M0061 Sport
M0061 Spezialgebiete sportspezifisch
M0061 Spezialgebiete sportspezifisch
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Lernkarten
Wie wirkt ein Tape?
- Stimulation der Propriozeptoren und Mechanorezeptoren (Vater Pacini, Ruffini-Körperchen, Meissner und Merkel, Muskelspindel, Golgi-Sehnenorgane)
- Einfluss auf die Muskelfunktion = Normotonisierung (Spannungsgrad der Muskulatur normalisieren)
- Verbesserung der Mikrozirkulation ("Convolutions")
- Aktivierung des lymphatischen Abflusses (Lymphmenge, Fliessggeschwindigkeit, überbrückt Wasserscheiden, Narben und Fibrosenbeeinflussung)
- Schmerzlinderung (Nozizeption hemmt Propriozeption, Reflexaktivität des Sympathikus)
- Unterstützung der Gelenksfunktionen (lässt volles ROM zu, funktionelle Korrektur, passive Unterstützung)
Was sind mögliche Indikationen für die Anwendung eines Tapes?
- Bandverletzungen (Supinations-Trauma)
- Instabilitäten/ Hypermobilitäten (Schulter)
- Überlastungsschäden (Arthrose)
- Schmerzzustände (Rücken, Kopf, Arme, Beine,..)
- Insertionstendinopathien (Achillessehne, Epocondylitis,..)
- Muskelverletzungen (Zerrungen, Tonusveränderungen,..)
- Lymphgefässpathologien
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Was sind mögliche Kontraindikationen für die Anwendung eines Tapes?
- Maligne Tumoren
- Hauterkrankungen
- Frische Thrombosen
- Allergien
- Bestrahlungen/ Chemotherapie
- Unklares Fieber
- "Pflasterallergie" (austesten)
- Offene Wunden
Was haben alle Tapes bezüglich Material gemeinsam?
- Wellenförmiger Massenstrich: kann den therapeutischen Effekt unterstützen
- Dehnbar (auf 130-140%): passt sich den Elastizitätseigenschaften der Haut optimal an
- Trennpapierkaschierung: zur besseren Steuerung der Dehnbarkeit
- Polyacrylatklebmasse: klebt zuverlässig, wärmeaktiv
- Trägermaterial Baumwolle: robust und hautfreundlich
Was ist eine der grundlegende Technik ein Leukotape K zu tapen?
Variante 1:
- Detonisierende Wirkung (Parasympathikus anregen)
- Bei allen akuten Geschehnissen (Verletzungen, OP)
- Vom Muskelansatz zum Ursprung tapen
- Blaue Tapefarbe
Variante 2:
- Tonisierende Wirkung (Sympathikus anregen)
- Bei chronischen/ degenerativen Vorgängen
- Vom Muskelursprung zum Ansatz
- Rote Tapefarbe
Was ist eine mögliche Variante, herauszufinden in welche Richtung ein Leukotape getapet werden muss?
Befund: Tut aktive Bewegung weh?
Wenn Ja: Gleiche Bewegung nochmals ausführen lassen und dabei die entsprechende Hautregion über dem entsprechenden Muskel in eine Richtung (nach distal oder nach proximal) schieben und die Bewegung wieder ausführen lassen. Der Patient muss darauf hin sagen, welche Art die „angenehmste“ gewesen ist. Ist z.Bsp. die aktive Bewegung mit Verschiebung der Faszie nach distal angenehmer, dann beginne ich das Tape distal (Ansatz) und ziehe es nach proximal (Ursprung). Ist es in die andere Richtung angenehmer, beginne ich mit dem Tape („Basis“) beim Ursprung.
Die „Basis“ (Start des Tapes) des Muskeltapes wird dort gesetzt, wo die Richtung der Faszienverschiebung ein für den Patienten angenehmeres Gefühl ergibt.
Was muss ich vor dem Tapen alles vorbereiten?
- Abmessen des Tapes auf die geeignete Länge
- Zuschneiden des Tapes (verschiedene Varianten)
- Abrunden der Ecken (damit sich das Tape beim An- und Ausziehen von Kleidungsstücken nicht so schnell von selbst löst)
- Haut muss trocken und fettfrei sein
- Bei starker Behaarung: rasieren (besserer Halt)
Wie klebe ich ein Tape an und was muss ich beachten beim Entfernen?
- Aktivierung der wärmeabhängigen Haftungseigenschaften des Klebstoffes (Tape muss „angerubbelt“ werden)
- 20-30 Minuten vor sportlicher Aktivität
- Wird das Tape nass (Duschen), mit Föhn trocknen
- Tape kann ohne weiteres über 3-7 Tage auf der Haut kleben bleiben (Atmungsaktiv)
- Zum Entfernen Haut straffen und möglichst in Haarrichtung abziehen