M13 Pflege bei gynäkologischen Erkrankungen
M13 Pflege bei gynäkologischen Erkrankungen
M13 Pflege bei gynäkologischen Erkrankungen
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Cartes-fiches
Pflege nach Uterusoperationen
Eingriffe, welche die Gebärmutter betreffen, greifen immer in
Themen wie:
-Weiblichkeit
-Frau sein
-Mütterlichkeit
-Sexualität
-Partnerschaft
Veränderungen und Tumore, die eine Hysterektomie bzw. einen operativen Eingriff am Uterus notwendig machen
-Tumore der Vagina, der Cervix Uteri, des Corpus Uteri, der
Tuben und der Ovarien
-Unstillbare Blutungen nach Sectio cesare
-Menorrhagien (falls keine andere Therapie lindernd)(Verlängerte Blutung Menz)
-Senkungsprobleme
-Endometriose(Gebermutterschleimhaut auserhalb der gebänermutter)
Hysterektomie Formen
-Lapraskopisch Assistierte vaginale Hysterektomie
-Vaginale Hysterektomie
-Abdominelle Hysterektomie
-Radikale abdominale Hysterektomie nach Wertheim (inkl. Entfernung der Beckenlymphknoten, evt. sogar Eierstöcke und Tuben)
Uterusmyome
Das Myom ist ein gutartiger Muskeltumor der Gebärmutter.
-Benigner Tumor der glatten Uterusmuskulatur
-Zählen zu den häufigsten Tumoren
-Jede 4. Frau über 30 Jahre
-Ursache: meist hormonelles Ungleichgewicht, d.h. Übergewicht von Östrogenen
Symptome und Folgen
-Hauptsymptom sind Blutungen aller Art, meist stark und zu lange anhaltende Monatsblutungen
-Bei Verdrängung der Blase oder des Harnleiters kann es zu mehr Harndrang oder eine Behinderung des Harnablaufes kommen
-Bei Druck auf den Enddarm wird über Verstopfung geklagt
-Bei Ausdehnung auf das Kreuzbein → Rückenschmerzen
-Infertilität bei ungünstiger Lokalisation
-Abnorme Kindslagen und frühzeitige Wehen
Morphologie und Lokalisation
-Feste, kugelige Konsistenz, zeitweise gestielt
-Grösse und Anzahl variiert sehr stark
-Es gibt submuköse, subseröse und intramurale Myome
Submuköses Myom:
Dieses wächst zur Gebärmutterhöhle hin und verursacht in 95% verstärkte Blutungen in Kombination mit wehenartigen Schmerzen
Subseröses Myom:
Dieses liegt auf der Uteruswand auf und gibt damit der Gebärmutter ein knolliges Aussehen. Die Beschwerden entstehen durch Druck- und Verdrängungserscheinung auf umgebende Organe. Dies wiederum kann durch Kompression der Eileiter zu Kinderlosigkeit führen.
Eine mögliche Komplikation der subserösen Myome besteht in der Stieldrehung, was zu schwersten akuten Bauchschmerzen führt
Intramurales Myom
Dies ist der häufigste Myomtyp an der Gebärmutter. Hier finden sich die Veränderungen innerhalb der Muskelschicht des Uterus. In 60% führt dies zu verstärkten und verlängerten Blutungen, sowie deutlichen Bauchschmerzen.
Einteilung der Uterusmyome
60% sind in der Gebärmutterwand lokalisiert = intramural
Aussenseite = subserös
Richtung Gebärmutterhöhle = submukös, schlecht für eine Schwangerschaft
Subseröse und intramurale Myome werden v.a. laparoskopisch entfernt oder abdomial
Submuköse Myome werden hysteroskopisch entfernt
Diagnosestellung
-Fokusassessment (Anamnese)
-Gynäkologische Tastuntersuchung
-Ultraschall (vaginal oder abdominal)
-Hysteroskopie
-Laparoskopie
-Differentialdiagnose: Uteruscarcinom
-Sehr selten
Angaben zu Ort,Dauer,Stärke und Qualität der Beschwerden
Gibt es einen zeitlichen Bezug zum Zyklus, Werden Beschwerden durch bestimmte Tätigkeiten gemildert oder verstärkt, Termin,Dauer und Stärke der letzten Blutung.
Auffälligkeiten im Rhythmus o.Blutungscharakter,Schmerzen vor o. nach Periode, Gibt es zyklusabhängige Schmerzen? Welche Art der Verhütung wird benutzt? Gibt es Probleme bei der Miktion oder dem Stuhl, Vorausgegeangen Geburten, Kohabitiationsbeschwerden (sog. Dyspareunien), Flour vaginalis, Brennen, Jucken , unangenehmer Geruch, Brustbeschwerden
Therapie
Wenn keine Beschwerden und kein
Schwangerschaftswunsch bestehen
→ keine Therapie
Konservative Therapie
-Kontrolliertes Abwarten
-MR - gesteuerte Therapie mit fokussiertem Ultraschall
-Einfache Hormonbehandlung: Gestagene mit dem Ziel der Verkleinerung der Myome
-Spezielle Hormonbehandlung bei jungen Frauen mit Kinderwunsch: (GN - RH - Analoga) : versetzt den Körper künstlich in die Wechseljahre; Ziel Rückbildung des Myoms (mit all den möglichen Symptomen)
-Kontrolliertes Abwarten
-MR - gesteuerte Therapie mit fokussiertem Ultraschall
-Einfache Hormonbehandlung: Gestagene mit dem Ziel der Verkleinerung der Myome
-Spezielle Hormonbehandlung bei jungen Frauen mit Kinderwunsch: (GN - RH - Analoga) : versetzt den Körper künstlich in die Wechseljahre; Ziel Rückbildung des Myoms (mit all den möglichen Symptomen)
Operative Verfahren
-Myomnukleation =(Herausschälen eines isolierten Myomknoten)
Laparoskopische Entfernung,
bei der die Myome aus der Gebärmutter herausgeschält werden.
Myomentfernung durch Bauchspiegelung - YouTube
- Hysteroskopische Myomabtragung – abtragen mit Hilfe einer eklektischen Schlinge – durch die Vagina in die Gebärmutter.
EMBOLISATION VON GEBÄRMUTTERMYOMEN
Die Embolisationsbehandlung von Gebärmuttermyomen beruht auf einer schon lange in der interventionellen Radiologie angewandten Technik – dem Verschluss von Tumorgefässen oder einer akut blutenden Gefässregion mit speziellen Mikropartikeln. Zunehmend wird die Myomembolisation auch zur Behandlung der gutartigen Myomknoten eingesetzt.
Studien konnten eine gute Wirksamkeit unter Vermeidung einer Operation belegen
Beispiel – maligne Tumorerkrankung
Das Zervixkarzinom
Zervixkarzinom - Ursache
-Auffinden von Krebszellen im Gebärmutterhals (Zervix)
-Auslöser HPV -16 und /oder HPV- 18 Infektion
-Wächst gewöhnlich langsam und über längere Zeit
-Macht lange keine Beschwerden
Zervixkarzinom - Diagnostik
-die körperliche Untersuchung (Tastuntersuchung)
-der Zellabstrich (Pap-Test, Zytologie) (alle 2-3Jahre-Vorsorge)
Bei auffälligen Befunden werden darüber hinaus eingesetzt:
-der Nachweis von HPV-Viren (Human Papillomviren)
-Kolposkopie die lupenoptische Betrachtung des Gebärmuttermunds und der Scheide
-Biopsie - die gezielte Gewebeentnahme von Gebärmuttermund und Gebärmutterhals
-Konisation - die kegelförmige Ausschneidung des Gebärmutterhalses
-Histologie - Entscheidend zur Sicherung der Diagnose ist die feingewebliche, mikroskopische Untersuchung von verdächtigem Gewebe Diese ist immer notwendig!
Zervixkarzinom - Stadien
-Stadium 0 oder Carcinoma in situ =
Abnorme Zellen werden nur in der obersten Schicht der Zervix gefunden.
-Stadium I (I- A, I-B) =
Der Tumor hat sich in der Zervix ausgebreitet, nicht aber in der Umgebung.
-Stadium II (II- A, II-B) =
Der Tumor ist in die Nachbarbereiche vorgedrungen, jedoch noch auf den Beckenbereich beschränkt; hat sich auf den oberen Drittel der Vagina ausgebreitet.
Ab diesem Stadium kann er bereits metastasieren.
-Stadium III =
Der Tumor hat sich im ganzen Beckenbereich ausgebreitet und den unteren Dritte der Vagina befallen. Der Tumor kann die Ureter abdrücken
-Stadium IV (IV-A, IV-B) =
Der Tumor hat auf Blase und Mastdarm übergegriffen.
Zervixkarzinom - Therapie
-Operation
-Strahlentherapie…
…fast immer in Kombination…
-mit Chemotherapie
Kriterien zum Entscheid welche OP- Technik
-Grösse des Tumors
-Stadium des Tumors
-Lokalisation des Tumors
-Infiltration in die Nachbarorgane
-Blutungsursache
-Grösse des Uterus
-Lage des Uterus
-Verwachsungen aus hervorgehenden Operationen und oder Entzündungen
Allgemeine Operative Behandlung von Tumoren
-Hysteroskopische Myomektomie/ Myomenukleation
-Laparoskopische Myomektomie
-Vaginale, abdominale oder laparoskopisch assistierte Hysterektomie
-Perkutane Transkatheterembolisation (Blutgefässe werden geschlossen - Ziel Rückbildung der Myome): neuere Methode
Fallbearbeitung – unter Beachtung des Pflegemodells nach Juchli
Assessment-> Pflegediagnose-> Pflegeziel,gewünschtes, Ergbins-> Planung der Pflegeintervention-> Durchführung der Pflegeintervention -> Evaluation errechtes Ergebins. ( Ist ein kreislauf. )
Pflege bei……Descensus genitalis
-Als Descensus genitalis wird das Tiefertreten der Scheide und des Uterus bezeichnet.
-Das Tiefertreten bis zum Hymenalsaum wird im deutschsprachigen
Raum allgemein als Deszensus, ein Tiefertreten über den Hymenalsaum hinaus als Prolaps definiert. In der englischsprachigen Literatur wird dagegen jeglicher Deszensus als „prolapse“ bezeichnet.
Descensus uteri = tiefertreten des Uterus
Zystozele = eine Senkung der Vaginalwand nach Vorne
Rektozele = eine Senkung der Vaginalwand nach Hinten
Studieren sie bitte in Thiemes Pflege
Auflage 12: S. 943 bis 946/ Auflage 11: S. 1079 bis 1082
und halten Sie
anschliessend gemeinsam die wichtigsten
pflegerischen Schwerpunkte schriftlich fest.
Paararbeit/ Zeit 45 min
Infektionen am Beispiel…
…einer Kolpitis Entzündung der Vagina,
Kolpitis - Ursachen
Infektionen mit
-Bakterien – „bakterielle Vaginose“ z.B. Chlamydien
-Herpes simplex
-Candida albicans
-Parasiten
-Mischinfektionen mit Escherichia coli, Staphylokokken, Streptokokken –
„unspezifische Kolpitis“
Chlamydien
Chlamydien-Infektion: Trotz Häufung kein Routinecheck
Veränderter Fluor genitalis
-Verstärkte Sekretion
-Veränderung von Farbe, Konsistenz
-Veränderung von Geruch des Sekrets
-Zunehmender Juckreiz
-Brennen in der Scheide
-Schmerzen beim Geschlechtsverkehr
Kolpitis – Symptome - Veränderungen des Fluor genitalis je nach Erreger
(siehe dazu Thieme: S. 934, Auflage 12)
Kolpitis – Symptome - Veränderungen des Fluor genitalis je nach Erreger
(siehe dazu Thieme: S. 934, Auflage 12)
Kolpitis - Therapie
-Abgestimmte Cremes
-Vaginalsuppositorien
-Orale Medikation
Kolpitis - Therapie
Richtige Intimpflege:
-Tragen von Unterwäsche mit einem hohen Anteil an Naturfasern und
wechseln des Slips täglich.
-Waschen nur der äußere Genitalregion mit lauwarmem Wasser und pH
hautneutralen Pflegeprodukten. Danach sorgfältig abtrocknen.
-Keine Frotteewaschlappen für die Mehrfachverwendung benutzen
-Die Scheide reinigt sich selbst. Durchführen von Vaginalspülungen nur auf ärztlichen Rat hin durch.
-Verzichten auf Intimdeodorants, parfümierte Feuchttücher und
Slipeinlagen mit Plastikfolie.
-Wischen mit Toilettenpapier immer von der Scheide weg in Richtung After.
Endometriose
-Versprengte Uterusschleimhautzellen ausserhalb des Uterus
→ normalerweise liegen diese im Bauchraum, sie können aber auch andere Organe besiedeln
→ diese Schleimhautzellen nehmen am monatlichen Zyklus teil
→ sie bauen sich auf und am Ende des Zyklus abzubluten
→ je nach Lage der Zellen, kann es zu enormen Beschwerden und starken Schmerzen kommen
→ Kinderlosigkeit
Thema: Endometriose
Leichte Form (Grad I)
Es finden sich im Bereich der Blase, der Gebärmutter (Uterus), der Eierstöcke oder der Bänder nur vereinzelte Endometrioseherde ohne Verwachsungen oder Eierstockzysten
Mässige Form (Grad II)
Bildung von Eierstockzysten (sog. Schokoladenzysten) und Verwachsungen zwischen Eileiter und Eierstock
Schwere Form (Grad III)
Nebst Zystenbildung finden sich narbig veränderte und verschlossene Eileiter. Die Endometriose kann in den Enddarm einwachsen und zu schweren Verwachsungen führen. Manchmal kann die Endometriose auch den Harnleiter umschliessen
Endometriose - Therapie
-Operation (lapraskopisch)
-Hormontherapie
Progesterongabe (naturidentisch) oder GnRH-Analoga
-Schmerzmittel
-spez. Behandlung bei Kinderwunsch