M11 Erkrankungen des Verdauungsystem

M11 Erkrankungen des Verdauungsystem

M11 Erkrankungen des Verdauungsystem


Melanie Gehrig
Diese Karteikarten bieten einen grundlegenden Überblick über Erkrankungen des Verdauungssystems und deren Leitsymptome wie Schmerzen, Übelkeit und Erbrechen. Sie behandeln Erkrankungen des Magens, Darms, Ösophagus und der Bauchspeicheldrüse, einschließlich Diagnosemöglichkeiten wie Biopsien und Untersuchungen. Die Karteikarten sind ideal für Medizinstudierende und Ärzte, die sich auf die Erkennung und Behandlung von Verdauungsstörungen spezialisieren möchten.
Flashcards
20
Students
7
Language
German
Category
Medical
Created / Updated
11.08.2014 / 20.12.2017

Flashcards

Leitsymptome Gastro- Intestinaltrakt (GI)

Oesophagus:

  • Dysphagie = Schluckstörung /Schluckbeschwerden
  • Retrosternale Schmerzen

Magen:

  • Nausea= Übelkeit und Emesis= Erbrechen
  • Völlegefühl, Inappetenz (Appetitlosigkeit)
  • Epigastrischer Schmerz (Schmerzen im oberen Teil des Magen Darm Trakts)
  • Blähungen

Darm:

  • Abdominal Schmerzen
  • Obstipation /Diarrhoe
  • Blut im Stuhl

Diagnostische Möglichkeiten (Ösophagus)

  • Anamnese
  • Ösophagus Gastro – Duodenoskopie mit Probeexzision (Biopsie) der Schleimhaut
  • Röntgenuntersuchung mit Kontrastmittel
  • Endoskopische Ultraschall Untersuchung (Endosonographie)
  • Computertomographie (CT)
  • Manometrischer Druckmessung der Ösophagusmuskulatur
  • Langzeit PH Metrie

Diagnostische Möglichkeiten (Magen)

  • Anamnese
  • Körperliche Untersuchungen (Druckschmerz unterhalb des Sternums)
  • Gastro- Duodenoskopie
  • Probeexzision (Biopsie) und histologische Untersuchung (endoskopie Gewebeprobe)
  • Abklärung auf Besiedelung mit „Helicobacter pylori“ (durch Biopsie oder Atemgasteste)
  • Endoskopische Sonographie

Diagnostische Möglichkeit (Darm)

  • Anamnese
  • Körperliche Untersuchung
  • Endoskopie /Koloskopie mit Biopsie
  • Röntgen Abdomen
  • Röntgen Abdomen mit Kontrastmittel = Magen Darm Passage (MDP)
  • Sonographie
  • Malabsorption abklären z.B. Laktoseintoleranz Test
  • Stuhluntersuchung: Menge, Farbe, Konsistenz, pathologische Beimengung (Würmer) oder Blut Hämokulttest
  • Magnetresonanz Tomographie (MRI)

 

Leitsymptome: Übelkeit und Erbrechen

Ursachen:

  • Abdominelle (Erkrankungen des GI Trakts)
  • Zentralnervös (z.B. Hirndruck erhöht ZNS Erkrankungen)
  • Reizung von Rachenschleimhaut Geruchs /Geschmacksrezeptoren (Ekel) Gleichgewichtssinn
  • Psychogen
  • Stoffwechselentgleisung (Urämie, Leberversagen, BZ Veränderung)
  • Medikamentös Toxisch
  • Andere (Schwangerschaft Hormone)
  •  nach Vollnarkose

Emesis (Erbrechen)

Definition:

Unter Erbrechen versteht man das rasche, kraftvolle Herausbefördern von Magen bzw. Dünndarminhalt durch den Mund.

Retrograder Transport:

Mageninhalt evtl Dünndarminhalt via Ösophagus Mund evtl Nase

Reflektorische Steuerung:

„Brechzentrum“ (Medulla oblongata)

Vegetative Symptome:

Übelkeit Blässe Schweissausbruch Speichelfluss

BD Abfall Tachykardie

Emesis –physiologischer Ablauf

  • Tiefe Inspiration
  • Verschluss von Glottis und Nasopharynx
  • Magen und Ösophagusmuskulatur entspannt sich
  • Diaphragma und Bauchmuskeln kontrahieren sich schlagartig
  • Mageninhalt wird retour geschleudert manchmal wird auch Dünndarminhalte (Galle) mitgerissen

Emesis Beobachtungskriterien

  • Zeitpunkt
  • Häufigkeit
  • Menge
  • Geruch
  • Farbe
  • Bestandteile (Beimengungen)
  • Auftreten in Verbindung mit anderen Phänomenen

Formen des Erbrechens:

akut, verzögert, persistierend, psychogen, antizipatorisch

 

Hämatemesis (Bluterbrechen)

  • Schwarz braun wie Kaffeesatz = Kontakt mit Magensäure
  • Rot, flüssig stammt oberhalb des Magens (v.a. Ösophagus Ösophagusvarizen) oder (bei grosser Menge) evtl. aus dem Magen (Schockgefahr)

Lesen Thiemes 325-327

Leitsymptome Dysphagie Schluckstörungen/Schluckbeschwerden

„Schluckbeschwerden können durch funktionelle Störungen bei Dyskoordination des Schluckaktes oder durch Einengung des Lumens auftreten.“

Definition:

Schluckstörungen, Transportstörungen des geschluckten Bissens in der Speiseröhre Druckgefühl und Schmerz hinter dem Brustbein werden als Dysphagie zusammengafasst.

Leitsymptome: Abdominal Schmerz:

  • Lokalisation                Wo ist der Schmerz
  • Qualität                       Wie ist der Schmerz
  • Intensität                     Wie stark Funktionseinbussen
  • Zeit                             Wann tritt der Schmerz auf Verlauf
  • Begleitumstände        Unter welchen Begleitumständen
  • Einflüsse                    Was verstärkt oder erleichtert die Schmerzen
  • Begleitsymptome       z.B. Fieber Abgeschlagenheit  

Lokalisation

  • Genau Somatisch
  • Diffus viszeral
  • Lokalisation ändert sich

Hinweis auf Objekt in Hohlorgan welches Position ändert

(SieheBild Skript Seite 15)

Leitsymptome: Appetitlosigkeit

Gastritis (Entzündung der Magenschleimhaut)

Definition:

Akute oder chronische Entzündung der Magenschleimhaut

Ursachen:

Akut:

  • Exzessiver Alkoholgenuss
  • Nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR)
  • Infektion: Heliobacter pylori Candida albicans
  • Strahlentherapie
  • Stress: psychisch physisch

 

Chronisch:

  • 85% bakteriell (Heliobacter pylior)
  • 10% NSAR
  • 5% autoimmun

Gastritis:

Symptome:

Akut:

  • Übelkeit
  • Erbrechen
  • Appetitlosigkeit
  • Völlegefühl
  • Blähungen
  • Epigastrischer Schmerzen

Chronisch:

  • Druck- Völlegefühl
  • Brennen und Schmerzen in der Magengegend
  • Appetitlosigkeit
  • Unverträglichkeit von Speisen
  • Die Mehrzahl der Patienten hat keine Beschwerden

Therapie:

  • Toxische Substanzen weglassen
  • Säurehemmer (Protonenpumpenhemmer: Omeprazol)
  • Bei Heiobacter pylori Befall: Antibiotika und Säurehemmer

Weiterer Verlauf:

Erosion oder Ulcusentwicklung der Mucosa

Ulcus ventrikuli

Definition: Ulcus = Geschwür = Oberflächendefekt, der bis unterhalb der Schleimhaut reicht (Ist der Defekt auf die Schleimhaut begrenzt ist es nur eine Erosion)

Arten:

  • Ulcus ventriculi
  • Ulcus duodeni

Symptome:

  • Schmerzen (Säure kann ungehindert angreifen) Übelkeit Erbrechen
  • 95% der Betroffenen haben Infektion mit Helicobacter pylori
  • Aber nur 10% aller Hp Träger entwickeln Ulkus

Risiko: Blutung 20% Perforation (5%) Karzinom

Therapie:

  • Toxische Substanzen weglassen
  • Säurehemmer (Protonenpumpenhemmer Omeprazol)
  • Bei Heiobacter pylori Befall: Antibiotika und Säurehemmer

Wichtig bei älteren Menschen:

  • Ulcus sind häufig asymptomatisch
  • Manchmal Besserung der epigastrischen Schmerzen nach dem Essen
  • Keine längere Therapie mit NSAR beim älteren Patienten

Vorsicht bei:

  • Gleichzeitiger oraler Antikoagulationstherapie
  • Positiver Ulcusanamnese
  • Kombination mit Steroiden (Cortison)

Cholelithiasis (Gallensteinleiden)

Definition:

Gallensteine entstehen durch Veränderung der Gallenzusammensetzung

Epidemiologie:

10-15% der Bevölkerung haben Gallensteine 20% aller Gallensteinträger haben eine Cholezystitis

6F (female, fair, fat, forty, fertile, family)

Ursache:

Verschiedene Faktoren disponieren zur Steinbildung:

  • Fettreiche ballaststoffarme Ernährung
  • Alter/ Geschlecht (Frauen im Alter häufiger)
  • Adipositas
  • Familiäre Disposition
  • Schwangerschaft
  • Medikamente
  • Chronische Cholezystitis

Symptome:

  • Oft Zufallsbefund (75% keine Symptome)
  • Druck im rechten Oberbauch, Blähungen, Aufstossen, Erbrechen, Unverträglichkeit von Fett

Verlauf:

  • Entzündung chronisch /akut (Cholezystitis)
  • Abgang und Verschluss im Ductus cystikus oder Papilla vateri
  • Gallensteinkolik, Ikterus, akute Pankreatitis

Komplikationen:

Akute Pankreatitis

Perforation der Gallenblasenwand (Peritonitis)

Therapie:

Akut: Analgetika Nahrungskarenz ev. Antibiotika

Später: laparaskopische Cholezystektomie, ERCP

Prophylaxe: Ernährung umstellen  BMI senken

Akutes Abdomen häufigste Ursachen

  • Gallenstein Einklemmung ( Cholezystitis)
  • Perforiertes Ulcus Duodeni
  • Bridenileus
  • Akute Appendizitis
  • Perforiertes Ulcus ventriculli
  • Akute Pankreatitis
  • Akute Divertikulitis
  • Inkarzerierte Leistenhernie
  • Dickdarmkarzinom

Akutes Abdomen Leitsymptome

  • Schmerzen: Kolik, zunehmend, dumpf „wie Messerstiche“
  • Bauchspannung erhöht Abwehrspannung
  • Motilitätsstörung (Übelkeit Erbrechen Stuhl und Windverhalten)
  • Exsikose
  • Akuter Allgemeinzustand (AZ) Verschlechterung
  • Fieber
  • Unruhe
  • Kollaps Schock

Häufigste Ursache:

  • Appendizitis, Divertikulitis
  • Abszess
  • Ileus

Leberzirrhose

Definition:

Fortgeschrittene Zerstörung der Leberarchitektur =Zerstörung des Leberplättchenaufbaus und derGefässstruktur der Leber. Funktionsfähiges Lebergewebe wird durch funktionsloses Bindegewebe ersetzt

Ursache:

  • Alkohol bedingt (ca. 40%)
  • Posthepatische Zirrhose (ca.50%)

Symptome:

  • Dyspesie Meteorismus (50-75%)
  • Splenomegalie (50-75%)
  • Müdigkeit Schlafstörung Reizbarkeit (50%)
  • Libidoverlust (25-70%)
  • Gewichtsverlust Anorexie (30-40%)
  • Blutungsneigung (10-20%)
  • Ikterus Juckreiz Aszites Ödeme= Spätzeichen

Komplikationen:

  • Pfortaderhochdruck (Ösophagusvarizen)
  • Pfortaderhochdruck (Aszites)
  • Hepatische Enzephalopatie
  • Koma hepaticum

Therapie:

  • Kurative Therapie: Lebertransplantation
  • Konservative Therapie: Linderung der Symptome
  • Ausschaltung der leberschädigenden Faktoren
  • Behandlung der Komplikationen

Prognose:

Schlecht die Komplikationen bestimmen das Überleben

 

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