M11 Erkrankungen des Verdauungsystem
M11 Erkrankungen des Verdauungsystem
M11 Erkrankungen des Verdauungsystem
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Flashcards
Leitsymptome Gastro- Intestinaltrakt (GI)
Oesophagus:
- Dysphagie = Schluckstörung /Schluckbeschwerden
- Retrosternale Schmerzen
Magen:
- Nausea= Übelkeit und Emesis= Erbrechen
- Völlegefühl, Inappetenz (Appetitlosigkeit)
- Epigastrischer Schmerz (Schmerzen im oberen Teil des Magen Darm Trakts)
- Blähungen
Darm:
- Abdominal Schmerzen
- Obstipation /Diarrhoe
- Blut im Stuhl
Diagnostische Möglichkeiten (Ösophagus)
- Anamnese
- Ösophagus Gastro – Duodenoskopie mit Probeexzision (Biopsie) der Schleimhaut
- Röntgenuntersuchung mit Kontrastmittel
- Endoskopische Ultraschall Untersuchung (Endosonographie)
- Computertomographie (CT)
- Manometrischer Druckmessung der Ösophagusmuskulatur
- Langzeit PH Metrie
Diagnostische Möglichkeiten (Magen)
- Anamnese
- Körperliche Untersuchungen (Druckschmerz unterhalb des Sternums)
- Gastro- Duodenoskopie
- Probeexzision (Biopsie) und histologische Untersuchung (endoskopie Gewebeprobe)
- Abklärung auf Besiedelung mit „Helicobacter pylori“ (durch Biopsie oder Atemgasteste)
- Endoskopische Sonographie
Diagnostische Möglichkeit (Darm)
- Anamnese
- Körperliche Untersuchung
- Endoskopie /Koloskopie mit Biopsie
- Röntgen Abdomen
- Röntgen Abdomen mit Kontrastmittel = Magen Darm Passage (MDP)
- Sonographie
- Malabsorption abklären z.B. Laktoseintoleranz Test
- Stuhluntersuchung: Menge, Farbe, Konsistenz, pathologische Beimengung (Würmer) oder Blut Hämokulttest
- Magnetresonanz Tomographie (MRI)
Leitsymptome: Übelkeit und Erbrechen
Ursachen:
- Abdominelle (Erkrankungen des GI Trakts)
- Zentralnervös (z.B. Hirndruck erhöht ZNS Erkrankungen)
- Reizung von Rachenschleimhaut Geruchs /Geschmacksrezeptoren (Ekel) Gleichgewichtssinn
- Psychogen
- Stoffwechselentgleisung (Urämie, Leberversagen, BZ Veränderung)
- Medikamentös Toxisch
- Andere (Schwangerschaft Hormone)
- nach Vollnarkose
Emesis (Erbrechen)
Definition:
Unter Erbrechen versteht man das rasche, kraftvolle Herausbefördern von Magen bzw. Dünndarminhalt durch den Mund.
Retrograder Transport:
Mageninhalt evtl Dünndarminhalt via Ösophagus Mund evtl Nase
Reflektorische Steuerung:
„Brechzentrum“ (Medulla oblongata)
Vegetative Symptome:
Übelkeit Blässe Schweissausbruch Speichelfluss
BD Abfall Tachykardie
Emesis –physiologischer Ablauf
- Tiefe Inspiration
- Verschluss von Glottis und Nasopharynx
- Magen und Ösophagusmuskulatur entspannt sich
- Diaphragma und Bauchmuskeln kontrahieren sich schlagartig
- Mageninhalt wird retour geschleudert manchmal wird auch Dünndarminhalte (Galle) mitgerissen
Emesis Beobachtungskriterien
- Zeitpunkt
- Häufigkeit
- Menge
- Geruch
- Farbe
- Bestandteile (Beimengungen)
- Auftreten in Verbindung mit anderen Phänomenen
Formen des Erbrechens:
akut, verzögert, persistierend, psychogen, antizipatorisch
Hämatemesis (Bluterbrechen)
- Schwarz braun wie Kaffeesatz = Kontakt mit Magensäure
- Rot, flüssig stammt oberhalb des Magens (v.a. Ösophagus Ösophagusvarizen) oder (bei grosser Menge) evtl. aus dem Magen (Schockgefahr)
Lesen Thiemes 325-327
Leitsymptome Dysphagie Schluckstörungen/Schluckbeschwerden
„Schluckbeschwerden können durch funktionelle Störungen bei Dyskoordination des Schluckaktes oder durch Einengung des Lumens auftreten.“
Definition:
Schluckstörungen, Transportstörungen des geschluckten Bissens in der Speiseröhre Druckgefühl und Schmerz hinter dem Brustbein werden als Dysphagie zusammengafasst.
Leitsymptome: Abdominal Schmerz:
- Lokalisation Wo ist der Schmerz
- Qualität Wie ist der Schmerz
- Intensität Wie stark Funktionseinbussen
- Zeit Wann tritt der Schmerz auf Verlauf
- Begleitumstände Unter welchen Begleitumständen
- Einflüsse Was verstärkt oder erleichtert die Schmerzen
- Begleitsymptome z.B. Fieber Abgeschlagenheit
Lokalisation
- Genau Somatisch
- Diffus viszeral
- Lokalisation ändert sich
Hinweis auf Objekt in Hohlorgan welches Position ändert
(SieheBild Skript Seite 15)
Leitsymptome: Appetitlosigkeit
Gastritis (Entzündung der Magenschleimhaut)
Definition:
Akute oder chronische Entzündung der Magenschleimhaut
Ursachen:
Akut:
- Exzessiver Alkoholgenuss
- Nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR)
- Infektion: Heliobacter pylori Candida albicans
- Strahlentherapie
- Stress: psychisch physisch
Chronisch:
- 85% bakteriell (Heliobacter pylior)
- 10% NSAR
- 5% autoimmun
Gastritis:
Symptome:
Akut:
- Übelkeit
- Erbrechen
- Appetitlosigkeit
- Völlegefühl
- Blähungen
- Epigastrischer Schmerzen
Chronisch:
- Druck- Völlegefühl
- Brennen und Schmerzen in der Magengegend
- Appetitlosigkeit
- Unverträglichkeit von Speisen
- Die Mehrzahl der Patienten hat keine Beschwerden
Therapie:
- Toxische Substanzen weglassen
- Säurehemmer (Protonenpumpenhemmer: Omeprazol)
- Bei Heiobacter pylori Befall: Antibiotika und Säurehemmer
Weiterer Verlauf:
Erosion oder Ulcusentwicklung der Mucosa
Ulcus ventrikuli
Definition: Ulcus = Geschwür = Oberflächendefekt, der bis unterhalb der Schleimhaut reicht (Ist der Defekt auf die Schleimhaut begrenzt ist es nur eine Erosion)
Arten:
- Ulcus ventriculi
- Ulcus duodeni
Symptome:
- Schmerzen (Säure kann ungehindert angreifen) Übelkeit Erbrechen
- 95% der Betroffenen haben Infektion mit Helicobacter pylori
- Aber nur 10% aller Hp Träger entwickeln Ulkus
Risiko: Blutung 20% Perforation (5%) Karzinom
Therapie:
- Toxische Substanzen weglassen
- Säurehemmer (Protonenpumpenhemmer Omeprazol)
- Bei Heiobacter pylori Befall: Antibiotika und Säurehemmer
Wichtig bei älteren Menschen:
- Ulcus sind häufig asymptomatisch
- Manchmal Besserung der epigastrischen Schmerzen nach dem Essen
- Keine längere Therapie mit NSAR beim älteren Patienten
Vorsicht bei:
- Gleichzeitiger oraler Antikoagulationstherapie
- Positiver Ulcusanamnese
- Kombination mit Steroiden (Cortison)
Cholelithiasis (Gallensteinleiden)
Definition:
Gallensteine entstehen durch Veränderung der Gallenzusammensetzung
Epidemiologie:
10-15% der Bevölkerung haben Gallensteine 20% aller Gallensteinträger haben eine Cholezystitis
6F (female, fair, fat, forty, fertile, family)
Ursache:
Verschiedene Faktoren disponieren zur Steinbildung:
- Fettreiche ballaststoffarme Ernährung
- Alter/ Geschlecht (Frauen im Alter häufiger)
- Adipositas
- Familiäre Disposition
- Schwangerschaft
- Medikamente
- Chronische Cholezystitis
Symptome:
- Oft Zufallsbefund (75% keine Symptome)
- Druck im rechten Oberbauch, Blähungen, Aufstossen, Erbrechen, Unverträglichkeit von Fett
Verlauf:
- Entzündung chronisch /akut (Cholezystitis)
- Abgang und Verschluss im Ductus cystikus oder Papilla vateri
- Gallensteinkolik, Ikterus, akute Pankreatitis
Komplikationen:
Akute Pankreatitis
Perforation der Gallenblasenwand (Peritonitis)
Therapie:
Akut: Analgetika Nahrungskarenz ev. Antibiotika
Später: laparaskopische Cholezystektomie, ERCP
Prophylaxe: Ernährung umstellen BMI senken
Akutes Abdomen häufigste Ursachen
- Gallenstein Einklemmung ( Cholezystitis)
- Perforiertes Ulcus Duodeni
- Bridenileus
- Akute Appendizitis
- Perforiertes Ulcus ventriculli
- Akute Pankreatitis
- Akute Divertikulitis
- Inkarzerierte Leistenhernie
- Dickdarmkarzinom
Akutes Abdomen Leitsymptome
- Schmerzen: Kolik, zunehmend, dumpf „wie Messerstiche“
- Bauchspannung erhöht Abwehrspannung
- Motilitätsstörung (Übelkeit Erbrechen Stuhl und Windverhalten)
- Exsikose
- Akuter Allgemeinzustand (AZ) Verschlechterung
- Fieber
- Unruhe
- Kollaps Schock
Häufigste Ursache:
- Appendizitis, Divertikulitis
- Abszess
- Ileus
Leberzirrhose
Definition:
Fortgeschrittene Zerstörung der Leberarchitektur =Zerstörung des Leberplättchenaufbaus und derGefässstruktur der Leber. Funktionsfähiges Lebergewebe wird durch funktionsloses Bindegewebe ersetzt
Ursache:
- Alkohol bedingt (ca. 40%)
- Posthepatische Zirrhose (ca.50%)
Symptome:
- Dyspesie Meteorismus (50-75%)
- Splenomegalie (50-75%)
- Müdigkeit Schlafstörung Reizbarkeit (50%)
- Libidoverlust (25-70%)
- Gewichtsverlust Anorexie (30-40%)
- Blutungsneigung (10-20%)
- Ikterus Juckreiz Aszites Ödeme= Spätzeichen
Komplikationen:
- Pfortaderhochdruck (Ösophagusvarizen)
- Pfortaderhochdruck (Aszites)
- Hepatische Enzephalopatie
- Koma hepaticum
Therapie:
- Kurative Therapie: Lebertransplantation
- Konservative Therapie: Linderung der Symptome
- Ausschaltung der leberschädigenden Faktoren
- Behandlung der Komplikationen
Prognose:
Schlecht die Komplikationen bestimmen das Überleben