Logoumsetzung auf Werbemitteln

Abschlussprüfung Mediengestalter 2014

Abschlussprüfung Mediengestalter 2014


Janine Huber
Diese Lernkarten erklären, wie Logos korrekt auf Werbemitteln umgesetzt werden, angepasst an verschiedene Druckverfahren und Materialien. Sie behandeln Farbwahl, Platzierung, Veredlungsmethoden wie Siebdruck oder Tampondruck sowie technische Voraussetzungen für einheitliche, wirkungsvolle Logodarstellungen. Ideal für Auszubildende im Marketing, die praxisnah lernen möchten, wie Logos technisch und gestalterisch optimal eingesetzt werden.
Flashcards
12
Students
8
Language
German
Category
Marketing
Created / Updated
05.05.2014 / 02.07.2026

Flashcards

Technische Voraussetzungen

- Möglichkeit der einfarbigen Darstellung

- Farbverläufe vermeiden

- Typo sollte nicht zu dünn & extravagant sein

- mindesthöhe 5mm

- geschlossene & saubere Pfade

- Schrift muss gepfadet sein

 

Eignung für: Druckverfahren, Bedruckstoff, Kopierer, Fax, Scanner

Platzierung des Logos

Hintergründe:

- farbige Flächen = richtige Wahl von Positiv- & Negativdarstellung achten

- Bild mit strakem hell/dunkel Kontrast ist ungeeignet

Proportionalität:

- propotional skalieren, sonst unförmig (gestreckt, gequetscht)

Schutzzone:

- ermöglicht formal schöne & ungestörte Platzierung des Logos

- definiert mindestabstand zur Formatbegrenzung

- keine weiteren Elemente in der Schutzzone platzieren

Darstellung:

- nur bereitgestellte Datensätze verwenden - keine neue Anordnung von Farbe, Schrift und Form verwenden
 

Allgemein zur Platzierung eines Logos auf dem Plakat

- alle Elemente im Zusammenhang sehen
- Blickverlauf wird durch Kontraste, Motive und Texte bestimmt und die Positionierung des Logos sollte in Abhängigkeit davon vorgenommen werden
> Zum Beispiel der Blickfang und Schwerpunkt des Plakates eher rechts > Logo rechts platzieren
- Logo soll sich abheben
- erhöhte Aufmerksamkeit erzielen: unübliche Positionierung und starker, farblicher Kontrast
- Logo sollte nicht zu klein sein, aber auch nicht zu groß/störend
- originale Proportionen des Logos beibehalten, keine Verzerrungen

Übliche Positionen des Logos

• häufigste Position unten rechts (z.B. Opel, VW oder auch Ketten wie McDonald’s)
> abschließender Blick geht meist an rechten unteren Rand, vor allem bei Textplakaten, wo der Betrachter von links nach rechts und von oben nach unten liest wirksam
• sehr selten Logo unten links oder mittig unten
> nicht unbedingt zu empfehlen, nur wenn das Logo genügend auffällt
• Logo oben positionieren: soll das Logo nicht den letzten bleibenden Eindruck hinterlassen, sondern zuerst gelesen werden, sollte es oben links platziert werden, fällt dort besonders zeitig auf
> Menschen lesen von links nach rechts
• auch oben rechts oder auch oben in der Mitte
> Der Blick des Betrachters wandert meist zuerst in die Bildmitte oder nach oben, gute Position, wenn man möchte, dass Logo zeitig gesehen wird, aber nicht unbedingt als erstes

Eigenarten der jeweiligen Druckverfahren

Bsp. Rakeltiefdruck – Sägezahneffekt durch Näpfchen
Folge: feine Linien gehen verloren; Linien dicker anlegen

Bsp. Flexodruck: Quetschränder
Folge: feine Linien werden automatisch dicker dargestellt;

Strichstärke muss angepasst werden; im Negativ: gehen die
feinen Linien unter – gehen zu

● Typo-Auswahl: Strichstärke von mindestens 0,1 mm
● Passerdifferenzen bedenken

Logos in diversen Druckverfahren

Siebdruck

● Anwendung: gewebte Materialien z. B. Textilien, Kugelschreiber, Regenschirmen, Tassen
● dauerhaft und farbecht
● Farbe für Farbe nacheinander aufgebracht
● Artikel eben, flach und hindernisfrei (Nähte, Falten)


Vorteile
● Kostengünstigstes Veredlungsverfahren
● Kosten abhängig von Auflagenhöhe


Nachteile
● immer Nebenkosten pro Farbe für Drucksieb und Druckfilman
● Motivumsetzungen in 4C nicht machbar
● Nachproduktionen (kleinen Auflagen) zu teuer

Logos in diversen Druckverfahren

klassischer Stick

● Anwendung: Polo Shirt, Baseball Cap, gewebten Materialien aus Baumwoll- oder Polyestergarn anderen natürlichen oder künstlichen Fasern
● Technik: Stickung (Nadel rein – Nadel raus) – tausende Stiche
● Farben = Polyesterstickgarn: alle möglichen Farben erhätlich (Farbvorgabe: Pantone)
● zu bestickende Fläche des Arikels – Fixierung durch kreisrunden oder rechteckigen Rahmen; Oberflächenstraffung
● Kosten: > Anzahl der benötigten Stiche
> Mengenverbrauch des Garns

Vorteile
● hochwertigstes Veredlungsverfahren
● mehrfarbige Motivumsetzung
● dauerhafte und langfristig hochwertige Methode
● hochwertiges Erscheinungsbild
● Nachproduktion: keine Nebenkosten

Nachteile
● nicht universell umsetzbar
● limitiert durch Nähte, Klemmflächen und Stickrahmen
● keine Farbverläufe simulierbar
● feine Details teilweise nicht umsetzbar (Strickbreiten < 1mm)

Logos in diversen Druckverfahren

Tampondruck

● Anwendung: Werbeartikel, Produkte mit Materialoberflächen wie Kunststoff, Metall, Glas, Gummi, ....
● Logo seitenverkehrt eingeätzt
● Farbe für Farbe nacheinander gedruckt
● max. 3 umsetzbaren Druckfarben
● Einschränkung der Logogröße (max. DIN A6)
● nicht fixierter Artikel; keine eben flache Fläche; Wölbungen und Rundungen möglich

Vorteile
● Kostengünstigstes Veredlungsverfahren
● mind. 1-farbige Bedruckung
● geringen Druckkosten
● Nachproduktion: geringe Nebenkosten
● gute Haltbarkeit (Zugabe von speziellen Farbhärtnern)

Nachteile
● max. 3-4-farbige Bedruckungen
● Farbverläufe nicht simulierbar
● keine dauerhafte Haltbarkeit und Beständigkeit (bei Beschädigungen durch Abrieb und Kratzer)

Logos in diversen Druckverfahren

Lasergravur

● Anwendung: Oberflächen aus Metall, Obst, Nüsse, Leder oder farblich eingefärbte Stoffe, wie Jeans
● „farblos“ oder „1-farbig“
● Oberfläche wird „ankratzt“ oder „schraffiert“
● Artikel personalisierbar und individualisierbar
● Umsetzung von Logofeinheiten von 0,4 mm
● speziell angefertigte Aufnahmeform, sodass an der identischen Stelle eines jeden Artikels die exakte Laserung zu gewährleisten ist
● Basis: Laserprogramm

Vorteile
● hochwertigstes Veredlungsverfahren
● Bearbeitung von metallischen Öberflächen, Kunststoffen, gefärbten Baumwollmaterialein und Obst sowie Gemüse
● dauerhafter Bestand
● Umsetzung: große Feinheit
● Nachproduktion: keine Nebenkosten

Nachteil
● keine farbige Logoumsetzung

Logos in diversen Druckverfahren

Transferdruck
(Plastisol,- Digital,- Flock,- Flexfolien, und Offsettransfers)

● Farbe einzeln und nacheinander verarbeiten
● Kleber auf der Rückseite der Materialien
● schnelle Herstellung der Druckvorlagen
● vielfarbige Motive
● Motiv mittels Farbdruckers auf hauchdünne, transparente Folie gedruckt; rückseitig mit Kleber versehen
● Thermosublimationsverfahren: farbenfrohe und dauerhaft farbige, bildhafte Logo seitenverkehrt auf Transferpapier gedruckt
● normal waschbar
● dauerhaft von Bestand
● farbstabil
● einmalige Nebenkosten pro Auftrag

Vorteile
● fast uneingeschränkte Einsatzmöglichkeiten
● Vielzahl von Transferarten
● hohe Individualisierung
● mehrfarbig bildhafte Umsetzungen
● Platzierung der Logos nahezu allen Stellen und Materialien
● Möglichkeit: mehrfarbige, 4c Logoumsetzung bei Kleinauflagen

Nachteile
● kaum Kostenersparnis (mittleren und hohen Auflagen)
● hohe Handlings- und Verarbeitungskosten
● Aufbringen der Transfers: immer Handarbeit

Verwendungsbereiche für Logos

• Geschäftsdrucksachen
• Werbemittel
• Verkaufsförderung
• Verpackung
• Out-of-home-Werbung
• Digitalmedien, Video / Film

Logoverwendung & -aufbereitung

• Form & Bildsymbol sollten immer einheitlich sein
• es müssen verschiedene Varianten für diverse
Mediennutzungen aufbereitet werden.
Beispiel: Stempel, Briefumschlag, E-Mail-Signatur, Animation

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