl Kreuzreaktion
Statine => Rapdomyolyse / Großer Zelluntergang => Antigen wird frei => Immunreaktion gegen vorher verstecktes Antigen => Autoimmunmyopathie
18. Die prinzipiellen Konsequenzen zur Vermeidung einer schwerwiegenden Arzneimittelnebenwirkung am Beispiel der Statinassoziierten Myopathie beschreiben
Statininduzierte Myopathie:
Ubichinonsynthese gehemmt (~ Farnesyl PPi, Intermediat des Cholesterolstoffwechsels)
=> Erhöhte Reduktion von Komplex I bei gestörter Weiterleitung der Elektronen auf Ubichinon
=> Calciumausstrom aus dem Mitochondrium über PTP und NCE => Krämpfe, Myalgien, Apoptose
Myalgie: Muskelschwäche, Steifheit, Krampfneigung => CK nicht erhöht
Myositis: CK erhöht (mit / ohne Symptome)
Rhabdomyolyse: CK 10x erhöht, Zelluntergang
CK Freisetzung ~ Statin + Dosierung
=> Steigende Dosis => Reduktion LDL + Anstieg CK
=> Cerivastatin: Steiler Anstieg CK bei höheren Dosen
Atorvastatin gemäßigt
=> Dosis erniedrigen, Präparat wechseln, im schlimmsten Fall absetzen
=> Regelmäßige CK Kontrolle! Überwachung
19. Wichtige klinisch-chemische Untersuchungsmethoden (optische Photometrie, Flammenphotometrie, Atomabsorptionsflammenphotometrie, elektrochemische Potenziometrie, Elektrophorese, immunologische Meßmethoden (Enzymimmunoassays, Turbidimetrie, Nephelometrie), chromatographische Trennverfahren (Gel-, Ionenaustausch-, Affinittäschromatographie, Teststreifendiagnostik)) für die qualitative, semiqualitative und quantitative Bestimmung diagnostischer Parameter beschreiben
=> Bis Elektrophorese
Optische Messverfahren:
Photometrie: Messung Transmission von monochromatischen Licht
=> Berechnung Absorption => Berechnung Konzentration ~ Lambert Beerschen Gesetz
=> Kopplung Reaktion mit Farbstoffen
=> Bestimmung Absorption von Strahlung durch Probe ~ Wellenlänge zur qualitativen Identifizierung der Probe, Bestimmung der Konzentration einer absorbierenden Probe ~ Kalibrierungskurve / bekannten Extinktionsfaktor (E ~ c), Kinetische Messung durch Bestimmung zeitlicher Änderung der Konzentration einer absorbierenden Probe (wenn während enzymatischer Reaktion der Absorptionsänderung eines Reaktionstseilnehmeres erfolgt, kann Reaktionsgeschwindigkeit durch Verfolgung der ze8itlichen Änderung der Absorption bestimmt werden)
Flammenphotometrie: Probe in Flamme halten / Zerstäuben => charakteristische Flammenfärbung
Intensität ~ Substanzmenge
Mehrere Substanzen => Monochromator => Messen emittiertes Licht, Substanzspezifische Bestimmung
=> Natrium, Kalium, Calcium, Barium, Lithium, Strontium
Atemabsorptionsflammenphotometrie: Probe -> Aerosol, pneumatischer Zerstäuber, mit Brenngas und Oxidanz verwirbelt => Aerosol
=> Prallkugel aus Keramik => Mischflügel, feine Tropfen passieren => Gelangt in die Flamme
=> Lösungsmittel verdampft, feste Probenbestandteile schmelzen, verdampfen und dissoziieren
Potentiometrie: Quantitative Analyse, Konzentrationsabhängige elektromotorische Kraft
Titration: Indikatorelektrode in Analyselösung, Messung Potentialänderung ~ zugegebenes Volumen einer Reagenzlösung
Äquivalenzpunkt: Konzentration => Elektromotorische Kraft ändern sich kräftig
=> Säure, Base, Redox, Fällungs, Komplexbildungstitrationen, Dissoziationskonstanten, Löslichkeitsprodukte
=> Indikations- + Bestimmungsverfahren
Elektrophorese: Räumliche Trennung geladener Moleküle in einem elektrischen Feld ~ Ladung und Größe
=> Ausbildung diskreter Zonen durch einzelne Substanzen
=> DNA, Proteine nach Größe etc
Beschreiben: ELISA, Turbidometrie, Nephelometrie, Gelchromatographie, Ionenaustauschchromatographie, Affinitätschromatographie, Teststreifendiagnostik
Enzymimmunoassay / ELISA: Teströhrchen / Mikrotitertestplatten + Antikörper gegen zu bestimmendes Antigen => Probe => Zugabe Indikatorantikörper, Photometrische Messung
=> Nachweis Virale / Bakterieller Proteine (HIV, Hepatitis), HCG, Leichtketten Ig
Turbidimetrie: Quantitative Analyse von Teilchenkonzentrationen in Gasen / Flüssigkeiten durch Abschwächung eines Lichtstrahls, Monoklonare AK => Agglutinationen
Va bei Plasmaproteinbestimmung + Medikamentenbestimmung, Eiweiß im Harn / Liquor, Immunkomplexbestimmung
Nephelometrie: Quantiatives analytisches Verfahren zur Bestimmung von Teilchenkonzentrationen in Flüssigkeiten + Gasen => Konzentrationsmessung von Immunkomplexen und Proteinen
Gelchromatographie: Moleküle gelöster Stoffe trennen sich aufgrund ihrer Größe / hydrodynamischen Volumes => Unterschiedlich schnell => Chromatographische Messung
=> Makromoleküle, Polysaccharide, DNA, RNA, Proteine
Ionenaustauschchromatographie: Trennung Stoffe ~ Ladung, polymere Matrix + geladene funktionelle Gruppen, die reversibel Gegenionen gebunden haben
=> Chromatographische Detektion
Affinitätschromatographie: Trennverfahren, Isolation eines Analyten aus einer Lösung verschiedener Stoffe
Geeigneter Ligand zum Analyten (Protein)
=> Reinigen + Konzentrieren einer Substanz aus einer Mischung in eine Pufferlösung / Reduktion Substanzmenge in Mischung
Feststellen, welche biologische Verbindung an eine bestimmte Substanz bindet, Reinigen + Konzentrieren von Enzymlösungen
Teststreifendiagnostik:
Urinteststreifen: Semiquantitative + Qualitativer Nachweis einer veränderten Urinzusammensetzung
20. Das Konzept der Referenzwerte für die Beurteilung von klinisch-chemischen Messwerten beschreiben
Transversalbeurteilung: Vergleich Patientenwert mit Referenzwert / Intervall
=> Messwerte klinisch gesunder Probanden, bestimmt mit genau beschriebener Methode (Präzision, Richtigkeit)
=> Referenzintervall: 95% Bereich der Referenzwerte
Normalverteilung: x+-2 Sigma Bereich
Komplexe Verteilung: 2,5 – 97,5. Perzentile
=> 95% aller Gesunden weisen einen Wert innerhalb des Referenzbereichs auf
=> Wert außerhalb Referenzbereich muss keinen pathologischen Wert haben! Umkehrschluss: Pathologischer Wert kann auch vorliegen, wenn Wert im Normalbereich ist!
=> Sensitivität und Spezifität
Sensitivität: Richtig erkannte kranke Patienten (Richtig positive / (Richtig positive + falsch negative))
Spezifität: Gesund als richtig negativ erkannt (Richtig negativ / (Falsch positiv + richtig negativ))
=> Bezieht sich auf jeweils kranke / gesunde Personen
positiver Prädiktiver Wert: Wie viele Personen mit einer Krankheit auch tatsächlich krank sind
Negativer prädiktiver Wert: Wie viele Personen, bei denen eine Krankheit nicht festgestellt wurden, tatsächlich gesund sind
=> Bezieht sich auf gesamte Patientenmenge
Longitudinalbeurteilung: Vergleich Messwerte über Zeit
=> Patientenverwechslung, Verlaufskontrolle (Entzündung, NI, Septische Kardiomyopathie, Leberinsuff)
22. Die Prinzipien benennen, die der Auswahl von Parametern für die Erkennung von Stoffwechselstörungen und Organerkrankungen zugrunde liegen
Zell- und Gewebeintegrität: (Ir)reversible Zellschäden (Nekrose / Apoptose)
zB: Leber (Heptatitis, Intoxikation, met Störung), Myokardinfarkt, Rhabdomyolyse / Myositis, Hämolyse
Defekte von Zellmembran + Zellorganellen (Ischämie, Hypoxie, Lipidperoxidation) -> Membranlecks -> Freisetzung löslicher + partikulärer Zellbestandteile -> Übertritt in Blut, Urin, Liquor, Exsudat, Transsudate => Qualitativer + Quantitativer Nachweis
zB: Troponin bei MI
Leber: LDH (Zytoplasma), GPT (CP), GOT (CP + Mito), GLDH (Mito), Gamma GT, AP
Zell- und Organdifferenzierung: Differenzierungsmarker als Tumormarker => Therapiekontrolle
Zell- / Organfunktion:
Anstieg / Abfall Metaboliten: Cholesterin bei fam Hypercholesterinämie, Hyperglykämie bei DM
Anstieg falscher Metabolite: Fetale Gallensäure bei Cholestase
Anstieg Ausscheidungsprodukte: Bilirubin bei Cholestase, Kreatinin bei NI
Anstieg / Abfall von Zell- / Organprodukten: Abfall von Serumproteinen bei Leberinsuff
Leber: Serumalbumin, Pseudocholinesterasen, Prothrombinzeit nach Quick, Fibrinogen
Systemfunktion: Inflammation, Gerinnungsstörungen
23. Zusammenhänge zwischen veränderten Messgrößen und der Pathogenese einer Krankheit an Beispielen beschreiben
Ateriosklerose: Genetisch: LPL Mutation, LDLR Mutation, Apo E Polymorphismus
Cholesterin, TG, LDL Cholesterin, HDL Cholesterin, Lp(a)
CRP
Leberzirrhose: Mutationen Hämochromatose Gen HFE
Eisen, Kupfer, Ferritin, Transferrin, Pseudocholinesterasen, Albumin, Gesamteiweiß, Gerinnungsfaktoren, ALT, AST, AP, gamma GT, Bilirubin, Ammoniak, Äthanol, CDT
Akute Phase Proteine
Ausschluss Autoimmunhepatitis, Virus, Andere infektiologische Ursachen, Molekulargenetischer Nachweis Mutationen Hämochromatose Gen HFE
Akuter Myokardinfarkt: Freisetzung kardialer Marker bei akutem Myokardinfarkt
Troponine: Existieren in strukturgebundener Form + freiem zytosolischem Pool
Werden aus Myozyten als Komplexe / freie Proteine freigesetzt
Leberzellschaden: LDH (ZP), GPT (ZP), GOT (ZP, Mito), GLDH (Mito), Gamma GT, AP
Verlauf CEA und CA 19-9 bei Sigmakarzinom
Hepatische Syntheseleistung: Serumalbumin, Pseudocholinesterasen, Prothrombinzeit nach Quick (Faktor VII), Fibrinogen
Hepatitis Leberzirrhose DD
Pharmaka, Metaboliten, alpha 1 AT Konzentration /+ Coeruloplasmin, Biosynthesemarker, Hormone, Signalmoleküle, Metabolite (Glu, TG, HDL + LDL Cholesterin), Äthanol, CDT, Schädigungsmarker, Bilirubin, Gallensäuren, Ammonia
Akute Phase Proteine, Gerinnungsfunktionstests, E-Lyt, Säure-Basen Status
Virusserologie, Immunglobuline, Zytokine IL6+8, Autoantikörper (ALA, AMA, SMA), Polymorphismen des HLA Systems, Molekulare Virusdiagnostik, Mutation Hämochromatosegen HFE, Genotypisierung alpha 1 AT Gen