M03 Unterricht Infusionstherapi

M03 Unterricht Infusionstherapi

M03 Unterricht Infusionstherapi


N. M.
Diese Lernkarten bieten eine grundlegende Einführung in die Infusionstherapie, einschließlich der Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung von Infusionen. Sie decken Themen wie Infusionsarten, Elektrolyte im Blutplasma, Infusionszusätze und die Berechnung der Infusionszeit ab. Die Karteikarten sind besonders nützlich für Pflegekräfte und Medizinstudenten, die sich mit den Grundlagen der Infusionstherapie vertraut machen möchten.
Karten
44
Lernende
7
Sprache
Deutsch
Kategorie
Medizin
Stufe
Grundschule
Erstellt / Aktualisiert
08.11.2014 / 07.05.2020

Flashcards

Definition: 

  • Infusion (lat. Infundere= hineingiessen)
  • Langsames intravenöses subkutanes seltener intraarterielles intraossäres oder rektales

Einbringen von Flüssigkeiten mit oder ohne Medikamentenzusatz in den Körper 

Patientenbedeutung 

  • Fremdkörper

Unsicherheit:

Neue Ungewohnte Situation

Angst:

Assoziation je mehr grösser Infusion um so kränker

  • Eingeschränkte Mobilität

Abhängigkeit:

Je nach Kanülenlage: Waschen Kleiden Essen Bewegung

Schmerzen:

Legen Entfernen der Infusions Kanüle Infusions Kanüle Pflege Wirkung/Nebenwirkung der Medikamente 

Wassergehalt des Körpers 

Gesamtgehalt an Wasser in menschlichen Körper:

  • 50-70% des Körpergewicht

Aufgaben:

  • Lösung und Transport von Stoffen
  • Temperaturregulation

Flüssigkeitsanteil:

  • Feste  Stoffe: 40%
  • Flüssigkeiten: 60%

Flüssigkeitsräume

  • Intrazellulärer Raum ca. 35%
  • Extrazellulär Raum (Interstizieller Raum 20% Intravasalraum 5%)

Bild Skript 

Verteilung der Körperflüssigkeit 

Intrazellulärraum (60%) Kalium

Als Zytosol (Griechisch Zelle) werden die flüssigen Bestandteile des Zytoplasma bezeichnet

 

Extrazellulärraum (40%)Natrium

Der Extrazellulärraum selbst ist wiederum in zwei Kompatimente geteilt:

Den innerhalb von Herz Blut und Lymphgefässe liegenden Intravasalraum (IVR intravasales Kompartiment ca 30%) und den ausserhalb von Gefässen liegenden Extravasalraum (EVR extravasales Kompartiment ca 10%) 

Isotone Infusionen

Gleich wie die Blutzusammen setzung  ca300-3100 mosmol/l

z.B NaCl 0.9%

Hypotone Infusionen 

unter 270 mosmol/l klein Molekular) z.B Aquadestialt

Hypertone Infusionen 

über 310 mosmol/l gross Molekular 
z.B Parentrale  ernährung Glucose

Hypertone Insfusionnen ab 800 mosmol/l dürfen nicht über einen periphere Venenverweilkanüle verabreicht werden 

Intravasalraum 

Physiologische Austauschvorgänge von gelösten Substanzen und Wasser spielen sich zwischen allen 3 Flüssigkeits-bzw. Kompartimentsräume ab.

Mit ca. 7% des Gesamtvolumens an Flüssigkeit hat der Intravasale Raum zwar einen geringen Anteilen dafür aber eine umso grössere Bedeutung für die Regulation der Gesamtmenge

Die im intravasalen Raum befindliche Flüssigkeit stellt gleichzeitig das primäre Transportsystem für den Organismus dar. 

Wasser-Flüssigkeitsbilanz 

Für die Homöostase (Blutgerinnung Stoppung) sorgt eine permanent ausgeglichene Wasser und Elektrolytbilanz also ein immerwährendes Fliessgewicht

Bei der Aufnahme von ca. 2,5l Wasser pro Tag muss auf der Ausfuhrseite ebenfalls eine Menge von ca. 2,5l stehen

Siehe Skript Bild 

Diffusion

Ausgleich einer Teilchenkonzentration ein einem Flüssigkeitsraum durch "wanderung" der gelösten Teilechen zum ort niedringere Konzentration.

Osmose

Diffusion von Lösungsmittelmolekülen durch halbdurchlässige Membrande Semipermeable; die Membrane ist dabei undruchlössig für die gelösten Stoffe- zum Konzentrationsausgleich kommt es daher durch  Einstrom des Lösungsmttel auf der Seite der Semipermeable mit der höheren Stoffkonzentration.

Auf einer seite hatt es zwei Elefanten auf der anderen seite 4 Elefanten die Elefanten können die Semipermeable nicht durch dringen da sie zu gross sind. 

Auf der seite der 4 Elefante hat es mehr Mäus  da sie mehr brauchen als 2 Elefanten. Da die Mäuse Kleine sind können sie die Semipermeable passiernen die sind ja klein.

Verantwortungsbereich

Arzt: 

  • Verordnung (Eindeutig schriftlich)
  • Name des Patient
  • Art und Menge der Infusionslösung
  • Art und Menge der Infusionszusätze und Infusionsgeschwindigkeit
  • Bzw. Infusionsmenge in 24h oder entsprechende Zeitangabe 

Verantwortungsbereich

Pflege: 

  • Korrekte Vorbereitung
  • Korrekte Durchführung inkl. Überwachung 

Ziel der Infusionsgabe

 

Ein gleichbleibendes inneres Millieu wird angestrebt

Wie? 

Durch Isoionie (Elektrolyte ausgeglichen):

Gleichbleibende Zusammensetzung der Ionen

Durch Isotonie

Gleichbleibender Osmotischer Druck

Durch Isohydrie:

Gleichbleibendes Wasserstoffkonzentration (PH Wert)

Durch isovolämie:

Gleichbleibendes Plasmavolumen

Aufrechterhaltung der Osmolarität 

Indikation der Infusionstherapie

Grundsätzliche Indikationen: 

  • Bei Störungen im Wasser-und Elektrolythaushalt
  • Lebensbedrohliche Stoffwechselentgleisung (Azidose bzw Alkalose) PH Wert
  • Bei Blutverlust
  • Bei Mangel von Blutbestandteile
  • Bei mangelnder oraler oder enteraler Nährstoffaufnahme (Ernährung Kalorien bedarf abdecken)
  • Zur medikamentösen Therapie
  • Zur Diagnostik (Kontrastmittel MRI)
  • Offenhalten eines Venösen Zugangs

 

 

 

Indikationen:

Erhaltungstherapie:

 Wiederherstellung /Stabilisierung der Vitalfunktion Bereitstellung von Grundnährstoffen

Ersatztherapie:

Ausgleich von Flüssigkeitsverlust Aufrechthaltung des Flüssigkeitsvolumens

Korrekturbehandlung:

Wiederherstellung/Aufrechthaltung osmotischer Druck

Medikamentenbehandlung:

Infusion als Trägerlösung 

Infusionsapplikationsarten

Orientierung nach

 

  • Kanülen/Katheter
  • Punktionsstelle
  • Verabreichungsart 

Infusionsarten

Einteilung nach Lösungsart

Isotone Lösungen= Blut Nacl 0,9%:

Haben gleichen osmotischen Druck wie Plasma (ca 300mosmol/l)

Hypotone Lösungen/ Aqua Destilat:

Haben geringere Osmolarität als Plasma (< 270 mosmol/l)

Hypertone Lösungen /Parenterale Ernährung:

Haben höheren osmotischen Druck als Plasma (>310 mosmol/l)

Hypertone Lösungen ab 800 mosmol/l dürfen nicht über eine periphere Venenverweilkanüle verabreicht werden 

Infusionsarten Kristalloide: 

Nacl Glucose oder Ringer Lösungen etc. 

Infusonsarten

Blutersatz

Erythrozyten Thrombozyten Leukozyten FFP Gerinnungsfaktoren 

Infusionsarten

Amionsäuren-Lösungen

Fresenium Kabi Nutriflex 

Infusiosnarten

Glucose

Glukoselösung (5-20%) 

Infusionsarten 

Fettemulsionen

Lipedim 10-20% 

Infusionsarten

Kombinationslösungen          

Fertigprodukte zur parenteraler Ernährung die alle drei Energielieferanten Vitamine und Spurenelemente enthalten.

Parenterale Ernährung läuft wegen des hohen osmotischen Drucks der Lösungen immer über einen zentralvenösen Zugang 

Infusionszusätze 

  • Elektrolyte
  • Vitamine
  • Spurenelemente
  • Schmerzmittel
  • Antibiotika
  • Kontrastmittel

Siehe Thiemes 

Elektrolyte im Blutplasma 

Natrium 

136 bis 146 mmol/l 

Elektrolyte im Blutplasma 

Kalium            

3,8 bis 5,2 mmol/l 

Zu viel Kalium kann zu Herzstillstand und verlangsamter Herzfrequenz führen

Zu wenig Kalium kann Herzrythmusstörungen auslösen bis hin zu Kammerflimmern und Herzstillstand 

Elektrolyte im Blutplasma 

Calcium

 2,3 bis 2,7 mmol/l 

Elektrolyte im Blutplasma 

Magnesium    

0,8 bis 1,2 mmol/l 

Elektrolyte im Blutplasma 

Chlorid

96 bis 106 mmol/l 

Elektrolyte im Blutplasma 

Bicarbonat     

24 bis 28 mmol/l 

Elektrolyte im Blutplasma 

Phosphat 

1,0 bis 1,4 mmol/l 

Infusionsgruppen und Beispiele

Elektrolytlösungen: 

  • Natrium Chlorid 0,9% 0,45%
  • Ringer Lactat / Ringer –Acetat
  • Mischinfusionen: Glucose /Nacl  1:1, 2:1, 4:1 

Infusionsgruppen und Beispiele 
Kristalloidlösungen

  • Glucose 5%-40% 

Infusionsgruppen und Beispiele 
Kolloidlösungen: 

  • PPL 5%, Humanalbumin 20%
  • HAES steril 6%/10% 

Infusionsgruppen und Beispiele 
Ernährungslösungen: 

  • Nutrifelx
  • Glucose 20%-50%
  • Intralipid 10%-30% 

Infusionsgruppen und Beispiele 
Korrekturlösungen

  • NaBic 8,4%
  • Mannitol 20% 

Vorsicht bei Infusionszusätzen

Folgende Schwerpunkte sind zu beachten: 

Hygiene:

  • Flächen und Händedesinfektion sauberer Arbeitsort sterile Einspritzung

Kontrolle:

  • Verfallsdatum Inkompatibillität

Dokumentation:

  • Medikament Datum Patientenname Name Pflegeperson

Vermischung

  • Nicht Schütteln Durchmischung beachten

Veränderung

  • Aussehen Ausflockung

Überdruck

  • Keine Überdruck evtl. Vorgängig Volumen aus Infusionsbehälter entfernen 

Infusionsbehältnisse 

  • Glasflaschen
  • Kunststoffflaschen
  • Kunststoffbeutel
  • Menge von 50-1000ml
  • Diverse Beutel zum Mischen

Hinweis: Auf den Flaschen /Beutel sind Inhalt Herstellungsdatum Chargennummer und Verfallsdatum aufgeführt 

Berechnung Infusionszeit 

Grundlange

 1 ml Entspricht 20 Tropfen  
Also wird die Infusions menge mal 20 gerechnet so erhält man die Topfenzahl der Infusion. 

Die Zeit in der die Infusion Infundiert werden muss mal 60 da eine Std 60 Min hat. 

Die beiden Restulate werden durch einander geteilt und so erhält man die Tropfen zahl pro minute.

 

Infusionsvorbereitung 

  • 5R-Regel
  • Übereinstimmung Infusionsflasche mit ärztlicher Verordnung
  • Saubere Arbeitsfläche schaffen
  • Hygienische Händedesinfektion
  • Steriles Infusionsbesteck (evtl. Infusionsverlängerung Dreiwegehan Tropfenzähler Spritze Nadel für medikamentöse Zusätze)
  • Desinfektionsmittel
  • Tupfer/Kompressen
  • Abfallsack /Nadelhalter
  • Händedesinfektionsmittel 

Study